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München
(dpa) - Es ist heiß in Deutschland, aber die «Golden Girls» Magdalena Neuner
und Maria Riesch schwitzen im Sommer bereits wieder für den nächsten Winter.
Die Olympiasiegerinnen haben nach den Jubelfeiern im Anschluss an die
Winterspiele von Vancouver sowie den wohlverdienten Urlaub längst wieder den
Schnee vor Augen und schuften im Training für neue Ziele und weitere
Titelgewinne.
«Erfolg kommt nicht von allein», sagt Top-Biathletin Neuner.
«Ich habe Anfang Juni mit dem Training angefangen und bin voll motiviert
dabei.»
Die zweifache olympische
Goldmedaillen-Gewinnerin des vergangenen Winters arbeitet momentan in ihrer
oberbayerischen Heimat an den Grundlagen für die folgende Wintersaison. «Der
Trainingsumfang ist besonders am Anfang enorm, es dreht sich alles um
Ausdauer und Kraft», erläutert Neuner, die dabei an ihre Grenzen geht.
«Vergangene Woche habe ich mir einen fiesen Sonnenstich geholt. Nachdem ich
fünf Stunden in der Sonne trainiert hatte, bin ich einen Tag lang mit
Übelkeit und Kopfschmerzen flach gelegen.»
Im Gegensatz
zu den alpinen Skirennfahrern braucht die 23-Jährige für ihr Sommer-Training
noch nicht einmal Schnee. «Das Skaten auf den Rollern ist dem auf Skiern
sehr ähnlich.»
Die langen Bretter muss sich Neuner erst im Oktober beim
Trainingslager am österreichischen Dachstein-Gletscher unter die Füße
schnallen. Daheim in Wallgau bei Familie und Freund Seppi kann sie nach den
Einheiten abschalten: «Hier kann ich die Türe zumachen und alles andere
draußen lassen.»
Der Rummel nach den Vancouver-Erfolgen
war enorm. Und mit heißen Werbefotos für eine Dessous-Firma sorgte die
bodenständige Neuner Ende Juni noch einmal öffentlich für Aufsehen. «Ich
wollte auch einmal die andere Seite der Magdalena Neuner zeigen», sagt sie:
«Ich habe meinen Freund gefragt, ob das okay für ihn sei er hatte
überhaupt kein Problem damit.» Nacktaufnahmen in Hochglanzmagazinen kämen
für sie dagegen nicht infrage. «Das ist eine ganz andere Kategorie.»
Alpin-Ass
Maria Riesch ist gar schon einen Monat länger im Training als Magdalena
Neuner. «Anfang Mai war ich für elf Tage auf Zypern zum Radfahren»,
berichtete die 25-Jährige am Rande der Verleihung des Bayerischen
Sportpreises 2010 in München.
Konditionstraining ist
die Grundlage. Denn der Wintersportler, so die immer wieder angeführte
Parole, wird im Sommer gemacht.
Im Oktober startet Riesch in Sölden in
die Weltcup-Saison, in der nach Olympia-Gold in Super-Kombination und Slalom
die Ansprüche noch einmal gestiegen sind. Und das Konditionstraining weicht
nun vermehrt den Einheiten im Schnee. «Im August geht es für drei Wochen zum
Sommercamp nach Neuseeland, danach drei Wochen nach Chile», sagte die
Slalom-Weltmeisterin, die schon seit langem an den Saison-Höhepunkt denkt:
die Ski-WM im Februar in Garmisch-Partenkirchen.
Drei Monate Schnee-Abstinenz hatte
Riesch hinter sich, ehe sie sich Anfang Juli in Zermatt die Pisten
hinunterschwang: «Anfangs war es wie immer ein etwas komisches Gefühl, aber
man kommt dann sehr schnell 'rein», sagte die 14-malige Weltcupsiegerin.
Die Zeit nach ihrem Doppel-Olympiasieg
war für Riesch «sehr intensiv. Auch nach der Saison hatte ich einige
Sponsoren- und Pressetermine, aber das hat mir durchaus Spaß gemacht.» Die
Sommerzeit nutzte die Partenkirchenerin auch, um sich mit ihrem Freund und
Manager Marcus Höfl zu verloben. «Mein privates Glück motiviert mich
zusätzlich, ich bin viel bei ihm in Kitzbühel», erzählte Riesch strahlend:
«Wir sind beide super happy.» Auch auf den Skipisten hofft sie im kommenden
Winter auf neues Glück: Gold bei der WM vor der Haustüre ist das nächste
große Ziel.
Die alpine Skirennfahrerin Maria Riesch
spielt in Ottobeuren Beach-Volleyball. Es ist heiß in Deutschland, aber die
«Golden Girls» Magdalena Neuner und Maria Riesch schwitzen im Sommer bereits
wieder für den nächsten Winter. Die Olympiasiegerinnen haben nach den
Jubelfeiern im Anschluss an die Winterspiele von Vancouver sowie den
wohlverdienten Urlaub längst wieder den Schnee vor Augen und schuften im
Training für neue Ziele und weitere Titelgewinne. |