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Eine wundervolle "Erlebnisreise mit Musik"

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Eine wundervolle "Erlebnisreise mit Musik"

Von Peter Matthaei

Teil 2 von 2

Wie jedes Jahr im Mai verbrachte wieder eine Reisegruppe zwei wunderbare Wochen bei der beliebten „Reise mit Musik“.

Tag 7 - Dachstein

Andre Rieu Konzert: Busfahrer Achim mit dem Handy in der Hand sitzt inmitten der Gruppe

?Wenn man den herrlichen Dachstein immer vor Augen hat, sollte man den auch mal von oben sehen. So ging es mit der Gondel hinauf bis auf fast 3000m ins ewige Eis. Das Wetter gab es her, im Tal sommerlich, oben aber immer noch 15 Grad Celcius, so dass wir den Bergbesuch wagen konnten. Atemberaubend die Aussicht ueber die Berge bzw. sogar auf die Gipfel darunterliegenden Berge. Waehrend einige Gaeste lieber im Panoramarestaurant bei Speis und Trank verweilten, wagten die meisten den kurzen Weg zum Eispalast. Der fuehrte ueber eine lange Haengebruecke, vorbei an der bekannten „Treppe ins Nichts“ direkt zum Eingang der Eiswelt. Sechs Meter unter dem ewigem Gletschereis erwarteten uns maerchenhafte Kunstwerke aus Eis, beleuchtet in allen Farben. Es war ein perfekter Tag mit aussergewoehnlichen Eindruecken.

Tag 8 – Schladming

Nach einigen Ausfluegen der Vortage, war ein etwas ruhigerer Tag ganz wohltuend. Es war herrliches Wetter und wir waren nur einige Minuten von Schladming entfernt, dem weltbekannten Skiweltcuport wo es im Winter tausende Touristen wegen des Skifahrens hinzieht. Zu unserer Zeit war es eher ruhig und beschaulich, was uns auch ganz gut tat. Das bunte kleine Staedtchen war sehr sauber, freundlich und idyllisch.

Tag 9 – Stift Admont

Eigentlich sollte es heute die Hochalpenstrasse hinauf zum Grossglockner gehen, doch ein Kaelteeinbruch brachten 20 cm Neuschnee und Strassensperrungen und verhinderten leider diese Fahrt. Deswegen entschlossen wir uns im Tal zu bleiben und besuchten das „Stift Admont“ bei Liezen. Es ist die groesste Stiftbibliothek der Welt mit ueber 200.000 Baenden, handgeschriebene Originale, Aufzeichnungen aus Naturwissenschaft, Religion, Kunst und Medizin, beeindruckende Werke aus ueber 1000 Jahren Stiftgeschichte.

Bemerkenswert auch die grossartige Architektur, einmalige schoene Wandmalereien und Skulpturen verzierten die grosse Bibliothek. Erwaehnt werden muss, wie sauber und gaestefreundlich die Kloster in oesterreich heutzutage erhalten bzw. hergerichtet sind.

Tag 10/11 – Transfer Wien

Bei herrlichem Wetter erreichten wir die Hauptstadt oesterreichs, Wien. Unser 4 Sterne Hotel im Sueden von Wien, das Eventhotel „Pyramide“ war eine ganz andere Dimension wie das vorherige Hotel in der Steiermark. Da gab es viele Zimmer, grosse Raeume, verschiedene Restaurants, Bars, Geschaefte, eben allerhand Annehmlichkeiten – zwar nicht jedermanns Geschmack von uns, denn so mancher mag es eher ruhig und beschaulich.

Am naechsten Tag war es nicht weit ins Burgenland und an den Neusiedler See. Eine extra eingesetzte Reiseleiterin der oesterreichischen Touristikagentur „Travelpartner“ wurde eingesetzt, um uns bei den Ausfluegen in Wien behilflich zu sein.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir Eisenstadt, wo wir bei einem kurzen Spaziergang durch den Park des „Schlosses Esterhazy“ den sommerlichen Tag geniessen konnten.

Das naechste Ziel kam gerade zur rechten Zeit, eine Ausflugsgaststaette in der Naehe von Eisenstadt, Oslip. In einem kleinen Gasthof erwarteten uns Kesselgulasch mit Nockerln und Zigeunermusik, es wurde wieder mal gesungen, geschunkelt und getanzt. Wir erfuhren dort, dass genau in diesem Gasthof einige Filmaufnahmen gemacht wurden, fuer den „Sissi“ Film, eben da, wo Sissi von Wien nach Ungarn gereist ist und genau dort zur Rast eingekehrt ist-eine schoene Geschichte.

Der Tag war aber lange noch nicht zu Ende – alles war ja nicht weit, nur einige Kilometer, so dass wir noch etwas unternehmen konnten. Zunaechst eine Weinverkostung in Rust, wo wir die besten Weine der Region kosten durften. Manchen Gaesten schmeckte es so, dass einige Flaschen im Set gekauft wurden…wenn nur nicht immer der Transport zurueck waere…!

Unser Bus brachte uns dann an den Neusiedler See, wo wir mit einem Ausflugsschiff ueber den Neusiedler See glitten. Wir erfuhren, dass der See ganz flach ist, an der tiefsten Stelle kaum 2m, bei Trockenheit ist er von der Schifffahrt kaum befahrbar, man koennte ihn theoretisch zu Fuss ueberqueren.

Drueben am Ufer erwarteten uns 2 Pferdekutschen, die uns entlang des Sees durch die Schilffelder fuehrten. Das Ganze wie immer - mit Musik - Bud und Linda musizierten zusammen mit Harmonika-Peter, es wurde geschunkelt und gesungen, man hatte das Gefuehl auch den Pferden gefiel das… denn beim Lied „Der Paul und sein Gaul“ ging es mit Karacho dahin…

Tag 12 – Wien Stadt

Ein schoener Tag in Wien stand bevor. Nach einer etwa 2 stuendigen Tour im Bus, wo wir die meisten Sehenswuerdigkeiten der Stadt sahen, die Wiener Staatsoper, Schloss Schoenbrunn, das Parlamentsgebaeude, die Hofburg, gab es einen kurzen Fotostopp am Jahrhundertwasser Haus. Ein Gebaeude dass man gesehen haben muss, voll Farbigkeit, nichts ist gerade, nichts symmetrisch, aus dem Haus und auf dem Dach wachsen dicke Baeume und Buesche…einfach phaenomenal.

Am Abend schmissen wir uns alle in „Schale“, denn es ging zum Kursalon, wo wir ein Konzert des bekannten „Wiener Kursalonorchesters“. Wir hoerten die schoensten Werke von Mozart und natuerlich des Walzerkoenigs Strauss. In der Pause gab es auf der Terrasse des Kursalons bei sommerabendlicher Waerme ein kuehles Glas Champagner, umrahmt von der romantischen Stimmung Wiens und der wunderbaren Musik – ein perfekter Abend, den man so schnell nicht vergessen wird.

Tag 13 – Ungarn und Andre Rieu

Von unserem Hotel aus war es weniger als eine Stunde zur Landesgrenze nach Ungarn. Die Grenze kaum bemerkbar, schon waren wir in Ungarn. Unser Ziel ein Landhotel, wo wir zur Begruessung einen ungarischen Palinka kosten durften, ein kraeftig wuerziger Schnaps, vergleichbar mit einem Obstbrand bei uns. Auf jeden Fall hat uns dieser Palinka gut getan, die Stimmung war bestens als uns dann noch ungarische Musikanten Zigeunermusik aufspielten. Extra fuer uns bestellt war eine Reisevorfuehrung – genannt auch „Tschikos“.

Die Reiter zeigten uns allerhand Kunststuecke, welche sie mit ihren temperamentvollen Pferden einstudiert hatten. Auch mit den Peitschen konnten die Reiter gut umgehen. Mit grossem Knall schlug man unserem freiwilligem „Opfer“ Bud Kramer einen Papierschnipsel aus der Hand (inkl. eines kleinen Tricks).

Am Abend dann der lang ersehnte Hoehepunkt fuer viele Gaeste unserer Reise – das Konzerthighlight „Andre Rieu mit Orchester“. Wir hatten beste Tickets in der 1. Kategorie, was uns perfekt an dieser Show teilhaben liess. Die prallgefuellte Stadthalle in Wien, es waren vielleicht 10.000 Gaeste… oder mehr… genossen die herrliche Atmosphaere, eine Augen- und Ohrenweise, wenn man so sagen darf. Als Andre Rieu noch selbst sagte, dass die Konzerte in Wien – der Stadt des Walzerkoenigs Strauss - immer noch das ganz Besondere sind, spuerte man das ist nicht uebertrieben. Es folgten Melodien zum Traeumen, mitsingen und tanzen, einfach unvergesslich und leider viel zu schnell vorbei.

Tag 14 – Wienerwald und Heurigen

Der letzte Tag brachte uns in den Wienerwald vor den Toren von Wien.

So mancher von uns war ueberrascht, wie gruen die Umgebung von Wien eigentlich ist.

Nach einer wahrlich romantischen Fahrt, vorbei an herrlichen Jagdschloessern, Burgen und immer wieder die dichten Waelder des Wienerwaldes gelangten wir zuerst in die Kaiserstadt Baden. Zwar waren die Geschaefte geschlossen, es war Sonntag, aber ein schoener Spaziergang fuehrte durch das Staedtchen, wo auch immer wieder der Kaiser oesterreichs verweilte.

Zu bestaunen auch das Haus wo Ludwig van Beethoven, der dort eine Zeit verbrachte und die 9.Sinfonie schrieb.

Beim Spaziergang hoerten wir lustige Musik aus einer Nebenstrasse, die uns wie die „Motten das Licht“ anzogen. Es war ein Volltreffer, denn dort stieg das Feuerwehrfest. Erfrischende Getraenke, koestliche Speisen und Musik versuessten uns den Aufenthalt fuer einige Zeit. Die Musikanten erfuhren, dass wir aus Amerika waren und es gab extra Applaus und Staendchen fuer uns.

Es ging weiter zum Stift Heiligenkreuz, dem Kloster der „Singenden Moenche“. In einer sehr interessanten Fuehrung erfuhren wir viel Wissenswertes vom Stift, mit seiner fast 900jaehrigen Geschichte, auch dass erst im Jahre 2009 der Pabst Benedikt XVI. zu Besuch dort war.

Wie sollte es anders sein, eine „Reise mit Musik“ muss einfach musikalisch zu Ende gehen, wir entschlossen uns dazu, dies beim „Heurigen“ zu machen. Ein origineller Platz wurde uns empfohlen – nicht im touristisch voellig ueberlaufenen Grinzing – sondern der Geheimtipp war der –Heurige „ Schreiberhaus“ am Rande von Wien. Geschmackvoll und urig eingerichtet erwarteten uns voll gedeckte Tische, eine zuenftige „Hauerplatte“ mit allerlei Fleisch und natuerlich der gute junge Heurige Wein. Aber was waere das alles ohne die schoenen Wiener Melodien…? Aber ja, eingeladen hatten wir einen tollen Wiener Musikanten, der uns mit seinem Akkordeon ein Wunschkonzert vom Feinsten gab, es wurde geschunkelt, gesungen und getanzt.

Arm in Arm sangen wir nun „Sag beim Abschied leise Servus“…und wir alle wussten, eine schoene „Reise mit Musik“ war wieder vorbei. Zu schnell vergingen wieder die Stunden. Viele Erlebnisse und Erinnerungen nahm wohl jeder mit sich nachhause.

Ein grosses Dankeschoen geht an Bud & Linda, das beliebte Musik Duo aus New York, die uns mit ihrer Musik viel Stimmung und Freunde brachten.

Aber schon bald geht es wieder auf eine neue „Reise mit Musik“. Am 12.September wird gestartet zunaechst nach Thueringen und Franken, weiter nach Westfalen, dem Teutoburger Wald, ueber die Lueneburger Heide, hoch in den Norden nach Schleswig-Holstein, bis hin nach Daenemark.

Bericht ueber diese Reise in Kuerze.

Peter Matthaei

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