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GBU Saxonia Rheingold Chor - Karneval

Sterling Heights - Es ist seit vielen Jahren Tradition: zum Sonnabend vor Rosenmontag, Faschingsdienstag und Aschermittwoch laedt GBU Saxonia Rheingold zum Maskenball in die Carpathia ein. Wir nennen es auch Karneval oder Mardi Gras - trotzdem kommt alles aufs selbe raus: es ist die sehr kurze fuenfte Jahreszeit, wenn wir alle ganz offiziell Narren und Naerrinnen, also “N & N” sein duerfen.

In diesem Jahr war unser Fasching am 25. Februar. Der traditionelle Beginn - 19:11 - verschob sich ein wenig. Doch dann konnte Zeremonienmeister Peter Herrmann alle Gaeste begruessen und die “Sorgenbrecher” legten gleich los. N & N liessen sich nicht lange bitten, und die Tanzflaeche fuellte sich. Dann durften sich die Taenzer schon wieder etwas ausruhen, da der Elferrat angekuendigt wurde, einmarschierte und auf der Buehne Platz nahm. Im Publikum murmelte jemand: Mann-oh-Mann, da ist ja sogar ein Junge dabei. Das fiel also auf. Bloss...warum murmelt man nicht auch mal: Frau-oh-Frau?

Hinkt die Gleichberechtigung also doch noch hinterher! Es taucht auch immer wieder die Frage auf, was es mit diesen “Elf” auf sich hat. Sie spielen eine grosse Rolle, aber man findet eigentlich keine Begruendung, warum es gerade “Elf” sein sollen. Dann wurden die Gaeste aus Ann Arbor begruesst und obwohl wir immer von Narrenfreiheit reden, sorgt der Zeremonienmeister aber fuer einen zeitlich recht genauen Ablauf des Abends. Dazu gehoerte, dass der Elferrat die Halle wieder verliess, was fuer alle N & N schon der Hinweis ist, dass der feierliche Einzug des Prinzenpaares bevor steht. Prinz Horst und Prinzessin Herma erschienen auf ihrer festlich geschmueckten “Promi-Karre”, begleitet und geschoben vom Elferrat.

Familienbild mit Prinzenpaar, Elferrat und weiteren Mitwirkenden: 1. Reihe (v. l.), Joe Groele, Harald Griesser, Andrew Griesser, Prinzenpaar Herma und Horst Griesser, Andreas Griesser, James Binder. Herbert Gruber. 2. Reihe – (v. l.) Ashley Griesser , Peter Hermann, Ruppert Reisenberger, Sigfried Charow, Manfred Frey, Rudi Walter, Curt Kitter, Guenther Braeuner, Isabella Grieser und Julia Griesser

Die hatten sich mit langstieligen Rosen bewaffnet, steckten quer im Mund! Das Prinzenpaar machte sich bei seinen Untertanen beliebt: sie warfen Ketten, Bonbons und Blumen ins Volk. Schliesslich nahm das Prinzenpaar und der Elferrat auf der Buehne Platz und wurden von nun an vom Mundschenk mit Getraenken “betreut”. Der Zeremonienmeister nahm vor dem Prinz Haltung an, entrollte ein Pergament und Prinz Horst las seine Antrittsrede vor. So begann seine Regentschaft fuer das Faschingsjahr 2017 - 2018. Fuer einen Eroeffnungstanz gehoerte dem Prinzenpaar dann die gesamte Tanzflaeche, bis sie ihre Untertanen aufforderten mitzumachen.

Fuer Abwechslung sorgten mehrmals die Sarnia Showstoppers. Ihre erste Nummer war “Once a Week”. Spaeter folgte eine Solonummer “Counting Stars” und schliesslich boten sie allen N&N “The Nicest Kids in Town” aus dem Musical “Hairspray”. Sie bekamen jedesmal viel Applaus.

Ulkig, wenn auch nicht ganz so beweglich, war eine “Kindergruppe” in Dirndlkleidern und Lederhosen. Sie bildeten einen Kreis, mehr oval als rund, und uebten die Stimmbaender mit do-re-mi-fa-so-la-ti-do, aus “Sound of Music”. N & N lachten, die “Kinder” kicherten - und verzogen sich - und zogen sich um! Da sahen sie eher wieder wie Saxonia-Rheingold-Saenger aus!

Dann wurde es ploetzlich dunkel im Saal, nur die Tanzflaeche war hell und es schien, als sei “Rob Stewart direkt aus London” erschienen. Natuerlich war es nicht Rob Stewart, sondern Donny Rod, der als Impersonator und Nachahmer dem Original zum Verwechseln aehnlich und im ganzen Land dafuer bekannt und beliebt ist. Ein paar N & N, die direkt an der Tanzflaeche sassen, bekamen sogar “Kontakt” zu ihm. Viel Applaus.

Zur grossen Freude aller N & N wurde spaeter zur Polonaise aufgefordert. Wir hatten das grosse Glueck, dass Kathy Richlich mit ihrer Trompete bei den “Sorgenbrechern” mitmachte. Wenn es darum geht eine Polonaise anzufuehren, ist sie einmalig! Alle N & N schlossen sich an und “polonaesten” kreuz und quer, unter Kathys Fuehrung, durch den Saal.

Bei jedem Faschingsfest ist es Tradition, dass das Prinzenpaar Orden verteilt, fuer “besondere Verdienste”. Bisher haben die Orden immer etwas ueber die Herkunft vom Prinzenpaar ausgesagt. So auch diesmal: oben in der Mitte ist ein Helm abgebildet, wie ihn die Ritter im Mittelalter trugen, also Helme, die das ganze Gesicht eines Ritters oder Reiters deckten und schuetzten. Dahinter ist ein springender Hirsch abgebildet. Dieses Motiv gehoert zum Wappen der Familie des Prinzen, den Griessers. Links davon ist das Wappen von Kaernten zu sehen, der Heimat von Prinz Horst. Auf der rechten Seite erkennt man das Wappen von Niederoesterreich, der Heimat von Prinzessin Herma. Unten in der Mitte ist “rot-weiss-rot”, die oesterreichischen Nationalfarben. An die Orden, die dem Elferrat verliehen wurden, hing zusaetzlich das oesterreichische Ehrenkreuz.

Es ist ebenfalls Tradition, dass die schoensten und phantasievollsten Kostueme praemiert werden. Hier die Gewinner:

Herren: 1. Gary Benninger, Scharfrichter; 2. Markus Nolte, Leprechaun

Damen: 1. Adele Reinke, “Herzdame”; 2. Ingrid Grotloh, Hershey Kiss

Paare: 1. Heidi u. Andrew McCarroll, Rotkaeppchen und der Wolf; 2. Lisa Wild u. Mark, Spielkarten-Paar

Gruppen: 1. Helga, Gundi, Gary, Rick Gerhardt, Gangster; 2. Christine, Julia, Daniella, Charleston Taenzerinnen

Sonderpreis fuer das originellste Kostuem: Helen und Joe Gassel, Amerikanisch-Gothisches Paar

Die Preisverteilung war fast so spannend wie bei den Oscars am naechsten Tag. Wir machten es Hollywood vor: es war ein kleines Missverstaendnis, was aber schnell entdeckt und geregelt wurde.

Wer im Laufe des Abends hungrig wurde, konnte sich mit Erbsensuppe staerken. Gegen den Durst halfen Bier und Wein (und Wasser). Langeweile kam nicht auf, weil alle N & N in bester Laune alles mitmachten, oder auch mal eine kleine Pause einlegten und dem naerrischen Treiben nur zusahen. Gegen Mitternacht klang der froehliche Abend aus. Der naerrische Wettergott meinte es in diesem Jahr gut: es hatte weder geregnet, noch geschneit, war auch nicht extrem kalt geworden, und so kamen alle gut nach Hause.

Unser Dank an alle N & N. Unser Dank auch an alle aktiven und passiven Chormitglieder, die bei den Vorbereitungen und der Durchfuehrung des Festes unermuedlich geholfen haben - mit Taten und Ideen. Ein ganz besonderer Dank an Ingrid Heinze, selbst ehemalige Prinzessin, die mit sehr viel Erfahrung und absoluter Zuverlaessigkeit “hinter den Kulissen” organisiert, und Dank natuerlich auch an Peter Herrmann, unserem Zeremonienmeister, der alle Faeden in der Hand haelt. Es war ein wunderschoener Abend!!!! Als Chor stimmen wir an: Danke schoen und auf Wiedersehen.... in einem Jahr!

E.H.

Fashing beim GBU in der Carpathia

Alaaf Helau und der Prinz ist da!

Prinz Horst und Prinzessin Herma kamen an

Mit Elferrat und viel Tam Tam

Sie kamen mit Marschall und Kanonieren

Und musten zwei Runden rum machieren

Mit viel Musik und Glaeser klang

Ging es den ganzen Weg entlang

Blumen flogen aus dem Wagen

Die uns dann zu Fuessen lagen

Suessigkeiten zum Verzehr

Sowas gab’s schon lang nicht mehr

Dann ging’s schnell zur Buehne rauf

Froehlich nimmt der Abend seinen Lauf

Jetzt einen Schluck vom edlen Wein

Und Lieder von dem schoenen Rhein

Die Stimmung kann nicht besser sein

Die Kostueme sind ganz toll

Und mancher Busen uebervoll

Rotkaeppchen und Herz Dame

Und Piraten mit ‘ner (Totenkopf) Fahne

Ein Henkersmann mit blankem Saebel

Tanzt flott mit einem Winzermaedel

Die Musik spielt, der Saal er bebt

Und Funkenmariechen ihr Tanzbein hebt

Mit Polonaise durch die Gaenge

Schlaengelt sich die Menschenmenge

Trompete spielt Kornblumen Blau

Und wenn ich in deine Augen schau

Das hebt die Stimmung und man singt

Das es bis zur Strasse klingt

Dreihundertfuenfzig Narren tobten in dem Saal

So etwas gibt’s jedes Jahr beim GBU Karneval

Peter Herrmann, February 28, 2017

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