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Weihnachtsbaumkauf: Auf der Suche nach der perfekten Tanne

Von Uta Knap

Am ersten Adventswochenende startet der Verkauf von Weihnachtsbaeumen: Waehrend sich Perfektionisten auf die Suche nach dem makellosen Baum machen, lassen sich Bequeme die Tanne an die Haustuer liefern. Der Durchschnittsbaum ist 1,70 Meter hoch und kostet etwa 24 Euro.

Sundern (DPA) - Gerade gewachsen soll sie sein, mit sattgruenen Nadeln und ebenmaessig angeordneten Zweigen: Fuer viele Weihnachtsbaumkaeufer startet am 1. Adventswochenende das Rennen um die perfekte Tanne. "Wir beobachten heute den Trend zum makellosen Weihnachtsbaum", sagte Martin Rometsch vom Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger der Deutschen Presse-Agentur.

Wer erst kurz vor Weihnachten zum Baumkauf starte, muesse dagegen in der Regel mit etwas unscheinbareren Exemplaren vorliebnehmen. "Die A-Qualitaet ist vor Weihnachten meist ausverkauft", so der Experte. Bei Baeumen der Qualitaetsstufen B und C koenne dagegen eine geschickte Platzierung etwa in der Zimmerecke weiterhelfen. Gefragt seien unter Liebhabern aber auch Exoten wie Baeume mit drei Spitzen.

Ein Weihnachtsbaum wird bei einer Verkaufsstelle fuer Weihnachtsbaeume in Fellbach (Baden-Wuerttemberg) durch eine Netztrommel geschoben. Foto: dpa

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nach Berechnungen des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie rund 29,5 Millionen Weihnachtsbaeume verkauft. Nach dem Trend zum Zweitbaum auf dem Balkon oder im Vorgarten seien derzeit auch zunehmend kleine Exemplare gefragt, etwa als Dekoration auf dem Schreibtisch, berichtete Verbandssprecherin Ursula Geismann.

Mit durchschnittlich etwa 14 Euro pro Meter koennten die Verbraucher in diesem Jahr auf stabile Preise setzen. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Konkurrenz von Discountern und Supermaerkten habe es in den Vorjahren sogar leichte Preisrueckgaenge gegeben, die nun jedoch gestoppt worden seien. Bei einer durchschnittlichen Baumhoehe von etwa 1,70 Metern muessten Verbraucher mit Kosten von etwa 24 Euro rechnen.

Gekauft werden Weihnachtsbaeume nach Angaben der Branche jeweils etwa zu einem Drittel ab Hof, im Super-, Baumarkt oder beim Discounter, sowie im Strassenhandel. Hinzu komme zunehmend auch die Bestellung im Internet. Onlinehaendler Christian Fiedler ("Santa-Fidi"), schaetzt den aktuellen Anteil der in Deutschland im Internet verkauften Weihnachtsbaeume derzeit auf eine "niedrige einstellige Prozentzahl".

An die Haustuer per Mausklick geliefert wuerden in der Regel ausschliesslich Baeume der Qualitaetsstufe A, versicherte der Unternehmer. Um Reklamationen kritischer Weihnachtsbaumliebhaber nach dem Kauf preisreduzierter Exemplare der Qualitaetsstufe C zu vermeiden, bietet er in seinem Internet-Shop Aufklaerungsvideos an: Mit deutlichen Maengeln behaftete Weihnachtsbaeume werden da zur Anschauung praesentiert - Umtausch ausgeschlossen.

Aber auch zunaechst als missraten eingestufte Weihnachtsbaeume koennen eine spaete Karriere machen, berichtet Eberhard Hennecke vom NRW-Landesverband der Weihnachtsbaumerzeuger. Auf dem Feld zunaechst achtlos bei der Ernte stehen gelassene Exemplare entwickelten sich im Laufe der Jahre nicht selten zu grossen Vorzeigebaeumen fuer repraesentative Zwecke.

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