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Klimt und Schiele: Einblick in eine kuenstlerische Freundschaft

Von Anna Tomforde

London (dpa) - Gustav Klimt und Egon Schiele, die beiden Groessen der Wiener Moderne, sind unbestrittene Vorreiter der Modernen Kunst: Ihr gemeinsames Todesjahr 1918 nimmt die Royal Academy (RA) in London nun zum Anlass fuer eine Neubewertung des kuenstlerischen Dialogs zwischen Klimt und dem 28 Jahre juengeren Schiele.

Reisen durch Raum und Zeit - das haben die Romane auf der Shortlist fuer den Deutschen Buchpreis gemeinsam. Alle sechs Autoren folgen nach Ansicht der Jury ganz unterschiedlichen Spuren in die Vergangenheit oder in mythische Schichten der Wirklichkeit. "Fabulierend, spekulierend, verspielt", wie die Sprecherin des Kritiker-Gremiums, Christine Loetscher, feststellt.

Das Werk des Wiener Kuenstlers Egon Schiele"Self-portrait in Yellow Waistcoat"von 1914. Foto: The Albertina Museum, Vienna/dpa

Geschafft haben es ins Finale um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres die Autoren Maria Cecilia Barbetta, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Inger-Maria Mahlke, Susanne Roeckel und Stephan Thome. Es sind vier Frauen und zwei Maenner. Ihre Erzaehlwelten umfassen tatsaechlich den gesamten Globus: Argentinien, China, Tschetschenien, Russland oder Teneriffa.

Anhand einer seltenen Leihgabe von rund 100 Zeichnungen aus der Albertina in Wien will die Royal Academy einen"intimen Einblick"in die kuenstlerische Beziehung zwischen Klimt und seinem Protegé geben und Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Stil, Thematik und Arbeitsmethoden aufzeigen."Klimt/Schiele: Zeichnungen aus der Albertina" laeuft bis 3. Februar.

Betont wird die fundamentale Bedeutung der Zeichnung fuer beide Kuenstler als"Ausdruck neuer Ideen ueber Modernitaet, Subjektivitaet und Erotik». Fuer beide stand die"unkonventionelle Erforschung des menschlichen Koerpers"im Mittelpunkt."Sie experimentierten mit dem Zeichnen aus dem Leben», sagte Kuratorin Sarah Lea. Unterschiede, wie zum Beispiel in Komposition und der Verwendung von Farbe, sowie Schieles allmaehliche Hinwendung zu seinem"eigenen Stil"werden verdeutlicht.

Gezeigt werden unter anderem Zeichnungen aus Klimts bahnbrechendem"Beethovenfries», unzaehlige Akte, unbeschoenigende Selbstportraets und Landschaften sowie Schieles Schluesselwerk"Der Cello-Spieler"und fuenf seiner im Gefaengnis gemalten Bilder. Wegen ihrer extremen Lichtempfindlichkeit und Fragilitaet duerften die meisten der Exponate kuenftig kaum in der oeffentlichkeit zu sehen sein, wurde in der Royal Academy betont.

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