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Hokusai-Schau in London: Jenseits der Grossen Welle

Die Farbholzschnitte und Bilder von Katsushika Hokusai gelten heute als Inbegriff japanischer Kunst.

London (dpa) - Tobende Ozeane, geheimnisvolle Berge, spektakulaere Wasserfaelle, zerbrechliche Blumen und speiende Drachen - das waren die Themen von Katsushika Hokusai (1760-1849). Der japanische Maler und Holzschnittmeister, der unsterblich sein wollte, gilt heute als der wohl beruehmteste Kuenstler seines Landes. ueber 150 Jahre nach seinem Tod ist sein Einfluss auf weltweite Kunstbewegungen - insbesondere den Impressionismus und Post-Impressionismus - unumstritten.

In einer seltenen Ausstellung wirft das British Museum in London ein Licht auf die letzten 30 Schaffensjahre des Meisters und seine Hinterlassenschaft. "Hokusai: Beyond the Great Wave" (Hokusai: Jenseits der grossen Welle) wird bis zum 13. August gezeigt.

Das Bild "Unter der Welle von Kanagawa" (The Great Wave, aus dem Jahre 1831) des Kuenstlers Katsushika Hokusai. Foto: British Museum/dpa

Die Notwendigkeit, andere Kulturen zu verstehen, sei nie groesser gewesen als in der derzeitigen Bedrohung durch Terrorismus und Gewalt, sagte British Museum-Chef Hartwig Fischer zur Eroeffnung. "Hokusai erzaehlt eine sehr persoenliche und dennoch globale Geschichte. Er widmet sich mit grosser Schoenheit allen zentralen Fragen des Lebens", so Fischer.

Etwa 50 Prozent der Exponate stammen aus dem Besitz des British Museum, darunter der weltberuehmte Farbholzschnitt "Unter der Welle im Meer von Kanagawa" (bekannt als "Die Grosse Welle"), den Hokusai um 1830 schuf. Die restlichen Leihgaben kommen aus europaeischen Laendern und den USA, und rund 30 Prozent der Exponate sind aus Japan - viele davon sind erstmals ausserhalb des Landes zu sehen.

Hokusai schrieb von sich selbst einmal, dass nur die Kunst, die er nach seinem 70. Lebensjahr schuf, "der Beachtung wert" war. Seit seinem 88. Lebensjahr versah er seine Werke mit roten Siegeln, die die Aufschrift 100 trugen. "Lass‘ mich bis 100 leben und ich werde nicht meinesgleichen haben", flehte er.

Das schaffte Hokusai nicht, aber der Einfluss seines umfassenden Werks auf folgende Kuenstlergenerationen ist gesichert: "All meine Werke haben auf die eine oder andere Weise japanische Kunst zur Grundlage", schrieb Vincent Van Gogh 1880. Und Monets Heuhaufen, in verschiedenen Farben und Perspektiven, erinnern laut Kurator Timothy Clark an Hokusais zahlreiche Ansichten von Berg Fuji.

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