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Maskenball vom GBU Saxonia-Rheingold Gemischter Chor

Sterling Heights - Woran wird gedacht, wenn das Datum “14. Februar” auftaucht? Da faellt hier jedem erstmal der Valentinstag ein. Ein Aha-Moment kommt spaeter, dass es ja diesmal auch der Sonn-abend vor Aschermittwoch ist und in der hiesigen Hochburg des Karnevals - also in der Carpathia - der Maskenball, bzw. das Kostuemfest stattfindet. Die Konkurrenz mit Valentin war in dieser Faschingssaison spuerbar, der Einfluss des Wetters war auch betraechtlich. Der Sueden, besonders Florida, lockte viele aus dem kalten Norden mit Waerme und Sonnenschein und wir “Hinterbliebenen” konnten uns nur damit troesten, dass wir in Michigan und nicht in Boston sind.

Diesmal war der Maskenball zur Abwechslung eine demokratische Angelegenheit. Der Abend fand ohne Adel, ohne Prinz und Prinzessin, ohne Elferrat statt. Unser Zeremonienmeister, Peter Herrmann, war eher unzeremoniell als Seeraeuber aufgetaucht. Er drohte aber nicht mit seinem (Papp)Saebel, sondern begruesste die Gaeste sehr freundlich und forderte zum traditionellen Alaaf und Helau auf. Unsere Praesidentin, Edith Kuplent, hiess auch alle herzlich willkommen. Dann begannen “The Rheinlaenders” mit der Musik, die ersten Tanzlustigen ueberwanden die Schwerkraft und kamen aufs Parkett.

Die erste wunderschoene ueberraschung des Abends war eine mexikanische Tanzgruppe. Das “Ballet Folklorico Moyocoyani Izel” hatte unsere Einladung angenommen. Sie sind in Detroit zuhause und bestehen seit 2005. Sie proben in der St. Gabriel Parish Church. Die Tanzgruppe hat rund 45 Mitglieder, im Alter von 3 - 46, sie ueben regelmaessig und intensiv und pflegen und erhalten so den mexikanischen Volkstanz und die Folklore. Ein Motto der Gruppe ist: “You don’t stop dancing because you grow old, you grow old because you stop dancing”. Beim ersten Auftritt tanzten die 3 Paare den “Jalisco”, bei dem die Damen lange, sehr weite Roecke tragen und mit geschickten Armbewegungen die Roecke schwingen - und sich nie verheddern! Beim zweiten Auftritt trugen sie die typische Tracht fuer den “Hidalgo”, auch ein authentischer traditioneller Tanz. Sie bekamen viel Beifall.

Zwischendurch gehoerte das Parkett dann wieder der Allgemeinheit. Es wurde getanzt und auch zu einer Polonaise aufgefordert. Man zog durch den Saal und amuesierte sich.

GBU Saxonia-Rheingold Gemischter Chor

Die naechste ueberraschung war “The Emerald Isle Dance Society”. Dieser Verein pflegt den traditionellen irischen Tanz. Die Mehrzahl der jungen Taenzer/innen kam aus Windsor, aber auf der Detroiter Seite sind 7 Familien, die auch dazu gehoeren und regelmaessig ihre begabten und tanzbegeisterten Teen-ager nach Windsor zum Unterricht bringen. In diesem Jahr haben sich aus dieser Tanzschule 10 junge Taenzer/innen als Solisten fuer die World Championship for Irish Dancing qualifiziert. Dieser Wettbewerb findet zu Ostern in Montreal statt. Fuer uns tanzten sie zwei Soft Shoe Reel Slip Jigs, dann 2 Hard Shoe Taenze: Treble Jig und Horn Pipe und schliesslich noch den Ceili Dance. So wie sie bei uns getanzt haben muessten sie alle 1. Preise erhalten! Sie bekamen eine Standing Ovation.

Etwas geruhsamer ging es zu, als der GBU Saxonia-Rheingold Chor hereinkam, beladen mit Bananen, Obst- und Blumenkoerben. Die Begleitmusik war “jamaikanisch”. Zu “Come Mr. Tallyman, tally di bananas” drehten die Chormitglieder ihre Runden. Dann wurde es spannend! Die originellsten und schoensten Kostueme sollten ausgezeichnet werden. Erst zeigten sich die Damen, dann die Herren, anschliessend die Paare. Die Jury hielt eine tuschelnde Beratung ab und verkuendete dann die Gewinner:

Damen - 1. Herma Griesser, Jester; 2. Lisa Wild, Fire Lady

Herren - 1. Klaus Kummer, Phantom of the Opera; 2. Joe Groele, Clown

Paare - 1. Christel und Lutz Ratzenberger, Dracula und Vampire; 2. Gudrun und John Height, Butler und Maid

Sonderpreis fuer das originellste Kostuem: Marianne Neumann, der Vogel

Nach der Preisverteilung wurde wieder getanzt. Wer an diesem Abend zwischendurch Hunger verspuerte, konnte sich mit leckerer Erbensuppe staerken und aufwaermen. Gegen Mitternacht klang der Abend aus.

Die Zeit der Narrenfreiheit ist nun schon wieder vorbei, auch Aschermittwoch liegt hinter uns! Wir sehnen den Fruehling herbei - und sehen uns dann wieder beim Fruehlingskonzert in der Carpathia am Sonnabend, dem 2. Mai 2015.

E.H.

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