Nordamerikanische Wochen-Post

162ND YEAR - THE AMERICAN NEWSPAPER WRITTEN IN THE GERMAN LANGUAGE

Home

Services

German Churches

German Clubs

German Radio

Contact Us

Archives

Aus aller Staaten

ausallestaaten2

Donauschwaben zu Gast in USA und Kanada

Mosbach (kp)- Dieser Tage kamen die Jugend-, Tanz-, Gesangsgruppe und der Tanzkreis der Landsmannschaft Donauschwaben Mosbach von Ihrer 25taegigen Begegnungsreise durch den Mittelwesten der USA und Kanada zurueck.

Gleich am ersten Tag hatte man mit den Unannehmlichkeiten des Fliegens Bekanntschaft gemacht. Verspaeteter Abflug in Frankfurt, verspaeteter Weiterflug von Island nach Chicago und natuerlich die verspaetete Ankunft nach einer zweistuendigen Busfahrt in Milwaukee.

Trotz dieser spaeten Stunde wurden wir in Milwaukee am Schwabenhof recht herzlich empfangen und auf die einzelnen Familien, die sich bereit erklaert hatten uns privat aufzunehmen verteilt.

Noch schnell ein Familienfoto mit den Gastgebern in Detroit

Milwaukee - Der naechste Tag begann mit einer Rundfahrt durch Milwaukee, mit einem Besuch bei Harley Davidson, The Milwaukee Museum of Art sowie einem Rundgang am Michigan See, anschliessend ging es auf das Festgelaende wo wir an den naechsten beiden Tagen beim German Fest, das groesste deutschsprachige Volksfest in Amerika, jeweils einen Auftritt hatten.

Chicago - Weiter ging unsere Reise nach Chicago, hier wurden wir von Jo Stein dem Ehrenpraesidenten des Vereins American Aid Society empfangen. Jo Stein war schon am Ankunftstag in Chicago am Flughafen um uns in Empfang zu nehmen. Auch hier in Chicago, so wie in allen anderen Staedten in den USA und Kanada wurden wir privat untergebracht. In Chicago besuchten wir den Hancock Tower, machten eine Schiffsrundfahrt auf dem Michigan See mit einer anschliessenden Stadtrundfahrt beendeten wir diesen Tag. Der naechste Vormittag war mit relaxen oder Waesche waschen angesagt. Zur Mittagszeit wurden wir in das Klubheim von Society of the Danube-Schwabians eingeladen wo wir anschliessend unser ca. 2 1/2 stuendiges Programm mit Taenzen und Liedern aus der alten Heimat, sowie eine „Trachten und Huetten Gaudi“ vorfuehrten. Am naechsten Tag sassen wir wieder im Bus. Auf nach St. Louis.

St. Louis - Unsere Rundreise durch die Stadt begann mit der Besichtigung des Rundbogens. Rundbogen bedeutet Tor zum Westen, man begann mit dem Bau im Februar 1963 und im Oktober 1967 wurde es eroeffnet. Die Baukosten damals waren 13 Millionen US Dollar zum heutigen Zeitpunkt waeren das 190 Millionen Dollar. Der Rundbogen hat eine Hoehe von 192m (630 FT), er besteht aus rostfreiem Stahl und hat in seinem Innern eine „Umgekehrte Kettenlinie“ man kann also mit einem Fahrstuhl nach oben fahren. Es ist der Welt hoechster Rundbogen, erbaut von Eero Saarinen einem Finnisch- Amerikanischen Architekten.

Der Bau der Kathedrale-Basilika von St. Louis begann 1908 die erste Einweihung war 1914, die volle Einweihung 1926 und der Abschluss war 1988 mit dem Innenraum in diesem wurden 41 Millionen Mosaiksteinchen verbaut, das ist die hoechste Menge von Mosaiksteinen auf der Welt man brauchte dazu 16 Jahre zum Aufbau. Nach dem Mittagessen besichtigten wir dann die Brauerei Budweiser, diese weist deutsche Wurzeln auf. Wir waren in dieser altehrwuerdigen Brauerei und sind von der Sauberkeit der Anlagen ueberrascht. Wir konnten aber auch sehen, dass die zur Besichtigung freigegebenen historischen Betriebsteile als Visitenkarte fuer den Konzern gelten und daher besonders herausgeputzt sind.

Der Samstag begann im German Cultural Society Haus mit dem Abendessen, den Vormittag hatten wir zur freien Verfuegung (shoppen) danach wurde es fuer uns wieder ernst, hier fuehrten wir unser komplettes Programm, Tanzen und Singen sowie der „Trachten und Huetten Gaudi“ vor. Es war wie an den Auftritten vorher fuer unsere Gastgeber ein toller Abend, wir mussten sogar noch eine Zugabe geben.

Leider mussten wir uns am Sonntag wieder verabschieden, weiter geht die Reise nach Detroit.

Detroit - Vom Sueden des Mittelwestens, genauer gesagt von St. Louis ging es wieder zurueck in den Norden nach Detroit. Hier wurden wir schon sehnsuechtig erwartet, manche unserer Gasteltern warteten schon mehr als vier Stunden auf uns. Nach dem verspaeteten Abendessen wurden wir wie immer auf die einzelnen Gasteltern verteilt.

Am naechsten Tag wurden wir zu einer Stadtbesichtigung von Detroit eingeladen. Hier ein paar Daten von Detroit, gegruendet 24. Juli 1701, Bundesstaat Michigan, Einwohner 681.090- Metropolregion 5.218.852. Spitzname von Detroit: The Motor City, Motown. ueber die Jefferson Ave ging es zuerst auf die Insel Belle Isle, hier trafen wir vor dem Springbrunnen ein Brautpaar dem wir spontan ein Lied gesungen haben. Weiter ging es in die Innenstadt zum Guardian Building Gebaeude, hier ist die Bank of Amerika in Detroit untergebracht.

Die Stadtbahn „People Mover“

Obwohl es keine S- oder U-Bahn im klassischen Sinne ist, erfuellt der „Detroit People Mover“ deren Aufgabe – zumindest zu einem Teil. Dabei handelt es sich um ein automatisch betriebenes Hochbahnsystem, das sich in einer Art „Kreisverkehr“ durch die Innenstadt bewegt und 13 Stationen anfaehrt. Aber auch hier gilt: Der Aussenbereich der Stadt wird nicht angefahren. Es ist vielmehr eine bequemere Form der innerstaedtischen Fortbewegung sowie eine interessante touristische Attraktion, die verschiedenste Sehenswuerdigkeiten der Stadt anpeilt. Die Kosten belaufen sich auf 0,50$ bis 0,75$ pro Fahrt.

Auf unserer Rundreise durch Detroit kamen wir auch am „Detroit Tigers“ Stadion vorbei leider konnten wir dieses Stadion nicht besichtigen, alsdann fuhren wir ins „Carpatia Club“ Home zurueck. Nach dem Abendessen und einem gemuetlichen Hoketse wurden wir von unseren Gasteltern wieder zurueck gebracht.

Am naechsten Vormittag war relaxen angesagt, am spaeten Nachmittag kamen wir wieder alle ins „Carpatia Club“ Home um uns fuer unseren Auftritt am Abend zu staerken. Danach wurde es fuer uns wieder ernst, hier fuehrten wir unser komplettes Programm, Tanzen und Singen sowie die „Trachten und Huetten Gaudi“ vor. Es war wie an den Auftritten vorher fuer unsere Gastgeber ein toller Abend.

Leider war unsere Zeit in Detroit genauso begrenzt, wie in den Staedten vorher. Also machten wir uns auf zu unserem naechsten Ort, auf nach Cleveland.

Cleveland - In Cleveland beim Donauschwaben German American Cultural Center angekommen, begann wieder dasselbe Procedere Einteilung bei den Gasteltern. Am naechsten Tag fuhren wir in einen Vorort von Cleveland hier bekamen wir von Astrid eine Aufgabe zugeteilt sucht die Bilder zu den Beschreibungen (Stadtrallye). Danach durften wir uns auf dem Grundstueck von Astrid und Ihrem Mann direkt am Erie See mit Schwimmen und Jet Ski fahren vergnuegen. Am naechsten Tag besichtigten wir die grosse Markthalle diese liegt mitten in der Stadt. Das Cleveland Museum of Art sowie der Botanische Garten waren unsere Ausflugsziele. Vorbei am Industriehafen ging es zurueck ins Clubheim. Nach einer Staerkung war umziehen angesagt fuer unseren Auftritt in der Festhalle.

Auch hier war unsere Zeit auf drei Tage begrenzt, weiter ging es nach Cincinnati.

Cincinnati - Cincinnati am Ohio River gelegen, das Clubhaus am Donauschwaben Park war unser naechstes Reiseziel. Hier angekommen durften wir uns wie in all den anderen Staedten zuerst einmal staerken. Danach war die Aufteilung auf die einzelnen Familien wieder angesagt. Der naechste Tag begann mit dem Besuch des Bahnhofes, wo die Grosseltern und Eltern der hier noch lebenden Donauschwaben ankamen. Dem schloss sich eine Stadtrundfahrt und der Besuch des Parks direkt am Ohio River an.

Der Sonntagvormittag wurde dazu genutzt in der aeltesten katholischen Kirche „Old Saint Mary’s Church“ in Cincinnati einer deutschen Messe beizuwohnen.

Hier im Donauschwaben Park waren wir bei der Eroeffnung des Donauschwaben Tages mit einem Festzug zum Denkmal und einer Kranzniederlegung, Segensgebet und dem Lied „Ich hat einen Kameraden“ mit eingebunden. In der Halle selbst begann die „Eroeffnungsfeier“ mit den Hymnen „The Star-Spangled Banner“, dem „Deutschlandlied“ und der „Volkshymne der Donauschwaben“.

Anschliessend traten die Trachtengruppe, die kleine Kindergruppe, die mittlere Kindergruppe unserer Gastgeber auf. Nun durften wir ran mit unseren Taenzen und Liedern, dieser Auftritt war wie alle anderen vorher sehr gut besucht (volle Saele), und das meist aeltere Publikum angetan von unseren Taenzen und Gesang applaudierte dem entsprechend.

Wie aber immer im Leben, auch hier mussten wir unsere Reise nach zwei uebernachtungen wieder fortsetzen.

Fortsetzung in der naechsten Ausgabe.

Akron - Und weiter geht die Reise nach Akron, das heisst zurueck nach Ohio. Auch hier wurden wir sehr, sehr herzlich begruesst, war doch kurz vorher noch eine Jugendgruppe bei uns in Mosbach zu Gast.

Der Tag begann nach dem Fruehstueck mit einer Busfahrt nach Cleveland. Hier besichtigten wir das „Rock & Roll“ Hall of Fame in diesem sind unter anderem Elvis Presley, Aretha Franklin, Beatles, Lois Armstrong, Buddy Holly, Rolling Stones, Jonny Cash und noch viele andere verewigt. Auch Teile von Deutschland findet man hier, zu sehen ist ein Stueck Mauer sowie einige Trabbis.

Zurueck in Akron folgten wir der Einladung des Praesidenten Rudy Stagl zum Barbecue mit anschliessendem schwimmen in seinem Pool bei sich zu Hause.

Der naechste Tag begann mit einer Reise nach Alt Berlin, ins Amischland.

Vorher aber besuchten wir in Sugar Creek der Welt groesste Kuckucksuhr eingetragen im Guinness Buch of Weltrekord im Jahre 1978. Weiter ging es jetzt nach Berlin, hier konnten wir uns in der Amischen Grosskaeserei beim Probieren von ca. 72 Sorten Kaese so richtig den Bauch vollschlagen.

Das Land der Amischen in Ohio ist eine idyllische Huegellandschaft mit florierenden Familienfarmen, Schulen mit nur einem Klassenzimmer (keine Schule liegt weiter als fuenf Kilometer Fussweg von jedem Schueler entfernt), einfacher Kleidung und schwarzen Einspaennern. Berlin (mit Betonung auf der ersten Silbe) ist das Zentrum der Gemeinschaft der Amischen im oestlichen Ohio, in der 40.000 Amische leben und wo das Amish & Mennonite Heritage Center Besucher ueber die religioesen und historischen Hintergruende der Glaubensgemeinschaft informiert.

Am Abend war es dann wieder soweit unser Auftritt stand an. Und wie in den vorangegangenen Staedten war es wieder ein voller Erfolg fuer unsere Taenzer/rinnen und Saenger/rinnen. Auch hier blieben wir nur drei Tage.

Auf nach Kanada.

Niagara Falls - Unser erster Besuch in Kanada galt den Niagara Faellen diese sind Wasserfaelle des Niagara-Flusses an der Grenze zwischen dem US-amerikanischen Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario.

Niagara Falls ist zudem der Name der beiden Schwesterstaedte Niagara Falls im US-Bundesstaat New York und Niagara Falls in der kanadischen Provinz Ontario, in deren Zentrum sich die Faelle befinden.

Kitchener - Weiter ging es dann nach Kitchener hier waren wieder drei Tage eingeplant.

Urspruenglich war die Stadt eine Mennoniten-Siedlung und wurde nach deren Fuehrer Ebytown genannt. 1833 erhielt sie den Namen Berlin und wurde zur heimlichen Hauptstadt der Deutschen in Kanada. Unter dem Einfluss deutschfeindlicher Stroemungen waehrend des Ersten Weltkriegs wurde die Stadt Berlin im Jahre 1916 nach einer von vielen Bewohnern boykottierten Volksabstimmung nach dem bekannten britischen Feldmarschall und Kriegsminister Herbert Kitchener, 1. Earl Kitchener, umbenannt. In den 1990er Jahren gab es eine Initiative, die Stadt wieder in Berlin umzubenennen, jedoch fand diese nicht genuegend Rueckhalt.

Im Waterloo Museum gab es verschiedene Galerien einer dieser Ausstellungsbereiche erforscht das Naturerbe von der Waterloo Region von der Eiszeit bis heute, einschliesslich der Tierwelt, ob haeufig, selten oder gefaehrdet, die Bewaldung des Gebiets, und die wichtige Rolle des Grand River in der Region. Der Bereich ausserhalb des Gebaeudes umfasst ein 60 ar umfassendes Dorf, das dem Besucher die lebendige Geschichte des Dorfes um 1914 zeigt. Am fruehen Abend nach dem Abendessen war dann wieder unsere Zeit angebrochen mit unseren Taenzen und unseren Liedern. Am Ende unserer Vorfuehrung konnten wir nicht sofort die Buehne verlassen, denn es standen wie bei den anderen Vorfuehrungen auch Geschenke Austausch und Ehrungen auf dem Programm. Phil Neidert der Praesident des Schwaben Club of Kitchener und Josef Hoedl, Mitarbeiter der Stadt Kitchener und Mitglied des Schwaben Clubs, zeichneten alle Mosbacher Akteure mit der Kanadischen Ehrennadel aus.

Der naechste Tag brach an und wir wussten, so langsam geht unsere Begegnungsreise durch die USA und Kanada zu Ende. Alsdann machten wir uns auf, den letzten Ort unserer Reise anzusteuern.

Toronto - Toronto ist mit 2,6 Millionen Einwohnern die groesste Stadt Kanadas und die Hauptstadt der Provinz Ontario. Hier angekommen wurden wir von Cheyenne Kertes und dem Praesidenten des Blue Danubia Club Toronto begruesst. Ein Besuch in der Markthalle sowie eine Stadtrundfahrt mit anschliessender Rundfahrt auf dem Ontariosee waren angesagt, bevor es in den Club ging zum anschliessenden gemuetlichen Beisammensein mit unseren Herbergseltern.

Der naechste Tag begann mit ausruhen vor dem grossen Finale am Nachmittag. Hier zeigten wir nochmal unser Koennen beim Tanzen und Singen. Dann war es soweit wir mussten uns verabschieden und unsere Heimreise antreten.

Zum Schluss geht unser Dank an alle Vereine und an alle Gasteltern in den USA und Kanada die dazu beigetragen haben, dass unsere Reise die 3 ½ Wochen ging ein voller Erfolg wurde. Unser besonderer Dank geht an Michael Rodesheim, der fuer das zu Stande kommen dieser Reise verantwortlich zeichnete und es sich nicht nehmen liess, uns von Akron bis nach Toronto zu begleiten.

Natuerlich duerfen wir in diesem Zusammenhang unseren Busfahrer, der uns die ganze Zeit ueber begleitet hat nicht vergessen. John wir danken Dir von ganzem Herzen, dass Du uns die ganze Zeit begleitet und uns wohlbehalten in Toronto am Flughafen wieder abgeliefert hast.

Bilder und Bericht: Karl Peischl

Aus aller Welt

Sport

Feuilleton

Gesundheit

Reise

Tipps and Trends

Aus Alle Staaten

Aus Alle Staaten

© 1996-2016 Nordamerikanische Wochen-Post. All rights reserved.