10. Juli 2021 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Afghanistan-Einsatz beendet: Letzte Soldaten zurück in Deutschland

Es war einer der längsten Bundeswehreinsätze überhaupt. Nun ist die fast 20-jährige Mission in Afghanistan Geschichte. Die letzten 264 Soldatinnen und Soldaten sind zurück in Deutschland. Eine große Empfangsfeier gab es aber nicht.

Niedersachsen, Wunstorf: Soldaten der Bundeswehr sind zum Abschlussappell angetreten. Die letzten Soldaten des deutschen Afghanistan-Einsatzes sind auf dem niedersächsischen Fliegerhorst ankommen. Am Vorabend war der Einsatz nach fast 20 Jahren beendet worden. Die Soldaten waren mit vier Militärmaschinen aus dem Feldlager in Masar-i-Scharif im Norden von Afghanistan ausgeflogen worden. Foto: dpa

Berlin (dpa) – Nach dem Ende des Einsatzes in Afghanistan sind die letzten Bundeswehrsoldaten nach Deutschland zurückgekehrt. Die Männer und Frauen kamen am Mittwoch in drei Transportflugzeugen der Luftwaffe auf dem niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf an. Der Auftrag sei in herausragender Weise erfüllt worden, sagte der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Erich Pfeffer, bei einem Rückkehrerappell. «Sie haben sich nicht beirren lassen von unklaren Lagen, häufigen Änderungen der Rahmenbedingungen und auftretenden Friktionen.» Auf einen großen Empfang verzichtete die Bundeswehr mit Verweis auf die Pandemie.

Der Einsatz in Afghanistan war einer der längsten in der Geschichte der Bundeswehr. Ursprünglich sollten die USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 militärisch unterstützt werden. Im Januar 2002 trafen die ersten Kräfte in der Hauptstadt Kabul ein. Seitdem verloren 59 deutsche Soldaten ihr Leben. Mehr als zwölf Milliarden Euro kostete der Einsatz. Zunächst war der Einsatz zur Friedenssicherung gedacht, wurde dann aber zum Kampfeinsatz gegen die aufständischen Taliban. Zuletzt war der Kernauftrag der Nato-Truppe die Ausbildung afghanischer Streitkräfte.

Nach Angaben der Bundeswehr waren am Mittwoch 264 Männer und Frauen an Bord der drei Maschinen. Darunter waren auch 20 Soldaten des Kommandos Spezialkräfte, die zur Absicherung des am Vortag geräumten Feldlagers in Masar-i-Scharif nach Afghanistan verlegt worden waren. Die letzten deutschen Soldaten des Nato-Einsatzes «Resolute Support» hatten einen nächtlichen Zwischenstopp in Georgien eingelegt.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hatte sich zuletzt vor allem im Norden des Landes zugespitzt. Die militant-islamistischen Taliban hatten alleine in der Provinz Balch, in der sich das deutsche Camp Marmal befand, im Juni mindestens sechs Bezirke erobert. Insgesamt haben die Islamisten seit dem 1. Mai, dem offiziellen Beginn des Abzugs der US- und Nato-Truppen, rund 90 der etwa 400 Bezirke erobert.

Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Eva Högl, dankte den Soldaten und sprach von einem «bewegenden Moment». Der Einsatz habe die Bundeswehr geprägt. Zugleich wiederholte sie ihre Forderung, der Bundestag müsse «eine kritische und ehrliche Bilanz» ziehen. Deutschland solle sich weiter in Afghanistan engagieren, etwa im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung, in der Bildungsarbeit oder bei der Ausbildung der Sicherheitskräfte.

General Khanullah Schudschah von der afghanischen Armee in Masar-i-Scharif bedauerte den deutschen Abzug. Nach 20 Jahren freundlicher Beziehungen sei es, «wie einen guten Freund zu verlieren», sagte Schudschah der Deutschen Presse-Agentur. Er übernahm von den deutschen Soldaten das Camp Marmal, das viele Jahre der größte Stützpunkt der Bundeswehr im Ausland war. Bei der Verabschiedung habe man Geschenke ausgetauscht, sagte Schudschah. Er habe vom deutschen Kommandeur Ansgar Meyer ein Schwert erhalten und diesem einen handgeknüpften Teppich geschenkt.

Die Linke stellte den gesamten Einsatz infrage. «Gemessen an Zielen wie Stabilität, dem Aufbau eines demokratischen Staates und dem Schutz der Grundrechte kann man den Einsatz nur als gescheitert bezeichnen», sagte Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow der Deutschen Presse-Agentur. Es stelle sich die Frage, ob der Einsatz je geeignet gewesen sei, die genannten Ziele zu erreichen, oder ob es nicht bessere zivile Mittel gegeben hätte. «Und diese Frage stellt sich in meinen Augen für jeden Auslandseinsatz der Bundeswehr.»

Die Bundeswehr hatte den Abzug zuletzt deutlich vorantreiben müssen, nachdem die US-Regierung unter Präsident Joe Biden den Abzug beschleunigt hatte. Die letzten internationalen Soldaten sollen bis spätestens 11. September Afghanistan verlassen haben, vermutlich werden sie das aber bereits viele Wochen früher tun. Die letzten Soldaten des italienischen Kontingents trafen bereits am Dienstagabend auf dem Militärflughafen von Pisa ein. Vor Beginn der Rückverlegung im Mai waren noch 1100 Männer und Frauen der Bundeswehr in Afghanistan gewesen.

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Sport

Jogi Löw sagt als Mensch und Fan Adieu – «Herz schlägt Schwarz-Rot-Gold»

Fußball-Deutschland ist frustriert. Da überrascht Joachim Löw bei seinem letzten Auftritt als Bundestrainer mit Aussagen, die nicht ins Milliarden-Business passen. Wieder Mensch zu sein, ist sein Wunsch. Nachfolger Hansi Flick bekommt freundliche Grüße und viele Aufgaben.

Nach dem Aus der deutschen Mannschaft gegen England, der scheidende Bundestrainer Joachim Löw nimmt an der Pressekonferenz teil. Foto: dpa

Von Arne Richter, Klaus Bergmann und Jens Mende
Herzogenaurach (dpa) – Mensch, Jogi! Sein weinroter Kapuzenpulli sah aus wie eine Büßer-Kutte. Joachim Löw taugte nach dem schmerzhaften Wembley-K.o. aber nicht zum Sündenbock der schon wieder frustrierten Fußball-Nation. Nach 15 Jahren als Bundestrainer will der gegen England im EM-Achtelfinale zum Karriere-Schlusspunkt zu früh gescheiterte Rekordcoach vor allem wieder eins sein: ein normaler Mensch und Fan. «Mein Herz schlägt weiterhin Schwarz-Rot-Gold», lautete Löws Kernbotschaft bei seiner Abschiedspressekonferenz. Dann verließ er um 14.07 Uhr in einer schwarzen Limousine als Letzter den lieb gewonnenen «Home Ground» in Herzogenaurach.

Die allerbesten Wünsche für seinen Freund und Nachfolger Hansi Flick hatte er zuvor noch ausgerichtet. «Ein Abendessen habe ich nicht geplant. Hansi hat seine eigenen Vorstellungen. Sollte er Fragen haben, stehe ich zur Verfügung», sagte Löw über den Kontakt zu seinem einstigen Assistenten, der ab September die Nationalmannschaft so schnell wie möglich wieder dahin führen soll, wo sich der deutsche Fußball auch nach Tiefschlägen weiter selbst verortet.
«Wir wollen immer oben mitspielen», sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit einem Anflug von Trotz nach der nächsten harten Turnier-Bodenlandung. «Das Herz schlägt, aber es tut gerade enorm weh», nahm Bierhoff Löws Schwarz-Rot-Gold-Aussage auf.

Der mit sich selbst hadernde Thomas Müller, der in Wembley noch weinende Joshua Kimmich und deren 24 Teamkollegen hatten den EM-Campus längst verlassen, da startete Löw am Mittwoch seinen letzten 60-Minuten-Talk als Bundestrainer. Teils defensiv, mit verschränkten Armen, teils emotional mit stockender Stimme.

Und Löw überraschte noch einmal: Nicht der WM-Triumph in Rio 2014, nicht die Demütigungen beim WM-Debakel 2018 und auch nicht der finale EM-Stimmungsdämpfer am Dienstagabend beim 0:2 gegen die Three Lions nannte er als seine bleibenden Erinnerungen. Nein, für Löw sind es die menschlichen Beziehungen, die bleiben, die Wege, die man gemeinsam gegangen sei, bog Löw leicht ins Philosophische ab.

«Es ist vielleicht in einigen Jahren nicht mehr so wichtig, ob eine Niederlage mehr oder ein Sieg mehr», sagte er einen Satz, der so gar nicht ins Milliarden-Business Fußball passt und viele ernüchterte Fans in der Überzeugung bestärkt, dass der Abschied überfällig ist.

Ein sportliches Vermächtnis hatte Löw. «Wir brauchen Kultur im deutschen Spiel, wir brauchen Spielfreude», postulierte er seine Überzeugung. Bloß nicht zurück zum Dogma der teutonischen Tugenden, die er mit seiner Dauerarbeit von der Tagesordnung verbannt hatte.

Nachfolger Flick ist frei vom Verdacht des taktischen Rückfalls, aber verantwortlich für die dringend notwendige Wiederaufbauarbeit mit einem seit Jahren desorientierten Team. Bierhoff kündigte baldige Gespräche mit dem ehemaligen Bayern-Erfolgscoach über den Kurs Richtung Weltmeisterschaft in Katar 2022 und zur Heim-EM 2024 an.

Als Löws größtes Verdienst des Jahres entpuppt sich nachträglich seine Rücktrittsankündigung vom 9. März. Er ersparte sich erst eine Dauerdiskussion und jetzt eine demütigende Vertreibung aus dem Amt. Bierhoff konnte die Nachfolge-Lösung Flick in Ruhe eintüten.

Der DFB-Direktor als Langzeit-Manager ist aber mitverantwortlich für den rapiden sportlichen Werteverfall und muss weitere Zeichen setzen. Die Fans haben keine Lust mehr auf den Orbit Nationalmannschaft im durchgestylten Marketing-Format. Umso überraschender meinte Bierhoff: Grundsätzlichen Veränderungsbedarf sehe er nicht.

Löw kann solche Themen hinter sich lassen. Der Kopf war gesenkt, die Schultern hingen schlaff herunter. So war er mitten in der Nacht nach der Rückkehr aus Wembley über das Rollfeld des Nürnberger Flughafens gegangen. Symbolik und Analogie zur Situation des deutschen Fußballs waren frappierend. Energie, Kreativität, Vision – alles aufgebraucht, schleichend verloren nach den weltmeisterlichen Jubeltagen in Brasilien. Das Heer an Kritikern ist sich einig: Löw hätte nach dem WM-Debakel bei der WM 2018 in Russland schon gehen müssen.

Die reinen Zahlen sind sogar schon seit dem Titelrausch 2014 ein Beleg für den sportlichen Niedergang. Den Weltruf als Turniermannschaft ist Deutschland los. Seit der EM 2016 wurden mit Ausnahme des Testturniers beim Confederations Cup nur vier von neun Gruppenspiele gewonnen. In den vier K.o.-Duellen jubelte Löw nach regulärer Spielzeit nur bei der EM 2016 gegen die Slowakei (3:0).

Der Thrill der von Löw so geliebten Alles-oder-nichts-Spiele endete zu oft in Tristesse. Eine weitere bezeichnende Bilanz: In acht Turnierspielen in Serie lief die DFB-Elf einem Rückstand hinterher. Antworten als aktiv coachender Trainer fand Löw nicht. Sein Dogma, einem Team in konzentrierten Mai-Wochen Titelreife verpassen zu können, entpuppte sich zum letztlich gescheiterten Risikoprojekt.

Jetzt muss Flick die Antworten möglichst schnell finden. Bis zur WM in Katar, für die im Herbst in sieben Spielen das Ticket erst noch gelöst werden muss, sind es nicht einmal mehr 17 Monate. Nie zuvor war die Spanne zwischen zwei Topereignissen so kurz. Deutschland geht als Tabellendritter hinter Armenien und Nordmazedonien ins Rennen um Platz eins – nur der garantiert die WM-Teilnahme.

Die Anzeichen für einen personellen Umbruch, den Löw vollzog und wieder zurücknahm, sind groß. Die Rückholaktion von Müller und Mats Hummels, die als Symbol alternativlos war, verpuffte sportlich. Tragische Menetekel werden das Eigentor von Hummels beim 0:1-Auftakt gegen die viel zu ehrfürchtig eingeschätzten Franzosen und Müllers Fehlschuss zum möglichen 1:1-Ausgleich gegen England bleiben.

Innerlich aufgewühlt war besonders Müller. Nach seiner vergebenen Großchance meldete sich der 31 Jahre alte Angreifer am frühen Mittwochmorgen mit einer bewegenden Instagram-Botschaft zu Wort. «Da war er, dieser eine Moment, der dir am Ende in Erinnerung bleibt, der dich nachts um den Schlaf bringt. Für den du als Fußballer arbeitest, trainierst und lebst», schrieb der Bayern-Profi.

Die Rückkehrer leiden: «So, that’s it. Die EM ist für uns vorbei. Und ich sitze hier im Bus und will es nicht wahrhaben», schrieb Verteidiger Hummels auf seinen Social-Media-Kanälen. Der Dortmunder ahnte noch in London, dass es Kritik hageln dürfte. «Es ist schon klar, dass jetzt alles niedergeredet wird.» Das Turnier müsse aber auch er «jetzt alles in allem leider als Enttäuschung abhaken».

Flick wird klare und kluge Entscheidungen treffen müssen, nicht nur zur Zukunft von Müller und Hummels, die kaum ein zweites Mal nach 2019 ungefragt auf dem Abstellgleis landen wollen. Mit wem soll Deutschland die Rückkehr zur Fußball-Dominanz gelingen? Es wird Gespräche geben. Toni Kroos (31)? Ist nicht mehr sakrosankt. Ilkay Gündogan (30)? Fand keine Bindung zum Team. Bei Kapitän Manuel Neuer (35) gibt es keine Anzeichen, dass er Schluss macht.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der mit Flick befreundet ist, rechnet mit einem sanften Umbruch – und mit Müller im DFB-Trikot. Flick wird nicht viel ausprobieren können. Muss er auch nicht. Denn das Grundgerüst mit viel Talent gerade in der Offensive (Kai Havertz, Serge Gnabry, Leroy Sané, Jamal Musiala) steht. «Wir haben eine Reihe junger Spieler, die in den nächsten zwei, drei Jahren nochmal einen großen Schritt nach vorne machen werden», sagte Löw.

Kimmich und Leon Goretzka müssen nun wirklich in die Führungsrolle schlüpfen. Beide seien «jetzt schon Leader in der Mannschaft, weil sie mit ihrem unbändigen Willen vorangehen», betonte Löw. Und was wird aus ihm? «Mit Sicherheit gibt es neue Aufgaben für mich, die interessant sind», sagte er. Er habe «keine konkreten Pläne». Nur eines ist sicher, wie ein niederländischer Fragesteller erfahren musste: Den vakanten Posten als Bondscoach beim Erzrivalen Holland – den will Löw nicht.

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Feuilleton

Investitionsprogramm: 400 Millionen Euro bis 2027 für Schlösser und Gärten

Das Rokokoschloss der drei Dornburger Schlösser ist ein galantes Lustschloss des 18. Jahrhunderts. Die Anlage gehört zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Jetzt wurde ein Investitionsprogramm zwischen Bund und den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen unterzeichnet. Foto: Martin Schutt/dpa

Berlin/Erfurt/Magdeburg (dpa) – Ein 400 Millionen Euro schweres Investitionsprogramm für Schlösser und Gärten in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist nach jahrelangem Hin und Her perfekt. Am Freitag unterzeichneten in Berlin Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die Chefs der Staatskanzleien der beiden Länder, Rainer Robra und Benjamin-Immanuel Hoff, die entsprechende Verwaltungsvereinbarung. Danach gibt der Bund bis 2027 je 100 Millionen Euro Investitionsmittel für den Erhalt und den Ausbau historischer Liegenschaften der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt sowie der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Beide Länder steuern jeweils die gleiche Summe bei.

Hinzu kommen im gleichen Zeitraum Projektmittel in Höhe von bis zu insgesamt 150 Millionen Euro für Vorhaben bei der Digitalisierung, Provenienzforschung und der kulturellen Bildung sowie für länderübergreifende touristische Ziele.

Der Weg zum Sonderinvestitionsprogramm war lang. Schon 2018 war eine gemeinsame Schlösserstiftung von Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant, in die das Bundesgeld fließen sollte. Während sich Sachsen-Anhalt bereit zeigte, gab es in Thüringen Widerstand.

Es wurde unter anderem über Strukturfragen und Mitspracherechte diskutiert.

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Gesundheit

Studie:

Kann Deutschland bis 2040 rauchfrei werden?

Zahlreiche Zigarettenkippen liegen in einem 
Sammelbehälter. Foto: Armin Weigel/dpa

Von Sandra Trauner
Wiesbaden (dpa) – Immer weniger Menschen in Deutschland rauchen, doch die Konsumenten früherer Jahre bekommen heute die Quittung: Die Zahl der Patienten mit Atemwegstumoren oder Lungenschäden steigt, wie das Statistische Bundesamt jetzt berichtete. Ein tabakfreies Deutschland bis 2040 sei «keine Utopie».

Zuerst die gute Nachricht: Der Tabakverbrauch pro Kopf in Deutschland sinkt. Konsumierte beispielsweise 2011 im Schnitt noch jeder Erwachsene 1305 Zigaretten, waren es 2020 nach vorläufigen Zahlen 1063 – ein Rückgang um 19 Prozent, wie die Wiesbadener Statistiker berechneten. Aber noch immer raucht laut Mikrozensus 2017 gut jeder vierte Mann (26 Prozent) und fast jede fünfte Frau (19 Prozent).

Der Blick in die Krankenhäuser zeigt ein schlimmes Bild: Laut Statistischem Bundesamt wurden 2019 insgesamt 458 000 Menschen in Deutschland wegen einer raucherspezifischen Erkrankung stationär behandelt. Das waren 18 Prozent mehr als 2010. 211 300 Fälle waren auf einen Lungen- und Bronchial-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs zurückzuführen, 246 700 auf eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).

Knapp 77 600 Menschen in Deutschland starben der Statistik zufolge 2019 an den Folgen von Erkrankungen, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden. Lungen- und Bronchialkrebs war mit rund 45 000 Todesfällen die dritthäufigste Todesursache insgesamt, COPD mit mehr als 31 000 Gestorbenen die sechsthäufigste.

Weniger Raucher, mehr Gesundheitsschäden – was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch aussieht, ist nur ein zeitlicher Verzug: «Der Anstieg der tabakrauchbedingten Klinikaufenthalte ist auf das Rauchverhalten der letzten Jahrzehnte zurückzuführen», erklärt Martina Pötschke-Langer, Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnis Nichtrauchen. Eine Generation langjähriger Raucher erlebe «heute die Quittung für ihren Konsum».

Mit der Corona-Pandemie ist ein weiteres Risiko hinzugekommen, darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DPG) hin: Ob sich Raucher leichter mit dem Coronavirus infizieren sei unklar – schwere oder gar tödliche Verläufe seien aber eindeutig häufiger. Den sieben aktuellsten Metaanalysen zufolge erhöhe Tabakrauchen das Risiko für schwere Krankheitsverläufe; das Risiko, an der Infektion zu versterben, sei bei Rauchern um ein Drittel bis die Hälfte höher.

E-Zigaretten sind aus Sicht von Lungenärzten keine gute Alternative: Die gesundheitliche Gefahr bei E-Zigaretten sei hoch, weil dabei Giftstoffe wie Blei und Chrom in die Lunge und ins Blut aufgenommen werden könnten, warnt die DPG. Die Vielzahl beigemischter Substanzen und Geschmacksstoffe mache eine Qualitätskontrolle kaum möglich. Zudem konsumierten viele Raucher, die auf E-Zigaretten umstiegen, auch weiterhin Tabak. Für E-Zigaretten sollten daher die gleichen Beschränkungen und steuerlichen Regeln gelten wie für Tabakzigaretten, fordert die DPG.

Deutschland sei europäisches Schlusslicht in der Tabakkontrolle, kritisiert Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ): «Die Politik muss sich klar dazu bekennen, den Tabakkonsum einzudämmen und so die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.» Gemeinsam mit mehr als 50 weiteren Gesundheitsorganisationen hat das DKFZ eine «Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040» vorgelegt.

Konkret sollen in 20 Jahren weniger als fünf Prozent der Erwachsenen und weniger als zwei Prozent der Jugendlichen Tabakprodukte oder E-Zigaretten konsumieren. Die Autoren sind überzeugt: «Das ist keine Utopie» und machen konkrete Vorschläge, wie das erreicht werden könnte – mit Werbeverboten und Einheitsverpackung, eingeschränkter Verfügbarkeit und Steuererhöhungen, besserer Information und kostenlosen Hilfsangeboten.

Global gesehen sieht die Lage nicht besser aus: Die Zahl der Tabakkonsumenten steigt, weltweit gibt es 1,1 Milliarden Nutzer, wie eine im Fachmagazin «The Lancet» vorgestellte Analyse zeigt. 2019 hatte das demnach rund 7,7 Millionen Todesfälle zur Folge. Die Autoren sind überzeugt: «Das ist keine Utopie» und machen konkrete Vorschläge, wie das erreicht werden könnte – mit Werbeverboten und Einheitsverpackung, eingeschränkter Verfügbarkeit und Steuererhöhungen, besserer Information und kostenlosen Hilfsangeboten.

Global gesehen sieht die Lage nicht besser aus: Die Zahl der Tabakkonsumenten steigt, weltweit gibt es 1,1 Milliarden Nutzer, wie eine im Fachmagazin «The Lancet» vorgestellte Analyse zeigt. 2019 hatte das demnach rund 7,7 Millionen Todesfälle zur Folge. Die Autoren haben mehr als 3500 Einzelstudien aus über 200 Ländern ausgewertet.

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Reise

Neuer Küstenradweg in Frankreich

Der Küstenradweg Vélomaritime ist 1500 Kilometer lang. Foto: dpa: Bernd Wüstneck/dpa

Roscoff (dpa) – Ein maritimer Fernradweg führt seit diesem Sommer entlang der französischen Küste von der Bretagne über die Normandie bis nach Nordfrankreich. Der Küstenradweg Vélomaritime ist insgesamt 1500 Kilometer lang. Seit dem Juni 2021 ist der Radweg erstmals durchgängig von Roscoff in der Bretagne bis Bray-Dunes kurz vor Belgien befahrbar und beschildert, wie die Tourismusvertretung mitteilt. Highlights entlang der Strecke sind etwa der Klosterberg Mont-Saint-Michel, die D-Day-Strände und Boulogne-sur-Mer, der größte Fischerhafen Frankreichs.www.lavelomaritime.de

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Essen & Trinken: Der Gewürzmarkt boomt

Eine Mitarbeiterin mahlt Gewürze in einer Handmühle in der in Neu Delhi ansässigen Anlage von ORCO, einer Marke, die Bio-Gewürze anbietet. Das Unternehmen liefert Gewürze an das deutsche Start-up «Lyn‘s». Foto: Vijay Pandey/dpa

Von Anne-Sophie Galli und Marco Krefting
Bad Rappenau/Neu Delhi (dpa) – Als Referenz zieht Sahil Singh seinen Vater heran: Seit der die Gewürze seines Sohnes für sein Hühnchen nach indischer Art getestet hat, greife er nicht mehr zur eigenen Mischung. «Das ist der beste Hinweis, dass die gut sind», sagt der Student aus Bad Rappenau bei Heilbronn. Die Gewürze kommen direkt aus Indien, sind handgemahlen. Von Frauen, die in einem Slum leben.

Mit diesen Argumenten – 100 Prozent handgemahlene Ware, Transparenz und Geschmack – wollen Singh und sein Kompagnon Alexander Melnikov im August mit dem Start-up «Lyn‘s» an den Markt gehen, benannt nach seiner Mutter. Vor allem auf die Transparenz hebt Singh im Gespräch ab: «Wir kennen unsere Partnerin vor Ort und können Nachhaltigkeit garantieren.» Ein Thema, das Kunden von Schokolade und Kaffee kennen. «Bei Gewürzen macht man sich da keine Gedanken drüber», sagt Singh. Aus seiner Sicht gebe es gerade da Verbesserungsbedarf.

«Auf dem Gewürzmarkt ist ein regelrechter Boom entstanden», sagt Markus Weck, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes der Gewürzindustrie mit Sitz in Bonn. In den vergangenen Jahren hätten sich mehrere neue Unternehmen wie Ankerkraut aus Jesteburg bei Hamburg und Just Spices aus Düsseldorf etabliert.

Wenn Sie weiterlesen wollen, müssten Sie schon die WOCHENPOST bestellen. Den Artikel finden Sie auf Seite 6 unter TIPPS+TRENDS. Tel. # 586-486-5496

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Aus Allen Staaten

DeutschamerikanischerSchützenverein

(DASV) Vereinsnachrichten

DASV President, and Erika Hoffman, oversee the dedication of a new Red Maple tree on the grounds of the Schützenpark. Tha accompanying plaque is pictured below.

Auburn Hills, MI – As we all know, in May, we celebrated our traditional “May Pole” festivities. This celebration took place on Sunday, May 2. Many members attended; but one special member was greatly missed: Heinz Hoffmann, who was always an important part of this tradition. Explanation regarding the ‘Maibaum’ tradition, and several appropriate poems were read by several members and guests.

Everyone enjoyed a BBQ lunch, which consisted of Sausages and Hamburgers. Naturally the deserts were donated by the members. After the dedication of the Maibaum our first general membership meeting took place.

The next even on our calander was the ‘Pork Roast’ BBQ on June 1st at the Schützenpark. Many members, along with their families and guests attended. Before the dinner hour the members enjoyed a few rounds of showing off their shooting skills. Thanks too our BBQ chefs ‑ Joe Borgesen and Dennis Hogan ‑ also helped by Dale Hynan – the BBQ’d Pork Loins were perfect.

The kitchen personnel ‑ Christine Burney, Lorain Borgesen and Annika Burney were kept busy feeding the crowd. And it was a crowd. Thanks to everyone who showed up for their support.

After the dinner it was time or the speech by President Binder who stated that today we planted a ‘RED Norway Maple’ tree to honor the late Heinz Hoffmann, and asked if anyone wanted to say a few words in memory of Heinz. Denis Hogan was the first, followed by Joe Eckert, Marianne Krenzer, Lisa Gerstheimer, Fay McClaughlin and Doug Fisher. All had only good things to say about Heinz. At the end, his widow, Erika Hoffmann thanked all of us for coming out to honor Heinz.

The weather was not the best, and the crowd began to disperse slowly.

Our next event, inludes a public invitation, is our Schützenfest on Sunday, July 25th beginning at noon.
Hope to see all of you there. Lisa G

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St. Lorenz’s monthly German worship service
July 11th

On Sunday, July 11th, St. Lorenz’s monthly German worship service will be held at 11:00 am in the Church. This service will focus on how we as Christians, are beginning a new “season” of faith and life without facemasks, social distancing, and other restrictions. A new season is often best begun by a return to the basics, like many teams do. This service will focus on the faith fundamentals of Law and Gospel. Attention to the basics holds great promise and positive expectations for the future! The service features German liturgy and an English sermon by Pastor Bill Hoesman entitled “Back to the Basics” based on Rom. 6:4. Jordan Maurer will sing a solo “Herr Gott, erhalt uns für und für (Lord Help Us Ever to Retain) and the congregation will join in singing favorite hymns: „ Gott Heil’ger Geist, hilf uns mit Grund “(Oh Holy Spirit. Grant Us Grace), “Jesus nimmt die Sünder an” (Jesus Sinners Doth Receive) and „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ (Lord, Keep Us Steadfast in Thy Word).

The service will also be broadcast on Charter cable channel 191, on the St. Lorenz app., and livestreamed (and stored) on the St. Lorenz website at http://stlorenz.org/stream. At ‘Traditional Services” (on the left side), select the German service. Broadcast can also be accessed on your Smart TV (Roku, Apple TV, etc.) by typing in “St. Lorenz Church and School” and adding the channel or on Facebook on the Frankenmuth-Gunzenhausen Sister Cities page. Prior German worship services can be viewed at https://vimeo.com/showcase/stlorenz-german. The next German worship service will be August 8th, 2021. Join us as we praise our Lord and Savior and look forward to going ‘back to the basics’.

WOCHENPOST-Wortschatz

Selected Articles with helpful translations for those less comfortable with the German language

Polizeipferde als Sympathieträger – Reiter helfen bei Corona-Einsatz

Pferde sind Fluchttiere. Für ihren Einsatz bei der berittenen Polizei müssen sie deshalb Gelassenheit lernen, auch wenn es um sie herum knallt, rasselt oder knistert. Nicht alle finden diese Ausbildung der Tiere richtig.

Mannheim: Reiterinnen und Reiter der Mannheimer Polizeireiterstaffel nehmen in der Reithalle an einem Training teil. Beim Training wird Gelassenheit gegen Störfaktoren immer wieder geübt. Foto: dpa

Von Julia Giertz
Mannheim (dpa) – Lester ist ein cooler 15-Jähriger: Ihn irritieren weder kläffende Hunde, laute Sirenen oder wehende Fahnen. Neugierig, lernbereit, mutig – der große Braune ist ein Aktivposten in der Reiterstaffel das Landes Baden-Württemberg. Das Warmblut-Pferd mit der Stern-Blesse steht bei Einsätzen an vorderster Front und verhindert, dass unerfahrene Tiere nervös werden und ausscheren.

Stammreiter Ralf Münzer schätzt an seinem Pferd, dass es einen eigenen Kopf hat, mitdenkt und temperamentvoll ist. Das Tier sei aber auch sehr selbstbewusst und eigenbrötlerisch, sagt Münzer, einer der 15 Mitglieder der Mannheimer Reiterstaffel. Anfangs habe der Wallach keinen Respekt vor Menschen gehabt. Nach etlichen Kämpfen zwischen Pferd und Reiter gehört er jetzt zu den «Verlass-Pferden». In ganz Deutschland hat die Polizei tierische Unterstützung, vor allem im Westen.

Stuten gibt es bei den Reiterstaffeln nicht. Auf dem Hof im ländlichen Weiler Mannheim-Straßenheim erklärt der Leiter der Staffel, Jens Grimm: «Weibliche Tiere würden Unruhe verursachen – dann werden die Wallache doch wieder zu kleinen Hengsten.» Für die Staffeln in Mannheim und Stuttgart sind um die 30 Pferde im Dienst.

Die Pandemie hatte auch auf sie Einfluss: Sie rückten bei einem Großteil ihrer Einsätze aus, um die Demos gegen die Corona-Politik oder das Einhalten der Corona-Verordnung zu überwachen. Im Jahr 2020 (Januar bis November) hatten etwa im Südwesten rund jeder zweite der insgesamt 366 Einsätze Bezug zur Pandemie. Vom Pferderücken aus haben die Beamten den Überblick. Gerade bei unerlaubten Versammlungen werden Pferde zur Räumung eingesetzt. Mit ihren 750 Kilo können sie Menschen wegschubsen, ohne sie zu verletzen.

Auch bei Fußballspielen und der Vermisstensuche leisten Pferde gute Dienste. Die Beamten hoch zu Ross durchlaufen eine allgemeine Polizeiausbildung, bevor sie zur Reiterstaffel kommen. In der Hamburger Innenbehörde etwa heißt es: «Die Reiterstaffeln können für Respekt sorgen, ohne martialisch zu wirken.» In der Hansestadt sind berittene Polizisten heute ein selbstverständlicher Anblick; 2010 war nach 35 Jahren wieder eine Reiterstaffel eingeführt – und die Fahrradstaffel abgeschafft worden.

Vor allem in Bayern wird die Arbeit der Berittenen geschätzt. Derzeit gibt es 59 Dienstpferde in München, Rosenheim und Nürnberg – 100 Pferde sollen es bis Ende der Legislaturperiode werden. Patin der Staffeln ist keine Geringere als Karin Baumüller-Söder, die Frau des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). In Niedersachsen gehören drei Dutzend Beamte und fast ebenso viele Pferde zur berittenen Polizei. Auch in Hessen, Sachsen und bei der Bundespolizei sind Pferde im Einsatz.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) lobt die hohe Mobilität, Flexibilität und Durchsetzungsfähigkeit der Staffeln. Wie sein Amtskollege Herbert Reul (CDU) aus Nordrhein-Westfalen, wo 31 Pferde Dienst tun, meint er: «Die Pferde sind Sympathieträger der Polizei.» Auch der Mannheimer Staffel-Chef Grimm ist von der deeskalierenden Wirkung der Pferde überzeugt. Rowdys würden beim Anblick der Tiere zahm und fragten: «Darf ich mal streicheln ?». Dann antwortet der 52-Jährige humorvoll: «Aber nur das Pferd.» Weniger amüsant dürfte für die Reiter die Kritik von Tierschützern sein.

Der Deutsche Tierschutzbund mahnt zur Rücksicht auf die naturgegebenen Merkmale der Tiere. «Pferde – auch Polizeipferde – sind Fluchttiere, die sehr hoch entwickelte Sinnesorgane haben und die in Situationen, die ihnen Angst machen, versuchen zu fliehen», erläutert Hester Pommerening vom Tierschutzbund. Sie müssten jahrelang ausgebildet werden, um sie an normalerweise Angst einflößende Ereignisse zu gewöhnen. Der Einsatz in Innenstädten sollte Ausnahme sein, bei lauten Veranstaltungen ganz untersagt werden. Denn Pferde hören nach Angaben des Verbands im Ultraschallbereich.

Grimm kontert: «Der Instinkt bleibt bestehen – wir bringen den Tieren nur bei, dass es keinen Grund gibt, zu fliehen.» Mit gutem Zureden und reiterlichen Hilfen werde den Tieren beigebracht, dass wehende Fahnen und laute Trommeln ihnen nicht schaden.

Im wöchentlichen Training wird Gelassenheit gegen solche Störfaktoren immer wieder geübt. Dort stößt diesmal auch Lester an seine Grenzen. Er tritt auf der Stelle, als ein rechteckiger Pappkarton vor ihm auftaucht. Das Objekt ist ihm nicht geheuer, und er lässt sich nur schwer dazu bringen, dagegen zu laufen. Dass er dann über den nachgebenden Karton steigen soll, passt dem Wallach gar nicht. Doch sein Reiter übt solange mit ihm, dass er ohne Zögern den ungewohnten Untergrund überwindet. Nach mehreren Stunden Training lässt Münzer die Zügel locker. Lester hat jetzt Feierabend und fordert scharrend sein Futter ein.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

Fluchttiere – flight-response animals
Einsatz – deployment
Gelassenheit – composure
knallt – bank
rasselt – rattle
knistert – crackle
kläffende – yapping
wehende Fahnen – waving flags
neugierig
– curious
lernbereit – anxious to learn
mutig – courageous
Aktivposten – on active duty
Reiterstaffel – mounted division
unerfahrene – inexperienced
ausscheren – swerve
Stammreiter – regular rider
eigenbrötlerisch – solitary
Verlass – abandoned
Stuten – stud farms
verursachen – cause
Wallache – geldings
Hengsten – stallions
rückten aus – moved out
Einhalten – keep
Verordnung – ordinances
überwachen – monitor
Räumung – clear out
wegschubsen – push away
verletzen – injuring
Vermisstensuche – search for missing people
Hansestadt – former Hanseatic League city
abgeschafft – abolished
Patin – godmother
keine Geringere – none other than
Durchsetzungsfähigkeit – enforcement capability
deeskalierenden – de-escalating
Wirkung – potential
überzeugt – convinced
mahnt – admonishes
Rücksicht auf – consideration of
Merkmale – characteristics
Sinnesorgane – senses
Angst einflößende – fear-inducing
untersagt – prohibited
Ultraschallbereicht – ultrasound range
Störfaktoren – disruptive factors
stößt an seine Grenzen – pushes his limits
Pappkarton – cardboard carton
auftaucht – popped up
geheuer – creepy
Zögern – hesitation
überwindet – overcomes
Zügel – reins
locker – loosens
fodert ein – demands payment
scharrend – gathers
Futter – feed

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

*Note: Previous selections can be found in the Archives section of the site.*