01. Februar 2020 Selected Articles

Aus Aller Welt / Sport / Feuilleton / Gesundheit/Umwelt / Reise / Tipps und Trends / Aus Allen Staaten

Aus Aller Welt

Prinz Harry: Bin traurig, dass es so weit gekommen ist

Zum ersten Mal spricht Harry vor Publikum über seinen Teilrückzug als Royal. Und es wird klar: Er steht ganz klar zu seiner Entscheidung – und zu Meghan.

Der britische Prinz Harry und seine Frau, Herzogin Meghan, werden sich nicht länger «Königliche Hoheit» nennen. Das teilte der Buckingham-Palast mit. Foto: dpa

Von Silvia Kusidlo und Christoph Meyer
London (dpa) – Mit großem Bedauern hat sich der britische Prinz Harry (35) in einer ersten öffentlichen Rede zum weitgehenden Rückzug von royalen Pflichten geäußert. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen und er habe sie nach monatelangen Gesprächen getroffen, sagte Harry in einer emotionalen Rede vor Mitarbeitern der Hilfsorganisation Sentebale in London.

«Als Meghan und ich geheiratet haben, waren wir aufgeregt, hoffnungsvoll und wir wollten etwas Sinnvolles tun… Deshalb macht es mich traurig, dass es so weit gekommen ist.» Es habe aber keine andere Möglichkeit gegeben, sagte Harry auf der Veranstaltung der Hilfsorganisation für junge HIV-Infizierte in Afrika.

Die Rede wurde am Sonntagabend auf dem Instagram-Profil des Paares gepostet. Kommentatoren werteten sie am Montag in britischen Medien auch als klares Bekenntnis zu Meghan (38). Die Herzogin von Sussex, so ihr offizieller Titel, wurde zuvor in Großbritannien von Kritikern für Harrys neue Zukunftspläne verantwortlich gemacht.

Sie hätten sich das Ganze anders vorgestellt, sagte Harry weiter. Die Entscheidung, sich von ihrer Rolle zurückzuziehen, hätten sie nicht leichtfertig getroffen. Ihre Hoffnung sei es gewesen, die bisherigen Aufgaben für die Queen, das Commonwealth und das Militär fortzuführen, aber dabei auf öffentliche Gelder zu verzichten. «Leider war das nicht möglich», sagte der Prinz.

Er lasse nun alles hinter sich, was er gekannt habe, in der Hoffnung auf ein friedvolleres Leben. Für seine Großmutter, die Queen, habe er aber den allergrößten Respekt, betonte Harry, der als Lieblingsenkel der 93-jährigen Monarchin gilt. «Was ich aber klarstellen möchte ist: Wir gehen nicht weg», sagte er. Er liebe Großbritannien.

Harry und Meghan hatten vor etwa zwei Wochen angekündigt, sich weitgehend von ihren royalen Pflichten zurückzuziehen und abwechselnd sowohl in Kanada als auch in Großbritannien zu leben. Königin Elizabeth II. reagierte verständnisvoll auf den Wunsch ihres Enkels.

Gleichwohl verkündete der Buckingham-Palast am Wochenende scharfe Konsequenzen. Harry und Meghan werden sich demnach nicht länger «Königliche Hoheit» nennen, keine offiziellen Aufgaben für die Queen mehr übernehmen und das Geld für die Renovierung ihres Wohnsitzes zurückzahlen. In Kraft treten sollen die Maßnahmen im Frühling. Seine Schirmherrschaften behält der Prinz aber weiterhin.

Auch Harrys Mutter Diana war nach ihrer Scheidung von Prinz Charles (71) der Titel «Königliche Hoheit» entzogen worden. Sie kam vor 23 Jahren bei einem Autounfall in Paris ums Leben. Harry hatte danach als Jugendlicher schwierige Phasen und galt als Rebell, der bei den Briten dennoch beliebt war. Erst Jahre später räumte er in Interviews ein, psychische Probleme gehabt zu haben. Harry gilt als sensibel und setzt sich inzwischen gemeinsam mit seinem Bruder William unter anderem für psychisch kranke Menschen ein.

Vor ihrer Entscheidung für den Teilrückzug hatten sich Harry und Meghan eine sechswöchige Auszeit in Kanada gegönnt und dort auch das Weihnachtsfest verbracht. Meghan hatte in Toronto mehrere Jahre erfolgreich als Schauspielerin («Suits») gearbeitet und ist dort bestens in Film- und Politikerkreisen vernetzt. Sie hält sich derzeit mit dem acht Monate alten Sohn Archie in Kanada auf.

In Großbritannien weckt der Rückzug von Harry und Meghan Erinnerungen an einen Skandal in den 1930er Jahren: Die US-Amerikanerin Wallis Simpson – zweimal geschieden und nicht adelig – war damals die große Liebe von König Eduard VIII. Regierung und Kirche waren allerdings strikt gegen diese Beziehung. Der König dankte 1936 schon nach weniger als einem Jahr ab, um Simpson heiraten zu können. Er wurde von einigen als ihr «Schoßhündchen» verspottet. Das Paar lebte abwechselnd in Frankreich und den USA. Auf dem Thron folgte der Bruder des Ex-Königs: Georg VI., der Vater von Königin Elizabeth II.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

Entscheidung – decision
Bedauern – regret
weitgehenden – considerably
Rückzug – pull back
aufgeregt – excited
Veranstaltung – meeting
Bekenntnis – confession
Herzogin – duchess
zuvor – previously
fortzuführen – to continue
verzichten auf – give up
friedvolleres – peaceful
angekündigt – gave notice
abwechselnd – alternating
gleichwohl – nevertheless
verkündigt – announced
Königliche Hoheit – HRH
In Kraft treten sollen – should take effect
Maßnahmen – measures
Schirmherrschaften – patronage
galt als – was regarded as
räumte ein – conceded
setzt sich für … ein – supports
inzwischen – meanwhile
gemeinsam – together
Auszeit – hiatus
sich gegönnt – gave themselves
vernetzt – connected
hält sich auf – stays
weckt – resurrects
geschieden – divorced
adelig – member of the nobility
Beziehung – relationship
dankte ab – abdicated
Schoßhündchen – lapdog
verspottet – ridiculed

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

Top

Sport

Nach Platz fünf bei EM: Handballer nehmen Olympia ins Visier

Die deutschen Handballer haben den letzten Kraftakt bei der EM erfolgreich bewältigt. Beim Sieg gegen Portugal holt das DHB-Team alles aus sich heraus und blickt der Olympia-Ausscheidung trotz einiger Defizite zuversichtlich entgegen.

Deutschland – Portugal in der Stockholmer Tele2-Arena. Der deutsche Spieler Marian Michalczik erzielt das letzte Tor des Spieles für Deutschland. Die DHB-Auswahl gewann das bedeutungslose Platzierungsspiel gegen Portugal mit 29:27 (14:13) und hat die Europameisterschaft als Fünfter abgeschlossen. Foto: dpa

Von Eric Dobias
Stockholm (dpa) – Bei einem Ausflug ins Stockholmer Nachtleben stießen Deutschlands Handballer auf den fünften EM-Platz an – dann ging es am Sonntagmorgen mit einem klaren Auftrag der Verbandsspitze endlich nach Hause. «Unser Ziel bleibt eine Olympia-Medaille in Tokio. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie das Zeug dazu hat», sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann am Ende einer Europameisterschaft mit Höhen und Tiefen.

Der versöhnliche Abschluss mit dem 29:27 gegen Favoritenschreck Portugal ließ Bundestrainer Christian Prokop und seine Schützlinge mit gutem Gefühl die Heimreise antreten. «Die Mannschaft hat eine tolle Entwicklung genommen», lobte Prokop. «Sicher mit einem brutalen Rückschlag gegen Kroatien, aber danach haben wir alle Spiele gewonnen.»

Ein Jahr nach Rang vier bei der Heim-WM musste die DHB-Auswahl allerdings erneut feststellen, dass sie zwar nah dran ist an der Weltspitze, aber eben nicht dazugehört. Zum vierten Mal nacheinander wurde bei einem Turnier die angepeilte Medaille verpasst. «Für den ganz großen Wurf fehlt uns noch etwas», konstatierte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Der soll nun bei Olympia gelingen.

Doch schon der Weg nach Tokio wird schwer, denn in der Qualifikation Mitte April in Berlin bekommt es Deutschland neben einem Afrika-Vertreter mit Rekord-Europameister Schweden und dem EM-Vierten Slowenien zu tun. DHB-Sportvorstand Axel Kromer ist dennoch zuversichtlich, einen der ersten beiden Plätze erkämpfen zu können: «Wir treffen auf zwei Hochkaräter, aber wir haben den Trumpf des Heimvorteils.»

In den verbleibenden zweieinhalb Monaten gibt es einiges zu tun. «Es gibt individuelle Defizite, die werden wir intern ansprechen. Da müssen Verbesserungen her, damit wir in Stresssituationen besser gewappnet sind», sagte Prokop. «Das betrifft vor allem den Rückraum, wo wir das größte Steigerungspotenzial haben.» Nur Philipp Weber genügte dort höheren Ansprüchen und gehörte neben Torwart-Oldie Johannes Bitter und Rechtsaußen Timo Kastening zu den wenigen Gewinnern im Team.

Prokop kündigte daher ein zeitnahes Treffen mit den Rückraumspielern und ihren Vereinstrainern an, ehe er sich in den Ski-Urlaub verabschiedet. Dort wird der 41-Jährige die Endrunde noch einmal in Ruhe reflektieren. Eine Gewissheit hat der Bundestrainer. «Das Innenleben des Teams ist hervorragend», betonte Prokop. «Ab der Hauptrunde wusste ich, dass die Moral stimmt. Jeder hat alles eingezahlt, damit die Mannschaft erfolgreich ist.»

Diese Geschlossenheit fehlte der Verbandsspitze. Es bleibt ein Rätsel, weshalb Vizepräsident Hanning die nach dem Kroatien-Spiel aufgeflammte Trainerdebatte mit einer zweideutigen Aussage befeuerte, anstatt sie mit einem klaren Statement im Keim zu ersticken. Hanning fühlte sich missverstanden, räumte in seiner Kolumne bei «t-online» aber reumütig ein: «Ich bin für jedes meiner Worte verantwortlich.»

Nicht nur bei vielen Experten sondern auch beim Bundestrainer hinterließ dies einen faden Beigeschmack. «Die Nebengeräusche haben mich 50 Stunden zu sehr beschäftigt. Das hat bei einer Europameisterschaft einfach keinen Platz im internen Kreis, denn ich bin dafür da, den Spielern Hilfen zu geben und mit einer positiven Aura vieles vorzuleben», kritisierte Prokop.

Kein Wunder, dass es nach der massiven öffentlichen Kritik an Hanning auch in der DHB-Führung knisterte – zumindest hinter den Kulissen. Michelmann war daher bemüht, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. «Was an Unruhe kam, kam von außen. Das haben wir intern gut abgefangen», sagte der Präsident. «Gerade unter dem äußeren Druck haben Trainer, Mannschaft und Staff zusammengehalten – anders als bei der EM 2018. Es gab immer ein klares Bekenntnis zueinander.»

Top

Feuilleton

Alles unter einem Hut: Neue Ausstellung zu Kopfbedeckungen

Ein Vogelfederhut aus der Schauspielproduktion »Der Raub der Sabinerinnen« von 2016 am Staatstheater Stuttgart, Kostümgestaltung aus der Zeit der Jahrhundertwende. Foto: dpa

Stuttgart (dpa) – Pickelhaube, Zylinder, der Heckerhut oder die Burschenschaftsmütze: Mit der Symbolik und der Historie von Kopfbedeckungen setzt sich eine neue Ausstellung in Stuttgart auseinander. Unter dem Titel „Hut ab?“ hinterfragt die Schau im Haus der Geschichte vor allem, warum Kopfbedeckungen nach Jahrzehnten wieder im Alltag auftauchen – und dann oft als religiöse Symbole für Streit und Debatten sorgen wie die Kippa und das Kopftuch.

„Kopfbedeckungen erzählen Geschichte und Geschichten“, sagte die Direktorin des Hauses der Geschichte, Paula Lutum-Lenger, zur Eröffnung am Donnerstag. Sie seien weit mehr als nur ein Schutz gegen Regen und Sonne oder vor Hieben und Geschossen. „Das Kleidungsstück, das der Mensch auf seinem exponiertesten Körperteil trägt, setzt stets auch Zeichen und Signale“, sagte die Direktorin.

In 44 Vitrinen werden bis zum kommenden August Kopfbedeckungen und die Geschichten ihrer Trägerinnen und Träger präsentiert. Züchtige Bedeckungen sind ebenso dabei wie martialische, streitbare, intellektuelle oder modische. „In der Ausstellung geht es um Macht, Ordnung und Auflehnung, um Tradition, Revolution und Religion, um richtig oder missverstandene und widersprüchliche Symbole“, erzählt Lutum-Lenger. Und es geht um Geschichten und Geschichte: So zierten einige der Ausstellungsstücke Häupter wie das von Schriftsteller Friedrich Schiller. Andere haben eine tragische Geschichte, darunter eine Reihe von Mützen, die von den jungen Trägern niemals bei ihrer Studentenverbindung abgeholt wurden – sie fielen im Ersten Weltkrieg.

Am Beispiel des Kopftuches werde unter anderem verdeutlicht, dass Kopfbedeckungen vieldeutig interpretiert werden könnten, sagt Kurator Sebastian Dörfler. „Während es von manchen Musliminnen als Symbol der Unterdrückung bewusst abgelegt wurde, ist es für andere Trägerinnen Teil ihrer Religion und ihrer Persönlichkeit.“ Gezeigt wird unter anderem ein Kopftuch der Lehrerin Fereshta Ludin. Sie führte jahrelang einen Rechtsstreit gegen das Land Baden-Württemberg, um mit Kopftuch an einer staatlichen Schule unterrichten zu dürfen.

Top

Gesundheit

Schlafforscher schaut Menschen in den Kopf

Viele Menschen haben Schlafstörungen. Experten wie Hans-Günter Weeß kennen dafür etliche mögliche Ursachen. Ihr Ziel: «Wir wollen Patienten zu ihrer eigenen Schlaftablette machen.»

Eine Elektrode zur Untersuchung des Schlafverhaltens wird im Schlafzentrum an der Schläfe einer Frau angebracht. Foto: Uwe Anspach/dpa

Von Wolfgang Jung
Klingenmünster (dpa) – Hans-Günter Weeß hat einen Traumjob – wortwörtlich. Als Leiter des Interdisziplinären Schlafzentrums in Klingenmünster (Pfalz) analysiert der 56-Jährige, was nachts im Kopf anderer Menschen vor sich geht. Dazu klebt er Patienten kleine Plättchenelektroden an die Stirn und misst Hirnströme, Muskelspannung und Augenbewegung. Sein Ziel: ungestörte Nachtruhe für gestresste Geister. «Wir wollen Patienten zu ihrer eigenen Schlaftablette machen.»

Längst ist Schlaf auch ein Wirtschaftsfaktor. Wer nicht gut schlummert, gibt oft viel Geld aus für irgendwelche Pillen, Diagnosearmbänder oder spezielle Matratzen. Weltweit brachte das Geschäft mit Schlafhilfen laut US-Marktforschern zuletzt jährlich rund 70 Milliarden US-Dollar (etwa 63 Mrd. Euro) Umsatz, wie der SWR im vergangenen Jahr berichtete.

Die Medizin habe den Schlaf lange quasi verschlafen, sagt Weeß. Es sei angenommen worden, im Schlaf fahre der Körper alle Systeme herunter, und das sei eher uninteressant. «Heute wissen wir, dass der Schlaf ein hochaktiver Prozess und das wichtigste Reparaturprogramm des Menschen ist.»

Schätzungen zufolge haben rund fünf Millionen Menschen in Deutschland Ein- oder Durchschlafstörungen. In Klingenmünster suchen der Psychologe Weeß und sein Team nach möglichen Ursachen. Im Analyseraum laufen die Ergebnisse der Messungen als farbige Zackenlinien über einen Bildschirm. Ein weiterer Monitor zeigt ein Kamerabild aus dem Schlafzimmer. Wie unruhig schläft der Patient?

Problematisch ist es Weeß zufolge vor allem, Sorgen mit ins Bett zu nehmen oder sich stark dem Druck auszusetzen, gut schlafen zu müssen. «Nichts ist schlimmer, als das Gedankenkarussell nicht stoppen zu können», sagt er. Und: «Wer schlafen will, bleibt wach.» Je mehr man sich auf Schlaf fokussiere, desto eher führe das zu Schlaflosigkeit.

Daneben gibt es Weeß zufolge gesellschaftliche Faktoren. «Wir sind zur Non-Stopp-Gesellschaft geworden. Immer mehr arbeiten im Schichtdienst oder lesen nachts Mails. Kinder gehen heute mit dem Smartphone statt mit dem Kuscheltier ins Bett.» Nötig sei eine neue Schlafkultur, denn «nur wer ausgeschlafen ist, kann Leistung bringen». Es erstaune ihn immer wieder, wie wenig die meisten Menschen über gutes Schlafverhalten wüssten.
Wie viel Schlaf ein Mensch brauche, sei individuell verschieden und genetisch festgelegt, sagt der Neurologe Peter Young, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Die einen brauchten fünf, andere zehn Stunden. «Dieser Bedarf verändert sich im Alter nicht zwangsläufig.»

Gut einschlafen könnten überraschend viele Menschen vor dem Fernseher, sagt Weeß. Die Aufmerksamkeit sei dann auf «ein wenig stimulierendes Ereignis» gerichtet, zudem grüble der Zuschauer nicht, was eine schlafförderliche Entspannung hervorrufe. «Empfehlen kann ich es trotzdem nicht», so der Psychologe. «Vor dieser Geräuschkulisse ist der Schlaf nicht tief und wenig erholsam.»

Top

Reise

Kreuzfahrt-Reedereien kehren in die Türkei zurück

Blick auf Istanbul: Das Land wurde lange Zeit gar nicht angelaufen – auf Wunsch der Gäste, wie es von den Reedereien hieß. Foto: dpa

Genf (dpa) – Kreuzfahrturlauber im östlichen Mittelmeer bekommen bald wieder die Türkei zu sehen. Die wichtigsten Reedereien für deutsche Passagiere haben das Land erneut ins Programm aufgenommen – oft aber noch nicht in der kommenden Sommersaison.

  • Bei Aida Cruises ist es im Sommer 2021 soweit: Dann fährt die „Aida Cara“ auf siebentägigen Reisen unter anderem Istanbul an. Das Schiff bleibt eine Nacht in der Metropole vor Anker. Die Türkei werde wieder verstärkt von Urlaubern nachgefragt, heißt es bei Aida.
  • Tui Cruises lief 2019 nach eigenen Angaben nur ein einziges Mal Bodrum an. Im kommenden Sommer aber wird die „Mein Schiff Herz“ in der Stadt regelmäßig festmachen, wie die Reederei mitteilt. Istanbul steht allerdings erst 2021 wieder im Programm.
  • MSC Cruises wird im Sommer 2021 wieder die Türkei ansteuern. Die „MSC Fantasia“ werde von März bis Oktober auf Neun-Nächte-Fahrten im östlichen Mittelmeer unter anderem Istanbul und den Badeort Kusadasi an der Ägäisküste anlaufen, teilte die Reederei mit.
  • Costa steuert die Türkei im Winter 2020/21 wieder an: Dann wird die „Costa Fortuna“ auf 14-tägigen Kreuzfahrten unter anderem Istanbul, Izmir und Kusadasi anlaufen. Im Winter 2021/22 werden diese Reisen von der „Costa Diadema“ übernommen, kündigte die Reederei an.

    Noch halten sich die Reedereien mit Stopps in der Türkei zurück. Das Land wurde lange Zeit gar nicht angelaufen – auf Wunsch der Gäste, wie es von den Reedereien hieß.

    Die Türkei insgesamt wurde lange Zeit von vielen deutschen Urlaubern gemieden. Zum einen gab es schwere Terroranschläge, zum anderen politische Spannungen. Der „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel zum Beispiel saß in der Türkei im Gefängnis.

Top

Verzicht auf Handy und Co gelingt vielen nicht

Oft geschieht er unbewusst, der Griff zum Smartphone. Das mach den bewussten Verzicht umso schwerer. Foto: dpa

Berlin (dpa) – Abstinenz von Smartphone, Rechner, Konsole, Internet und Co ist in der Theorie ein hehres Ziel, in der Praxis aber oft zum Scheitern verurteilt. Fast jede und jeder Vierte (24 Prozent) hierzulande hat es schon einmal mit dem tageweisen Verzicht auf alle digitalen Medien probiert, die Enthaltsamkeit aber nicht durchgehalten. Das geht aus einer Umfrage von Bitkom Research hervor. Entsprechend verhalten fallen in diesem Zusammenhang die guten Vorsätze fürs neue Jahr aus. Nur gut jede und jeder Zehnte (11 Prozent) hat sich der Studie zufolge vorgenommen, 2020 zeitweise bewusst auf alle digitalen Medien zu verzichten.

Erfolgreicher scheinen weniger umfassende Abstinenz-Vorsätze auszufallen. Immerhin 7 Prozent verzichten nach eigenen Angaben bewusst regelmäßig zumindest für ein paar Stunden auf digitale Medien. Mehr als jede und jeder Dritte (35 Prozent) geben allerdings auch an, überhaupt kein Interesse daran zu haben, in irgendeiner Form auf digitale Medien zu verzichten. Im November 2019 sind 1003 Menschen von 16 bis 70 Jahren befragt worden.

Top

Aus Allen Staaten

••••••••••••••

Top