06. November 2021 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Die Nächte werden länger – das Faszinosum Dunkelheit

«Verdrängt, gezähmt, durchleuchtet»: Die Finsternis hat mittlerweile viel von ihrem einstigen Schrecken verloren. Für Nachteulen sowieso. Doch das Zwielichtige hängt ihr weiterhin an.

Bremen:Ein Spaziergänger läuft bei Dunkelheit durch das Schnoorviertel. Foto: dpa

Von Sebastian Fischer
Berlin (dpa) – Nachtschwärmer, die dem Sonnenlicht entfliehen, gibt es schon im alten Rom. Jene «Lucifugae» erobern damals die dunklen Stunden für sich. Seneca etwa berichtet von einem Mann, der sich um neun Uhr abends seinen Abrechnungen widme, um Mitternacht Sprechübungen veranstalte und um zwei in der Früh zur Spazierfahrt aufbreche. Im Morgengrauen erst gibt es die Hauptmahlzeit. Er habe «nichts als die Nacht zu sich genommen», schreibt der Philosoph. Und die war in der Antike, wenn kein Mond am Himmel stand, richtig duster. Auch heutige Genießer der Dunkelheit sehen den kommenden Monaten sehnsuchtsvoll entgegen, denn wegen der Uhrumstellung am Sonntag (31.10. DE, 7.11. USA) verabschiedet sich der helle Tag dann noch früher am Abend. Zudem werden die Nächte länger, weil die Sonne Richtung südlicher Wendekreis wandert.

Die verdrängte Nacht
Doch um sich heutzutage mit besonders ausgeprägter Dunkelheit umgeben zu können, muss man lange suchen. In den Städten, in denen die Nächte künstlich immer heller werden, ist das wegen der Lichtverschmutzung seit Jahren gar nicht mehr möglich. Nach Angaben der International Dark-Sky Association lassen sich die dunkelsten Orte Deutschlands unter anderem im Nationalpark Eifel oder auf der Winklmoosalm an Bayerns Grenze zu Österreich finden. Das Dorf Gülpe in Westen Brandenburgs ist ein wahres Ruhe-Mekka für nächtliche Sternengucker geworden.

In Großstädten hingegen herrscht mittlerweile im Dunkeln ähnlich viel Betriebsamkeit wie am Tag. «Die Nacht kann heute vielfach gar nicht mehr wahrgenommen werden als das, was sie einmal war», sagt Bernd Brunner, der in seinem jüngst erschienenen «Buch der Nacht» die Stunden zwischen Dämmerung und Morgengrauen unter die Lupe nimmt.

Gerade die Erfindung der elektrischen Beleuchtung Ende des 19. Jahrhunderts habe «alles grundlegend verändert», so der Autor im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der Nacht sei die Dramatik von früher abhanden gekommen. «Heute ist sie verdrängt, gezähmt, durchleuchtet.» Mit dem künstlichen Licht strecken sich die Aktivitäten bis spät in den Abend und verdrängen den Schlaf.

Die zwielichtige Nacht
«In unserem kulturellen Bewusstsein ist die Nacht geprägt als eine Zeit der Grenzüberschreitung, des Verbrechens und der gefährlichen Gestalten», sagt Brunner. Vor marodierenden Gruppen sei auch schon im geschäftigen Nachtleben der Antike gewarnt worden. Seit jeher ist die Dunkelheit eine verrufene Zeit. Nicht umsonst warnt die deutsche Polizei jährlich anlässlich der herbstlichen Uhrenumstellung unter anderem vor den Gefahren von Einbrechern.

Spektakuläre Aktionen wie der Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden oder der Diebstahl einer Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum wurden im Schutz der Dunkelheit begangen. Doch in Wohnungen wird in der Regel nicht des Nachts eingestiegen – sondern eher tagsüber, wie eine Analyse der deutschen Versicherungswirtschaft 2015 ermittelte.

Wie die Nacht wahrgenommen wird, ist aber individuell verschieden. Bei seiner Befragung über die empfundene (Un-)Sicherheit fand das Bundeskriminalamt 2017 heraus, dass sich zwar rund vier von fünf Menschen in Deutschland nachts in ihrer Wohngegend sehr oder eher sicher fühlen. Dennoch vermeiden demnach vor allem Frauen, bei Dunkelheit alleine draußen unterwegs zu sein.

Die rauschende Nacht
Doch sind diese Stunden auch die Zeit der Ausschweifungen und des Tanzes. Heutige Clubs haben wohl ihren Ursprung in Paris. 1881 öffnet auf dem Montmartre das Kabarett «Le Chat Noir» für die damalige Bohème. Dort erlaubt die Polizei erstmals auf der Bühne ein Klavier, an das sich Künstler wie Erik Satie und Claude Debussy setzen. Bald machen in vielen Metropolen Amüsierfreudige die Nacht zum Tag. In Berlin putzt sich zum Beispiel der Admiralspalast an der Friedrichstraße als neues, weltstädtisches Etablissement heraus.

Die Menschen «wollen sich ausprobieren», schreibt Brunner in seinem «Buch der Nacht», «suchen einen Ort, eine Gegenwelt, in der sie sich fallen lassen oder vergessen können, wo das Prinzip, “normal” funktionieren zu müssen, aufgehoben ist».

Nur jüngst kam das Nachtleben in der Corona-Pandemie zum Erliegen. Mit dem rasanten Anstieg der Infektionszahlen mussten Bars und Kneipen schließen. Plötzlich verhängten auch Städte, die eigentlich nie schliefen, Ausgangsschranken und Sperrstunden. Clubs, die sonst teils über mehrer Tage und Nächte hinweg Tanzwütigen eine Flucht aus dem Alltag boten, lagen brach. Ein dramatischer Einschnitt.

Die einsame Nacht
Doch manche werden im vergangenen Winter bemerkt haben: Auf Spaziergängen oder Joggingrunden allein wird Dunkelheit ganz neu wahrgenommen. Wer bis dahin die Abendstunden für das Beisammensein mit Freunden reserviert hatte, ist auf einmal mit jemand anderem konfrontiert: «Die Nacht zwingt eher dazu, sich Gedanken über sich selbst zu machen», sagt Brunner. Angenehme wie unangenehme.

Eine wahre Nachteule soll Johann Wolfgang von Goethe gewesen sein. Er arbeitete bei Kerzenschein und ging in der Dunkelheit schwimmen. «Ist die Nacht das halbe Leben, und die schönste Hälfte zwar», lässt er seine Philine in «Wilhelm Meisters Lehrjahre» singen.

Wie man die Finsternis erfährt und nutzt, ist von Mensch zu Mensch verschieden, von Kultur zu Kultur. Doch auch diejenigen, die den dunkleren Monaten nicht viel abgewinnen können, haben immerhin einen Lichtblick: Irgendwann wird es auch wieder heller.

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Sport

Schnitzel-Diät wirkt: Zverev gewinnt Turnier in Wien

Alexander Zverev küsst seine Trophäe. Foto: dpa

Wien (dpa) – Sophia Thomalla klatschte lächelnd Beifall, als Alexander Zverev im Konfettiregen die Trophäe für seinen fünften Turniersieg des Jahres knutschte. Gestärkt vom Wiener Schnitzel und beflügelt von seiner neuen Freundin entschied der Tennis-Olympiasieger am Sonntag das Finale in der Wiener Stadthalle gegen den Amerikaner Frances Tiafoe mit 7:5, 6:4 für sich. «Danke, dass du an meiner Seite bist neuerdings. Ich hoffe, das wird nicht das letzte Mal sein, dass wir zusammen eine Trophäe anfassen», sagte Zverev und grinste in Thomallas Richtung.

95 Minuten hatte der 24-Jährige aus Hamburg zuvor für seinen 18. Finaltriumph auf der ATP-Tour benötigt. Damit zog Zverev mit dem früheren Wimbledon-Sieger Michael Stich gleich. Nur Boris Becker hat in der Geschichte des deutschen Herren-Tennis mehr Turniere gewonnen.

Die ungewöhnliche Schnitzel-Diät am Vorabend, die Zverev nach seinem glatten Halbfinal-Erfolg gegen den Spanier Carlos Alcaraz launig angekündigt hatte, schien durchaus zu wirken. «Sophia sagt mir die ganze Zeit, wie kannst du die ganze Zeit so viel Schrott essen und noch so dünn sein? Ja, dafür bewege ich mich halt 18 Stunden am Tag auf dem Platz», hatte Zverev von Frotzeleien mit seiner neuen Partnerin berichtet. Schauspielerin Sophia Thomalla (32) feuerte ihren Sascha auch am Sonntag lautstark aus der Spielerbox an.

Zverev erwischte einen guten Start, brachte Tiafoe unter Druck und holte sich das frühe Break zum 3:1. Doch der 23 Jahre alte Außenseiter konterte beherzt, nahm dem Deutschen seinerseits den Aufschlag ab. Mit seinem emotionalen und teils spektakulären Spiel begeisterte Tiafoe die Zuschauer. Bei Zverev hingegen waren Lockerheit und Dominanz zunächst dahin.

Aber der Weltranglisten-Vierte behielt die Nerven. Vor allem auf seine Aufschlagstärke konnte er sich verlassen. Einen ersten Satzball konnte Zverev noch nicht nutzen, dann profitierte er von einem Fehler der Nummer 49 der Weltrangliste.

Im zweiten Durchgang ließen dann die Kräfte bei Tiafoe etwas nach. Der Amerikaner hatte sich durch die Qualifikation ins Hauptfeld gearbeitet. Im Halbfinale hatte er ein fast schon verlorenes Spiel gegen den Südtiroler Jannik Sinner noch gedreht. Auch im Endspiel rackerte Tiafoe zur Freude der mehr als 8000 Zuschauer, beide Spieler boten eine teils hochkarätige Show.

«Es macht mir einfach nach der Coronazeit wieder Spaß, im vollen Stadion zu spielen, etwas, das ich sehr vermisst habe. Ich brauche die Energie und bin auch auf dem Platz impulsiv», sagte Zverev über die Atmosphäre in der Stadthalle. Seinen Vorteil an Kraft und Klasse nutzte der Hamburger am Ende entschlossen zu seinem sechsten Erfolg im siebten Vergleich mit Tiafoe.

Es war der sechste deutsche Turniersieg in Wien. Zuvor hatten schon Stich, Becker, Philipp Petzschner und zweimal Tommy Haas die Veranstaltung gewonnen. Zverev kassierte einen Scheck über 275 000 Euro. Seine bislang beste Bilanz von fünf Turniersiegen aus dem Jahr 2017 hat er nun bereits egalisiert. In Paris zählt er in dieser Form in den nächsten Tagen gleich wieder zum Kreis der Favoriten. «Es kommen jetzt noch zwei Turniere, da will ich mich auch gut schlagen», sagte Zverev.

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Feuilleton

Verleihung Deutscher Buchpreis 2021

Antje Ravik Strubel, Autorin. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Antje Ravik Strubel, Autorin des Buches „Blaue Frau“, steht auf der Bühne, nachdem sie mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde. Mit dem Deutschen Buchpreis wird der beste deutschsprachige Roman ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 37 500 Euro dotiert. Der Preisträger erhält 25 000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2500 Euro.

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Gesundheit

Augenreizungen können viele Ursachen haben

Augenreizungen können viele Auslöser haben: Manchmal 
steckt auch nur ein Staubkörnchen dahinter. Foto: Christin Klose/dpa


Essen/Köln (dpa) – Das Auge ist rot, es tränt: Deshalb gleich in die Arztpraxis? Nicht unbedingt. Es kann auch ganz harmlos sein.

«Mitunter kommt es vor, dass ein kleines Blutgefäß in der Bindehaut platzt und eine Blutung an der Augenoberfläche auftritt», sagt der Essener Augenarzt Ludger Wollring. Das sieht oft beunruhigend aus, ist aber zumeist harmlos.

Auch ein Staubkörnchen, das ins Auge geraten ist, kann zu einer Rötung der Bindehaut führen. Die lässt aber in aller Regel schnell wieder nach. «Dauern die Beschwerden länger als ein bis zwei Tage an, sollte auf jeden Fall eine augenärztliche Untersuchung Klarheit über die Ursache schaffen», rät Wollring.

Ist die Rötung gefährlich?
Manchmal rühren die Beschwerden daher, dass dem Auge einfach Tränenflüssigkeit fehlt. Die Folge: Die Augenoberfläche ist gereizt und rötet sich. Ein rotes Auge kann aber etwa auch mit einer Allergie oder mit einer Infektion durch Viren oder Bakterien einhergehen.

Entzündet sich die mittlere Augenhaut (Uvea), hat dies ebenfalls oft eine Rötung des Auges zur Folge. «Unbehandelt kann eine solche sogenannte Uveitis zu Sehbehinderung oder im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung führen», sagt Wollring, der Sprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands ist.

Er betont: Nur ein Facharzt oder eine Fachärztin könne mit einer Untersuchung ausloten, ob eine andauernde Rötung des Auges gefährlich ist oder nicht.

Entzündungen an Hornhaut oder Bindehaut
Eine weitere mögliche Erklärung für ein rotes Auge sind eine Bindehaut- oder eine Hornhautentzündung. Eine Bindehautentzündung bringt typischerweise verstärkten Tränenfluss und Juckreiz mit sich.

«Eine Hornhautentzündung ist dagegen oft, aber nicht immer, sehr schmerzhaft», sagt Prof. Philipp Steven vom Zentrum für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln. Bei einer Hornhautentzündung kann es dazu kommen, dass das Sehvermögen mehr oder weniger stark eingeschränkt ist. Weitere mögliche Anzeichen für eine Hornhautentzündung können ein «Brennen» sowie das Gefühl sein, einen Fremdkörper im Auge zu haben.

Wer den Verdacht auf eine Hornhaut- oder eine Bindehautentzündung hat, sollte möglichst rasch die Augen untersuchen lassen.

Vorsicht mit Teebeutel-Selbstbehandlung
Keinesfalls sollten Betroffene die Beschwerden auf eigene Faust bekämpfen. Ein weit verbreitetes Hausmittel, nämlich das Auflegen feuchter Teebeutel mit Kamillenblüten auf geschlossene Augenlider, ist laut Wollring überhaupt nicht ratsam. «Das kann die Beschwerden womöglich verstärken», sagt der Augenarzt. Zudem reagierten manche Patientinnen und Patienten darauf allergisch.

Sind Augenentzündungen ansteckend?

«Das kommt darauf an», sagt Philipp Steven, der auch Mitglied der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) ist. Sind Viren oder Bakterien Auslöser der Binde- oder Hornhautentzündung, dann ist auch ein Ansteckungsrisiko gegeben. Erkrankte sollten peinlich genau auf Hygiene achten und sich beispielsweise nicht die Hände an einem Handtuch abtrocknen, das auch andere nutzen.

«Keine Ansteckungsgefahr besteht, wenn eine Pollenallergie die Ursache für die Entzündung ist», sagt Wollring. Gleiches gilt für eine Uveitis, die etwa im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung auftreten kann – sie ist nicht ansteckend.

Hinweise zur Behandlung
Wie die Augenentzündung behandelt wird, hängt von der Ursache ab. «Harmlose Infekte gehen von allein wieder weg», so Steven. Falls zur Linderung der Beschwerden Augentropfen oder -salben angewendet werden, sollten sie konservierungsmittelfrei sein. Der Grund: «Bei Konservierungsmitteln besteht die Gefahr, dass sie das Auge schädigen.»

Cortisonhaltige Präparate zur Behandlung von Augenentzündungen sollten möglichst nicht zum Zuge kommen. Cortison kann bei einer längeren Einnahme zu einem Anstieg des Augeninnendrucks führen mit dem Risiko, dass der Sehnerv Schaden davon trägt. Bei gravierenden Entzündungen können gegebenenfalls auch Antibiotika helfen.

Die Dauer der Beschwerden hängt ebenfalls vom Auslöser ab, jedoch auch von der Behandlung. Ein bakterieller Infekt dauere im Schnitt oft zwischen drei und fünf Tagen, ein viraler Infekt mehrere Wochen und länger, sagt Steven. Steckt eine Allergie hinter der Entzündung, können Wochen bis Monate vergehen, bis alles ausgeheilt ist.

Bildschirmarbeit lieber drosseln
Gegebenenfalls muss man tägliche Routinen zugunsten der Heilung etwas anpassen. Bildschirmarbeit zum Beispiel könne ein Austrocknen der Augenoberfläche begünstigen und die Entzündung eher verstärken, so Wollring. Daher sollte man sie wohl dosieren, ebenso wie andere Tätigkeiten, die die Augen beanspruchen – etwa Lesen.

Und sonst? «Gegen einen Spaziergang oder lockeres Joggen an der frischen Luft spricht in den meisten Fällen wenig», sagt Wollring. Ein Besuch im Schwimmbad oder in der Sauna, wo das Risiko besteht, dass neue Keime ins Auge geraten können, ist weniger ratsam.

Infektiöse Binde- und Hornhautentzündungen lassen sich mit konsequenter Hygiene oftmals von vornherein verhindern. Also: Regelmäßig und gründlich die Hände waschen und sich möglichst selten ins Auge fassen – schon gar nicht mit ungewaschenen Händen. Steven betont: «Vor allem für Kontaktlinsen-Träger ist penible Hygiene ungeheuer wichtig.»

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Reise

Oberpfalz: In Regensburg spielt der Trend in die Tradition

Regensburg ist die einzige erhaltene mittelalterliche Großstadt 
in Deutschland.    Foto: Armin Weigel/dpa

Von Karin Willen
Regensburg (dpa) – Seit Andreas Meier im Lockdown erlebt hat, mit welchem Vergnügen sein 14-jähriger Sohn Sauerkraut stampfte statt die Schulbank zu drücken, scheint die Zukunft für den Nachwuchs unter Dach und Fach. Freude an der handwerklichen Tradition ist für den Vater die beste Voraussetzung, um eine gastronomische Institution in Regensburg zu übernehmen: das Wirtshaus Wurstkuchel.

In Regensburgs historischem Stadtkern gibt es viele Familienunternehmen, die sich auf das Handgemachte und nachhaltig Produzierte verstehen. Man findet sie in engen Gassen zwischen Patrizierhäusern und Kapellen aus allen Kunstepochen des Mittelalters. Hier bewegt man sich ganz selbstverständlich zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ohne ins Altbackene oder Hippe auszuschlagen oder das verstaubte Museale zu pflegen.

Das sehen jedoch nicht alle Einheimischen so. Einigen ist die moderne Architektur des 2019 am Donauufer eröffnetenHauses der Bayerischen Geschichte ein Dorn im Auge. Doch Stephanie Birnthaler empfiehlt ihren Gästen hierzu den Besuch im regionalgeschichtlichen Museum. «Spätestens drinnen werden Sie sehen, dass der Bau kein Monster oder Klotz ist, wie manche sagen», sagt sie. Mit ihrem Mann betreibt sie in der Altstadt die Hotels «Goliath» und «David».

Beide sind Freunde einer gepflegten Einrichtung hinter historischen Mauern. Im «Hotel David» bei der Steinernen Brücke ist das so gut gelungen, dass die Besitzer des Gebäudes die Denkmalschutzmedaille 2020 des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erhalten haben.

Die im 16. Jahrhundert in ein Wohnhaus umgebaute romanische Kapelle wurde behutsam und detailgetreu restauriert, so dass Gäste auf modernen Komfort nicht verzichten müssen. Zugleich wird ihnen die Stein gewordene Geschichte nicht vorenthalten.

Feine Bürsten und
Lederwaren

Abgesehen vom modernen Haus der Bayerischen Geschichte, dessen vielkritisierte Keramikfassade etliche Fachleute übrigens eine gelungene Einordnung ins gewachsene Stadtbild nennen, hält sich der Wandel in der Altstadt in Grenzen. «Dafür sorgt schon das strenge Denkmalamt», sagt Stephanie Birnthaler anerkennend.

Zwar werden heute in den Räumen eines ehemaligen Kolonialwarenladens Tattoos gestochen. Das geht in Regensburg aber ohne grelle Werbung. Die Manufaktur Bürsten Ernst konnte dagegen die Stellung halten. Sie ist mittlerweile der letzte Laden seiner Art in der Domstadt. Und hat das Sortiment um naturnahe Pflegeprodukte erweitert.

Ein paar Gassen weiter bietet das Start-up Thann Leder handgefertigtes und pflanzlich gegerbtes Leder von Biorindern im kleinen Werkstattladen. Jonas Mumm, einer der beiden engagierten Lederhandwerker, ist studierter Architekt. Doch zog es ihn mehr zu gradlinigen, handgemachten Dingen des täglichen Lebens.

Pralinengenuss und Hutmacherkünste
Der Wochenmarkt am Dom mit regionalen Produkten ist samstags gleichermaßen Treffpunkt wie Besuchermagnet. Wenn man sich auf dem Markt nicht über den Weg läuft, begegnet man sich im Café.
Da ist zum Beispiel das Café Goldenes Kreuz am Haidplatz, das schon im 16. Jahrhundert als Gasthof diente. Oder das Café Prinzess, eines der ersten Kaffeehäuser Deutschlands, das bereits im 17. Jahrhundert die Fürsten und Gesandten des Immerwährenden Reichstags des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bewirtete. Dort gibt es heute unter anderem handgemachte Pralinen zu kaufen.

Ein paar Schritte weiter modelliert die Manufaktur Hutkönig gegenüber dem Dom seit 1875 per Hand Hüte – mit Kraft und Können und heißem Dampf. Trachtenhüte und ausgefallene Kreationen gleichermaßen. «Ich bringe alle unter einen Hut», kalauert Hutmacher und Andreas Nuslan. Er arbeitet in vierter Generation am selben Platz und macht sich auch international für das fast ausgestorbene Handwerk stark.

Warum gelingt ausgerechnet hier am nördlichsten Punkt der Donau und an den Mündungen von Regen und Naab der Spagat zwischen den Zeiten?

Vielleicht, weil hier seit alters viele vorbeikommen und mit einer Mischung aus Fleiß, Eigensinn und Originalität einen Platz zum Bleiben finden. Schon in der Steinzeit wurde der Regensburger Donaubogen besiedelt. Die Römer kamen, etliche blieben. Böhmer stießen dazu und mischten sich mit denen, die schon da waren.

Der Wanderprediger und später heiliggesprochene Wolfgang kam, gründete die Regensburger Domspatzen und blieb. Thurn und Taxis siedelten aus Frankfurt über, um des Kaisers Post effektiv besorgen zu können – und blieben. Was in Regensburg bedeutet, sich mit Respekt vor der Tradition ins städtische Leben einzuordnen.

Viel Geschichte in den Steinen
Als Andreas Meiers Vorfahren dem Stadtkämmerer 1808 die Wurstkuchl abkauften, war das kleine Gebäude an der alten Stadtmauer schon 700 Jahre alt. Zwischen 1135 und 1146 diente es als Baubüro der Steinernen Brücke, die als Hauptwerk der mittelalterlichen Brückenbaukunst gilt. Dann wurde das geduckte Häuschen eine Garküche für Hafenarbeiter, später auch für die Steinmetze des Doms. Die Arbeit ging nie aus. Denn der Hafen, in dem heute Museumsschiffe dümpeln, war lange Zeit ein wichtiger Umschlagplatz etwa für Salz.

Heute folgen Touristen dem Duft der «ältesten Bratwurststube der Welt», wie Meier sein Geschäft gerichtsbestätigt nennen darf. Am Hauptprodukt hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert: frische, hausgemachte Würstchen aus purem Hinterschinken vom offenen Holzkohlengrill mit Kraut aus dem eigenen Gärkeller mit ebenfalls hausgemachtem süßen Senf. Eine größere Gaststätte ist gleich nebenan im historischen Salzstadel hinzugekommen, in dem auch das Besucherzentrum Welterbe untergebracht wurde.

So bleibt die Zeit auch in Regensburg nicht stehen, und mancher Trend ist gekommen, um zu bleiben und irgendwann Normalität zu werden. Den Anteil an Gemüse und Salat zum Beispiel hat Andreas Meier der Nachfrage entsprechend vergrößert. Bei seinen «Sechs auf Kraut» ist allerdings alles beim Alten geblieben.

Info-Kasten: Regensburg
Orientierung: Die Regensburg Tourismus GmbH ist am Rathausplatz in der Altstadt zu finden, die seit 2006 zum Unesco-Kulturerbe gehört. Das Besucherzentrum Welterbe ist im Salzstadel an der Steinernen Brücke untergebracht (Weisse-Lamm-Gasse 1). Der frühere Umschlagplatz des Salzhandels ist eines von Tausend denkmalgeschützten Gebäuden der Stadt und bietet heute anschauliche Informationen vom Römerlager bis zur modernen Stadt. Der Eintritt ist kostenlos.
http://www.tourismus.regensburg.de

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In Watte gepackt: Was steckt hinter dem Padding-Trend?

Im Handel gehen schon jetzt dick wattierte Jacken, Westen, Capes und Overshirts über den Ladentisch, die sich so richtig kuschelig und warm anfühlen. Der Trend hat einen Namen: Padding. Foto: dpa

Von Simone Andrea Mayer
Frankfurt/Köln (dpa) – Konnten Sie auch nicht daran vorbeigehen? Im Handel gehen schon jetzt dick wattierte Jacken, Westen, Capes und Overshirts über den Ladentisch, die sich so richtig kuschelig und warm anfühlen. Der Trend hat einen Namen: Padding.

Das Interesse an diesen Stücken habe sich zum Teil schon im Rahmen der Modeschauen für die Herbst- und Wintersaison 2021/22 abgezeichnet, berichtet die Zeitschrift «Textilwirtschaft» (Ausgabe 34/2021). Nun habe der Trend aber so richtig an Fahrt aufgenommen.

Knielange Westen und Jacken mit halben Ärmeln
Bekanntestes Padding-Beispiel ist die Daunenjacke – jetzt teils mit nur halblangen Armen. Aktuell angesagt sind aber auch die ärmellosen, dafür aber oft oberschenkel- oder gar knielangen Stepp-Westen, gerne mit hohem Kragen. Mit diesen warmen Elementen «ist man auf der sicheren Seite», beschreibt etwa H&M die eigene Westenkollektion, die natürlich auch wattierte Stücke enthält. «Aber manchmal möchte man den Look ohne die Ärmel.» Denn: Dann sieht man, welcher Style sich darunter verbirgt.

Und da findet sich oft ein Stilbruch. Die Hersteller zeigen auf ihren Kollektionsbildern etwa zarte Blumenkleider zu dicken knielangen Watte-Westen oder gar kurzen Hosen. Laut dem Deutschen Mode-Institut werden auch grobe Strick-Stücke gern dazu getragen.

Breite Gürtel betonen die Taille – das muss aber nicht sein, schaut man sich die Herstellerideen an. Denn dort wird tatsächlich eher die Weite der Stücke betont: unten drunter eng Anliegendes, oben drüber eine offen getragene Weste.

Mancher Hersteller denkt die Idee weiter: Reserved zum Beispiel hat eine lange Weste im Programm, die sich bei Bedarf auch als Schlafsack nutzen lässt.

Trends kombinieren – das Layering
Die wattierten Stücke und die Stilbruch-Kombinationen sind Teil eines größeren Trends: dem Layering, das schon ein paar Saisons über angesagt ist. Nicht zuletzt, weil der gute alte Zwiebellook gerade an Übergangstagen im Herbst und zum Winterende hin praktisch ist. Aber auch an kalten Tagen die Möglichkeit bietet, ebenso feine und leichte Kleider oder auch kurze Hosen zu tragen.

Und die gesteppten Stücke sind zum Teil auch gelebte Sehnsucht. «Weite, hochgeschlossene Puffer bieten viel Schutz in einer scheinbar aus den Fugen geratenen Welt», erklärt das Deutsche Mode-Institut den Trend. Sie bedienen also den Wunsch nach Gemütlichkeit und Sicherheit, nach einem Einmummeln und Einigeln, das uns in schwierigen Zeiten so guttut.

Naturtöne – und strahlendes Gelb
Was für Herbst und Winter außerdem dazu gehört: trittsicheres Schuhwerk. «Voluminöse Puffermäntel und klobige Boots stehen für maximale Protektion», so das Mode-Institut.

Damit kann man gut durch den Alltag und die Natur wandern, denn dahin zieht es uns im Winter sicher auch wieder – raus aus den Wohnungen, raus aus den Beschränkungen, rein in den Wald und über die Wiesen. Auch so ein pandemiebedingter Trend. Das spiegeln die aktuell angesagten Farben wieder: viele Braun- und Beigetöne, Gelb oder Wollweiß – oft in Kombination mit Schwarz.

Aber: «Neben einem Ausflug in die Natur und Nostalgie gibt es eine starke Sehnsucht nach intensiven Farben, nach Sichtbarkeit», analysiert das Mode-Institut.

«Denn nach Monaten der Zurückhaltung wächst die Lust, endlich wieder Gelegenheiten und Anlässe zu haben, sich zu treffen und zu zeigen, Spaß zu haben – beim Erlebnis wie an der Mode selbst.»

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Aus Allen Staaten

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WOCHENPOST-Wortschatz

Selected Articles with helpful translations for those less comfortable with the German language

Ab 31. Oktober gilt die Winterzeit

Die Uhr wird um eine Stunde zurückgestellt. Worauf Sie vorher und nachher achten sollten.

Eine Stunde geschenkt! Foto: dpa

Berlin/München. (dpa) Das Smartphone macht es in der Regel von allein, beim analogen Wecker auf dem Nachtschrank müssen Sie vielleicht nachhelfen: Alle halbe Jahre steht die Zeitumstellung an.
Am 31. Oktober (kurz vor WP-Redaktionsschluss) wird aus 3 Uhr morgens 2 Uhr morgens. Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt. Der Sonntag hat damit also 25 Stunden und es wird morgens früher hell, abends aber auch eher dunkel.


Und was muss man sonst so beachten?

Zunächst einmal: Die Umstellung auf die Winterzeit ist entspannter als das Drehen an der Uhr im Frühjahr. Der Grund: „Die sogenannte Winterzeit entspricht auch mehr unserer inneren Uhr als die sogenannte Sommerzeit“, sagt der Schlafmediziner Alfred Wiater. Außerdem kann man eine Stunde länger schlafen. Auch nicht schlecht.

Generell sind Beeinträchtigungen durch Zeitumstellungen im Frühjahr und Herbst laut Wiater vergleichbar mit einem Mini-Jetlag. Der 24-Stunden-Rhythmus komme durcheinander, was sich nicht nur auf das Schlaf-Wach-Verhalten, sondern auch auf die Stimmung, Konzentration, Aufmerksamkeit und vegetativen Funktionen auswirkt.

Besonders betroffen: Eltern mit kleinen Kindern
„Die Umstellung ist besonders störend für Säuglinge, die gerade einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus gefunden haben“, sagt Wiater. Sie werden dadurch empfindlich gestört. Im späteren Kindesalter seien die Beeinträchtigungen vergleichbar mit denen Erwachsener. Sie halten in der Regel bis zu einer Woche an, selten länger.

Eine langsame Umgewöhnung kann Eltern und Kindern die Zeitumstellung am 31. Oktober erleichtern. „Einfach sukzessive etwas später zu Bett gehen“, rät der Schlafmediziner.

Haustiere rechtzeitig umgewöhnen

Ändert sich der Rhythmus des Menschen, dann betrifft das meist auch die geliebten Vierbeiner im Haushalt. Im Frühjahr gibt es das Essen etwas eher, das ist oft kein Problem. Im Herbst dauert es allerdings über Nacht eine Stunde länger, bis der Napf gefüllt wird.

„Gerade Tiere mit ausgeprägter innerer Uhr sind davon betroffen“, sagt Sarah Ross von der Tierschutzstiftung Vier Pfoten. Das kann auch für die Halter belastend werden, weil Hunde unruhig und regelrecht nörgelig werden können. Katzen reagieren ähnlich, sie maunzen dann rum und versuchen mit allen Tricks auf sich aufmerksam zu machen.

Wer sein Haustier rechtzeitig auf die Zeitumstellung vorbereitet, erspart sich das. Bereits einige Tage zuvor beginnt man dabei die Futterzeit, das Gassigehen und das Nickerchen danach täglich um einige Minuten zu verzögern.

„Ist etwa noch eine Woche Zeit, sind alle Mahlzeiten Tag für Tag jeweils rund 10 Minuten später dran“, sagt Ross. Gerade für Haustiere, die wie zum Beispiel Diabetiker zu festen Zeiten Medikamente bekommen, sei die langsame Umstellung sinnvoll.

Neue Hunde- oder Katzenbesitzer, die die innere Uhr ihres Lieblings noch nicht auf dem Schirm und die minutenweise Verzögerung verpasst haben, müssten ein paar Tage mit einem nörgeligen Tier leben.

Vorsicht auf den Straßen: Dämmerung in der Hauptverkehrszeit
Auch für Autofahrer spielt die Zeitumstellung eine Rolle. Denn die Dämmerungszeiten fallen nun zunächst in die Hauptverkehrszeiten. Also heißt es speziell in den frühen Morgen- und in den Abendstunden: Tempo runter, Straßenränder im Blick halten und bremsbereit sein.

Besonders auf Routen durch den Wald oder an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern ist die Wahrscheinlichkeit von Wildwechseln hoch, so der ADAC. Entsprechende Schilder kennzeichnen solche Bereiche oft.

Jedes km/h weniger kann sich hier auszahlen. Wer etwa statt mit Tempo 100 nur 80 km/h fährt, reduziert den Bremsweg um fast 25 Meter. So kommt man vielleicht rechtzeitig zum Stehen oder verringert die Aufprallgeschwindigkeit. Denn nicht nur den Tieren droht Gefahr. Auch die Insassen können schwere bis tödliche Verletzungen erleiden.

Wer Tiere am Rand ausmacht, sollte laut ADAC und der Naturschutzorganisation Nabu kontrolliert abbremsen und abblenden. Grelle Scheinwerfer können Tiere erstarren und orientierungslos werden lassen. Hupen kann sie verscheuchen. Aber Achtung: Immer mit Nachzüglern rechnen, die panisch die Fahrbahn queren können. Deshalb immer nur langsam und vorsichtig wieder anfahren.

Unkontrollierte Ausweichmanöver sollte man nie starten. Das könnte den Gegenverkehr gefährden oder schnell am nächsten Baum enden, so der ADAC. Lässt sich ein Aufprall nicht vermeiden, hält man das Lenkrad fest, bleibt in der Spur und macht eine Notbremsung.

Wildunfall: Es hat geknallt – was muss ich nun tun?
Nach einer Kollision heißt es: Ruhe bewahren, Warnblinker an, Warnweste überstreifen und die Unfallstelle absichern. Das gilt auch, wenn das verletzte Tier noch flüchten konnte. Sind Menschen verletzt, die 112 wählen und Erste Hilfe leisten.

Solange man auf Polizei oder Jäger wartet, kann das tote Tier an den Rand der Fahrbahn gezogen werden, um Folgeunfälle zu vermeiden. Dabei immer Handschuhe tragen, um sich vor möglichen Parasiten oder Krankheiten zu schützen. Verletzte Tiere sollte man wiederum nie anfassen und sich fernhalten, da sie unkontrolliert reagieren können.

Warum steigt die Gefahr für Wildunfälle im Herbst?
Der Herbst markiert für viele wilde Tiere die Jahreszeit, in der die im Frühjahr zur Welt gekommenen Jungtiere selbst auf Wanderschaft gehen, heißt es vom Nabu. Es sei auch die Zeit der Nahrungssuche vor dem Winter. Laut dem Deutschen Jagdverband (DJV) sind Rehe an jedem zweiten Wildunfall beteiligt, kleinere Tiere wie Feldhasen und Marder bei jedem fünften. Aber auch Wildschweine und Hirsche sind unterwegs.

Der Nabu weist darauf hin, dass im Osten Deutschlands auch Elche auftauchen können, die aus Polen bevorzugt entlang der Fließgewässer nach Brandenburg einwandern. Solche großen Tiere mit hohen Beinen sind besonders gefährlich, da der Oberkörper auf die Motorhaube oder Windschutzscheibe katapultiert werden könne.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

Winterzeit – standard time
entspricht – corresponds
Sommerzeit – daylight savings time
Beeinträchtigungen – impairments
Verhalten – behavior
Aufmerksamkeit – attention
auswirkt – effects
störend – disruptive
Säuglinge – nursing babies
empfindlich – susceptible
betrifft – concerned
Napf – food bowl
ausgeprägter – pronounced
maunzen – mewl
erspart – spares
Gassigehen – letting the dog out
Nickerchen – nap
verzögern – delay
nörgeligen – nagging
Dämmerungszeiten – dawn and dusk
Straßenränder – roadside; curb
Bereiche – areas
verringert – reduced
Aufprallgeschwindigkeit – impact speed
erleiden – suffer
Scheinwerfer – headlights
erstarren – freeze
verscheuchen – scare away
abblenden – dim the headlights
Ausweichmanöver – avoidance manovers
Ruhe bewahren – keep calm
absichern – make safe
leisten – provide
anfassen – take hold of
vermeiden – prevent
Wanderschaft – traveling
Marder – martens
Hirsche – stags
auftauchen – pop up
bevorzugt – favor

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

*Note: Previous selections can be found in the Archives section of the site.*