08. December 2018 Selected Articles

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Aus Aller Welt

ARCHIV – 17.03.2015, Schleswig-Holstein, Eekholt: ILLUSTRATION†- Zwei Wˆlfe stehen im Wildpark Eekholt im Gehege. Erstmals hat ein Wolf offenbar in Niedersachsen einen Menschen angegriffen und verletzt. Foto: Carsten Rehder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

MöglicherWolfsangriff auf einen Mann wird mit Hochdruck untersucht

Seit Ende der 90er Jahre verbreiten sich die Wölfe wieder in Deutschland. Naturschützer freün sich, doch nicht nur bei Tierhaltern mehren sich kritische Stimmen. Jetzt könnte es zum ersten Angriff auf einen Menschen gekommen sein – die Experten sind gefragt.

Steinfeld (dpa) – Den möglicherweise ersten Angriff eines Wolfes auf einen Menschen in Deutschland seit Rückkehr der Tiere untersucht das niedersächsische Umweltministerium mit Hochdruck. Die genommenen Proben seien am Donnerstag per Kurier an das Senckenberg-Institut im hessischen Gelnhausen geschickt worden, sagte eine Sprecherin in Hannover. Der Biss in die Hand eines Mannes im niedersächsischen Steinfeld wäre nach Angaben des Ministeriums der erste gesicherte Fall, bei dem ein Mensch seit Rückkehr der Wölfe in Deutschland durch die Raubtiere zu Schaden kam.

“Wir hoffen, dass es gelingt, verwertbares Material aus den sichergestellten Gegenständen zu isolieren und dann auszuwerten”, sagte die Ministeriumssprecherin. Das Institut wolle das Ergebnis so schnell wie möglich vorlegen, vermutlich Mitte kommender Woche.

Der Gemeindearbeiter hatte nach eigenen Angaben am Dienstag kniend am Zaun einer Grünanlage an einem Friedhof gearbeitet, wie die Polizei berichtete. Als er nach hinten griff, sei seine Hand plötzlich festgehalten worden. Er sah sich um und sah das Tier, das zugeschnappt hatte. Drei weitere Wölfe hätten die Aktion mit etwas Abstand beobachtet. Dann habe er sich mit Hilfe eines Hammers befreien und die Tiere vertreiben können. Drei sollen grau gewesen sein, eines dunkel, hiess es aus dem Ministerium. Am Mittwoch liess der Mann die Hand verarzten.

Umgehend wurden daraufhin laut Umweltministerium zwei Mitarbeiterinnen des Wolfsbüros nach Steinfeld geschickt. Ausser tierischen Haarproben wurden der Pullover des Mannes und der Hammer sichergestellt. Sollte es sich tatsächlich um einen Wolfsbiss handeln, müsste das Tier umgehend getötet werden, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD).

“Wir müssen die genetischen Untersuchungen abwarten”, betonte Wolfsexperte Frank Fass, Leiter des Wolfcenters Dörverden mit drei Rudeln. “Ein dunkler Wolf – das lässt mich skeptisch sein”, erklärte er. “Bei uns sind wildlebende Wölfe grau. Aber sollte es tatsächlich ein Wolf gewesen sein, dann muss angemessen reagiert werden.”

Der Wolf ist in Deutschland streng geschützt. Ein einzelnes Tier darf nur getötet werden, wenn von ihm entweder eine Gefahr für den Menschen ausgeht oder wenn grosser wirtschaftlicher Schaden zu erwarten ist. Eine von Niedersachsen im Bundesrat angeschobene Initiative soll deutschlandweit klare Regeln bringen. So soll der Bund etwa prüfen, wie weit sich Wölfe menschlichen Einrichtungen nähern dürfen. Auch die Möglichkeit, wolfsfreie Bereiche zu definieren, steht auf der Agenda. In Niedersachsen war mit dem von Naturschützern Kurti genannten MT6 im April 2016 erstmals seit der Rückkehr der graün Jäger legal ein Problemwolf geschossen worden.

Niedersachsen gehört zu den drei Bundesländern mit den meisten Wölfen. In der Auswertung für 2017/2018 seien bundesweit 73 Rudel und damit 13 mehr als im Vorjahreszeitraum bestätigt, hatte das Bundesamt für Naturschutz in der vergangenen Woche mitgeteilt.

Im Januar 2016 gab es Berichte über einen angeblich von einem Wolf an der Hand leicht verletzten Jogger im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg. Der Mann hatte am ersten Weihnachtsfeiertag im Gartower Forst einen Riss im Daumen davongetragen. Das Umweltministerium in Hannover äusserte damals anschliessend allerdings erhebliche Zweifel, dass die Verletzung tatsächlich auf einen Wolf zurückzuführen sei.

Ungelöst scheint bis auf Weiteres ein Fall aus Griechenland vom vergangenen November. Dort war im Nordosten des Landes eine 62 Jahre alte britische Touristin tot aufgefunden worden, die allem Anschein nach von wilden Tieren zerfleischt worden war. Ob es Wölfe oder aber verwilderte Hunde waren, sei nach wie vor nicht sicher, sagte der zuständige Gerichtsmediziner der dpa am Donnerstag.

InEuropa gab es nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Todesfälle durch Wölfe, wieNabu-Expertin Marie Neuwald bestätigte. “Nach einer norwegischen Studiewurden in Europa zwischen 1950 und 2000 neun Menschen von Wölfen getötet”,sagte sie. “Fünf der Wölfe waren tollwütig, die anderen vier warenwahrscheinlich zuvor angefüttert worden.” Die Sicherheit des Menschen habeoberste Priorität. “Seit der Rückkehr der Tiere ist uns aus Deutschlandkeine einzige gefährliche Situation bekannt”, betonte sie. “Sollte esaber diesmal ein Wolf gewesen sein, dann muss umgehend gehandelt werden.”

Sport

dpatopbilder – 02.12.2018, USA, Beaver Creek: Ski alpin: Weltcup, Riesenslalom, Herren, 2. Durchgang: Stefan Luitz aus Deutschland jubelt ¸ber seinen ersten Platz. Foto: Nathan Bilow/FR37383 AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Dressenraus, Rebensburg und Luitz stark: Irres Ski-Wochenende für DSV

Beaver Creek/München (dpa) – Thomas Dressen beeindruckte nach seinem Saison-Aus mit seinem pragmatischen Optimismus, Stefan Luitz wenige Stunden später mit dem ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere. Gut eine Stunde nach dem dritten Platz von Viktoria Rebensburg im Super-G von Lake Louise raste Luitz beim Comeback-Rennen in seiner Paradedisziplin Riesenslalom am Sonntag sensationell auf den ersten Platz – fast ein Jahr, nachdem er sich wie nun auch Dressen das Kreuzband gerissen hatte.

“Das ist unglaublich”, stammelte Luitz im Ziel, “verrückt”. Nach seinem Coup hatte sich der 26-Jährige strahlend in den Schnee fallen lassen, alle Viere von sich gestreckt und dann die Glückwünsche der Kollegen angenommen. Luitz, der im Slalom von Levi schon gestartet war, ist nun der 14. Deutsche, der im Weltcup mindestens einen Sieg erringen konnte. Nummer 13 war Dressen im Januar bei seinem Sieg in Kitzbühel.

Als der Oberbayer am Sonntag auf Krücken und mit dicker Schiene um das kaputte Gelenk durch den Münchner Flughafen humpelte, ging sein Blick bereits in die Zukunft. “Ich schaü jetzt schon wieder nach vorne, ich bin noch nicht so alt”, sagte der 25-Jährige und hatte sogar ein Lächeln in dem von kleinen Schrammen gezeichneten Gesicht. 40 Stunden nach dem Sturz und nach einem langen Flug aus Denver hatte seine Reha zumindest mental schon begonnen.

Dressen war schon auf dem Heimflug LH 481 und holte sich von seinem Platznachbarn, dem österreichischen Ski-Routinier Hannes Reichelt, Tipps für die Zeit nach einer so schweren Kreuzband-Verletzung, da hatte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier bereits die Tragweite des Ausfalls seines Kitzbühel-Siegers illustriert. “Eine Saison wie letztes Jahr, das können wir jetzt nicht mehr wiederholen”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. “Das ist schon fast wie ein Fluch, der auf dieser alpinen deutschen Mannschaft liegt. Das ist unglaublich, unfassbar.” Kaum ein Saison-Aus hätte den DSV härter treffen können – der starke Sonntag von Rebensburg und Luitz war ein schöner Trost.

Als Dressen am Freitag vor Schmerzen schreiend am Fangzaun lag, war die Schwere der Verletzung schon zu erahnen. Das vordere Kreuzband im rechten Knie war gerissen, die linke Schulter kugelte er sich selbst noch im Schnee liegend wieder ein. Der Verdacht, dass auch das hintere Kreuzband gerissen sei, bestätigte sich bei einer ersten Untersuchung am Sonntag in München nicht. Es war jedoch zunächst nicht auszuschliessen, dass noch andere Verletzungen vorlagen. Vom Flughafen ging es direkt in die Orthopädische Klinik München. “Es ist Scheisse gelaufen. Da kann man nichts mehr ändern. Mir wäre es auch lieber, wenn es anders wäre.”

Statt Rennen und Siegerehrungen stehen vorerst Operationen und Reha-Massnahmen an. Dressen hoffte, dass noch am Sonntag ein erster Eingriff möglich sei. “Ich habe eine Tasche so gepackt, dass ich gleich einmal ein Zeit da bleiben kann”, erzählte er grinsend.

Für Dressen ist es die erste schwere Verletzung seiner Karriere. “Der Thomas ist ein super Bursch’. In diesem Moment, da er sich verletzt hat, zeigt er sehr, sehr viel Grösse”, sagte Herren-Cheftrainer Mathias Berthold in den USA. “Die mentale Einstellung wird ihm sicherlich helfen, über diese Verletzung hinwegzukommen.”

Für Berthold und seine Trainerkollegen geht es nun darum, nicht nur die eigene Enttäuschung zu verarbeiten, sondern auch den Rest des Speedteams wieder in die Spur zu bekommen. Denn nach dem guten 13. Platz von Josef Ferstl in der Abfahrt am Freitag war im Super-G tags darauf ein 30. Platz die beste Ausbeute. Alle anderen verpassten die Punkteränge. “Wenn du nur einen Punkt holst, dann ist das zu wenig. Das ist nur durch die Gesamtsituation zu entschuldigen”, sagte Maier.

Ohneden Kitzbühel-Champion fehlt dem Team die Spitze. “Du hast jetzt keinenautomatischen Top-Fünf-Kandidaten mehr”, analysierte Maier mit Blick aufsein Speedteam. “Mit dem Dressen, das ist ja schon fast wie mit dem(Marcel) Hirscher. Der gewinnt zwar immer, aber bei Thomas weisst du zumindest,du bist immer bei den besten Zehn dabei.” Diese Sicherheit fehlt nun – undprompt war das Team so schwach wie zuletzt vor mehr als dreieinhalb Jahren.Kleiner Trost: Die nächsten Speedrennen sind inGröden. Dort holte Josef Ferstl vergangenen Winter seinen ersten Weltcup-Sieg.Und Kira Weidle mit ihrem ersten Podestplatz in der Abfahrt am Freitag sowieRebensburg und Luitz sind für weiter Spitzenplätze im WM-Winter gut.

Feuilleton

23.11.2018, Frankreich, Paris: Eine Besucherin geht an einer T¸r aus dem 19. Jahrhundert vorbei, die aus dem Kˆnigspalast von Glele aus dem Dahomey-Kˆnigreich im heutigen Benin stammt. Frankreichs Pr‰sident hat die R¸ckgabe afrikanischer Kolonialkunst gefordert. Ein Bericht zweier Experten schl‰gt jetzt vor, wie vorgegangen werden kann. Viele bef¸rchten ein Ausbluten der Museen in Frankreich. (zu dpa: ´R¸ckgabe afrikanischer Kunst – Sorge um Frankreichs Sammlungenª vom 23.11.2018) Foto: Michel Euler/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Frankreichgibt 26 Kunstwerke an Benin zurück

Paris (dpa) – Frankreich gibt 26 Werke an den westafrikanischen Staat Benin zurück. Den Entschluss traf der französische Staatschef Emmanuel Macron, nachdem ihm der Kolonialismus-Bericht der beiden Experten Bénédicte Savoy und Felwine Sarr am Freitag vorgelegt wurde. Die Rückgabe solle unverzüglich erfolgen, wie der Elysée-Palast mitteilte. Bei den Werken handelt es sich um Artefakte, die die französische Armee nach den blutigen Kämpfen im Jahr 1892 im Zuge der Eroberung des Landes nach Frankreich gebracht hat. Benin hatte die Rueckgabe der Werke schon seit langem gefordert. Seine im Juli 2016 gestellte Forderung wurde nur wenige Monate später mit einem «Nein» quittiert.

In der Mitteilung hiess es weiter, dass Macron in Paris im ersten Trimester 2019 alle afrikanischen und europäischen Partner vereinen wolle, um einen Rahmen für eine Politk des Austausches von Kunstwerken zu bestimmen.

Den jetztvorgelegten Bericht hatte Macron im März 2018 bei der französischenKunsthistorikern und dem senegalesischen Ökonom in Auftrag gegeben. Darinempfehlen die Autoren, praktisch alle aus der Kolonialzeit stammendenKunstwerke in die afrikanischen Herkunftsländer zurückzugeben. LautSchätzungen sollen sich rund 70 000 Artefakte aus dem Afrika südlich der Saharain den Sammlungen des Pariser Musée Quai Branly befinden, mehr als 17 000 inrund 100 weiteren Museen.

Gesundheit

Abfünf Jahren können Kinder ein Instrument lernen

Hamburg (dpa) –  ObKlarinette oder Klavier – viele Eltern wünschen sich, dass ihr Kind einInstrument lernt. Doch Musizieren sollte freiwillig und ohne Druck geschehen.Darauf weist die Zeitschrift „Eltern family“ (Ausgabe 12/2018) hin. Hat einKind seine Liebe zu einem Instrument entdeckt, etwa während einer musikalischenFrüherziehung an einer Musikschule, sollte danach keine Pause entstehen. Dennsonst kann die Musik wieder in den Hintergrund treten. Mit dem Erlernen könnensie schon in einem Alter von fünf, sechs Jahren beginnen. Allerdings warnt dieZeitschrift, zeitgleich mit der Einschulung ein Instrument anzufangen: Daskönne das Kind überfordern. Besser sei es, schon vorher zu beginnen oder einhalbes Jahr später. Geübt werden sollte immer zu einer festen Zeit in einembestimmten Zimmer, ohne dass das Kind von Geschwistern oder Besuch gestörtwird. Dabei sollten Eltern ihren kleinen Musikern eine positive Rückmeldunggeben – etwa mit den Worten „Das ist eine lustige Melodie“ und nicht Kritiknach dem Motto „Das spielst du immer falsch“

Reise

Parisverbietet 2019 aeltere
Dieselin der Stadt

Paris(dpa) – Im Grossraum Paris dürfenab Mitte 2019 keine alten Diesel-Fahrzeuge mehr fahren – die Bürgermeisterinhat dieses Verbot begrüßt: “Das sind gute Nachrichten für die Gesundheitaller Bewohner“, sagte Anne Hidalgo der Zeitung “Le Parisien“. DieEntscheidung sei “ein Sieg für die Bürger“. Die Stadt hatte Mitte Novemberbeschlossen, dass Diesel-Fahrzeuge, die vor 2001 registriert wurden, nicht mehrim Grossraum Paris fahren dürfen. Konkret geht es bei der Entscheidung derMétropole du Grand Paris um das Gebiet, das von der Autoroute 86 eingeschlossenist. Der äussere Autobahnring umschliesst die Stadt Paris und den Kranzetlicher Vororte. Das Verbot soll im Juli 2019 in Kraft treten. In derfranzösischen Hauptstadt sind die Regelungen im Kampf gegen Abgase bereits sehrstreng. Im vergangenen Jahr waren Schadstoff-Plaketten für Autos verpflichtendgeworden. Dieselautos mit Erstzulassung vor 2001 und Benziner mit Baujahr vor1997 dürfen seitdem in der Woche tagsüber nicht mehr überall fahren. DieRegelungen für Lastwagen und Busse sind noch strenger.

Der Speck muss weg: Kinderärzte für Aktionsplan gegen Übergewicht

Bad Orb (dpa) – Im Kampf gegen Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern fordern ärzte ein entschiedenes Vorgehen der Politik. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) spricht sich für einen nationalen Aktionsplan aus. BVKJ-Präsident Thomas Fischbach sagte bei einem Kongress in Bad Orb (Hessen), Bund, Länder und Kommunen müssten endlich aufeinander abgestimmt etwas gegen die Krankheit unternehmen.

Der Verband schlug konkrete Schritte vor, unter anderem eine Zuckersteür, eine Nährwertampel auf Produkten und ein Werbeverbot für ungesunde Nahrungsmittel. “Kinder und Jugendliche werden dann besser vor ungesunden, vor allem zu süssen Lebensmittel geschützt, die dick und krank machen, erklärte Fischbach. Eine Nährwertampel zum Beispiel könne auf einen Blick zeigen, welche Waren im Supermarkt-Regal zu fett, zu salzig oder zu süss sind. Die Wirksamkeit von gesetzlichen Verboten hätten zum Beispiel das Rauchverbot und die Alkopops-Steür bewiesen, erklärte Fischbach.

Übergewicht und krankhafte Fettleibigkeit (Adipositas) sind den Kinderärzten zufolge auf hohem Niveau stabil. Mehr als 15 Prozent der 3- bis 17-Jährigen in Deutschlands seien betroffen. Adipositas kann nach Angaben der Mediziner schwere, teilweise lebensbedrohliche Krankheiten begünstigen. Dazu zählen Bluthochdruck, Diabetes, Kniegelenkarthrose und Depressionen. Gesetzliche Regelungen seien aber allein nicht ausreichend, um Kinder vor über- und Fehlernährung zu schützen, erklärte Fischbach. Ebenso wichtig sei es, dass Kinder sehr früh “Ernährungsbildung” im Kindergarten und in der Schule erhielten. Auch die Stadtplanung liesse sich verbessern. “Wir brauchen Freiräume für Kinder, in denen sie sich bewegen können, spielen und herumtoben”.

Aus Allen Staaten

Voller Erfolg beim “Christkindlmarkt“

Es ist inzwischen Tradition bei unserem Chor, dass wir am Sonntag nach Thanksgiving in der Carpathia den “Christkindlmarkt” abhalten. In diesem Jahr war das der 25. November, genau eine Woche vorm 1. Advent. Die Halle war weihnachtlich geschmueckt – sehr stimmungsvoll. Fuer rund 50 Haendler hatten wir Verkaufstische reserviert. Es waeren gern noch mehr gekommen, wenn der Platz zur Verfuegung gestanden haette. Die Vorbereitungen, z.B. das Aufstellen der Tische, findet am Tag vorher statt, so dass die Haendler, wenn sie am Sonntag frueh ab 07:00 kommen, sofort ihre Waren auspacken und ausbreiten koennen. Fuers Publikum wurde die Carpathia um 10:00 geoeffnet – da warteten schon die ersten Besucher. Wer so frueh kam, brauchte sich allerdings keine Sorgen zu machen, ob man einen Parkplatz finden wuerde. Das wurde erst spaeter zu einem Problem. Wie sagt man bei uns? Der Parkplatz lief ueber! Das war jedoch an diesem Sonntag nicht so schlimm: das Wetter war heiter bis wolkig, es regnete nicht, es schneite nicht, und ein paar Schritte zu Fuss sollen doch gut fuer die Fuesse und das allgemeine Wohlbefinden sein –  behaupten jedenfalls die Fitnessexperten. In der Halle war es dann von 10:00 – 17:00 “busy” . Auf der Buehne hatten Santa Claus und Mrs. Claus Platz genommen und gaben Kindern Gelegenheit, mit ihnen fotografiert zu werden. Fuer alle Interessenten und Kaeufer war es mehr “shop till you drop” als “besinnliche Adventszeit”.

Zum Christkindlmarkt gehoert natuerlich auch Santa’s Cafe. Von der Grossen Halle brauchen die Gaeste nur ein paar Schritte ueber den Flur zu gehen und sind schon da, wo Kaffee, Tee, Cider und die grosse Auswahl an Torten und Kuchen auf sie wartet. Wie in jedem Jahr hatten die Chormitglieder und Freunde vom Chor ihr Bestes getan und wunderbare Torten und Kuchen gebacken. Von Schwarzwaelder Kirschtorte bis zu Frankfurter Kranz, von Erdbeer- oder Himbeersahnetorte bis zu Streuselkuchen, Bienenstich, Kaesekuchen – fuer jeden Geschmack war etwas dabei. Die Wahl war nicht immer leicht, weshalb dann gleich 2 Stuecke auf den Tellern landeten.

Dezent, als Hintergrund, wurde alles mit weihnachtlicher Musik begleitet. Langeweile kam beim “Kuechen- und Bedienungspersonal” nicht auf, da staendig wieder Gaeste kamen, die dieser Auswahl von Kuchen und Torten auch nicht widerstehen konnten – oder nicht widerstehen wollten. Die fleissigen Mitarbeiter brauchten zum Schluss dann nur noch “Kruemel” zu entsorgen.

Die Haendler waren morgens, bei Dunkelheit, gekommen. Als nun eingepackt und eingeladen wurde, war es wieder dunkel. Ein fuer alle zufriedenstellender Tag war vorbei – und wir freuen uns jetzt schon auf den Christkindlmarkt und ein Wiedersehen im naechsten Jahr – am 1. Dezember 2019.

  E.H.

Jim Stokes Receives Coveted Golden Angel Award

James R. Stokes, an attorney, retired public servant and a longtime participant in local German-American activities, was honored with the “Golden Angel” award presented by outgoing Honorary Consul Frederick W. Hoffman on Oct. 3 during the annual German Unity Day Reception at the Carpathia Hall in Sterling Heights, Michigan.

The award represented the final act during Hoffman’s 16-year term as Germany’s Honorary Consul in Michigan, and it acknowledged the dedication and support Stokes, his husband, has given to him and to the community throughout his entire tenure.

“Jim may be the first non-German to earn this recognition, but it is certainly well deserved,” Hoffman said. “From day one, he has been at my side in assisting German citizens in trouble, participating in community events and even pinch-hitting for me when that was necessary.”

Early on, he was presented a True Friend of Germany award in context of his encouragement of the Eugene Strobel Scholarship at Wayne State University’s iconic Junior Year in Munich program.

He participated in German-American activities around the state, often sporting his US-Germany flag pin. He even participated, with Hoffman, as an honored guest at the historic Steuben Parade on Fifth Avenue in New York City, Christkindlmarkt ceremonies in Chicago, and numerous German government-sponsored programs in both, the U.S. and Germany.

“In the past three years, as I have been battling cancer, he took on an even greater role,” Hoffman said. “He sat in on every consular appointment, assisting with arrangements and copying; he drove me and escorted me to every event and activity all over the state; and he fielded dozens of calls, emails and messages – along with my great associates Gisela Blevins and Tammy Mach – to help ease my load. There is no way I could have kept up without this assistance.

What some people do not know is that when Hoffman was first appointed to the honorary job (he was then serving as State Relations director at DaimlerChrysler), he had no German language expertise. “Not that I have much now, but Jim pitched in and volunteered to take Saturday German lessons with me – and we did that for two years under the guidance of the very patient Dagmar Kuche,” Hoffman said.

“It has been a great run. I served under five German presidents, three German chancellors, five German ambassadors and five German consuls general, including the present one, Herbert Quelle,” he said. “All of the people we have worked with through all these years treated us as a team. When I was first appointed, I remember distinctly the then Consul General Alexander Petri sitting in our dining room in Rochester Hills telling Jim that he was now as much a part of the ‘family’ as I was and that he was welcome and included in everything.”

“For all of these reasons, I was proud to present Jim with my final Golden Angel award,“ he concluded.

St. Peter’s Lutheran Church

St. Peter’s Lutheran Church has been quite busy these past few months collecting blankets for Children’s Hospital in Detroit. During the Summer & Fall, all sorts of blankets were being brought to the church; knitted ones, crocheted, quilted, hand-tied fleece blankets, all sorts and sizes. It was amazing to watch the pile of blankets grow.

On Sunday, November 11th, during the 10:00 AM service, with all the blankets laid out in the pews, Pastor Gerry & the members of St. Peter’s placed their hands on the blankets and blessed all of them. The following day the blankets were bagged and taken down to the hospital. The staff could not believe that we were delivering 528 blankets along with misc. hats, booties & pj’s.

We could not have accomplished this feat without the help of the GBU Choir District 821, American Lutheran Church, Faith Lutheran Church, Cana Lutheran Church, Emmanuel Lutheran Church, St. John’s Lutheran Church and Holy Spirt Lutheran Church as well as individual friends of St. Peter’s.

St. Peter’s is now getting ready for our Advent Celebration and Cookie Sale on December 9, 2018 at 10:00 AM. Our ladies have been baking delicious German cookies and baking even more cookies to accommodate the sale and demand for them. Through the years it has become a tradition that the Carpathia Choir joins us during the 10:00 AM service to sing Advent and Christmas songs. Afterwards, everyone enjoys fellowship and refreshments in the festively decorated hall all while picking out their box of cookies. You are all invited to join us!

AC

St. Peter’s Lutheran Church
11423 Chicago Rd
Warren, MI 48093
(586) 979-3850