09. Februar 2019 Selected Articles

Aus Aller Welt / Sport / Feuilleton / Gesundheit / Reise / Tipps und Trends / Aus Allen Staaten

Aus Aller Welt

Jagd zieht mehr Frauen, junge Leute und Stadtmenschen an

Ein Jäger befestigt ein Warnschild mit dem Hinweis «Heute Jagd» vor einer Drückjagd in einem Wald. Foto: dpa
Hundeführerin Stefanie Geig (r) spricht an einem Theorie-Abend zur Vorbereitung auf den Jagdschein in einem Seminarraum der Kreisjägerschaft über die Eigenschaften verschiedener Jagdhunde am Beispiel von English Springer Spaniel “Tilda”.
Foto: dpa

Von Yuriko Wahl-Immel

Breckerfeld/Dortmund (dpa) – Schießen üben, Waldbiologie büffeln, Jagdrecht auswendig lernen und ganz spezielle Vokabeln pauken. Heike Poth (53) und Sabine Severin (54) wollen Abi machen – und zwar das «grüne Abitur», den Jagdschein. Seite an Seite mit dem 15-jährigen Paul trainieren sie am Schießstand im Sauerland – mit der Schrotflinte aus 30 Metern auf einen Kipphasen zielen. Dann mit der Büchse 60 Meter entfernt eine laufende Keiler-Attrappe treffen und auf 100 Meter Distanz einen Rehbock. Das jedes Wochenende in Breckerfeld, plus Theorie-Schulung zweimal pro Woche als Abendkurs. Ein halbes Jahr lang.

Das Interesse am Jagdschein wächst, auch bei Frauen und jungen Leuten, wie sich vor Start der europaweit größten Jagdmesse «Jagd & Hund» an diesem Dienstag in Dortmund zeigt. 2018 haben 20 060 Anwärter bundesweit in den Kursen gesessen, eine Verdoppelung binnen rund zehn Jahren – 2009 waren es 9656 Teilnehmer laut Deutschem Jagdverband. Die Frauenquote stieg auf ein Viertel.

Aktuell gibt es 385 000 aktive Jäger. Und viele Messe-Neuheiten für sie, wie ein Blick auf die Branchenschau zeigt: Digitale Helfer zur Revierplanung, Hightech-Klamotten, die vor Wildschweinattacken oder Dornengestrüpp schützen und Zubehör für erhöhte Sicherheit, wie ein DJV-Sprecher sagt: «Loden-Grün war gestern, Signal-Orange ist heute.»

Bernd Poth ist bereits seit 38 Jahren dabei, trainiert den Nachwuchs im Sauerland. «Erlaubst du dir nur einen Sicherheitsfehler, bist du schon durchgefallen», sagt der Schießwart. Was reizt an der Jagd, einer durchaus umstrittenen Freizeit-Beschäftigung? Die noch dazu mit Ausgaben von 4340 Euro pro Jahr und Jäger kostspielig ist.

Sabine Severin hält sich gerne in der Natur auf. Das Schießen stehe nicht im Vordergrund, betont die Sekretärin. Bei Jägern bestehe eine «Ehrfurcht vor der Kreatur». Daraus folge: «Was wir erlegen, essen wir auch auf.» Wer im Supermarkt oder beim Metzger Fleisch kaufe, beauftrage indirekt andere, für sie zu töten. Paul ist mit der Jagd aufgewachsen, setzt die Familientradition fort. «Man gibt dem Revier viel, die Hege ist aufwendig, wenn man dann mal einen Bock erlegt, ist das eine Art Belohnung – im Sinne von “gut gemacht”», findet er.

Buchhändlerin Heike Poth geht es vor allem ums Wissen: «Wann wird das Geweih abgeworfen, wann ist Brunftzeit, Fellwechsel, man lernt viel über die Tiere.» Aber wie kann man die Wesen dann abschießen, über die man nun alles weiß? «Ich habe noch gar nicht entschieden, ob ich das je machen werde. Meine Freundinnen fragen mich auch oft, wie kann man nur», schildert sie. «Natürlich schwingt bei jedem von uns der Bambi-Gedanke mit.» Die Jagd ist auch Gegenstand ethisch-moralischer Debatten. WWF und Nabu fordern eine Änderung des Jagdrechts. Die Liste der jagdbaren Arten solle gekürzt werden, die Jagd müsse nachhaltig sein und artenschutzrechtliche Prinzipien befolgen, mahnt der Nabu. Manche Kritiker sehen Tierquälerei.

In Breckerfeld lernt eine bunt gemischte Truppe – ein IT-Spezialist, eine Physiotherapeutin, ein Automechaniker. Aktuell geht es um den Hund. Ohne den läuft gar nichts bei der Jagd. «Stöberhund» Anton wird präsentiert. Er ist klein, aber «rabiat und ohne Angst», holt Enten aus dem Wasser, bedrängt Füchse im Bau und hetzt Wildschweine, wie sein Herrchen Michael Adams erläutert. Welche Tiere gejagt werden dürfen, richtet sich nach Abschussplänen im Revier – etwa Wildschweine, Rehwild, Dachs, Fuchs, Enten oder anderes Federwild. 

Den Wirtschaftsingenieur Waldemar Skorupa fasziniert der Einsatz der Technik in der Natur. Aber: Jagdschein, Haftpflichtversicherung, eine Waffenberechtigung und ein «Begehungsschein» im Revier auf Zeit sind zu bezahlen. Plus Ausgaben für Waffen, Sichtgeräte, Klamotten und – in seinem Fall – für «sau-teure digitale Technik».

Hygiene-Kenntnisse, Wild-Krankheiten, Naturschutz-Fakten, das alles muss sitzen. Und die Jäger haben ihre eigene Sprache. Eine Liste mit 400 Vokabeln ist abzuarbeiten. Kostprobe: «abbalgen» bedeutet «Abziehen der Haut bei Niederwild», «abnicken» heißt, das Wild mit einem Stich ins Genick töten. Beim «Aufbrechen» wird dem Schalenwild das «Gescheide» (Eingeweide) und das «Geräusch» (Herz, Lunge, Leber, Niere) entnommen. Nebel heißt im Jäger-Jargon «Gamshüter», unter «Haderer» versteht man die Oberkieferzähne des Keilers und ein «Luder» ist ein totes Tier zum Anlocken.

Ein besseres Jäger-Image wünscht sich der Ausbildungsleiter der Kreisjägerschaft, Alexander Kolodinski. «Manche denken noch immer, die Jäger gehen raus und schießen alles platt. Es geht aber viel um Naturschutz. Man schießt bei uns nicht um des Schießens willen.» Der Gymnasiallehrer rechnet mit weiter steigendem Zulauf aus allen Bereichen. «Die Leute kommen im Wald zur Ruhe, das Handy bleibt aus auf dem Hochsitz – attraktiv auch für den modernen Großstadttypus.»

Top

Sport

Skisprung-Legende mit privaten Abstürzen:
Matti Nykänen ist tot

Matti Nykänen, damaliger Skispringer aus Finnland, zeigt seine drei olympischen Goldmedaillen. Der frühere Ausnahme-Skispringer Nykänen ist tot. Der viermalige Olympiasieger starb im Alter von 55 Jahren, wie die Sportabteilung des finnischen Ministeriums für Bildung und Kultur bestätigte. Foto: dpa

Kopenhagen (dpa) – Sportliche Höhenflüge, private Abstürze – Matti Nykänen bewegte sich stets zwischen den Extremen. Die finnische Skisprung-Legende feierte Olympiasiege und setzte sportliche Maßstäbe, saß aber auch im Gefängnis und machte durch Alkohol-Eskapaden von sich reden. «Ich glaube, die Hölle ist nicht so schlimm wie mein Leben jahrelang war», beschrieb der frühere Ausnahmeathlet seine Erlebnisse einmal in einem Interview der «Welt am Sonntag». In der Nacht zum Montag ist Nykänen im Alter von nur 55 Jahren gestorben.

Der Tod des früheren Sportidols, das nach Angaben des Chefs des Finnischen Skisprungverbandes Mika Kulmala seit einiger Zeit krank gewesen war, löste bei ehemaligen Konkurrenten und Funktionären tiefe Trauer aus. «Heute ist ein großer Sportler gegangen, der für mich als Jugendlicher ein großes sportliches Vorbild war», sagte der einstige Weltklasse-Athlet Dieter Thoma der Deutschen Presse-Agentur.

«Ich habe die Nachricht mit Entsetzen aufgenommen», sagte Deutschlands früherer Top-Springer Jens Weißflog dem Internetportal «Sport1». «Er war ein Mensch mit Stärken und Schwächen», sagte Weißflog. «Aber das ist auch das, was einen Menschen ausmacht. Er stand zu seinen Schwächen.»

Die Sportabteilung des finnischen Ministeriums für Bildung und Kultur bestätigte den Todesfall am Montagvormittag, nachdem zuvor das finnische Magazin «Seiska» darüber berichtet hatte. Der Internationale Skiverband drückte via Twitter seine Trauer aus. «Ruhe in Frieden, Matti», stand über einem Schwarz-Weiß-Bild des Finnen.

Bei Olympia in Sarajevo 1984 und Calgary 1988 gewann Nykänen insgesamt vier Goldmedaillen und einmal Silber. Viermal holte er sich den Gesamt-Weltcup – das gelang außer ihm bislang nur dem Polen Adam Malysz. Doch der sportliche Erfolg bekam ihm nicht. «Ich stand viele Jahre im Mittelpunkt, alle haben sich um mich gerissen. Ich hatte es satt, es war zu viel. Ich war unglücklich und habe angefangen, in mir drinnen eine Mauer hochzuziehen», erzählte Nykänen einst.

Er begann zu trinken, jahrelang benebelte der Alkohol seine Sinne. Mit Bierbauch und aufgedunsenem Gesicht versuchte er sich nach seiner Skisprung-Karriere als Stripper und Popsänger. «Ich hätte niemals so viel trinken sollen. Wenn du trinkst, lebst du wie in einer Blase, siehst keinen Sinn», beschrieb er diese Zeit.

Er begann zu trinken, jahrelang benebelte der Alkohol seine Sinne. Mit Bierbauch und aufgedunsenem Gesicht versuchte er sich nach seiner Skisprung-Karriere als Stripper und Popsänger. «Ich hätte niemals so viel trinken sollen. Wenn du trinkst, lebst du wie in einer Blase, siehst keinen Sinn», beschrieb er diese Zeit.

Nykänens privater Absturz sei sehr traurig gewesen, sagte Thoma. «Er war ein sehr einfach denkender Mensch, aber ein sehr guter Mensch – wenn er nüchtern war.» Nykänen habe eigentlich nur skispringen wollen, sei jedoch ausgenutzt worden, sagte Thoma. «Er war zu einfach zu begeistern für Alkohol, für Frauen, für das ganze Thema und hat dann das schöne Leben genossen. Aber leider hat er die Kurve nicht gekriegt, weil die Bodenständigkeit gefehlt hat und die richtigen Menschen um ihn herum. Das tut mir echt extrem leid.»

Auch mit dem Gesetz geriet der zweimalige Vierschanzentournee-Sieger in Konflikt. Nach einer Messerattacke auf einen Freund saß er im Gefängnis. Nach seiner Entlassung im September 2005 griff er seine Ex-Frau tätlich an.

Auch Sven Hannawald, der 2001/2002 als erster Sportler alle vier Springen der Vierschanzentournee in einer Saison gewann, ging die Todes-Nachricht nahe. «Ich bin bestürzt. Als Kind habe ich ihn im Fernsehen gesehen und bewundert. Er war der Rekordskispringer der damaligen Zeit. Das hat mich beeindruckt», sagte Hannawald der «Bild»-Zeitung. «Er hatte es im Leben nicht einfach, nach seiner aktiven Zeit hat er leider nicht den Halt bekommen, den er gebraucht hätte.»

Die Diskrepanz zwischen den sportlichen Höhen und den privaten Tiefen wird immer zur Erinnerung an Nykänen gehören. «Ich denke, der überwiegende Teil, der von Matti Nykänen gehört hat, weiß, was er sportlich geleistet hat. Das überwiegt», sagte Weißflog. Er hatte sich bei den Olympischen Winterspielen 1984 packende Schanzen-Duelle mit Nykänen geliefert und ihn auf der Normalschanze auch bezwungen.

«Er war ohne Zweifel einer der bedeutendsten finnischen Sportler aller Zeiten», schrieb Sportminister Sampo Terho bei Twitter über Nykänen. Der wurde in seiner Heimat 1985 und 1988 zum Sportler des Jahres gewählt. Den ersten seiner 46 Weltcup-Siege sicherte er sich am 30. Dezember 1981 in Oberstdorf, seinen letzten am 1. Januar 1989 in Garmisch-Partenkirchen.

Am kommenden Wochenende gastieren die Skispringer, Nordischen Kombinierer und Langläufer in Lahti. Dort soll Nykänen in einer speziellen Zeremonie gedacht werden.

Top

Feuilleton

Saxophon ist «Instrument des Jahres 2019»

Ein junger Mann spielt unter einer Brücke an der 
Spree Saxophon. Das Saxophon ist das Instrument des 
Jahres 2019. Foto: dpa

Von Matthias Hoenig

Kiel (dpa) – Das Saxophon ist das Instrument des Jahres 2019. «Damit wird der Fokus auf ein verhältnismäßig junges Holzblasinstrument gerichtet, das wie kein zweites Instrument auf der Gegenseite des Akademischen, Etablierten und Bürgerlichen stand», begründete der Landesmusikrat Schleswig-Holstein vor Kurzem in Kiel die Entscheidung. Die diesjährige Schirmherrschaft übernimmt der preisgekrönte Saxophonist und Präsident der Musikhochschule Lübeck Rico Gubler. Nicht nur im Jazz, auch in der Klassik, dem Pop oder der elektronischen Musik wird das Saxophon verwendet.

Das Projekt Instrument des Jahres war 2008 auf Initiative des Landesmusikrats Schleswig-Holstein entstanden. Inzwischen beteiligen sich die Landesmusikräte in neun Bundesländern. Zum Programm gehören Konzerte und Workshops.

Der Belgier Adolphe Sax erfand das Saxophon und ließ es sich 1846 patentieren. Er habe ein Instrument gestalten wollen, das vom Klang zwischen dem warmen Klarinettenklang und dem eher durchdringenden Klang der Oboe liege, erläuterte der Musikrat. Obwohl der Korpus aus Messing ist, zählt das Instrument zu den Holzblasinstrumenten. Denn es wird mit einem hölzernen Rohrblatt zum Klingen gebracht.

Top

Gesundheit

Kochdämpfe am Arbeitsplatz erhöhen das Risiko für Bronchitis

Ein Koch flambiert Gemüse in einem Restaurant.
Wer als Koch tagtäglich am Grill steht, atmet große Mengen an Dämpfen ein. Einer neuen Studie zufolge sind diese alles andere als harmlos.

Trondheim (dpa) – Köche in Norwegen gehören zu den Berufsgruppen mit der niedrigsten Lebenserwartung. Ein Grund könnten einer Analyse zufolge die Kochdämpfe sein, denen sie täglich ausgesetzt sind. In seiner Doktorarbeit an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim ist der Arzt Sindre Rabben Svedahl der Frage nachgegangen, ob die Arbeitsbedingungen in der Küche die Lungenfunktion verändern. Die Antwort: Ja, es gibt einen Zusammenhang zwischen Bronchitis und Kochdämpfen.

Die Daten stammen aus einer Befragung von fast 900 norwegischen Köchen aus dem Jahr 2010, die ihre Ausbildung zwischen 1988 und 2008 abgeschlossen haben. Von den Köchen, die zum Zeitpunkt der Befragung noch immer in ihrem Beruf arbeiteten, berichteten rund 17 Prozent von Atembeschwerden bei der Arbeit, mehr als ein Viertel davon täglich.

Wer mehr als den halben Arbeitstag damit verbrachte, Lebensmittel zu braten, erhöhte sein Risiko für chronische Bronchitis um den Faktor 2,5. Bei einem Großteil der Befragten ließen die Symptome nach, sobald sie nicht mehr am Grill standen. Das zeige, so Svedahl in der Doktorarbeit, dass die Arbeitsbedingungen tatsächlich mit der Gesundheit zusammenhängen.

Grund dafür, dass viele Köche ihren Beruf irgendwann aufgeben, sind allerdings eher andere Faktoren. Am häufigsten nannten die Befragten Beschwerden an Muskeln und Skelett sowie schlechten Arbeitsbedingungen. Svedahl plant, die Köche in einer Langzeitstudie immer wieder zu ihrer Gesundheit zu befragen.

Atembeschwerden bei Köchen seien auch in Deutschland nicht selten, sagte Dennis Nowak vom Institut und Poliklinik für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin in München. «Ich habe Köche mit Mehl-Asthma, Fisch-Asthma, Meeresfrüchte-Asthma, Spinat-Asthma, Karotten-Asthma erlebt. Wenn Meidung nicht reichte, ging das bis zur Umschulung bei Berufskrankheit.» In den Dämpfen befänden sich Reizstoffe und Allergene, die solche Beschwerden auslösen könnten.

In Deutschland habe die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel gute Präventionsprogramme für Köche, sagte Nowak.

Außerdem sollte der Arbeitgeber für vernünftige Schichtpläne, gute Absauganlagen und gute Ergonomie sorgen. «Da kann man vieles tun», meinte er. Zu Hause am Herd sollte man sich den Spaß nicht vermiesen lassen, findet Nowak. «Von privatem Kochen wird keiner krank.»

Top

Reise

Wien als Reiseziel beliebt wie nie

Die berühmte Wiener Pestsäule am Graben im ersten 
Bezirk von Wien. Zentraler geht’s nicht. Foto: dpa

Wien (dpa) – Wien ist als Reiseziel so beliebt wie nie. Nach einem Rekordjahr 2018 mit 16,5 Millionen Nächtigungen gehe die Tourismusbranche davon aus, dass bis 2020 die Marke von einer Milliarde Euro beim Nächtigungsumsatz erreicht werde, teilte Wientourismus am Mittwoch mit. Deutsche Touristen stellten im vergangenen Jahr erneut die wichtigste Gruppe der Reisenden. Besonders deutlich stieg die Zahl der Gäste aus China mit einem Plus von 15 Prozent bei den Übernachtungen. Im Dezember sei Wien mit einer Zimmerauslastung von mehr als 85 Prozent die am stärksten gebuchte Metropole Europas gewesen. «Es war ein fulminantes Jahr», sagte Tourismusdirektor Norbert Kettner. 

Die Wiener sehen den wachsenden Tourismus offenbar gelassen. Nach einer laut Wientourismus repräsentativen Umfrage beurteilen 94 Prozent der Einheimischen das Interesse der Besucher an der Stadt positiv. Neue Tipps sollen die Gäste, von denen die Hälfte erfahrungsgemäß schon einmal in der Stadt war, auf weniger ausgetretene Pfade leiten und besser in der Stadt verteilen. Eine Online-Kampagne, auf das ständige Fotografieren mit Smartphones zu verzichten und lieber die besonderen Momente bewusst auf sich wirken zu lassen, habe viel Aufmerksamkeit erfahren. «Wir sind keine Missionare», sagte Kettner. Aber die Kampagne sei ein Beitrag zur Frage des Handyverzichts in bestimmten Situationen gewesen.

Top

Blumen zum Valentinstag

Ein Standmitarbeiter dekoriert ein Herz aus rund 
800 roten – und einer gelben Rose auf der 
Internationalen Pflanzen Messe (IPM) in Essen.
Foto: dpa

Von Benedikt Wenck

Düsseldorf (dpa) – Für manche ist er überschätzt, für andere etwas ganz Besonderes: der Valentinstag. So oder so – kaum jemand kommt daran vorbei, seinem Liebsten etwas zu schenken. Und wenn es nur ein kleines Präsent ist, das zeigt: Ich denke an dich. Allenvoran zeigen das Blumen. Wer dabei klassischerweise zu Rosen greift, sollte einiges beachten.

Das Geschenkzum Überreichen: Rosen vom Floristen

Wer seinen Partner an dem Tag trifft, hat es natürlich leicht: Er geht zum Floristen und holt sich Rosen. Gerade die rote Variante steht wie keine andere Blume für die Liebe – sind ihre Blätter doch herzförmig.

Aber rote Rosen sind rund um den Valentinstag besonders teuer. Und nicht immer passend. Warum nicht bei einer frischen Liebe auf rosa Blüten zurückgreifen? Sie stehen laut Blumenbüro für Glück, Dankbarkeit und Tugend. Weiß kann passend für eine lange bestehende Liebe sein, die Blütenfarbe steht für die wahre Liebe, Reinheit und Würde. Und Freunden kann man gut auch gelbe oder orange Blumen kaufen, steht doch Gelb für intime Freundschaft und Verbundenheit sowie Orange für Wertschätzung und Sympathie.

Laut dem Blumenbüro lassen sich auch über Farbkombinationen Gefühle ausdrücken. So stehen ein weiße und eine rote Rose vereint für den Wunsch, für immer zusammen zu sein. Eine einzelne Rose im Strauß kann die Botschaft übermitteln: Du bist die oder der Einzige für mich.

Vielleicht sollte man dies dem anderen aber auch noch einmal sagen – wer kennt sich schon mit den Details der floralen Symbolsprache aus?

Damit die Geschenke sich möglichst lange halten, stehen Rosensträuße besser nicht in der grellen Sonne, im Durchzug, neben einer Heizung oder neben Obst, das immer etwas Reifegas verströmt. Auch wenn die Sträuße frisch vom Floristen kommen, sollte man die Stiele leicht schräg anschneiden. So können sie besser Wasser aufnehmen. Die Vase sollte sauber sein, das Wasser frisch.

Das Geschenk aus der Ferne: Rosen aus dem Internet

Blumen überreicht man am besten persönlich. Geht das nicht, bieten sich Online-Shops an. Es gibt allerdings für Käufer einen wichtigen Unterschied zu anderen Artikeln aus dem Internet: «Man hat bei Schnittblumen in der Regel kein Widerrufsrecht», sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das heißt: Gefällt der Strauß einfach nur nicht oder wollen Käufer die bestellten Blumen nun doch nicht verschicken, haben sie in aller Regel keinen Anspruch auf eine Rückerstattung.

Anders sieht es aus, wenn ein ganz anderer Strauß geliefert wird, als man bestellt hat. Stecken statt Rosen etwa Nelken drin, können Kunden das reklamieren und müssen den Strauß nicht bezahlen. Die Frage sei nur, ob das auch funktioniert, wenn man den Strauß nicht für sich selbst bestellt hat, sagt Tryba.

Auch wenn die Blumen welk ankommen, sei das ein Mangel. «Dann greift die Gewährleistung», sagt Tryba. Er empfiehlt, den Strauß direkt zu fotografieren und den Mangel dem Händler anzuzeigen. Mitunter gebe es auch eine Zufriedenheitsgarantie, auf die sich Kunden berufen können.

Blumensträuße aus dem Onlineversand lassen sich bequem von zu Hause aus am Rechner bestellen, und oft können dafür spezielle Liefertermine ausgesucht werden. Kurzfristige Lieferungen oder Zustellungen am Wochenende sind an manchen Orten aber nicht möglich oder teurer. Die Lieferung erfolgt entweder mit einem Paket, oder ein Florist vor Ort übernimmt den Auftrag und die Zustellung.

Das Geschenk mit langem Leben: Rosenstöcke fürs Gartenbeet

Abgeschnittene Rosen halten sich nur ein paar Tage. Langlebiger sind Rosenstöcke für den Garten. Zwar ist die beste Zeit zum Pflanzen der Herbst, aber auch im Februar ist es möglich. Wer im Gartencenter auf der Suche nach grünen Pflanzen ist, wird jedoch enttäuscht. In dieser Zeit gibt es viele wurzelnackte Gehölze statt der üblichen Containerware im Angebot. Das heißt: Die Pflanzen haben keinen Topf und keine Erde um die Wurzeln. Der Nachteil: Das sieht natürlich nicht besonders schön aus. Der Vorteil ist aber, dass diese Pflanzen oft fast um die Hälfte günstiger als Containerware sind.

Damit die Pflanzen keine Schäden erleiden, müssen wurzelnackte Rosen recht schnell eingesetzt werden. Das ist im Winter immer möglich, wenn der Boden nicht gefroren ist. Findet sich nicht direkt Zeit dafür oder ist die Witterung ungünstig, lassen sich die Wurzeln bis zur Pflanzung provisorisch schützen. Die Gehölze kommen dafür in eine flache Furche, und die Wurzeln werden mit Erde zugedeckt, erläutert die Bayerische Gartenakademie. Um den Valentinstag werden häufig von Floristen kleine und bereits blühende Topfrosen angeboten. Sie müssen letztlich auch im Freien landen, denn im Zimmer halten sie sich aufgrund der Wärme, der trockenen Luft und der begrenzten Helligkeit nicht lange. Auch sie können im Winter schon in den Gartenboden gesetzt werden – je kürzer sie im Haus waren, desto bessere Chancen haben sie zu überleben.

Top

Aus Allen Staaten

Schwäbischer Männerchor throughout the years


Schwäbischer Männerchor

While the Schwäbischer Männerchor began its existence as a double quartet, “Liederkranz”, consisting of Viktor Balluff, Karl Hasselwander, Paul Loeffler, Hermann Otto, Herman Reichert, Christ Steudle and Berthold Schwarz while performing at a Christmas Party for the Schwaben Unterstützungs Verein in the year 1933, it has been performing as the Schwäbischer Männerchor for 84 years, since its official founding in 1934. The Schwäbischer Männerchor had been the predominant German male choir in the city of Detroit. The Männerchor celebrated its founding that year with 31 singers in their chorus at their concert in the Schweitzer Halle (E. Forest and Canton). In the summer of 1936 they were the main attraction at the Cannstatter Volksfest at the Schwaben Park and there were plans of a Stiftungsfest to held there in the future.

Times were hard in the middle of the Great Depression. People did not have a lot of disposable income to spend on entertainment as we do today. Mostly people just got together in their free time to communicate with one another and to sing the songs that they remembered from their past. It was a time where the economy was slowly bringing itself out of a very difficult time in Detroit. These singers were mostly tradesmen who learned their trade in their homeland. Mechanics, painters, like my own grandfathers, one a Möbelschreiner (finish carpenter) the other a Metzger (butcher). The women that they married also brought with them skills that helped with challenges of the new home in Detroit. They were trained seamstresses, experienced bakers and frugal housewives who carefully managed the little cash that there was. My father always said that his mother who grew up in a bakers home in Stuttgart could stretch a nickel further than anyone he knew. Also at this time, Prohibition had just ended. This made occasionally drinking a beer or some wine, on occasion, legal again. Many drinking establishments started up at this time and occasionally club meetings were held in beer halls while many of the meetings were also held at singers’ homes, in the early years, to economize.

The years of World War II were definitely very difficult years for everyone, Including the Schwäbischer Männerchor. However a small core group of Männerchor members remained committed to the Deutsches Lied and kept the choir alive. Of course, the “Schwaben Ladies” have always been a supportive part of the choir as well. But in1946, these ladies were also a part of the Michigan Relief Program by assisting that effort with a fundraiser to benefit the Wohltätigkeitsnachfest to help the population in Germany to recover from the devastation of the war. After WWII, immigration from Germany to America became very strong. It was a rebuilding time for America as well as for the Schwäbischer Mannerchor. In 1959 there were over 115 members singing in the 25th anniversary concert. The choir performed concerts in Detroit at venues such as the Music Hall, the Masonic Temple, and at the Harmony Club auditorium. The choir would also perform their selections in the country parks like the Swiss Valley Park (Ryan and 23 Mi Rd) and the Schwaben Park (8 Mile Rd and Harper) for German festivals and Octoberfest celebrations.

During the late 1980s, Männerchor membership dwindled to about 20 singers. But, we still managed to always have a good time by rehearsing our favorite songs and singing them in formal concerts for our members and supporters. Each rehearsal and concert with our devoted members and followers presented another opportunity to enjoy Gemütlichkeit with friends. By 2009, we were up to 48 singers. But today our active chorus is again at about 20 singers. We still have much enthusiasm for singing the Deutsche Volks-lieder and look forward to welcoming new able-bodied singers to the Männerchor.

After the retirement of our long-time music Director, Mr. Erwin Aufdemberge, we are now being led by our new music Director, Dr. David Carle. He comes to us from Windsor, Ontario, Canada where he has directed the Teutonia Chorus for many years. He brings with him a great deal of enthusiasm and musical ability as well as tremendous experience with solo and chorale singing. He has told us that he is encouraged by the performance potential that he sees in the Schwäbischer Männerchor and looks forward to refining the talents that are contained in our singers. We are excited to be able to work with our new music Director, Dr. David Carle, in preparation for the upcoming performances such as the 84th Annual Christmas extravaganza on December 15th, 2018, at the Carpathia Club as well as at our Spring Concert in May of 2019 (the exact date is yet to be verified) and other planned performances in the new year.

In a late development for the new year of 2019, because of the approaching 63rd. Nordamerikanische Nationale Sängerfest, which will take place in Peoria, Illinois, on May 17 to 19, the Spring Concert schedule for the Schwäbischer Männerchor has required some creative planning in order to present our selection of Spring songs to our listening friends. After learning and practicing the music for the 63rd Sängerfest in Peoria, the Maennerchor will present its music selections in a joint Spring Concert, together with the GBU Saxonia – Rheingold Chorus on May 11, at the Carpathia Hall. This will be our Spring Concert as well as a dress rehearsal for the Friday evening, May 17th, Saengerfest Bezirkskonzert in Peoria. The May 11 Spring Concert will let our listeners experience the full musical presentation and more which the Schwaben will be presenting to the Nordamerikanische Sängerbund one week later .

Kurt Schmid

Top