11. September 2020 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Es bleiben tiefe Gräben: Einblicke in Harrys und Meghans Royal-Streit

Die Vorwürfe von Harry und Meghan ans britische Königshaus haben die Gräben vertieft. Die gegenseitigen Anschuldigen wiegen schwer. Nun gibt ein Buchkapitel neue Einblicke in den Zustand einer komplizierten Beziehung

ARCHIV – 05.07.2018, London: Prinz Harry von Großbritannien und seine Frau Meghan während des Empfangs “Dein Commonwealth-Herausforderung für die Jugend” im Marlborough House. Foto: dpa

Von Larissa Schwedes
London/Santa Barbara (dpa) – Viele hatten bei dieser Szene auf den Beginn einer Versöhnung gehofft: Prinz Harry im Kreise seiner Familie, im Gedenken vereint an den geliebten Großvater. Die Beerdigung des im April gestorben Prinz Philip war das erste Mal, dass Harry nach dem Rückzug aus dem Königshaus wieder nach Großbritannien reiste und seiner Familie persönlich gegenüberstand. Rund fünf Monate und einen weiteren Besuch später scheint eine echte Versöhnung jedoch noch immer in weiter Ferne. Ein neues Nachwort in der Biografie «Finding Freedom» über Meghan und Harry sorgt nun für weiteren Zündstoff.

Eine der brisantesten Behauptungen in dem Kapitel, das zur Erscheinung der Taschenbuch-Auflage am 31. August nun von den Autoren Omid Scobie und Carolyn Durand mit einem neuen Nachwort ausgestattet wurde, lautet: Die Royals seien «heimlich erfreut» gewesen, dass Meghan bei der Trauerfeier für Prinz Philip im April nicht hätte dabei sein können, da sie befürchteten, die Herzogin könne «ein Spektakel» verursachen. «Finding Freedom», das in seiner neuen Fassung der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag, beruft sich bei seinen Schilderungen auf nicht-genannte Quellen, die entweder dem Königshaus oder Meghan und Harry nahe stehen. Den Anwälten des Paares zufolge ist das Buch des Verlags Harper Collins nicht von den beiden selbst autorisiert.

Über die Rolle des Autors Omid Scobie gab es immer wieder Diskussionen: Vielfach wurde er als enger Freund oder «inoffizielles Sprachrohr» des Paares bezeichnet – was er jedoch sogar selbst zurückweist. «Ich bin nur ein Journalist, der seinen Job macht», sagte der gebürtige Brite im Juni in einem Briefing mit Auslandskorrespondenten in London. Der Tenor großer Teile der britischen Presse gegenüber Meghan und Harry sei jedoch so hässlich und teilweise rassistisch, dass er selbst sich als einer der wenigen wiedergefunden habe, der versuche, die Perspektive des Paares einzunehmen.

In seiner früheren Version erschien «Finding Freedom», das die Geschichte des «Megxit» und den Neubeginn des Paares nachzeichnet, bereits im vergangenen Jahr. Beim Erscheinen lag der Rückzug aus dem Königshaus einige Monate zurück, aber das Aufsehen erregende Fernsehinterview mit US-Moderation Oprah Winfrey, in dem das Paar im Frühjahr der Royal Family Rassismus und mangelnde Unterstützung vorwarf, lag noch in der Zukunft. Das ergänzte Nachwort der Biografie versucht nun in großer Ausführlichkeit zu beschreiben, was vor und nach diesem Interview geschah.

Ein weiterer brisanter Punkt darin: Den Autoren zufolge sollen Meghan und Harry mit dem Gedanken gespielt haben, den «rassistischen Royal» namentlich ans Messer zu liefern – also zu benennen, wer sich vor der Geburt ihres Sohnes Archie (2) Sorgen über dessen Hautfarbe gemacht haben soll. Im Interview selbst betonten beide, den Namen niemals nennen zu wollen, da das «sehr schädigend» für die betroffene Person wäre. Der Vorwurf an sich hatte Schockwellen über den Atlantik gesendet und den Ruf des Königshauses ein Stück weit beschädigt.

Schon bald könnte sich zeigen, was wirklich dran ist an den Gräben, die die «Finding Freedom»-Autoren als noch immer sehr tief beschreiben. Mehreren Berichten zufolge könnte Prinz Harry bereits im September zu einer weiteren Veranstaltung zum Gedenken an seine Mutter Diana nach Großbritannien reisen – diesmal womöglich mit der gesamten Familie im Gepäck.

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Sport

Zielsichere Hiltrop, Raser Floors: Die Gesichter
der Paralympics

400 Meter Männer, T62 Finale, im Olympiastadion. Goldmedaillen-Gewinner Johannes Floors aus Deutschland jubelt nach seinem Sieg und neuem Weltrekord mit einer Deutschlandfahne auf den Schultern.

Von Tobias Brinkmann und Holger Schmidt
Tokio (dpa) – Überzeugend, überrascht oder aber knapp gescheitert: Die deutschen Paralympics-Athleten sorgten in Tokio für so manches Highlight, so manchen Schmunzler oder traurige Minuten. Die Deutsche Presse-Agentur stellt sieben Gesichter der Spiele in der japanischen Hauptstadt vor:

Natascha Hiltrop
Gold und Silber beim Schießen haben sie zur Fahnenträgerin auf der Paralympics-Abschlussfeier gemacht. Die 29 Jahre alte Sportschützin hätte eigentlich zweimal gewinnen müssen, wenn sie nicht beim allerletzten Schuss gepatzt hätte. Dennoch muss sie sich derzeit fühlen wie in einem schönen Traum. «Mit Gold habe ich nicht gerechnet. Mit Silber habe ich überhaupt nicht gerechnet. Aber dass ich Fahnenträgerin bin, war das Überraschendste von allen», sagte die gebürtige Bonnerin.

Tim Focken
Ein deutscher Afghanistan-Veteran bei den Paralympics: Tim Focken sorgte in der japanischen Hauptstadt für eine Premiere. Medial gab es für den 37-jährigen Oldenburger, der 2010 von den Taliban in Afghanistan angeschossen wurde, viel zu beantworten. Sein sportlicher Ertrag blieb übersichtlich: Er scheiterte als 14. in der Qualifikation. Dafür hat er bereits das nächste Ziel im Visier: Paris 2024.

Thomas Schmidberger
Es hätten zwei Tischtennis-Goldmedaillen sein können, es wurde am Ende jeweils Silber. Der querschnittsgelähmte Düsseldorfer hatte im Einzel-Finale den Dominator der vergangenen Jahre, den Chinesen Panfeng Feng, am Rande einer Niederlage (2:3). Im Team-Wettbewerb lag er im Entscheidungsspiel mit 2:0-Sätzen gegen den Chinesen Xiang Zhai vorn, ehe er mit 2:3 verlor. «Wir sind einfach todesenttäuscht. Jetzt haben wir Silber, aber gerade fühlt es sich an wie der letzte Platz», sagte der 29-Jährige.

Verena Schott
Die 33-Jährige überraschte im Tokio Aquatics Centre. Über 100 Meter Rücken, 200 Meter Lagen und 100 Meter Brust holte sie Bronze. Bei aller Freude über die Medaillen: Die Kuschelstunden mit ihrem Mann und den zwei Söhnen fehlten ihr schon enorm, wie Verena Schott stets berichtete. Dies kann sie nach der Rückkehr nach Deutschland wieder ausgiebig machen. «Jetzt freue ich mich, nach Hause zu kommen zu meinen drei Monstern», sagte sie.

Johannes Floors
Er ist jetzt der schnellste Mann ohne Beine. Der Prothesen-Sprintkönig aus Leverkusen distanzierte über 400 Meter seine Mitstreiter nach Belieben. «Jetzt könnte ich heulen. Vorher habe ich mir in die Hose geschissen», sagte der 26-Jährige. Floors hat jetzt über die 400 Meter, der sogenannten Pistorius-Klasse, alles gewonnen, hält zudem den Weltrekord über die Strecke. «Jetzt ist meine Ära», sagte Floors.

Taliso Engel
Etwas schüchtern zeigte sich der 19-Jährige bei seinen Auftritten außerhalb des Wassers, im Schwimmbecken explodierte er förmlich. Auf seiner Paradestrecke 100 Meter Brust unterbot er bereits im Vorlauf den acht Jahre alten Weltrekord (1:03,52 Minuten). Im Finale legte er nochmals nach: 1:02,97. Für die deutschen Schwimmer war es zudem das erste Gold seit London 2012. «Ich hätte niemals mit dieser Zeit gerechnet. Ich bin froh, dass alles so vorbei ist», sagte er.

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Feuilleton

Dänische Königin entwirft Bühnenbild und Kostüme für Netflix-Film

ADänische Königin Margrethe II. (81).
Foto: Carsten Rehder/picture alliance/dpa

Kopenhagen (dpa) – Die dänische Königin Margrethe II. (81) lebt ihre Design-Liebe beim Film aus. Die Monarchin sorgt beim neuen Netflix-Streifen «Ehrengard», der auf einem Buch der dänischen Autorin Karen Blixen basiert, für Bühnenbild und Kostüme, wie der Streaming-Riese mitteilte. Die Königin beschäftige sich seit Jahrzehnten mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen wie Malerei, Aquarellen, Buchillustrationen oder Stickerei. Wegen ihrer langjährigen Tätigkeit als Bühnenbildnerin im dänischen Film, Fernsehen und Theater wurde sie zum Ehrenmitglied des Verbandes dänischer Bühnenbildner ernannt. Sie hat versucht, Blixens fantastisches Universum bei der Kreation der Collagen und Kostüme zu interpretieren.

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Gesundheit

Geschwollene Füße: Nicht immer sind die Venen schuld

Kompressionsstrümpfe drücken die Beinvenen zusammen und unterstützen so den Transport des Blutes zum Herzen hin.            Foto: Andrea Warnecke/dpa

Von Von Sabine Meuter
Immenstadt (dpa) – Oje, die Schuhe passen auf einmal nicht mehr, weil die Füße so dick sind. Oft sind auch die Beine angeschwollen. Vor allem Senioren haben damit zu kämpfen. Was ist der Grund?

Eine Antwort liegt in der schwindenden Leistungsfähigkeit der Adern. Mit zunehmendem Alter lasse die Venenfunktion in den Beinen nach und das führe zu chronischer Venenschwäche, sagt Prof. Wulf Ito, Chefarzt des Herz- und Gefäßzentrums Oberallgäu-Kempten in Immenstadt (Bayern).

Venenschwäche, auch venöse Insuffizienz genannt, bedeutet: Der Transport des Blutes aus den Beinen zum Herzen hinauf – gegen die Schwerkraft – funktioniert nicht mehr reibungslos. In den Venen gibt es Klappen, die dafür sorgen, dass das Blut nicht nach unten absackt. Schließen die Klappen nicht mehr richtig, kommt es zu einem Blutstau in den Beinen. In der Folge bilden sich auch Krampfadern.

Durch das in den Venen angestaute Blut fließt vermehrt Flüssigkeit in umliegendes Gewebe. Ödeme bilden sich. Das macht die Schwellungen in Beinen und Füßen aus. Kommt es außerdem zu Hautveränderungen, liegt eine chronisch-venöse Insuffizienz vor.

Aber: Die Schwellungen können noch andere Auslöser haben. «Die genaue Ursache gehört in jedem Fall abgeklärt», sagt Ito.

Organprobleme als möglicher Grund
Geschwollene Beine könnten auch ein Hinweis auf eine chronische Herzschwäche sein, erklärt er. Neben Wassereinlagerungen, die für die Ödeme sorgen, nehmen Patienten in dem Fall oft unerklärlich und schnell an Gewicht zu und haben mit Atemnot zu kämpfen.

«Betroffene sollten sich regelmäßig wiegen», rät Ito. Nimmt das Gewicht trotz unveränderter Ernährungsgewohnheit weiter zu und hält die Atemnot an, ist es an der Zeit, eine Kardiologin oder einen Kardiologen aufzusuchen.

Nieren- oder Lebererkrankungen sowie eine Schilddrüsenunterfunktion kommen ebenfalls als mögliche Ursachen in Frage. Eine Nierenschwäche kann sich neben geschwollenen Beinen etwa durch Bluthochdruck, Schmerzen in der Nierengegend sowie Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit äußern.

Leber schon stark in Mitleidenschaft gezogen

Zu einer Lebererkrankung kommt es häufig durch zu viel Alkoholkonsum, eine zu fettreiche Ernährung oder durch Hepatitis-Viren. Schwellungen in den Beinen sind dann zumeist schon Anzeichen dafür, dass die Lebererkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium ist.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind häufig die Fußrücken angeschwollen. Schwellungen können sich auch um die Augen und im Mundbereich zeigen. Zusätzlich können Betroffene einen verlangsamten Puls haben oder sich mit Verstopfung herumplagen.

Was gegen geschwollene Füße hilft
Von der Diagnose hängt ab, wie die Therapie der geschwollenen Füße und Beine aussieht. Womöglich werden Medikamente verschrieben und der Rat gegeben, auf eine gesunde Lebensweise zu achten. Das bedeutet in der Regel: ausgewogen ernähren und viel bewegen.
Betroffene bekommen oft auch Kompressionsstrümpfe verordnet. «Sie bewirken, dass sich die Venen in den Beinen zusammenpressen», erklärt Ito. Das hilft ihnen dabei, Blut effektiver zum Herzen zu leiten. Weil dadurch weniger Flüssigkeit ins Gewebe austritt, lassen die Schwellungen an Beinen und Knöcheln nach.

Wippen und Dehnen im Alltag
Empfehlenswert ist, die Beine so oft wie möglich hochzulegen. Das erleichtere den Venen ihre Arbeit, sagt René Gräber, Heilpraktiker in Preetz (Schleswig-Holstein). Ein weiterer Tipp von ihm: Wer viel am Schreibtisch sitzt, sollte öfters mit den Füßen wippen.

Die Venen profitieren zudem von Dehnübungen mehrmals täglich. Eine einfache Übung: Man stellt sich aufrecht hin und hält sich an einem Stuhl fest. Jetzt streckt man ein Bein nach hinten in die Luft und drückt das Knie durch. Mit beiden Beinen mehrmals wiederholen.

Ebenfalls effektiv gegen Schwellungen: Auf einem Trampolin schwingen und sich dabei an einem Griff festhalten.

Lymphdrainage als Ansatz
Massagen sind ein weiteres Mittel gegen die Probleme. Mit sanften Bewegungen wird die angestaute Flüssigkeit in Richtung Lymphdrüsen geleitet und damit die Zirkulation aktiviert. «In der Naturheilkunde gibt es zudem homöopathische Komplexmittel, die gezielt auf das Lymphsystem wirken und es in Gang setzen», sagt Gräber.

Bei leichteren Fällen von Schwellungen seien unter Umständen Pflanzen-Tinkturen beispielsweise aus Löwenzahn, Brennnessel und Ringelblume einen Versuch wert, so Gräber. «Hiervon nimmt man drei Mal am Tag je 15 Tropfen.»

Gefäßmediziner Wulf Ito bringt noch Kneipp-Anwendungen ins Spiel. Diese erwiesen sich oft als wirksam gegen Schwellungen an Beinen und Füßen. Häufig reicht es schon, die Füße ins kalte Wasser zu stellen.

Anzeichen für Notfall
Keinesfalls sollte man geschwollene Füße und Beine auf die leichte Schulter nehmen. Schwillt ein Bein plötzlich an und geht dies einher mit Atemnot, Brustschmerzen und Herzrasen, sollte umgehend der Notruf 112 getätigt werden.

Auslöser für die Beschwerden ist dann womöglich eine Lungenembolie, die mit einer Venenthrombose einhergeht. In so einem Fall ist umgehende ärztliche Hilfe nötig.

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Reise

llinois: Auf den Spuren von Frank Lloyd Wright

Dana Thomas House in Springfield: Frank Lloyd Wright gestaltete hier das Haus
einer Society Lady neu. Foto: Verena Wolff/dpa

Von Verena Wolff
Chicago (dpa) – Er gilt als berühmtester Architekt der USA, sein Präriestil und seine «organische Architektur» sind weit verbreitet und bis heute beliebt: Frank Lloyd Wright (1867-1959) ist eine Institution, und sein Werk bietet heute auch Touristen etliche Ziele.

Dass Frank Lloyd Wright so bekannt wurde, mag auch an der schieren Menge seiner Entwürfe und Gebäude liegen: Mehr als 1000 hat er während seines langen Lebens zu Papier gebracht. Nicht alle seine Werke sind so spektakulär wie das Solomon R. Guggenheim Museum an der Fifth Avenue in New York City. Doch sie haben einen hohen Wiedererkennungswert. Das liegt daran, dass Wright seinen Prinzipien immer treu blieb. Vor allem in Chicago und Umgebung ist das zu sehen.

Alles begann in Chicago
Frank Lloyd Wright wurde 1867 im Mittleren Westen der USA geboren, im ländlichen Wisconsin. Nach einem abgebrochenen Ingenieurstudium packte er die Koffer und zog in die nahe gelegene Boom-Stadt Chicago.

«Dort wartete viel Arbeit», erzählt Felix Griggs, einer der Guides des Wright Trusts, der Touren in der Stadt und ins Umland anbietet. Ein verheerendes Feuer hatte 1871 in Chicago gewütet und einen Großteil der überwiegend hölzernen Gebäude vernichtet. «Die Stadt war schon damals nicht irgendein Platz in der Prärie», erzählt Griggs. Sondern ein wichtiger Umschlagplatz für Waren und die Grenze zum noch recht wilden Westen. Darum musste Chicago wieder aufgebaut werden.

Der junge Frank Lloyd Wright heuerte bei einem der großen Architekturbüros der Stadt an, der Firma Sullivan. «Dort lernte er viele Dinge, die er sonst aus dem Studium mitgenommen hätte», sagt Griggs. Um Regeln scherte er sich nicht, wie auch später oft bei seinen Bauvorhaben. Obwohl es ausdrücklich verboten war, arbeitete er nebenher an seinen eigenen Projekten. «Wright überwarf sich schließlich mit seinem Chef und machte sich selbstständig.»

Frank Lloyd Wrights Architektur in Oak Park
In Oak Park, heute ein Vorort im Westen der größten Stadt im US-Bundesstaat Illinois, baute Wright sein Home and Studio, das als Museum erhalten ist. In diesem Haus, das er im Alter von 33 Jahren fertigstellte, können Besucher vieles von dem sehen, was er später auch in anderen Gebäuden umgesetzt und verfeinert hat.

Geometrische Formen dominieren das vergleichsweise kleine Haus, das zu Wrights Lebzeiten noch an Felder grenzte. Außen ist es mit Holzschindeln besetzt, so wie es die reichen Familien der Ostküste bei ihren Sommerhäuser mochten und wie sein früherer Arbeitgeber Joseph Lyman Silsbee gerne Fassaden verzierte. Der Rest ist aber ganz Wright: Die Räume gehen ineinander über und können immer wieder umgestaltet werden. Das war auch nötig: Der Architekt und seine Frau Catherine hatten sechs Kinder und brauchten Platz für die Familie.

Die Natur nach drinnen holen
Schon in Oak Park schuf Wright eine Designsprache, die er später häufig verwenden sollte: eingebaute Holzmöbel, geometrische Formen, aufwendige Bleiglasscheiben, eine Farbpalette, die von Grün über Gold bis zu Rottönen reichte und an die Natur vor der Tür erinnerte.

Wright hatte ein Prinzip, dem er in seiner langen Karriere treu blieb: «Er holte die Natur nach innen, durch Farben, durch Formen, durch viel Licht und Fenster», erklärt Felix Griggs. «Und er versuchte, Gebäude so in die Natur zu setzen, dass sie nicht störten.» Damals, um die Wende zum 20. Jahrhundert, war das nicht schwierig, es gab noch viel unberührte Natur rund um Chicago.

Wright lebte nicht nur mit seiner Familie in Oak Park, er arbeitete dort auch in seinem Studio, das er 1898 als eigenen Flügel anbaute. Auch hier sind die Formen geometrisch, doch Wright liebte Verzierungen und Skulpturen, Kunst aus den verschiedensten Ländern und Kulturen. Und er wollte natürlich seine Kunden mit dem einfachen, aber doch aufwendigen Stil beeindrucken.
Nicht nur Wrights Haus, das er für ein neues Studio in seinem Heimatstaat Wisconsin aufgab, ist in Oak Park zu sehen. Insgesamt zwei Dutzend Gebäude lassen sich auf einer Tour zu Fuß erkunden.

Kantige Gebäude und das Spiel mit dem Licht
Das markanteste ist der Unity Temple in der Lake Street, den die Kirche im Jahr 1905 in Auftrag gab. Wright baute das massive, kantige Bauwerk aus nacktem Beton. Seine lapidare Erklärung: «Beton ist günstig, mein Budget beträgt nur 45 000 Dollar.»

Wie bei anderen Gebäuden spielte Wright mit dem Eingang, die Türen sind nicht leicht zu finden. Im Foyer geht die Gemeinde durch eine flache, dunkle Passage, die er «das Kloster» nannte – zur Besinnung und in Vorbereitung auf den Gottesdienst. Der Altarraum überrascht dann durch 25 Oberlichter aus einem speziellen gelblichen Glas. Sie sorgen bei jedem Wetter dafür, dass es in dem Raum wirkt, als würde draußen die Sonne scheinen.

Das Spiel mit der Eingangstür ist auch bei zahlreichen anderen Gebäuden zu sehen, etwa im Robie House, einem Wohnhaus im Chicagoer Univiertel. Es gilt als Wrights ausgefeiltestes Haus im Präriestil und steht auf der Welterbeliste der Unesco.

Wright wollte, dass sich der Besucher auf eine neue Umgebung und Situation einlässt. Frederick C. Robie, der das Haus 1908 in Auftrag gab, war ein erfolgreicher Geschäftsmann und ebenso wie Wright ein Individualist. Robie wollte ein modernes Haus, mit hohen Decken und wenig Platzverschwendung zum Beispiel durch ausschweifende Treppen.

Hier ist ein weiterer Kniff zu sehen, den Wright oft nutzte: Zimmer, in denen sich Menschen lange aufhalten, waren luftig, hell und gemütlich eingerichtet. Räume wie der Eingangsbereich, aus denen Gäste schnell verschwinden sollen, waren extrem niedrig. Wright selbst war etwa 1,60 Meter groß. Wer heute die Gebäude besucht und deutlich größer ist, muss an manchen Stellen den Kopf einziehen.

In Springfield, der Hauptstadt von Illinois, ist eine andere Spielart Wrights zu sehen. Susan Lawrence Dana, eine reiche Erbin, gab den Umbau ihres viktorianischen Elternhauses in Auftrag. «Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten hatte er hier ein nahezu unbegrenztes Budget», sagt Gästeführer Muroya Mikito bei einer Tour in dem Haus.

Nach dem Umbau hatte das Susan Lawrence Dana House 35 Zimmer. «Die Räume fließen ineinander, teils sind es nur ein paar Stufen oder Halbstockwerke», erläutert Mikito. Zum Design gehören gerade Linien, viel Backstein und mehr als 200 Fenster, Türen und Oberlichter aus Bleiglas, das der High Society in Springfield bestens gefiel.

Eines der letzten Häuser Wrights steht in Rockford, einer weiteren Stadt in Illinois, und ist einzigartig: «Bevor er dasLaurent House zeichnete, hatte Frank Lloyd Wright noch nie etwas Barrierefreies gebaut», erzählt Marybeth Peterson, Vizepräsidentin der Laurent House Foundation. Kenneth Laurent, der im Rollstuhl saß, hatte dem Architekten 1948 einen Brief geschrieben und darin genau erläutert, was er sich wünschte. «Er wollte das Haus nicht aus Prestigegründen, sondern einfach, weil ihm der Stil gefiel.»

Ein Haus als Herausforderung
Das Budget war mit 20 000 Dollar übersichtlich und Wright zu dem Zeitpunkt ein bekannter Architekt. «Trotzdem entwarf er das Haus», sagt Peterson. «Für ihn war es eine Herausforderung.»

Und so wurde geplant und gebaut – alles auf einer Ebene, eingebaute Möbel, rollstuhlgerecht. Die vorherrschenden Farben: Orange, Grün und Rot. Das Gebäude fiel bei weitem nicht so eckig aus wie viele andere Entwürfe Wrights – im Gegenteil: Die komplette Glasfront zum parkähnlichen Garten hin ist geschwungen.

«Wright nannte das Laurent House nach der Fertigstellung gerne sein Schmuckstück», sagt Peterson. Der Architekt besuchte die Laurents, wann immer er von Chicago nach Wisconsin fuhr.
Auch beim Laurent House hat Wright seine berühmte versteckte Eingangstür gebaut. Und auch an diesem Haus zeigt sich, dass markante Architektur nicht immer praktisch ist. Die Schneelast von dem Gebäude mit dem riesigen Flachdach zu entfernen, ist jeden Winter eine echte Herausforderung für die Foundation, die das Haus unterhält.

Wright wusste, dass die Winter in der Prärie lang und eisig sind, schließlich ist er dort aufgewachsen und ein Leben lang geblieben. Trotzdem war die Integration des flachen Gebäudes in die umliegende Natur ihm wichtiger als Banalitäten wie lästiges Schnee schaufeln.

Info-Kasten: Frank Lloyd Wright in und um Chicago
Reiseziel: Chicago ist die drittgrößte Stadt der USA und liegt am Michigansee. Wer sich für die Werke von Frank Lloyd Wrights interessiert, findet verschiedene Touren in der Stadt und im Umland. Ein guter Anlaufpunkt ist der Wright Trust im Rookery Building.
Klima und Reisezeit: Die Winter in Chicago und der Umgebung sind lang, kalt und windig, die Sommer warm und mitunter schwül. Die beste Reisezeit ist vom Frühsommer bis in den Herbst hinein.
Einreise- und Corona-Lage: Für Touristen aus Deutschland gilt in den USA weiterhin eine Einreisesperre. Wegen hoher Corona-Zahlen warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in die USA. Das Land ist Hochrisikogebiet (Stand: Mitte August 2021).
Informationen: http://www.flwright.org

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Caravan Salon: Das Wohnmobil als Garage, Büro und Zuhause

Bei manchen Wohnmobilen wie dem «Palace 88G» von Morelo können Camper sogar noch ein kleines Auto mit an Bord nehmen. Foto: Mona Wenisch/dpa

Von Mona Wenisch
Düsseldorf (dpa) – Klassischer Strandurlaub und Luxus-Camping, aber auch mal ein Arbeitsausflug: Mit Wohnmobilen wird längst nicht mehr nur Urlaub gemacht. Neuheiten der Branche zeigten mehr als 650 Hersteller jetzt auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf. In 13 Hallen wurde für jeden Urlaubstyp etwas geboten, vom simplen Anhänger bis zum XXL-Wohnmobil mit Garage und Solardach.

Zum 60. Mal fand die Messe dieses Jahr statt – trotz Corona-Krise und mit Hygienekonzept. Rein kam nur, wer getestet, genesen oder geimpft ist, Tickets mussten vorher online gekauft werden.

«Caravaning stand auch schon vor 60 Jahren für Freiheit», sagte Hermann Pfaff, Präsident des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), zur Eröffnung. Dieses Gefühl sei nach Monaten der Krise auch dieses Jahr gefragt.

Die Pandemie konnte der Branche nichts anhaben, im Gegenteil: Das Geschäft mit den Wohnmobilen und Wohnanhängern boomt. In den ersten sieben Monaten 2021 wurden etwa 75 000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen, das waren rund 6,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bereits 2020 war die Zahl der Neuzulassungen um 32,6 Prozent im Vergleich zu 2019 gestiegen. «Es ist bereits der vierte Bestwert in Folge, Tendenz weiter steigend», sagte Pfaff.

Home Office auch im Wohnmobil
Die Corona-Pandemie und ihre Folgen hatten auch Einfluss auf die Neuheiten, die in Düsseldorf präsentiert werden. Am Stand von EuroCaravaning etwa fällt der knallgrüne VANTourer Urban sofort auf.

Doch hinter dem speziell lackierten Campingbus versteckt sich mehr als nur eine knallige Farbe. Auf dem Schienensystem, auf dem üblicherweise die Küche installiert ist, lässt sich auch ein Home-Office-Modul einbauen. «Es zeigt, wie gut Home Office mit der richtigen Ausstattung funktioniert», sagte ein Sprecher.

Für ein paar Tage mal woanders arbeiten und dabei etwas Urlaubsgefühl erleben – dafür müssen die Käufer etwa 55 900 Euro bezahlen. Das Home Office Modul ist noch in der Testphase und soll für etwa 2500 Euro dazu gekauft werden können.

Für alle, die während der Corona-Krise ihre Liebe zum Camping entdeckt haben und noch ganz am Anfang stehen, bietet der Hersteller Hobby unter der Submarke «Beachy» Einsteigermodelle an. Der auf dem Caravan Salon gezeigte Anhänger ist mit einem Grundpreis von 12 950 Euro eher im unteren Preissegment angesiedelt.

Mit «Beachy» wolle man «echtes Strandgefühl auf Rädern» erzeugen, heißt es. Der Anhänger hat eine kompakte Küche, die Sitzecke lässt sich zum Bett umbauen – nur auf ein eigenes Bad müssen die Reisenden hier verzichten.

Bugatti oder Smart – Luxusmodelle mit Garage
Am anderen Ende des Preisspektrums bewegt sich der «Performance S» von Volkner Mobil. An diesem Wagen ist alles im XXL-Format: 18 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, 530 PS stark, 12 Meter lang und 3,85 hoch. Auch der Preis ist nur etwas für das XXL-Portemonnaie: Mehr als zwei Millionen Euro kostet das Luxusmodell – nach Angaben der Messe das teuerste Reisemobil beim diesjährigen Caravan Salon.

Dafür kriegen die Camper dann Einiges geboten: Die passende Garage für den davorstehenden Bugatti ist bereits integriert, zudem gibt es eine Soundanlage im Inneren und eine Solaranlage auf dem Dach. 35 Quadratmeter stehen den Reisenden zur Verfügung. «Das ist ein ganz spezielles Fahrzeug für einen ganz speziellen Kunden», sagte ein Firmensprecher. Bugatti und Reisemobil zusammen kosten in der beim Neuheiten-Rundgang gezeigten Ausstattung etwa 6,5 Millionen Euro.

Wer statt eines Bugattis nur einen Smart in seinem Wohnmobil unterbringen will, könnte auf den Kompakt Liner «Palace 88 G» von Morelo zurückgreifen. Er ist mit einer Länge von 8,99 Metern deutlich kürzer als das Modell von Volkner Mobil. Die Preise für das Reisemobil starten bei etwa 286 200 Euro.

Ganzjährig unterwegs – auch im Skiurlaub
Dass Camping nicht nur im Sommer geht, zeigt der Hersteller Kabe mit seinem Oberklasse-Caravan «Estate 600 GDL KS». Er verfügt über eine Fußbodenheizung und ein eigenes Skifach am vorderen Ende des Wagens. Hier können die Skier nach einem Ausflug hineingeschoben und getrocknet werden. Das Modell mit Platz für vier Personen kostet etwa 50 000 Euro, das Modell für fünf Personen liegt bei 67 200 Euro.

Die E-Mobilität spielt wie in den vergangenen Jahren auch bei der 60. Auflage des Salons eine große Rolle. Knaus Tabbert präsentiert auf der Messe seine Studie zum «ersten vollelektrischen Reisemobil».

Der E-Motor des «Knaus Van Ti 650 MEG E.Power Drive» leistet bis zu 180 Kilowatt. Im rein elektrischen Betrieb hat der Wagen eine Reichweite von 90 Kilometern. Spätestens dann springt ein sogenannter Range Extender an – mithilfe eines kleinen Benziners als Generators wird dann die Batterie wieder aufgeladen.

So könne man mit einer Tankfüllung rund 600 Kilometer weit fahren.

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Aus Allen Staaten

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WOCHENPOST-Wortschatz

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Viel zu nass und zu warm: Sommer ‘21
war vom Jahrhundertregen geprägt

Strahlend blauer Himmel, 30 Grad – Bilderbuchsommer gab es 2021 eher selten. Im Rückblick sticht vor allem der extreme Regen Mitte Juli heraus, der folgenschwere Hochwasserfluten auslöste.

ARCHIV – 17.07.2021, Nordrhein-Westfalen, Erftstadt: Ein Hubschrauber der Bundeswehr kreist über liegengebliebenen Fahrzeugen auf der überfluteten B265. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zieht am 30.08.2021 seine vorläufige Bilanz des Sommers 2021. Bisher zeichnet sich ab, dass es von Anfang Juni bis Ende August deutlich zu viel geregnet hat. Foto: dpatbeobachter statt. Foto: dpa

Von Isabell Scheuplein
Offenbach (dpa) – Nach drei zu trockenen Sommern in Folge hat es in diesem Jahr so viel geregnet wie in nur wenigen Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Es fiel fast ein Drittel mehr Niederschlag als mit Blick auf die Vergleichsjahre von 1961 bis 1990 zu erwarten gewesen wäre, teilte der Deutsche Wetterdiensts (DWD) am Montag in Offenbach in seiner vorläufigen Bilanz mit. Es handelt sich um den regenreichsten Sommer seit zehn Jahren. In der Reihe seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 belegt der diesjährige Sommer den 14. Platz. Ein Überblick über die Ergebnisse, die der DWD nach einer ersten Auswertung seiner rund 2000 Messstationen veröffentlichte:

  • Niederschlag: Mitte Juli löste der Jahrhundertregen von Tief «Bernd» in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz die verheerenden Fluten mit mehr als 180 Toten aus. Insgesamt fielen im Sommer 2021 bundesweit im Mittel rund 310 Liter Regen pro Quadratmeter – 30 Prozent mehr als im Schnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990 und 29 Prozent mehr als von 1991 bis 2020. Die Tageshöchstmenge verzeichnete Ludwigsburg in der Uckermark mit fast 199 Litern pro Quadratmeter am 30. Juni. Viel zu trocken war es dagegen in Vorpommern, in der windabgeneigten Seite des Harzes sowie dem Thüringer Becken, wo örtlich weniger als 105 Liter zusammenkamen.
  • Temperatur: Mit tagsüber kaum 20 Grad geht der meteorologische Sommer derzeit zu Ende, es handelt sich dem DWD zufolge um den ersten zu kühlen August seit 2014. Unter dem Strich war der Sommer 2021 im Vergleich zum vieljährigen Mittel aber zu warm: Die Durchschnittstemperatur von 17,9 Grad liegt 1,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode der Jahre 1961 bis 1990. Im Vergleich zu den wärmeren Jahren 1991 bis 2020 betrug die Abweichung plus 0,3 Grad. Heraus stach vor allem der Juni, als eine schon fast vergessene Hitzewelle für mehr als 35 Grad tagsüber und nachts für Tropennächte mit mehr als 20 Grad sorgte.
  • Sonnenschein: Wärmende Sonnenstrahlen drangen in den vergangenen Tagen eher selten durch. Doch der Sommer 2021 hat in diesem Punkt sein Soll erfüllt. Rund 615 Sonnenstunden zählte der DWD, das Soll liegt bei 614 Stunden. Im Vergleich zu den vergangenen 30 Jahren unterschritt der Sommer den Sollwert um gut sechs Prozent. Die meiste Sonne ließ sich auf Rügen und in Vorpommern mit teilweise mehr als 770 Stunden genießen. Auf der anderen Seite der Skala befinden sich die zentralen Mittelgebirge und die Lüneburger Heide, wo die Sonne örtlich weniger als 470 Stunden schien. Der August endet der DWD-Vorhersage an diesem Dienstag immerhin mit einigen Wolkenauflockerungen, an den Küsten ist es sogar länger sonnig.
  • Klimawandel: Dessen Rolle beim Juli-Extremregen ist wissenschaftlich noch nicht abschließend beantwortet, sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche. Abgesehen davon habe sich der Sommer 2021 eher wieder in Richtung der abwechslungsreichen Witterung bewegt, die in einem mitteleuropäischen Land nördlich der Alpen zu erwarten sei. Langfristig müsse sich Deutschland aber wegen des Klimawandels auf trockenere Sommer und mildere Winter einstellen. Hinzu kommt, dass mit steigenden Temperaturen der Erdatmosphäre Häufigkeit, Intensität und Fläche von Starkregen deutschlandweit zunehmen, wie eine vergangene Woche vorgelegte Auswertung des DWD gezeigt hat.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

geprägt – stamped
strahlend – endless
Bilderbuchsommer – picture perfect summer
folgenschwere – grave consequence
auslöste – triggered
Wetteraufzeichnungen – keeping of weather records
Niederschlag – precipitation
vorläufigen – preliminary
regenreichsten – rainiest
belegt – takes
Auswertung – evaluation
verheerenden Fluten – devastating floods
Toten – deaths
verzeichnete – recorded
windabgeneigten – low pressure on the lee side
Strich – average
betrug – amounted to
Abweichung – deviation
drangen durch – forced their way through
Soll – quota
Skala – scale
Wolkenauflockerungen – break up of the clouds
Küsten – coasts
Klimawandel – climate change
abschließend – completely
abgesehen – foreseeable
abwechslungsreichen – varied
Witterung – weather conditions
bewegt – moved
langfristig – long-term
Häufigkeit – frequency
Fläche – area
vorgelegte – presented

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

*Note: Previous selections can be found in the Archives section of the site.*