14. Mai 2022 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Zeitlos und positiv: Emilia und Noah sind häufigste Babynamen

An den Vorlieben frisch gebackener Eltern bei den Babynamen hat sich 2021 wenig geändert. Vor allem bei den Mädchennamen gilt: Es soll «kurz, zeitlos, positiv» sein.

Stoffbeutel mit den Namen «Noah» und «Emilia»
liegen nebeneinander. (gestellte Szene) Emilia und
Noah sind im vergangenen Jahr die häufigsten Erstnamen
bei neugeborenen Babys gewesen. Das gab die Gesellschaft
für deutsche Sprache am Freitag in Wiesbaden bekannt.
Damit sind die Spitzenreiter der populärsten
Vornamen die gleichen wie bereits im Vorjahr. Foto: dpa

Von Andrea Löbbecke
Wiesbaden (dpa) – Emilia und Noah sind im vergangenen Jahr die häufigsten Erstnamen bei Babys gewesen. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden bekannt. Damit sind die Spitzenreiter der populärsten Vornamen dieselben wie bereits im Vorjahr. Bei den neugeborenen Mädchen landete 2021 Hannah auf Platz zwei, gefolgt von Sophia. Bei den Jungen waren es Mattheo und Leon.

Insgesamt gab es bei den Lieblingserstnamen auf den vorderen Plätzen wenig Bewegung. Der Trend zu weich klingenden Vornamen, die bei den Mädchen meist auf -a enden, ist ungebrochen. «Diese Namen haben eine akustische Ästhetik, sind besonders klangvoll», sagte die GfdS-Geschäftsführerin Andrea Ewels. Besonders viele der Namen seien «kurz, zeitlos, positiv».

Unter den beliebtesten weiblichen Babynamen seien viele Kurzformen von eigentlich längeren Namen – beispielsweise Mia (statt Maria), Lina (statt Angelina) oder Mila (statt Ludmilla). «Hier hat sich die Kurzform zu einem eigenen Namen entwickelt», erklärte Ewels.

Auch seien viele altbekannte, auch traditionelle Namen unter den Top 10, wie etwa Hanna oder Clara. «Die beliebten weiblichen Namen sind außerdem alle mit einer positiven Botschaft verbunden», sagte Ewels. Emilia bedeute beispielsweise «die Fleißige», Mia stehe für «Gottesmutter» oder Clara sei «die Strahlende».

Viele der Jungsnamen seien ebenfalls positiv besetzt, wie etwa Felix (der Glückliche), Mattheo (Geschenk Gottes) oder Luka (der Leuchtende). Zwei der männlichen Top 10 hätten eher einen Bezug zu Kampf und Kraft, nämlich Leon (Löwe) und Louis (berühmter Kämpfer). Lautlich sind die Jungennamen etwas unterschiedlicher als die Mädchennamen, dennoch dominieren auch hier kurze, teils sogar einsilbige Namen, wie die GfdS erläuterte.

Bei den besonders in Norddeutschland beliebten Namen wie Finn und Fiete, Ida und Frieda sei nach wie vor die Nähe zu den skandinavischen Staaten spürbar, erklärte Ewels. Der Süden sei dagegen mit Namen wie Maximilian oder Marie eher traditionell geprägt.

Die GfdS wertete für ihre Rangliste die Daten aus 700 deutschen Standesämtern aus. Es seien über eine Million Einzelnamen übermittelt worden, darunter 65 000 verschiedene. «Damit sind fast 93 Prozent aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst», hieß es.

Neben der GfdS gibt auch der norddeutsche Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld jedes Jahr sein Ranking der beliebtesten Vornamen bekannt. Bei ihm lagen 2021 Emilia und Matteo auf den ersten Plätzen. Für die Statistik hatte Bielefeld nach eigenen Angaben Daten aus 433 Städten ausgewertet. Zwei Drittel der Daten kommen demnach von Standesämtern und der Rest aus Babygalerien von Geburtskliniken.

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Sport

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Feuilleton

Ulrich Matthes mit Verdienstkreuz geehrt

Verleihung des Verdienstkreuzes an den Schauspieler Ulrich Matthes.
Foto: Britta Pedersen/dpa

Berlin (dpa) – Schauspieler Ulrich Matthes (62) ist mit einem Verdienstkreuz geehrt worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte ihn im Schloss Bellevue als engagierten Staatsbürger und wunderbaren, alle immer wieder bewegenden, überraschenden Schauspieler. Unter den Gästen war auch die frühere Kanzlerin Angela Merkel.

Merkel und Matthes verbindet eine längere Bekanntschaft. Sie haben etwa öfter über Theaterinszenierungen gesprochen, wie Matthes im Sammelband «Die hohe Kunst der Politik. Die Ära Angela Merkel» beschrieben hat. Die CDU-Politikerin ist zuletzt selten öffentlich aufgetreten.

Matthes gehört zum Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin, steht aber auch immer wieder vor der Kamera. Zuletzt war er etwa im Historienthriller «München – Im Angesicht des Krieges» beim Streamingdienst Netflix zu sehen. Er leitete auch drei Jahre die Deutsche Filmakademie. Matthes bedankte sich für die Ehrung und erinnerte in seiner Rede auch an den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.

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Gesundheit/Umwelt

Fast jede dritte Geburt ist in Deutschland ein Kaiserschnitt

Berlin: Eine Mitarbeiterin steht vor einem Kreißsaal in einem Klinikum. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte Zahlen für das Jahr 2020 zu Krankenhausentbindungen per Kaiserschnitt und Beschäftigten in der Geburtshilfe. Foto: Britta Pedersen/dpa

Wiesbaden (dpa) – Fast jede dritte Geburt in einem deutschen Krankenhaus ist ein Kaiserschnitt. Rund 220 700 Frauen haben laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2020 so entbunden. Damit lag die Kaiserschnittrate bundesweit bei 29,7 Prozent, wie das Amt mitteilte. «Über die letzten 30 Jahre betrachtet hat sich der Anteil dieser operativen Eingriffe fast verdoppelt», berichteten die Statistiker. 1991 brachten nur 15,3 Prozent der Frauen ihr Kind per Operation zur Welt. Von 2019 auf 2020 blieb die Kaiserschnitt-Quote nahezu gleich. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede: Am höchsten war der Anteil in Schleswig-Holstein (33,3 Prozent), Berlin hatte die niedrigste Rate (25,6 Prozent).

Auch im internationalen Vergleich zeigen sich Unterschiede. Vergleichbare Daten der OECD für 26 Staaten liegen bis 2019 vor. Demnach kamen in der Türkei 54 Kaiserschnitte auf 100 Lebendgeburten, in Polen 39 und in Ungarn 38. Vergleichsweise niedrig war die Zahl in Israel (15) sowie Norwegen und Island (je 16). Deutschland lag mit 30 Kaiserschnitten je 100 Lebendgeburten im oberen Drittel.

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Reise

Städtetrip: Grauen und Gänsehaut in Ingolstadts Gassen

Die Kirche Maria de Victoria. 
Foto: Roswitha Bruder-Pasewald/dpa

Ingolstadt (dpa) – Der Tod kommt schwarz, rund und süß daher. Ein Dutzend Beeren reicht aus, um einen Erwachsenen ins Jenseits zu befördern. Das hat die Frauen der Antike nicht davon abgehalten, die «Königin der dunklen Wälder» zu schlucken – weil der Blick nach der Einnahme so herrlich verführerisch wirkte. Gerade bei der Tollkirsche gilt deshalb der kluge Satz von Paracelsus: «Die Dosis machts.»

In der Homöopathie wird die Schwarze Tollkirsche, die Atropa Belladonna, bei Fieber gegeben. Das sichert ihr einen Platz im Arzneipflanzengarten des Deutschen Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt – umrahmt von Stechapfel, Bauern-Tabak, Schlafmohn und 200 anderen mehr oder weniger giftigen Pflanzen.

Zu finden ist diese zauberhaft grüne Oase hinter einem Bau, der sich zur Straßenfront vornehm zurückhält, sich zur Gartenseite dagegen als barockes Kleinod präsentiert: die «Alte Anatomie» der ehemaligen Universität von Ingolstadt.

Wie, Ingolstadt ist mehr als Audi? Ja, tatsächlich. Der Stadt zwischen Nürnberg und München wird man nicht gerecht, wenn man sie nur auf die Automarke mit den vier Ringen reduziert. In ihren Gassen kann man etwa auf die Spuren von Grauen und Grusel gehen.

Sezieren üben an geköpften Verbrechern
Wo man heute im Medizinhistorischen Museum mittels Audioguide in historische Behandlungssituationen eintauchen kann, ging es früher ganz schön blutig zu.

In dem Prachtbau, von Gabriel de Gabrieli im Stil einer Orangerie konzipiert, übten sich Studenten im 18. Jahrhundert im Sezieren. Am liebsten waren den angehenden Medizinern die geköpften Verbrecher. Denn deren Körper waren am wenigsten verstümmelt, was für die Leichenöffnung von Vorteil war.

Als die Universität auf Anordnung des Kurfürsten nach Landshut verlegt wurde, war die Epoche der Leichenschauen unter dem opulenten Deckenfresko Melchior Puchners vorbei. Doch die Kunde vom «Experimentiergebäude» der ersten bayerischen Landesuniversität, wo Straftäter bei Geigenmusik fachmännisch zerlegt wurden, drang bis ans Ohr einer 19-Jährigen, deren Erstlingswerk für viele der Beginn der Sparte des Horrorromans war: Mary Shelleys «Frankenstein» spielt zu großen Teilen in Ingolstadt.

Frankenstein ausgerechnet in der bayerischen Provinz? Sicher ist: Die englische Schriftstellerin war selbst nie in Ingolstadt. Nur am Rhein, gemeinsam mit ihrem späteren Gatten, dem Autoren Percy Shelley, und ihrer Stiefschwester Claire. Erdacht haben soll Mary Shelley die Geschichte des Victor Frankenstein, der aus Menschenknochen und Leichenteilen ein Wesen zum Leben erweckt, in einer stürmischen Juninacht im Jahr 1816 am Genfer See, wo sie und ihre Freunde sich die Zeit mit Geistergeschichten vertrieben.

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Ein Angehöriger stirbt:

Kontrolle über Trauer – gibt es nicht

Von Sabine Maurer
Mainz (dpa) – Trauer macht, was sie will, es gibt keine Kontrolle über sie. «Es ist ein Hoch und Runter, alles geht durcheinander, man kann sich auf nichts einstellen, es ist brutal», erinnert sich Peter Schneider aus der Nähe von Mainz an die Trauer um seine Frau Grit.

Es ist fast sechs Jahre her, als der Sportredakteur abends nach Hause kam und sie tot fand. Ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen. Für ihren Mann begann ein Alptraum In seinem Buch «Das schlimmste Geräusch ist die Stille» beschreibt er, wie «nur meine Hülle» durch den Wald joggte, er jeden Abend Angst vor dem Sonnenuntergang hatte, an Suizid dachte und irgendwann glaubte, die Trauer gehe nie mehr weg. Aber der 53-Jährige schreibt auch, wie er den Weg in ein Leben ohne Grit und eine neue Liebe gefunden hat. 

Wenn ein Mensch unerwartet stirbt, werden die Angehörigen ohne Vorwarnung aus ihrem Alltag gerissen. Das ist oft schwerer zu begreifen und zu verarbeiten als ein absehbarer Tod, sagt Carmen Birkholz. Sie ist Vorsitzende des Bundesverbands Trauerbegleitung in Klingenmünster.
«Wenn man sich auf einen Tod vorbereiten kann, ist das schmerzhaft und es bringt Menschen an ihre Grenzen, doch sie können bewusst Abschied nehmen und noch einmal gemeinsam etwas erleben. Von diesen Erinnerungen zehren sie später.» Wenn der Sterbende mit seinem nahen Tod offen umgehe, erleichtere das die Trauer ebenfalls. «Der wichtigste Anker in dieser Trauerzeit ist das soziale Umfeld», sagt Birkholz. Wer in der Familie oder bei Freunden gut aufgehoben ist, hat es leichter. Zum Umfeld gehören auch Nachbarn, Kollegen und weitere Bekannte, etwa vom Lauftreff oder von sonstigen Hobbys. Auch sie können dem Menschen Stabilität geben, Trauernde sollten nicht ausgegrenzt werden.

«Immer wieder erzählen Betroffene, dass ihnen aus dem Weg gegangen wird. Sie fühlen sich dann wie Aussätzige», berichtet Birkholz. Schneider erzählt, wie mehrfach die fröhliche Stimmung in einer Gruppe kippte, als er dazu kam. «Das war schlimm.»

Er und die Fachfrau raten, auf trauernde Menschen zuzugehen. Wer nicht weiß, was er sagen soll, kann genau das sagen: «Ich weiß nicht, was ich sagen soll.» Auch ein Stottern oder nach Worte ringen, sollte nicht gefürchtet werden.

«Es ist wie bei der Ersten Hilfe am Unfallort», vergleicht Peter Schneider. «Am schlimmsten ist es, nichts zu tun.»  Man solle mit Empathie auf den anderen eingehen und ihn vielleicht in den Arm nehmen, es würden sich schon Gesprächsthemen ergeben. Ein Patentrezept gebe es nicht. 

Trauerbegleiterin Carmen Birkholz empfiehlt zudem, in den folgenden Wochen und Monaten nicht darauf zu warten, bis der Trauernde sich meldet, das fällt Menschen in dieser Situation oft schwer.
Immer wieder sollte ihm der Kontakt angeboten und gezeigt werden, dass seine Trauer in Ordnung ist und er dafür die Zeit hat, die er braucht. «Jeder trauert anders und hat andere empfindliche Punkte», sagt Peter Schneider, dem zum einen seine Freunde in der Trauer unterstützt haben. Sein zweites Standbein war seine Arbeit. Schon gleich am Anfang war er mit der Bitte auf seine Kollegen zugegangen, sie sollten sich verhalten wie immer. Er werde schon sagen, wenn es bei ihm gerade nicht gehe. 

Und es ist wichtig, sich auch helfen zu lassen, empfiehlt er. «Ich habe nach jedem Strohhalm gegriffen, den ich finden konnte.»  Einige dieser «Strohhalme» entpuppten sich als starke Pfeiler im Umgang mit seiner Trauer, dazu gehörten eine Trauerbegleitung und eine Psychotherapeutin.
Peter Schneider lernte, dass Weinen nichts Schlimmes ist, «dabei kann nichts passieren». Und dass die Trauer sich immer wieder plötzlich und unerwartet zeigen kann. So saß er mit einer Freundin in einer Gaststätte, als er es plötzlich nicht mehr aushielt und heim musste. Eine Urlaubsreise wurde zum Horror, während seine Gefühlslage am gefürchteten ersten Todestag unerwartet stabil war.

«Suchen und nicht finden», beschreibt Carmen Birkholz diese Phase, in der eine große innerliche Nähe zu dem Verstorbenen empfunden wird. Diese und auch andere Gefühle kommen in einer enormen Stärke, sie können nicht kontrolliert werden. Es hilft, dies zu akzeptieren und sich einen Erste-Hilfe-Plan für schlechte Phasen zu notieren.

Dazu sollte sich überlegt werden, was einem Erleichterung bringen kann: vielleicht Gespräche mit einem Freund, der Gassigang mit dem Hund, die Joggingrunde durch den Wald, Pizza essen, der Anruf bei der Telefonseelsorge oder einfach nur weinen. 

Auch Rituale können in dieser Zeit helfen, ebenso das Schwelgen in Erinnerungen, der Gang zum Grab oder das Anzünden von Kerzen. Es ist zudem in Ordnung, sich abzulenken, sich also eine Pause von der Trauer in dieser anstrengenden Zeit zu geben. «An der Trauer heilt man. Der gestorbene Mensch findet zu einem Platz im Inneren», beschreibt Birkholz den Prozess. Irgendwann sei die Erinnerung an ihn nicht mehr zerreißend, sondern wärmend. Es entstehe Raum für Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit. 

Nach Jahren kann nochmals «tiefes Loch» auftauchen
Wie lange es bis zu diesem «Irgendwann» dauert, ist unterschiedlich. Peter Schneider fiel über zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau noch einmal in ein «tiefes Loch», wie er erzählt. «Das hat mich sehr zermürbt. Ich dachte, es hört nie auf.»

Für Carmen Birkholz ist das keine Ausnahme. Sie hört häufig von verbliebenen Ehepartnern, dass das zweite und dritte Jahr nach dem Tod noch viel schlimmer als das erste gewesen sei. Erschwerend kommt dann hinzu, dass die Menschen von ihrem Umfeld – anders als in der ersten Zeit der Trauer – häufig nicht mehr unterstützt und gehört werden. 

Bei Peter Schneider hat sich die Trauer mittlerweile in ein «Vermissen und Erinnern» gewandelt. Grit sei innerlich immer dabei. Doch er lebt heute ein neues Leben, ist umgezogen, hat noch einmal geheiratet. «Es geht tatsächlich wieder», sagt er mit einem leichten Staunen in der Stimme. «Das hätte ich mir in der Trauer nie vorstellen können.»

«Das schlimmste Geräusch ist die Stille», Peter Schneider, Scholastika-Verlag, 104 Seiten, 12,50 Euro, ISBN 978-3-947233-52-6.

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Aus Allen Staaten

Gunzenhausen Sister City partners in Frankenmuth June 9-13, 2022

We are excited to be hosting our Gunzenhausen Sister City partners in Frankenmuth from June 9-13, 2022, as we celebrate our 60th anniversary!  
Below is a high-level schedule of events for your information.  Please let us know if you have comments or questions.  
Hoping you can join us!

Thursday, June 9
• Gunzenhausen guests arrive – traveling independently and planning to be in Frankenmuth by midafternoon.  Currently we have 20 guests confirmed including Mayor Fitz, F. Kolb, Ingeborg Herrmann and Renate Herrmann who have been great partners to work with. 
• Welcome visitors with hosts and host families.
• Participate in a number of optional evening activities, including River Place Food Truck Festival, Princess Ball: 5:00pm dinner, Zehnder Park: 7:00pm Maypole raising, 7:20pm princess announcement, 7:30pm opening ceremonies

Friday, June 10
• Tours and trips planned as visitors desire including a visit to the Capital in Lansing
• 4:30 Sister City Gathering – Fountain and Linden tree photos, Riverwalk
• 5:00 pm Margrave Chair Dedication – Covered Bridge and Leather Gift Shop, 775 S. Main St.
• Participate in several optional evening activities: Attend Bavarian Festival (tent opens at 4:00pm) Street party begins at 5:00pm, Fireworks at 10:00pm, Movie night at River Place festival stage (after fireworks)

Saturday, June 11
• Participate in optional activities including, tours, trips and 8:00 am – RAD Bike Tour, 10:00 am – Kindertag Parade, 11:00 am – Duck race
• 4:30 pm -Tree dedication at Rose Garden and Indian memorial – dedication of a gift of 5 trees from Gunzenhausen and a Maple tree in memory of Greg Rummel
• Evening activity – attend Bavarian Festival

Sunday, June 12
• 11:00am – German Church service at St. Lorenz
• 1:00pm – Bavarian Festival Parade (theme: Rooted in Friendship) Grand Marshall ‘Mayor Fitz and our Gunzenhausen friends’
• 5:00 pm – Banquet at Bavarian Inn Lodge

Monday, June 13
• Depart Frankenmuth
For more information on the Bavarian Festival go to:
http://www.bavarianfestival.org/

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WOCHENPOST-Wortschatz

Selected Articles with helpful translations for those less comfortable with the German language

Bauherren mit Biss: Immer mehr Biber

Brandenburg, Drahendorf: Kurz vor Sonnenuntergang frisst ein Biber Erlenzweige. Einst ausgestorben, verbreitet er sich wieder mehr und mehr in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Foto: dpa

Fischbach/Marpingen (dpa/lrs) – Mehr als eineinhalb Jahrhunderte hat der Biber hierzulande als ausgestorben gegolten – nun erobert sich der kleine Landschaftsarchitekt seine ursprünglichen Lebensräume an Saar, Mosel, Rhein und Nebenflüssen zunehmend zurück. Naturfreunde freuen sich. Aber es gibt auch Konflikte mit Wiesen- und Feldeigentümern. Und Zerstörungen von Staudämmen und Strafanzeigen.

Der Umweltpädagoge und Biberexperte Rasmund Denné sagt in Marpingen der Deutschen Presse-Agentur, er schätze den Bestand im Saarland auf 600 bis 700 der streng geschützten Nagetiere. Für das größere Rheinland-Pfalz geht Stefanie Venske, Leiterin des Biberzentrums in Fischbach bei Dahn, dagegen nur von rund 300 Bibern aus.

Hintergrund dieses Ungleichgewichts: Von 1994 bis 2004 sind laut Denné im Saarland 68 Tiere aus Sachsen-Anhalt ausgesetzt worden. Abwandernde Jungbiber hätten den Bestand ausgeweitet. Rheinland-Pfalz habe indes auf Basis eines Gutachtens beschlossen, keine Biber aktiv anzusiedeln, weil genug Nachbarregionen dies bereits täten. “So ist es auch gekommen – viele Tiere sind in Rheinland-Pfalz eingewandert”, erklärt Denné. Im Saarland gebe es “im Kernbereich schon eine erste Sättigung” – in Rheinland-Pfalz aber noch nicht.

Biberfamilien verteidigen ihre Reviere. Ihre Jungen wandern nach zwei bis drei Jahren über Flüsse ab. So kommen immer neue Biberburgen aus Ästen an Uferböschungen hinzu – die Tiere stauen als gute Baumeister Wasser auf. Damit schaffen sie Teiche und Feuchtwiesen, die seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten anlocken. Im Herbst fällen Biber bei zurückgehender Vegetation vermehrt Bäume, um an die dünnen Zweige der Krone als Futter zu gelangen.

Mutwillige Zerstörungen von Biberdämmen “nerven uns total”, sagt Expertin Venske. Kürzlich sei beispielsweise am Rheinufer bei Bingen ein Damm eingerissen worden und das Wasser abgeflossen. “Da hat die Kreisverwaltung Anzeige erstattet”, ergänzt Venske. “Biber schaffen kleine Naturparadiese.” Würden diese trockengelegt, verlören auch etwa Amphibien und Libellen Lebensräume. Umweltpädagoge Denné sagt, betroffene Grundstückeigentümer müssten aufgeklärt und ihr Verständnis geweckt werden. “In Einzelfällen muss der Naturschutz auch mal eine Wiese weiter oben als Ausgleich anbieten. Der Biber wird nie oben auf dem Berg ohne Wasser sitzen.”

Früher sind diese Nagetiere wegen ihres begehrten Pelzes und Fleisches getötet worden. Aber auch wegen des “Bibergeils”, eines Drüsensekrets, dem heilende und Potenz steigernde Wirkungen nachgesagt worden sind.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

Bauherren – construction clients
Biss – bite
Biber – beaver
ausgestorben – extinct
als gegolten – considered to be
erobert – inheriting
ursprünglichen – original
Nebenflüssen – tributaries
Staudämmen – dams
Strafanzeigen – legal charges
Umweltpädigoge – environmental educator
Nagetiere – rodents
Ungleichgewichts – inequality
abwandernde – migrating
Bestand – continued existence
ausgeweitet – expanded
Kernbereicht – core area
Sättigung – saturation
verteidigen – defend
Reviere – territory
Uferböschungen – embankments
stauen auf – dam
Teiche – ponds
Feuchtwiesen – wetlands
anlocken – attract
mutwillige – wanton
nerven – get on our nerves
eingerissen – torn down
abgeflossen – drained away
Anzeige gestattet – reported to the police
Libellen – dragonflies
Einzelfällen – individual cases
Ausgleich – compensation
begehrten – desirable
Pelzes – pelts
Bibergeils – castor (oil)
Drüsensekrets – glandular secretion
Potenz – potency
nachgesagt – attributed to

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

*Note: Previous selections can be found in the Archives section of the site.*