14. März 2020 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Als Frau in der Männerdomäne Feuerwehr – «auf dem Präsentierteller»

Bei der Feuerwehr sind Frauen selten. Früher wurden sie skeptisch beäugt. Auch heute ist ihr Anblick in voller Montur für viele noch ungewohnt. Aber die Einstellung ändert sich.

Bochum: Feuerwehrfrau Jasmin steht vor einem Feuerwehrfahrzeug. Bei der Berufsfeuerwehr in Deutschland sind Frauen die Ausnahme. Auf einen Anteil von nur 1,41 Prozent kommen Frauen nach den aktuellsten Zahlen von Ende 2017 unter allen Angehörigen der Berufsfeuerwehr. Die 29-Jährige gehört zu einem Team, das bei der neuen WDR-Dokutainment-Staffel «Feuer & Flamme» ab 23. März im Mittelpunkt stehen wird. Foto: dpa

Von Yuriko Wahl-Immel
Bochum (dpa) – Jasmin ist eine Exotin. Auch wenn sie sich so nicht fühlt. Die 29-Jährige arbeitet bei der Berufsfeuerwehr in Bochum. Zusammen mit ganz vielen Männern. Unter deutschlandweit 32 600 Angehörigen der Berufsfeuerwehr sind nur 460 Personen weiblich – das macht 1,4 Prozent. Schade, findet Jasmin, denn: «Ich kann den spannenden Job für Frauen nur empfehlen, genauso wie für Männer.» Sie ist gelernte Mediengestalterin, hat sich dann umentschieden. «Weil mir klar wurde, dass ich etwas tun möchte, was wirklich Sinn macht.»

Verletzte aus Notlagen retten, kräftezehrend über Stunden Brände löschen, in schwerer Montur und mit technischem Gerät arbeiten – alles machbar für eine Frau? «Von den körperlichen Verhältnissen können Männer vielleicht mehr leisten, schwerer heben, manches fällt ihnen physisch leichter», sagt Jasmin. «Aber wir Frauen schaffen auch alles.» Außerdem sei Mann nicht gleich Mann. Der kleinste männliche Kollege im Bochumer Team reiche ihr nur bis zum Kinn. Schutzkleidung, Helm und Atemluftflasche wiegen 20 bis 30 Kilogramm. Irres Gewicht für eine 60-Kilo-Frau. Aber: «Da merke ich im Einsatz kaum was von.» Dank täglichem Ausdauer– und Krafttraining.

Die 29-Jährige gehört zu einem Team, das bei der neuen WDRDokutainmentStaffel «Feuer & Flamme» ab 23. März im Mittelpunkt stehen wird. Auch Jasmins reale Einsätze können Zuschauer dann hautnah miterleben. In den gemischten Teams mit Frauen gebe es viel auf der Plusseite, erzählt sie. Bei ihr öffnen die Leute sich auch eher, weinen sich mal aus.

Simon Heußen, Amtsleiter der Bochumer Feuerwehr, meint: «Frauen sind eine Super-Ergänzung.» Etwa bei Hilferufen nach häuslicher Gewalt oder wenn Frauen und Kinder die Geschädigten sind. «Sie bringen Skills ein, die viele Männer so eher nicht haben. Eine andere Ansprache, ein hohes Einfühlvermögen», betont Heußen. «Wir sind froh, dass es mehr werden und es normaler wird, Frauen bei der Berufsfeuerwehr zu haben.»

Bundesweit ist der Zuwachs allerdings noch marginal. Binnen zehn Jahren hat sich der Anteil von 1,1 Prozent auf zuletzt 1,4 Prozent nach den aktuellsten Zahlen (Ende 2017) erhöht, berichtet der Deutsche Feuerwehrverband (DFV). Bei der Freiwilligen Feuerwehr sind immerhin 9,5 Prozent unter den mehr als 994 000 Engagierten weiblich. Und beim Nachwuchs zeigt sich: Auf drei Jungen bei der Jugendfeuerwehr kommt inzwischen ein Mädchen.

Jasmin glaubt, dass viele Frauen sich den Job nicht zutrauen. Weitere Ursache: Weil die Ausbildung der Feuerwehr nur 18 Monate dauert, ist vorher eine abgeschlossene Ausbildung vorgeschrieben, sagt Heußen. Viele Feuerwehren wollten möglichst Leute aus dem Handwerk – und das seien nun mal überproportional viele Männer. Die Feuerwehren änderten sich hier aber zunehmend. Familie und Beruf könne man in dem Beamtenjob gut vereinbaren, auch viele Männer seien in Elternzeit. «In den Feuerwehren kommen wir allmählich von einer Männer-WG in eine gemischte WG.»

Für Oberbrandrätin Susanne Klatt – seit 20 Jahren bei der Berufsfeuerwehr – geht das zu langsam. «Ich möchte, dass Frauen bei der Berufsfeuerwehr die gleichen Chancen bekommen.» Das Feuerwehrbild der Gesellschaft sei männerfokussiert, angefangen schon von Kinderbüchern. Eine Frauenquote hat sie bislang abgelehnt. Bewege sich weiterhin wenig, sei über eine Quote als Druckmittel aber nachzudenken, findet die Vorsitzende des Netzwerks Feuerwehrfrauen. Die Erfahrung der Essenerin: «Wir Frauen sind immer etwas auf dem Präsentierteller

Kerstin Schmidt, Bundesfrauenbeauftragte im DFV, sieht eine veränderte Betrachtungsweise – vor allem in den Freiwilligen Feuerwehren. «Früher wollten tatsächlich viele Männer keine Frauen dabei haben.» Wer als Frau mitmischen wollte, brauchte ordentlich Rückgrat und wurde kritisch beäugt, schildert Schmidt aus Bayreuth. «Alte Hasen» seien aber ausgeschieden, die Altersstruktur jünger geworden und die Teams deutlich gemischter.

«Frauen tun den Einsätzen sehr gut. Sie sind eher multitaskingfähig, sie bringen Ruhe und Struktur ein und haben oft einen erweiterten Blick auf die Situation vor Ort», erläutert Schmidt. Bei der psychischen Belastung etwa nach Unfällen mit Verletzten und Toten gebe es keine grundsätzlichen Unterschiede bei männlichen und weiblichen Helfern. Und Jasmin bilanziert nach vielen Einsätzen: «Die Leute sind dankbar, dass wir helfen – egal, ob Mann oder Frau.»

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

beäugt – eyed
in voller Montur – full gear
Berufsfeuerwehr – professional fire department
spannenden – exciting
umentschieden – changed her mind
verletzte – injured persons
Notlagen – dangerous situations
kräftezehrend – energy-sapping
Brände – fires
irres Gewicht – crazy amount of weight
Ausdauer– endurance
Krafttraining – strength training
WDR – West Deutsche Rundfunk (radio)
Dokutainment – Infotainment
Staffel – episode
Einsätze – missions
hautnah – almost in her shoes
sich ausweinen – have a good cry
Amtsleiter – chief officer
Super-Ergänzung – super complement
häuslicher Gewalt – domestic violence
Geschädigten – injured parties
Ansprache – distinguishing feature
Einfühlvermögen – empathy
Bundesweit – across the country
sich…nicht zutrauen – don’t think they can handle
Ursache – cause
Beamtenjob – civil service job
vereinbaren – compatible
allmählich – gradually
WG = Wohngemeinschaft – shared living quarters
Oberbrandräterin – upper fire council member
abgelehnt – rejected
bewege sich weiterhin– moves in that direction
auf dem Präsentierteller – up front and center
Betrachtungsweise – point of view
Freiwilligern – volunteer
Rückgrat – fortitude
schildert – depicts
ausgeschieden – ruled out
erweiterten – broader

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

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Sport

Geister-Rennen in der Formel 1, Italien diskutiert Fußball-Aus

Der internationale Sportkalender wird durch die Ausbreitung des Coronavirus durcheinandergebracht. Diverse Veranstaltungen werden in den Herbst verlegt, andere komplett abgesagt.

Bayern München – FC Augsburg, 25. Spieltag in der Allianz Arena. Fußballfans kommen vor dem Spiel zum Stadion. Foto: dpa

Leipzig (dpa) – Absagen, Verschiebungen, Sondergenehmigungen – das neuartige Coronavirus hat die Sportwelt immer mehr im Griff. Bei der Formel 1 müssen die Fans draußen bleiben, in Indian Wells tragen die Tennisspieler ihre Handtücher selbst und die Eishockey-WM der Frauen wurde gleich komplett abgesagt. Ein Überblick der Deutschen Presse-Agentur zu den aktuellen Entwicklungen.

FORMEL 1: Der Grand Prix von Bahrain wird zum Geister-Rennen. Der Veranstalter reagierte mit einer bislang einmaligen Maßnahme in der Königsklasse des Motorsports auf den neuartigen Coronavirus und lässt das zweite Saisonrennen am 22. März ohne Zuschauer stattfinden. Der Große Preis von China im April war bereits abgesagt worden. Nachdem die italienische Regierung die Lombardei und 14 weitere Regionen am Sonntagmorgen abgeriegelt hat, steht das Ferrari-Team im engen Austausch mit den Behörden. Ein Teil des Personals und der Ausrüstung sei bereits in Melbourne, erklärte der Rennstall, der in Maranello und damit rund 200 Kilometer von Mailand entfernt beheimatet ist, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass der restliche Teil wie geplant zum Auftakt in Australien ankommen wird. Bisher würden die entsprechenden Abreisen wie vorgesehen weitergehen. Es sei denn, sie bekämen gegenteilige Mitteilungen, erklärte Ferrari.

FUSSBALL: In Italiens Serie A sind Geisterspiele bereits an der Tagesordnung. Dort wird bereits über eine komplette Absage der Meisterschaft diskutiert. «Benötigt ihr noch etwas? Stoppt den Fußball», schrieb Damiano Tommasi, Chef der italienischen Fußballer-Gewerkschaft, auf Twitter. Eine entsprechende Forderung habe er auch an die Verantwortlichen einschließlich Ministerpräsident Giuseppe Conte geschickt. Bis zum 3. April werden in Italien alle Sportveranstaltungen ohne Zuschauer ausgetragen. Am Dienstag will der italienische Fußball-Verband (FIGC) über die Fortführung der italienischen Serie A entscheiden.

Auch der deutsche Fußball ist bereits betroffen. So musste U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele eine Reise nach Japan absagen. «Ich hatte eigentlich geplant, Anfang März nach Tokio zu fliegen, um mir Standorte für mögliche Trainingslager anzuschauen. Aufgrund der aktuellen Reisewarnung haben wir diese Vorreise allerdings abgesagt», sagte Kuntz der Deutschen Presse-Agentur.

LEICHTATHLETIK: Nach den Absagen für Paris und Rom findet nun auch der Marathon in Barcelona nicht zum geplanten Termin statt. Die für den 15. März geplante Veranstaltung in der katalanischen Metropole wurde von der Stadtverwaltung auf den 25. Oktober verschoben, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Hälfte der 17 000 gemeldeten Teilnehmer sollte aus dem Ausland kommen. Von den großen europäischen Marathon-Veranstaltungen in den kommenden vier Wochen ist damit nur noch Rotterdam im Rennen. Hier teilten die Organisatoren mit, das Event solle vorerst wie geplant am 5. April stattfinden.

RADSPORT: Während am Sonntag die Fernfahrt Paris-Nizza planmäßig startete, blieben sieben Teams der WorldTour dem Rennen zur Sicherheit fern. In Italien wurden alle WorldTour-Rennen im Monat März, darunter auch der Frühjahrsklassiker Mailand-Sanremo gestrichen. Unterdessen durften die französischen Teams Groupama-FDJ und Cofidis die Quarantäne der UAE-Tour verlassen. Eigentlich sollten beide Mannschaften bei dem Ende Februar abgebrochenen Rennen noch bis 14. März im Hotel verbleiben. Doch nach negativen Coronavirus-Tests durften sie am Sonntag die Heimreise antreten. Die Teams Gazprom-RusVelo und UAE befinden sich allerdings noch in Quarantäne.

TENNIS: Beim kommende Woche beginnenden Turnier in Indian Wells gelten verschärfte Hygienemaßnahmen auf und neben dem Platz. So sollen die Spielerinnen und Spieler ihre Handtücher selber tragen und sich diese nicht von den Ballkindern bringen lassen, wie die Organisatoren mitteilten. Zudem werden alle Ballkinder, die Beschäftigten in den Restaurants und die Freiwilligen bei Karten- und Einlasskontrollen Handschuhe tragen. Der Kontakt zwischen Fans und Tennisprofis werde eingeschränkt, hieß es in der Mitteilung weiter.

EISHOCKEY: Die Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada ist abgesagt worden. Das Turnier sollte am 31. März mit Austragungsorten Halifax und Truro eröffnet werden. Die Entscheidung sei per Telefonkonferenz getroffen worden, teilte die International Ice Hockey Federation IIHF am Samstag auf Twitter mit. Akut gefährdet ist nun auch die Weltmeisterschaft der Männer, die vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz geplant ist. Bis Mitte April will die IIHF entscheiden. In der französischen Eishockey-Liga wurde Mühlhausen aus den Viertelfinals der Playoffs ausgeschlossen.

SKI NORDISCH: Das Finale der Skispringer bei der Skiflug-WM im slowenischen Planica (19. bis 22. März) ist gefährdet. Polens Sportdirektor Adam Malysz schrieb in einem Post auf Instagram, dass es am Donnerstag zu einem Treffen der Trainer mit dem Weltverband FIS komme, um zu erörtern, ob die Skiflug-WM abgesagt oder ohne Zuschauer ausgetragen werden solle.

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Feuilleton

Sonderbriefmarke für die Stars der Sesamstraße

Ernie und Bert, Elmo, das Krümelmonster, Tiffy und Samson: Die Stars der Sesamstraße haben jetzt eine eigene Sonderbriefmarke. Foto: Markus Scholz/dpa

Hamburg (dpa) – Ernie und Bert, Elmo, das Krümelmonster, Tiffy und Samson: Die Stars der Sesamstraße haben jetzt eine eigene Sonderbriefmarke. Am 2.3. präsentierte der NDR gemeinsam mit der Deutschen Post die neue 80-Cent-Briefmarke in Hamburg. Als «fröhlicher Botschafter» soll sie künftig kreuz und quer durch Deutschland reisen, wie die Deutsche Post mitteilte. Die Sonderbriefmarke wurde nach Angaben des NDR in einer Auflage von rund 55 Millionen Exemplaren gedruckt. Die Sesamstraße ist eine der erfolgreichsten Fernsehserien für Kinder im Vorschulalter und stammt aus den USA. Der NDR produziert die deutsche Sesamstraße seit 1973

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Gesundheit

«Häusliche Quarantäne»: Isolation mit Hausmitteln

Bei Husten oder Niesen auf jeden Fall Mund und Nase mit Einweg-Taschentüchern abdecken. Foto: dpa

Berlin (dpa) – Bei einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ist bisher meist kein Klinik-Aufenthalt nötig. Denn die große Mehrheit der Infizierten erkrankt entweder gar nicht oder nur leicht wie bei einer Erkältung. Sie können bei Symptomen nach telefonischer Vereinbarung einen Termin mit ihrem Hausarzt machen.

Das Sars-CoV-2-Virus ist aber nach den bisherigen Erfahrungen hoch ansteckend. Um Infektionsketten verlässlich zu unterbrechen, empfiehlt das Robert Koch-Institut nachweislich Infizierten deshalb eine Unterbringung in «häuslicher Quarantäne». Für 14 Tage, das entspricht nach bisherigem Stand der maximalen Dauer der bisher bekannten Inkubationszeit, sollten dann diese Regeln gelten:

  • Einzelunterbringung in einem gut belüftbaren Zimmer.
  • Begrenzung der Kontakte zu anderen Menschen, insbesondere wenn sie einer Risikogruppe angehören. Dazu zählen vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, chronisch Kranke, Ältere und Schwangere.
  • Mitbewohner und Familienangehörige sollen sich in der Regel in anderen Räumen aufhalten oder einen Mindestabstand von mindestens ein bis zwei Metern einhalten.
  • Die Nutzung gemeinsamer Räume sollte auf ein Minimum begrenzt werden und möglichst zeitlich getrennt erfolgen. Diese Räume, vor allem Küche und Bad, müssen regelmäßig gereinigt und gut gelüftet werden.
  • Regelmäßiges gründliches Händewaschen vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang. Zum Trocknen am besten Einweg-Papiertücher verwenden.
  • Bei Husten oder Niesen auf jeden Fall Mund und Nase mit Einweg-Taschentüchern oder gebeugtem Ellbogen abdecken – und bei Gesellschaft in eine andere Richtung niesen.
  • Täglicher Kontakt zu Arzt und Gesundheitsamt, um rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.

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Reise

Nicht nur Prag:

Strände von Mallorca nach sintflutartigen Regenfällen ohne Sand

Schäden an den Stränden im Osten Mallorcas.
Foto: Regierung der Balearischen Inseln/dpa

Palma (dpa) – Grund für die Misere auf Mallorca ist das Sturmtief „Gloria“, das vom 19. bis zum 21. Januar 2020 auf der spanischen Urlaubsinsel gewütet hatte. Nach sintflutartigen Regenfällen und meterhohen Wellen belaufen sich die Schäden der Tageszeitung „Ultima Hora“ zufolge auf der Insel auf 11,2 Millionen Euro. Die Strände von Manacor, Son Servera, Felanitx, Capdepera, Sant Llorenç, Santanyí und Pollença sind praktisch ohne Sand.

Die Lokalbehörden hoffen auf schnelle und unbürokratische Hilfe aus Madrid, um die Strände bis zu Saisonbeginn wieder nutzbar machen zu können. In einigen Stränden von Son Servera sind nur noch Felsen übrig, andere müssen nach Behördenangaben von meterhohen Algenschichten befreit werden. Über 3000 Kubikmeter Sand brauche man allein im benachbarten Sant Llorenç, um alle Strände wieder aufzuschütten.

Santanyí beziffert den Schaden auf Mallorca derweil auf mindestens 600.000 Euro. Da ein Großteil der 20 Strände der Gemeinde nur nach längerem Fußmarsch zu erreichen seien, könnten die Arbeiten zur Instandsetzung von umgestürzten Mauern und zur Beseitigung von entwurzelten Bäumen aber auch deutlich teurer werden, sagte ein Sprecher der dpa.

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Frauenmode: Die Dancingqueen und Hippiebraut sind zurück

Flare-Jeans, Bermudas und Mini-Hotpants: Die 1970er Jahre sind zurück in der Frauenmode. Sogar die Jeans geht auf Zeitreise.

Starke Farben liegen in der Frauenmode auch im Trend – wie zum Beispiel bei C&A zu sehen (Kleid ca. 70 Euro, Blazer ca. 50 Euro, Hose ca. 30 Euro).
Foto: C&A/dpa

Hamburg/Berlin (dpa) – Modedesigner schlagen gerne mal eine Rolle rückwärts, um sich Inspirationen aus vergangenen Epochen für ihre aktuelle Mode zu holen. Nach den 90ern und den 80er sind nun – natürlich – die 70er Jahre dran.

«Die leuchtenden, bisweilen auch schrillen Farben wie Apfelgrün oder Orange sind ebenso ein Kennzeichen dieser Mode wie etwa Muster im Ethno-Stil», erklärt die Stilberaterin Maria Hans aus Hamburg. «Aber auch Materialien wie Häkelspitze, die man jetzt oft bei kurzen Kleidern sieht, gehören dazu.»

Und gerade auch einige schöne Sommerstücke haben Anleihen der Siebziger: «Vor allem Hotpants sind ja ein echtes Merkmal dieser Mode-Dekade – und jetzt sind sie wieder zurück», so Hans weiter.

Doch nicht nur ganz kurze Shorts sollen Frauen im Frühjahr und vor allem Sommer tragen. «Bermudas sind ebenfalls wieder stark im Kommen und werden jetzt häufig zu Blazern getragen. Das gibt ihnen einen ganz neuen Twist», sagt die Modeberaterin. Ebenfalls ein Merkmal der Siebziger Jahre in der heutigen Mode sind Metallic-Stoffe, die es in Silber und Gold, aber auch in stärkeren Farben wie zum Beispiel leuchtendem Apfelgrün zurück in den Handel schaffen.

Selbst die Jeans geht auf Zeitreise: Zwar ist die Hose inzwischen der Klassiker der Mode schlechthin – und das unangefochten über die letzten Jahrzehnte hinweg. Trotzdem unterliegt auch ihr Schnitt den modischen Strömungen. Nun kommt also ein Siebziger-Modell zurück in die Mode: Die Flare Jeans.

«Darunter versteht man Jeans mit weit ausgestelltem Bein», erläutert Maria Hans. «Darüber hinaus gibt es bei diesem Thema viele Vintage-Elemente wie Waschungen, die einen Gebrauchtlook suggerieren. Diese Waschungen wirken ganz natürlich, so als ob man die Jeans schon lange hat und trägt.»

Ein weiterer Jeans-Trend, der sich bereits in der vergangenen Saison durchgesetzt hat, bleibt weiter en vogue: «High-Waist-Jeans – also Denims, die bis zur Taille reichen – sind jetzt in der Skinny-Version zu haben», berichtet die Shoppingberaterin Andrea Lakeberg aus Berlin. «Das hat gleich zwei Vorteile: Die schmale Form der Skinnies zaubert lange Beine, der hohe Schnitt mogelt überflüssige Pfunde rund um die Hüfte weg.»

So manches Element aber bleibt auch aus den vergangenen Jahren erhalten: Weiße Bluse im Herrenhemd-Stil etwa, berichtet Hans. «Dieser Klassiker feiert jetzt ein fulminantes Comeback.» Kein Wunder: Weiße Hemden passen zur Jeans genauso gut wie zum schmalen Rock und wirken je nach Kombination immer wieder anders.

Zwar finden sich die bereits erwähnten Siebziger-Farben vielfach im Handel. Das Farbbild der Frauenmode im Frühling und Sommer 2020 ist aber grundsätzlich von Gegensätzen geprägt. Neben Neonfarben sind Naturtöne ein großes Thema, das sich quer durch alle Kollektionen und Styles zieht, hat Modeexpertin Ritchie Karkowski aus Timmendorf beobachtet.

Zu den angesagten Naturfarben Braun, Beige, Blau und Grün gehören im erweiterten Sinn aber auch einige sehr starke Farben. «Fruchtfarben» nennt sie Karkowski. Etwa Klementinen-Orange ebenso wie ein pinkes Rot, das an frische Himbeeren erinnert.

Zurückhaltenderes gibt es aber auch: «Pistaziengrün ist ein schönes Beispiel für eine eher dezente Farbe, die trotzdem angenehm auffällt», findet die Modeexpertin. «Diese Nuance lässt sich auch toll kombinieren, ganz zeitgemäß zum Beispiel mit Mintgrün.»

Die zuletzt gerne verwendeten Pastelle sind aber nicht out. Karkowski empfiehlt hier: «Vor allem ein zarter Pfirsichton, der gern zusammen mit Puder getragen wird, schafft einen femininen Look.»

Zu solchen dezenten Tönen rät Karkowski zum Beispiel im Berufsleben konservativeren Branchen wie Banken. «Da sind dann Naturtöne aber auch Pastelle eine schöne Wahl.» Die Neon- und Fruchttöne sind dann tendenziell eher etwas für liberalere Branchen, etwa auch alle kreativen oder künstlerischen Berufe.

Ist denn auch etwas ab Frühjahr oder Sommer out? Ja, sagt Modeberaterin Lakeberg. Trends halten sich zwar oft für eine geraume Zeit, aber «irgendwann haben sie ihren Zenit auch überschnitten. Dazu zählen mit Sicherheit Snake-Prints, die zwar gehypt wurden, sich aber nicht langfristig durchsetzen konnten.»

Dafür wird nun vermehrt auf die Muster von Krokodilhäuten gesetzt – oft natürlich nicht mehr das Originalleder, sondern Stoffe mit Aufdruck. «Vor allem bei Taschen und Schuhen spielt Kroko eine große Rolle, weil es besonders edel und klassisch wirkt», erklärt Lakeberg.

Und noch eine gute Nachricht: Im Kleiderschrank verstauen darf man auch erst einmal die sogenannten Mom-Jeans, auch als Karottenjeans bekannt. «Diese Form ist im Sommer definitiv out», erklärt Lakeberg.

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Aus Allen Staaten

Närrisches Treiben und und einfallsreiche Kostüme

GBU Saxonia/Rheingold Chor Maskenball mit internationalen Darbietungen

Seine Tollität Prinz Karl I, ihre Lieblichkeit Catherine mit dem Elferrat: Scott Atkins, Horst Griesser, Andrew Griesser, Larry Marks, Curt Kitter, Burkhard Kniep, Paul Nagel Sr., Jeff Nagel, John Nagel und Paul Nagel Jr.
Die Ukrainischen Tänzer begeisterten das Publikum.

Sonnabend vor Aschermittwoch: es ist seit vielen Jahren Tradition, dass dann in der Carpathia ein Maskenball stattfindet. Das ist während der beliebten 5. Jahreszeit – die nun leider schon wieder vorbei ist. Vorbereitet und ausgerichtet wird der Abend immer vom GBU Saxonia Rheingold Chor. Wir nennen es immer „Maskenball”, könnten aber auch einfach von Fasching oder Fastnacht sprechen, denn auch ohne Maske darf teilgenommen werden. Die Hauptsache ist, dass man Spass hat.

Die Halle war „närrisch” geschmückt, mit lachenden und maulenden Masken an den Wänden, Luftballons auf den Tischen und von der Decke hängend. Um 18:00 wurde die Halle geöffnet, offizielle Begrüßung und Beginn des Vergnügens war 19:11 – wie die Tradition es vorschreibt. Unser Zeremonienmeister, Sigfried Charow, ergriff das Mikrofon und begrüßte mit Helau und Alaaf also alle Narren und Närrinnen (N & N). Er bat Ehrenpräsidentin Edith Kuplent und Präsident Wilfried Mozer nach vorne zu kommen, um die Ehrengäste zu be-grüßen. Tommy Schober mit seinen „Sorgenbrechern” sorgte für Musik. Es wurde getanzt – und man konnte schon sehr interessante Kostüme sehen. Bald ergab sich aber schon die Gelegenheit, sich vom Tanzen etwas auszuruhen. Der Elferrat tauchte auf, wurde zur Bühne geführt, wo die Herren Platz nahmen. Die Bühne war sehr festlich geschmückt, alles glitzerte! Die Mundschenkin, Samantha, versorgte den Elferrat mit Getränken. Andere Vereine wurden begrüßt und gleich danach wurde den N & N etwas sehr Schönes geboten: Volkstänze aus der Ukraine und aus Irland. Die Ukrainian Dancers brauchten nicht extra Tausende von Kilometern aus der Ukraine anzureisen – sie sind eine ukrainische Tanzgruppe aus Metro Detroit, wurden 1950 gegründet, führen Tänze aus verschiedenen ukrainischen Gegenden vor – und treten in den entsprechenden Anzügen und Kleidern auf.

Danach wurde es irisch: die „Rochester Irish Connection” trat an. Vor ein paar Jahren lernten wir sie als „Emerald Isle Dance Society” kennen. Vor 4 Jahren zogen sie nach Rochester und nennen sich nun “Motor City Irish Dance Company”. Sie bilden ihre Mitglieder im typisch irischen Tanz aus – “soft shoe” und „hard shoe”. (Kinder ab 3 werden angenommen.) Unseren N & N gefielen die irischen Tänze wieder sehr und sie bedankten sich mit einer standing ovation.

Nun verließ der Elferrat die Halle – ein Zeichen, dass etwas Besonderes zu erwarten war. Und es dauerte auch nicht lange. Der feierliche Moment war gekommen: Einzug des Prinzenpaares: Prinz Karl II. und Prinzessin Catherine. Sie standen auf ihrer „Staatskarosse” – einem sehr schön geschmückten Holzkarren – und wurden vom Elferrat geschoben. Die „Untertanen” jubelten und das Prinzenpaar warf als Dank Bonbons, Blümchen und Ketten unters Volk. An der Bühne hielt die Karosse: Prinz und Prinzessin stiegen aus und nahmen auf der Bühne Platz, umgeben vom Elferrat. Prinz Karl II. begrüsste seine „Untertanen” und zeichnete davon einige mit Orden aus. Vom ausscheidenden Prinzen Horst II. wurde ihm das Szepter überreicht.

Allen N & N gehörte nun wieder für ein Weilchen die Tanzfläche. Da kam eine Ansage vom Zeremonienmeister: es hätte sich eine Baufirma gemeldet, die offensichtlich Aufträge sucht und sich vorstellen will. Die Gruppe machte für sich Reklame mit Schildern wie “Schaffe, schaffe” und “Häusle Baue”. Sie kamen in Arbeitskleidung, trugen Werkzeug mit sich rum: Hammer, Zangen, Schraubenzieher, Pinsel fürs Anstreichen…

Es war der Beitrag vom GBU Chor. Ob es zu einem „Häusle-Baue-Vertrag” gekommen ist? Das hat der Zeremonienmeister nicht verraten…
Sowohl die ukrainische Volkstanzgruppe, als auch die Rochester Irish Connection traten dann wieder an. Elsa Coates, die Leiterin der irischen Gruppe, hatte für alle N & N noch eine Überraschung: sie bat alle Tanzlustigen auf die Tanzfläche. In 4 langen Reihen sollte man sich paarweise aufstellen. Dann hörte man irische Musik – und Anweisungen von Elsa, welche Schritte auszuführen sind. Es gab viel Gelächter!!!
Weiter gings! Nun sollten die schönsten und originellsten Kostüme ausgewählt und ausgezeichnet werden.
Anschliessend konnten sich N & N mit Erbsensuppe stärken und auf der Tanzfläche nochmal aktiv werden. Gegen Mitternacht klang dann der Maskenball aus. Wir bedanken uns nochmal bei allen N & N, dass sie gekommen sind und die Narrenfreiheit mitgefeiert haben. Prinz Karl II. und Prinzessin Catherine wünschen wir alles Gute für ihre Regentschaft.
E.H.

Gruppen: 1. Fröhlicher Kreis: Lorelei.
Gruppen: 1. Scott Hartsell: Knights in Armor
Paare: 1. Greg und Sharon Skupny: Vikings. 2. Tony und Judy Ochs: Bavarian Cross-Dressers
Herren: 1. Richard Gerhardt: Capt. America. 2. Stuart Sullivan: Colonial Gentleman
Damen: 1. Sidny Sebatto: Alice in Wonderland. 2. Tessa Lucas: Snow White
Sonderpreis für das Originellste: Vivian Urda und Catrina Gerhardt: Wind-up Dolls complete with keys.

Schwäbischer Männerchor – Viel Spaß mit Kraut Abend

Valentine’s Day was special for all who attended the annual sauerkraut dinner in the GACC room at Carpathia Hall. There was a lot of love going around! The singers felt happy after coming off of our successful Christmas concert. It was also enjoyable tasting the fruits of our labor from the cabbage grown in Macomb Township. Oliver Farms has been donating cabbage to the SMC for over 20 years. Last October, the singers gathered with some helpers and processed about 1100 pounds of the sauerkraut. It’s been curing in our cellars and garages since the October 26th harvest. We had 60 concert-goers and longtime supporters attending the dinner. Entertainment was provided by Herbert Gruber with his various instruments and equipment. When Herbert was asked if he would play for us, he said, “Yes, I will bring a dish to pass and make some noise.” We always like his kind of noise! There were five different dishes of sauerkraut, a wonderful ham, imported cheese, hard rolls, mashed potatoes, and delicious homemade desserts. After dinner, the choir members sang, accompanied by two directors! Note: Our Schwaben Ladies are having a new delicious fundraiser “homemade Zwiebelkuchen” orders are being taken now by Anneliese 586-791-9917. A good time was had by all!!
Now we are looking forward to seeing you on May 9th at the combined GBU Saxonia/Rheingold, Schwäbischer Männerchor Choir concert.
Kurt Schmid SMC VP

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