15. August 2020 Selected Articles

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Aus Aller Welt

«Gieß den Kiez» – Durstige Stadtbäume leiden unter Trockenheit

Wasser schleppen für Bäume in den Großstädten: Um den Pflanzen angesichts zunehmender Trockenheit zu helfen, greifen immer mehr Menschen selbst zur Gießkanne. Doch wie sinnvoll ist das?

Leipzig: Uwe Buckendahl gießt einen Straßenbaum auf dem Lindenauer Markt. Die zunehmende Trockenheit macht den Straßenbäumen vor allem in Sachsens Städten zu schaffen. Vielerorts rufen angesichts zunehmender Trockenheit Kommunen, private Initiativen und Umweltschützer dazu auf, die Bäume vor der Haustür zu wässern. Foto: dpa

Von Christiane Raatz und André Jahnke
Leipzig/Berlin (dpa) – Dreimal in der Woche füllt Uwe Buckendahl seine beiden roten und gelben Gießkannen und macht sich auf den wenige hundert Meter langen Weg zu «seiner» Linde. Der imposante Baum steht in Leipzig – und bekommt seit einiger Zeit regelmäßig von ihm Wasser. 2019 hörte der ehemalige Schulleiter und Geografielehrer von der Aktion Initiative «Gieß den Kiez» der Leipziger Stiftung «Ecken wecken». Seither schleppt der 69-Jährige regelmäßig Wasser. «Man sollte nicht immer nur meckern und fordern, sondern auch selbst Verantwortung übernehmen. Ich will es in meinem Kiez doch schön haben.» Sorgfältig umkreist er mit dem Wasserstrahl aus der Gießkanne den Baum.

Mit seinem Hobby ist Buckendahl nicht allein. Vielerorts rufen mittlerweile Kommunen, private Initiativen und Umweltschützer dazu auf, die Bäume vor der Haustür zu wässern. Laut Naturschutzbund BUND gibt es in mehreren Städten «Gießgruppen» – etwa in Berlin, Köln oder Frankfurt am Main. Hilfe ist aus Expertensicht dringend nötig. «Die Trockenheit wirkt sich verheerend auf die Stadtvegetation aus», sagt Christian Hönig, Referent für Baumschutz beim BUND Berlin.

Er empfiehlt, einmal pro Woche acht bis zehn Eimer Wasser pro Baum. «Mit dem ersten Eimer vorsichtig angießen bis sich die Bodenporen öffnen und das Wasser aufnehmen und dann gießen bis die Pflanzgrube gesättigt ist.» Junge Bäume könnten auch öfter gegossen werden.

Erste Anzeichen, dass Bäume unter Trockenheit leiden: Sie rollen ihre Blätter ein oder werfen sie ab, Äste werden kahl, die Kronen licht. Gerade Straßenbäume haben wenig Platz für ihre Wurzeln, Wasser kann nur «sehr begrenzt» gespeichert werden, so Hönig. Hinzu komme, dass Grundwasserstände in den Städten meist abgesenkt und niedrig gehalten werden, so dass die Bäume nur schwer an Wasser kommen. Allein in Berlin hat sich laut Hönig in den vergangenen drei «Trockenjahren» die Zahl der jährlich gefällten Straßenbäume auf rund 6000 erhöht – etwa 20 Prozent mehr als in den Jahren zuvor.

Ute Bedbur aus Berlin kennt das Problem. Vor ihrem Balkon an der Ausfahrt der Tiefgarage musste jüngst ein Baum gefällt werden. So wurde sie auf das Thema Stadtbäume aufmerksam – und beschloss gemeinsam mit ihrer Hausgemeinschaft aktiv zu werden. «Eine Straße ist mindestens doppelt so schön, wenn da Bäume stehen», sagt die 67-Jährige. Gießpläne hängen seit Mai in den Hauseingängen und sollen helfen, die 13 Straßenbäume vor der Wohnanlage zu bewässern.

Joachim Bauer hält das Gießen nur bei Jungbäumen für sinnvoll. Bei alten Exemplaren wisse man oft gar nicht, wo überall Wurzeln entlangführen – und das Wasser erreicht diese nicht. Bauer leitet in der deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (Galk) die Arbeitsgemeinschaft zu Stadtbäumen, in der sich die Kommunen regelmäßig zum Thema austauschen.

«Trockenheit ist überall ein großes Thema», so Bauer, der eigentlich im Kölner Grünflächenamt arbeitet. Die Stadt, in der rund 80 000 Straßenbäume stehen, fördert derzeit 1400 Baumpatenschaften – allein in diesem Jahr sind 200 neue dazugekommen. Wer eine Patenschaft übernimmt, bekommt etwa einen Wassersack, der am Baum nach und nach das kostbare Nass abgibt.

Zwar hat es zwar in den vergangenen Wochen immer wieder geregnet, insgesamt aber bleibt es in Deutschland dennoch zu trocken: So fielen im Juni im Schnitt etwa 90 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Der Wert lag damit zwar im langjährigen Mittel – regional aber war es weiterhin sehr trocken, hieß es. So fielen etwa in Teilen Brandenburgs und Sachsens laut DWD weniger als 15 Liter pro Quadratmeter.

«Man muss in den Städten auch über andere Bäume nachdenken», sagt Bauer. Bundesweit testen die Kommunen derzeit knapp 40 Baumarten, die gut mit trockenen und schwierigen Standorten zurecht kommen. Palmen etwa seien zwar für den Sommer denkbar, kämen aber mit dem Frost im Winter nicht zurecht. Für vielversprechend hält er etwa Arten wie den einheimischen, bisher aber kaum verbreiteten Feldahorn, aber auch Exoten wie den japanischen Schnurbaum.z

Wurde früher ein frisch gepflanzter Stadtbaum drei Jahre lang vom Grünflächenamt gewässert, sind mittlerweile viele Kommunen zu sieben Jahren übergangen, berichtet Bauer. Danach müsse der Baum aber sehen, dass er sich selbst versorgen kann. «Wir können ihn ja nicht immer am Tropf halten.» Zudem handele es sich um Trinkwasser – und um kostbares Gut.?

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

angesichts – in the face of
Gießkanne – watering can
Linde – linden tree
Kiez – N.E. German: neighborhood
Stiftung – foundation
meckern – whine
fordern – demand
sorgfältig – carefully
umkreist – encircles
Wasserstrahl – stream of water
Kommunen – local authorities
verheerend – devastating
wirkt aus – impact
Stadtvegetation – city vegetation
gesättigt – saturated
werfen ab – shed
Äste – branches
kahl – bare
Kronen – crowns
licht – stripped
gespeichert – stored
hinzu – in addition
Grundwasserstände – water tables
abgesenkt – dropped
gefällten – cut down
jüngst – recently
aufmerksam – heedful
beschloss – decided
Hausgemeinschaft – household
Gießpläne – watering schedule sign-up sheet
Wohnanlage – housing complex
Wurzeln – roots
Grünflächenamt – green space office
Baumpatenschaften – tree sponsorships
kostbare – valuable
Nass – moisture
abgibt – releases
zwar – indeed; in fact
Niederschlag – precipitation
einheimischen – native (trees)
Feldahorn – field maple
Schnurbaum – pagoda tree
sich selbst versorgen – take care of itself

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

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Sport

Fußball Bundesliga

Debatte um Zuschauerrückkehr hält an: Gesundheitsminister beraten

Die Gesundheitsminister der Länder beraten am Montag über die Maßnahmen der Deutschen Fußball Liga für eine Wiederzulassung der Fans in die Bundesliga-Stadien. Entscheidungen werden nicht erwartet. Die Bedenken zur Fan-Rückkehr wachsen mit den Infektionszahlen.

ARCHIV – 13.06.2020, Berlin: Fußball: Bundesliga, Hertha BSC – Eintracht Frankfurt, 31. Spieltag im Olympiastadion. Die leere Tribüne vor Beginn des Spiels. Foto: dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Die Debatte um das Für und Wider einer Zuschauerrückkehr in die Bundesliga-Stadien zur neuen Saison hält an. Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für einen erst reduzierten Wiedereinzug der Fans ohne Besetzung der Stehplätze, Alkohol und Gästefans sowie mit personalisierten Tickets hat viel Anerkennung bekommen. Zugleich gibt es angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen weiter Kritik und Zweifel aus Bund, Ländern und Wissenschaft. Die Gesundheitsminister der Länder wollen an diesem Montag über die geplanten DFL-Maßnahmen beraten.

«Wir haben aber nicht vor, einen Beschluss zum Hygienekonzept der DFL zu fassen», sagte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD), Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz ist, der «Berliner Morgenpost» (Montag). Die Idee, «dass unter anderem alle Besucherinnen und Besucher nach Testungen wieder ins Stadion kommen können, werde von der Mehrheit der Minister «kritisch gesehen. Ganz besonders, weil vor und nach dem Spiel niemand große Menschenansammlungen und Alkoholkonsum ausschließen und kontrollieren kann», sagte Kalayci (53). Man brauche die Testkapazitäten außerdem in vielen anderen Bereichen – in den Schulen, Kitas, Pflegeheimen, Krankenhäusern und für die Reiserückkehrer. «Daher steht nach meiner jetzigen Einschätzung der Profifußball auf der Prioritätenliste der Gesundheitsminister nicht ganz oben», erklärte Kalayci.

Vor dem Treffen hat der Ärzteverband Marburger Bund Bedenken gegen eine Zuschauerteilzulassung auch mit Corona-Schutzauflagen geäußert. «Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie Fußballfans mit zwei Metern Abstand ein Tor ihrer Mannschaft bejubeln», sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn Fans im Stadion sind, dann wollen sie auch zusammensein und gemeinsam feiern, was menschlich nachvollziehbar ist», sagte die Ärztin und Hygienespezialistin. «Insofern bin ich da eher kritisch.»

Der Virus-Experte Helmut Fickenscher hingegen warnt, dass der Ligastart mit Zuschauern am dritten September-Wochenende die Probleme mit der Pandemie in den kälteren Jahreszeiten vergrößern könnte. «Im Herbst und Winter ist zu erwarten, dass sich die epidemische Lage verschärft», sagte der Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel der dpa. Gleichzeitig werde es schwer sein, zwischen Infektionen mit dem Coronavirus und herkömmlichen Erkältungen sowie der Grippe zu unterscheiden. «Das wird es schwieriger machen, über entsprechende Lockerungen im Sportbereich zu entscheiden», sagte der Mediziner.

Grundsätzlich hält er eine begrenzte Rückkehr von Fans zu den Spielen für möglich. «Bei zehn Prozent der Zuschauer habe ich aber den Verdacht, dass man das auch gleich lassen könnte», sagte Fickenscher und fügte hinzu: Vielleicht sei das andererseits «ein Anfang. Und auf Basis dieses Anfangs kann man Erfahrungen sammeln.»

Die Zulassung einer geringen Zuschauerzahl hätte einen symbolischen Wert, aber kaum einen wirtschaftlichen. So denkt Hertha BSC laut einem Bericht der «Bild am Sonntag» zufolge darüber nach, ganz auf Besucher zu verzichten, zumal in Berlin eine Obergrenze von 5000 Personen für Großveranstaltungen bis zum 24. Oktober gilt. «Zu wenig für Hertha BSC», schrieb das Blatt. Um auf eine schwarze Null zu kommen, müssten mindestens 15 000 Zuschauer kommen, hieß es in der «BamS» laut einer clubinternen Hertha-Rechnung.

Wie unabwägbar und mit welchen (Infektions-)-Gefahren das Vorhaben der Bundesliga verbunden ist, zeigen die jüngsten Coronavirus-Fälle beim 1. FC Köln. Zwei Spieler sind positiv getestet worden, twitterte der Club am Samstag. Beide sind in häuslicher Quarantäne. Am Samstag hatte das Kölner Team erstmals gemeinsam auf dem Platz gestanden.

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Feuilleton

Studie: Mehrheit der Kinder liest regelmäßig in der Freizeit

Kinder in Deutschland lesen in der Freizeit. In dieser Altersgruppe sind die Nutzer von Streamingdiensten noch in der Minderzahl.

Die Mehrheit der Kinder in Deutschland liest einer Studie zufolge mindestens mehrmals pro Woche in der Freizeit. Foto: Oliver Berg/dpa

Hamburg (dpa) – Die Mehrheit der Kinder in Deutschland liest einer Studie zufolge mindestens mehrmals pro Woche in der Freizeit. 77 Prozent der 4- bis 13-Jährigen nutzen demnach dazu Bücher, Zeitschriften, Comics, E-Books oder E-Magazines. Das geht aus dem «Kinder Medien Monitor 2020» hervor, der jetzt vorgestellt wurde. 94 Prozent der Kinder schauen zudem mindestens mehrmals pro Woche Filme, Serien oder Fernsehsendungen und 90 Prozent nutzen Musik, Radiosendungen, Hörspiele oder Hörbücher.

Mehrere Medienhäuser gaben die Studie in Auftrag: Gruner + Jahr, Zeit Verlag, Spiegel Verlag, Panini Verlag und Egmont Ehapa Media. Das Marktforschungsunternehmen Immediate erstellte die Analyse federführend. Die Untersuchung repräsentiert rund 7,4 Millionen Kinder in Deutschland im Alter von 4 bis 13 Jahren.

Vergleiche zu früheren Studien sind nicht sinnvoll, weil sich verschiedene Studienparameter geändert haben. Der neue Monitor unterteilte die Kinder – allerdings hier speziell die Altersgruppe 6 bis 13 Jahre – auch in Medien-Nutzungs-Typen. Die größte Gruppe machen dabei mit 45 Prozent und 2,62 Millionen diejenigen aus, die die Studie als «Die Klassischen» bezeichnet und Kinder aus allen Altersabstufungen integriert.

Zu den Merkmalen gehören: Der Fokus liegt auf dem laufenden Fernseh- und Radioprogramm, gelesen wird fast nur von Papier.
Die Kinder nutzen für ihre Kommunikation auch digitale Kanäle und Apps, aber eher unterdurchschnittlich oft.

Die kleinste Gruppe in der Typologie bezeichnet die Studie als «Die Streamer» mit rund 840 000 Kindern (14 Prozent). Mit einem Durchschnittsalter von elf Jahren sind sie die älteste Zielgruppe.
Sie konsumieren vor allem Streaming- und Videodienste, wobei sie auch das laufende Fernsehprogramm schauen. Lesen spielt eine kleine Rolle.

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Umwelt

Permafrost in der Schweiz wird wärmer

Ein Blockgletscher wird im Rahmen von PERMOS vermessen.          
  Foto: Cecile Pellet/PERMOS/dpa

Von Christiane Oelrich
Davos (dpa) – Der Permafrost in den Schweizer Alpen wird wärmer. An allen 15 Standorten sei die in Bohrlöchern gemessene Temperatur gestiegen, teilten Wissenschaftler des Schweizer Permafrostmessnetzes Permos am Dienstag mit. Am gut 3400 Meter hohen Piz Corvatsch im Kanton Graubünden sei der Permafrost seit Messbeginn vor 32 Jahren in zehn Metern Tiefe um etwa ein Grad wärmer geworden, in 20 Metern um ein halbes Grad. Die obere Schicht dieses Bodens, in der die Temperatur im Sommer über Null Grad steigt, sei an den Bohrlochstandorten um mehrere Meter dicker geworden. Der Wassergehalt im Permafrost sei deutlich gestiegen.

Als Permafrost wird ständig gefrorener Boden bezeichnet. Wenn er auftaut, wachsen Naturgefahren wie Steinschlag oder Murgänge.

Grund für die Erwärmung seien die hohen Lufttemperaturen in den Sommern der vergangenen Jahre, teilten die Wissenschaftler mit. Die Sommer 2003, 2015, 2017, 2018 und 2019 seien sehr heiß gewesen.

Der extrem schneearme Winter 2016/2017 habe aber zu einer kurzfristigen Abkühlung bis in größere Tiefen geführt, da der Untergrund ohne die isolierende Schneedecke auskühlen konnte. Es habe sich gezeigt, dass die Schneebedingungen entscheidend seien. «So können diese zum Beispiel den Erwärmungstrend kurzfristig bis in größere Tiefen unterbrechen», berichteten die Wissenschaftler. «Hitzewellen von einigen Tagen oder Wochen haben in diesem Fall nur einen beschränkten Einfluss.»

Am schnellsten erwärme sich der kalte Permafrost an den höchsten Gipfeln, wo es permanentes Eis nur in Fels-Poren und Klüften gibt. In den flächenmäßig größten Schuttgebieten mit viel Eis, wo die Temperaturen des Permafrosts nur wenig unter dem Schmelzpunkt liegen, änderten sich die Temperaturen dagegen nur wenig. Das liege an der großen Menge Energie, die zum Schmelzen des Eises benötigt wird.

Die Geschwindigkeit, mit der sich die 15 vermessenen Blockgletscher bewegen, sei gestiegen, teilten die Wissenschaftler mit. Sie bewegten sich inzwischen um mehrere Meter im Jahr. In den 90er Jahren seien es nur mehrere Dezimeter gewesen.

Blockgletscher sind Schuttmassen aus Gesteinsblöcken und Eis, die sich Richtung Tal bewegen.

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Reise

CE-Zug fährt von Stuttgart bis Rügen

43 000 Zugbegleiter, Servicemitarbeiter, Lokführer und Busfahrer werden mit den 
neuen Kleidungsstücken ausgestattet.  Foto: dpa

Stuttgart/Binz (dpa) – Die Bahn hat eine neue ICE-Verbindung auf die beliebte Urlaubsinsel Rügen angekündigt. Außerdem tragen Zugbegleiter bald eine neue Uniform. Den Schöpfer der neuen Dienstbekleidung kennen viele aus dem Fernsehen. In diesem Sommer fährt erstmalig ein ICE von Stuttgart direkt nach Rügen. Der Schnellzug startet früh morgens in der südwestlichen Metropole und hält unter anderem in Heilbronn, Kassel und Berlin, bis er nachmittags das Ostseebad Binz erreicht, wie die Deutsche Bahn mitteilt.

Die Züge fahren ab sofort freitags und samstags, die Rückfahrten beginnen in Binz samstags und sonntags jeweils am späten Vormittag. Die direkte Verbindung besteht bis zum 19. September.

Die Mitarbeiter auf der Premierenfahrt von Stuttgart an die Ostsee durften bereits in die neue blau-weinrote Kollektion von Designer Guido Maria Kretschmer schlüpfen.

43 000 Zugbegleiter, Servicemitarbeiter, Lokführer und Busfahrer werden mit den neuen Kleidungsstücken ausgestattet. Das dunklere Rot soll nach Angaben der Bahn sympathischer und moderner wirken und mehr Kombinationsmöglichkeiten bieten.

Zugchefs sind künftig an der silbernen Farbe von Krawatten und Halstüchern zu erkennen – bisher war die Anzahl von Streifen am Sakko ausschlaggebend. Die alten Kleider sollen in Teilen als Malerteppiche oder Putzlappen wiederverwertet werden.

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Auffällige Sonnenbrillen für den Sommer

In diesem Jahr sind die Sonnenbrillen entweder riesig oder winzig.

Das Modell «The Candy» von Privé Revaux by Apollo ist in verschiedenen Farben erhältlich. Foto: Apollo/dpa

Von Jennifer Weese
Berlin/Bückeburg (dpa) – Ob mit auffälligem Rahmen oder mit pastellfarbenen Gläsern: In diesem Jahr liegen opulente und große Sonnenbrillen im Trend. Wem das nicht passt, der greift einfach zum anderen Must-have dieses Sommers: sogenannten Microshades. Das sind extra kleine Sonnenbrillen, die kaum mehr sind als Modeaccessoires.
Besonders beliebt sind dabei auffällige Gläser: Rosa, Mint, Babyblau – vor allem Pastellfarben machen das Sommeraccessoire zu einem echten Hingucker. Trendig sind auch Farbverläufe der knallig und intensiv getönten Gläser, die nach unten hin heller werden – oder die Farbe sogar komplett wechseln.

Doch Vorsicht: Pastellfarbene Gläser eignen sich mitunter nicht als Sonnenbrille im Straßenverkehr oder am Strand, warnt der Optiker Giovanni Di Noto, Vorstandsmitglied im Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen. «Braune, graue und grüne Glastönungen verfälschen die Farben am wenigsten und schützen die Augen zuverlässig.» Auch orangefarbene Gläser böten optimalen UV-Schutz.

Unabhängig von der Farbe steht das Glas selber im Mittelpunkt – und zwar als rahmenlose Brille in der XL-Variante. «Die hat man früher immer den Leuten untergejubelt, die keine Brille tragen wollten», sagt Kerstin Kruschinski, stellvertretende Geschäftsführerin im Kuratorium Gutes Sehen (KGS), über den Klassiker unter den Brillen. Mittlerweile habe sich das geändert, und die rahmenlosen Brillen, ob mit oder ohne Tönung, seien richtig «fashion-like».

Richtig große und auffällige Glasformen – zum Beispiel sechseckig geschnittene – seien mittlerweile auch in der rahmenlosen Variante technisch möglich und daher angesagt. «Diese Brillen eignen sich natürlich auch fantastisch als Sonnenbrillen, denn sie sind super leicht und super schick», findet Kruschinski. Auch sogenannte Flat-Top-Brillen, bei denen der obere Rand eine Gerade bildet, kommen in diesem Sommer nur mit einem halben oder gar ganz ohne Rahmen aus.

Doch es muss nicht immer groß sein – vor allem als Modeaccessoire haben sich die sogenannten Microshades oder Tiny Sunglasses auf der Straße etabliert. Nicht selten werden sie bloß auf der Mitte des Nasenbeins getragen. Die mini-kleinen Sonnenbrillen, oft ebenfalls mit bunten Gläsern und in extrem schmaler Form, dienen aber kaum wirklich zum Schutz vor der Sonne und den gefährlichen UV-Strahlen.

«Eine Sonnenbrille sollte immer so groß sein, dass sie keine schädliche UV-Strahlung ans Auge lässt», sagt Di Noto. UV-Strahlung kann in entsprechender Intensität zu schmerzhaften Entzündungen der Binde- und Hornhaut oder sogar zu dauerhaften Schädigungen der Netzhaut führen. «Optimale Sonnenschutzgläser filtern möglichst viele Wellenlängen des Lichtes unterhalb von 400 Nanometern», sagt Di Noto.

«Wenn die Brille nur abdunkelt, das UV-Licht aber nicht filtert, ist das für die Augen sogar schädlicher, als gar keine Brille zu tragen», gibt die Modestylistin Valeriya Licht zu bedenken.

In der Regel sind Sonnenbrillen, die es in der EU zu kaufen gibt, allesamt CE-zertifitiert. Das ist ein Zertifikat, das sicherstellt, dass die Brillen einen ausreichenden UV-Schutz haben.

Für alle, für die Sonnenbrillen nicht nur Modeaccessoires, sondern auch Augenschutz sind, gibt es noch andere Trends. Unabhängig von der Brillenform sind «dicke, fette Muster» angesagt, weiß Kruschinski. Besonders beliebt sei der sogenannte Marmor-Look, aber auch Retro-Prints sehe man immer wieder.

Egal ob mit Muster oder ohne, ob groß oder klein: Die Sonnenbrille muss zum Gesicht passen. So ist es beispielsweise laut Kruschinski auch für Menschen mit einem eher kleineren Gesicht möglich, große Sonnenbrillen zu tragen. Oft reiche es da aber aus, zu einer L- oder XL-Fassung zu greifen – und nicht direkt zu der überdimensionierten XXL-Variante. Kruschinskis Ratschlag: Stoßen die Gläser beim Lächeln an die Wangen an, so ist die Brille höchstwahrscheinlich zu groß.

Als Faustformel gilt laut Di Noto: «Ist die Gesichtsform eher eckig, empfiehlt sich eine runde oder ovale Brillenform.» Bei einer runden Gesichtsform sollte es hingegen eine eckige Brillenform sein. «Und kaum Gedanken müssen sich Menschen mit einer ovalen Gesichtsform machen, die können nahezu jede Brillenform gut tragen, wenn die Proportionen stimmen», sagt Di Noto.

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Aus Allen Staaten

It was the right thing to do

Executive chef and owner Matt McGrail
Our famous Schnitzel BLT

Thank you to the Wochenpost for the article about us in last weeks Wochenpost.

We did not feed these frontline workers for the exposure, we fed them because it was the right thing to do, especially in the time we are in. Below is a description of how it came about.

Let me tell you a little bit more. Cork & Gabel is a Detroit based restaurant that is known for its open beer hall feel with European comfort food, centering around Irish, Italian and German cuisine.

We take old school classics and add our own modern twist to them.
We support local small business including our own organic farm, Wojcik Farms in Tecumseh, Michigan, which supplies us during the growing season, along with Michigan Craft Beef in Leeland, Michigan where we get our beef from.

The majority of our products that we use are sourced locally.
We are a small Michigan based business supporting Michigan small businesses.We also work very hard on making our carbon footprint smaller, restaurants create a lot of waste, in an effort to help with that, we not only use recycled carry out containers, but we also use biodegradable straws. We also compost all of our produce waste and recycle all plastic, glass and aluminum containers that we generate. 

In March, with the COVID pandemic breathing down on us, we were not able to escape, like many others, the full closure of our business. We had a lot of food in the building that we needed to do something with.

We had our staff come in and take what they wanted to feed their families for a couple weeks, but with inventory still here, I was hoping to figure something out. Speaking with a Doctor friend of mine, hearing that frontline workers at the hospitals were eating meals out of vending machines, I knew I had to do something.

Something that could lift their spirits a little. Taking leftover food we had and that needed to be used, food donations from the Carpathia club and money out of my own pocket for supplies.

I started making breakfast burritos, lunches, soups and other food items to donate. It quickly became a weekly thing I did, keeping me busy and using up food that would have gone bad, it was just a logical move.

I started by serving doctors and nurses and local hospitals, that transitioned into feeding local police, fire and ems, even teaming up with a local community group to feed the homeless of Detroit. 

You really start to understand that a hot breakfast can make someone feel better and lift their spirits. During this crazy time we are in, a little can go a long way.

It’s the same for these donations, we were able to spend money and take donations and feed over 2000 (approximately) frontline workers and 90 homeless people of Detroit. Whatever it was we made, it was always received with a huge thank you, pictures and social media posts about how good it was and how it lifted their spirits. 

We are continuing to donate food to frontline workers to this day and I expect us to continue this trend for a long time. It is something I have always been about, but now with everything that is happening, I think it is even more important now. I want to personally thank the GBU for their amazing monetary donations to help and aid us in serving our community, but more for serving the frontline workers of our community. 
Matt

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Seniorenkreis in der
St. Peter’s Kirche

Diese Coronavirus Pandemie hat uns aller Leben in den letzten vier Monaten verändert. Aus Sicherheits- und Gesundheitsgründen konnten sich die Mitglieder des Seniorenkreises – die sich sonst immer zwei mal im Monat in der ev.-luth. St. Peter’s Kirche in Warren trafen – nicht mehr sehen. Viele unserer Mitglieder leben allein und sind durch diese Situation ziemlich traurig, einsam und deprimiert. Natürlich kann man telefonisch in Verbinung bleiben, aber das ist nicht dasselbe als einander sehen und sprechen. Kürzlich erhielten wir von der Kirchenverwaltung die Genehmigung für ein Treffen. Gerne nahmen wir das Angebot an und hatten eine Versammlung am Mittwoch, dem 22. Juli um elf Uhr vormittags. Wie vorgeschrieben trugen alle Besucher eine Gesichtsmaske.

Wir hatten ein kleines Programm, später Pizza und Salat. Eine Seniorin hatte Geburtstag und spendierte uns allen eine leckere, selbstgebackene Torte.

Eine Umfrage ergab, dass wir uns am Mittwoch, den 19. August um elf Uhr wieder sehen wollen. Wenn Sie einige nette Stunden mit uns verbringen möchten, laden wir Sie herzlich dazu ein. Bitte melden Sie sich einige Tage vor diesem Datum bei der Kirchensekretârin (586-979-3850) an, vorausgesetzt, dass sich die Pandemie nicht weiter verschärft.
Es wäre schön, wenn wir uns dann wiedersehen können.
A.R.