19. Februar 2022 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Vormarsch durchs Hinterzimmer:
Illegale Spielautomaten boomen

Illegale Glücksspielautomaten werden einer Studie zufolge in Deutschland immer häufiger. Während die legalen Geräte immer strengeren Auflagen unterliegen, kann man bei sogenannten Fun Games fast ohne Limit spielen. Experten warnen.

Ein Geldschein wird in einen Fun-Game-Automat geschoben. Eine Feldstudie zu illegalem Glücksspiel warnt vor sogenannten Fun Games. Foto: dpa

Von Martin Fischer
Hamburg (dpa) – Sie werden Fun Games genannt, aber Jürgen Trümper vom Arbeitskreis gegen Spielsucht versteht hier keinen Spaß. Illegale, also in Deutschland nicht zugelassene Glücksspielautomaten sind nach einer von ihm erstellten Feldstudie bundesweit auf dem Vormarsch. Sie stehen in Hinterzimmern von Kneipen, fadenscheinigen Gastrobetrieben, windigen Wettannahmestellen oder in Kulturvereinen. Und sie versprechen das schnelle große Geld – bei extrem hohem Verlustrisiko. Nicht nur die sozialen Brennpunkte in den Großstädten sind betroffen, auch in der Fläche finden sie sich.

Da die Automaten illegal sind, gibt es auch keine Meldedaten. Um dennoch einen Überblick zu erhalten, besuchte Trümper für seine nun vorgelegte Feldstudie «Einblicke in den illegalen Glücksspielmarkt 2021» von Juni bis Oktober vergangenen Jahres verdeckt 1408 Örtlichkeiten in 150 Kommunen in 13 Bundesländern. Dabei steuerte er gezielt Orte an, die den Verdacht der Illegalität nahelegten.

Die Bilanz: In 44,5 Prozent der aufgesuchten Einrichtungen fanden sich illegale Spielautomaten, häufig neben legalen. Jedes dritte vorgefundene Geldspielgerät war illegal: 32,8 Prozent von insgesamt 3337. In Hamburg – laut Studie ein Fun-Game-Hotspot – ist das Problem bekannt. Nach vorläufiger Einschätzung stünden solche Geräte in mehr als 150 Betrieben und Kulturvereinen, heißt es im Glücksspielreferat der Innenbehörde. «Es ist von einer vierstelligen Summe von Geräten auszugehen.» Bei diversen Razzien und Durchsuchungen seien solche Geräte sichergestellt worden. Zahlen dazu lagen nicht vor.

Die Fun Games seien hochriskant, warnt Trümper, der seit vielen Jahren von Unna in Nordrhein-Westfalen aus das illegale Glückspiel in Deutschland unter die Lupe nimmt. «Es gibt überhaupt keinen Spielerschutz, keine Spielpause. Sie können mit wesentlich höheren Einsätzen spielen», sagte der Experte der Deutschen Presse-Agentur. Er habe ein Gerät getestet, «bei dem konnte man in der Spitze für zweieinhalb Sekunden sogenannten Spielspaß 300 Euro einsetzen, natürlich auch mit der entsprechenden Gewinnerwartung.» Aber genau das mache sie attraktiv.

Nutzer seien zumeist problematische oder pathologische Spieler, «die dann auch bereit sind, Haus und Hof an den Geräten zu verlieren». Trümper spricht aus Erfahrung: Über 15 Jahre hat er als Sozialarbeiter Spieler und deren Angehörige betreut, seit 1992 ist er Geschäftsführer des Arbeitskreises gegen Spielsucht. «Das sind süchtige, kranke Menschen, deren Krankheit hier mittels der Geräte in einem Maß ausgebeutet wird, das ins Unerträgliche geht», sagt er.

«Insbesondere das Spielen in Spielhallen oder Gastronomiebetrieben scheint mit einem erhöhten Risiko für glücksspielassoziierte Probleme verbunden zu sein», heißt es aus dem Arbeitsstab des Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. Die Wahrscheinlichkeit für eine krankhafte Spielsucht sei Studien zufolge bei Geldspielautomaten am höchsten, gefolgt von Pokern und Sportwetten.

Die Fun-Game-Automaten stammten zumeist aus dem Ausland, aus China oder Osteuropa, sagt Trümper. Im Internet könne man sie für Preise zwischen 1700 und 3000 Euro kaufen – ganz legal. «Lediglich das Aufstellen ist nach Paragraf 6a der Spielverordnung eine Ordnungswidrigkeit.» Allerdings sei die Rechtsprechung inzwischen dahin gelangt, dass bei Aufstellung immer auch der Tatverdacht auf illegales Glücksspiel gegeben ist – und das ist eine Straftat.

Bis 2008 gab es seinen Schätzungen zufolge bundesweit bis zu 120 000 Fun-Game-Geräte. «Genaue Zahlen gibt es nicht, weil Fun Games unter der Flagge von Unterhaltungsautomaten segelten und deshalb nicht meldepflichtig waren.» Seit 2008 ist es verboten, sie aufzustellen, aber nun sind sie wieder im Trend. «Die Renaissance ist zum einen begründet durch die begrüßenswerte Einschränkung der legalen Glückspielgeräte, zum anderen aber vor allem durch den Abbau des dritten Gerätes in gastronomischen Betrieben.»

In den vergangenen Jahren wurde die Attraktivität legaler Geräte zum Schutz der Spieler immer weiter verringert. Unter anderem wurden Einsatz- und Verlustmöglichkeiten limitiert, ebenso die Spieldauer. Seit 2019 dürfen in Gastronomiebetrieben nur noch zwei Geldspielgeräte aufgestellt werden, das bis dato erlaubte dritte musste weg.

«Häufig wurden die Verluste aus dem Abbau des dritten Gerätes durch das Aufstellen illegaler Geräte kompensiert, mit denen man zudem viel höhere Einnahmen erzielen kann – und das auch noch an der Steuer vorbei», sagt Trümper. «Wer lediglich ein Bußgeld von ein paar Hundert Euro zu erwarten hat, entscheidet sich leichter für ein solches Gerät, das nach Einschätzung von Experten rund 10 000 Euro und mehr im Monat Cash bringt.»

Zur Lösung des Problems fordert die Automatenwirtschaft eine Lockerung der Vorgaben für ihre legalen Geräte, um diese attraktiver zu machen. «Aus meiner Sicht ist das der falsche Weg», sagt Trümper. Dass der Branchenverband seine Studie finanziert hat, ist für ihn kein Problem. Es sei eine Güterabwägung. «Mein Motiv ist ganz klar der Kampf gegen die Ausbreitung des illegalen Glückspiels. Und in diesem Fall decken sich unsere Motive, auch wenn jeweils eine andere Intension dahintersteht.»

Er vertrete die Position, «mit aller gesetzlichen Härte – und die Möglichkeiten haben wir – gegen die Aufstellung illegaler Fun Games vorzugehen», sagt Trümper. Allerdings wären dafür stärkere Kontrollen nötig. «Viele Ordnungsämter sind personell unterbesetzt, mit sehr vielen sehr unterschiedlichen Aufgaben betraut – und die Kontrolle von Spielstätten ist hier nur ein Unterpunkt. Zudem sind die Mitarbeiter häufig nur unzureichend geschult.»

Trümpers Einschätzung wird auch von Tobias Hayer, Glücksspielforscher an der Universität Bremen, geteilt. «Wir müssen die Ordnungsämter personell aufstocken. Damit sie vor Ort das illegale Glücksspiel sichtbar machen können.» Dazu müssten die Kompetenzen der Mitarbeiter verbessert werden. «Es geht nicht nur um die personelle Ausstattung, sondern auch um die Sachkunde.»

In Hamburg hat die Glücksspielaufsicht nach Behördenangaben zuletzt 2020 mehrere Schulungen für Polizei und Bezirke durchgeführt. Dann habe Corona dem einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Die Schulungen sollen im Rahmen der personellen Kapazitäten möglichst zeitnah fortgesetzt werden», heißt es in der Hansestadt.

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Sport

TV-Phänomen Wintersport: Olympia-Quote besser als im Sommer

Die deutschen Fernseh-Zuschauer lieben Wintersport – und bei Olympia in Peking schauen sogar mehr Menschen zu als bei den Spielen im vergangenen Sommer in Tokio. Woran liegt das?

Von Michael Rossmann und Claas Hennig
Berlin (dpa) – Millionen deutscher TV-Zuschauer sind Wintersport-Fans. Stundenlang erfreuen sie sich derzeit an den Olympia-Übertragungen, bescheren ARD/ZDF Traumquoten und sorgen für ein überraschendes TV-Phänomen: Bei den Winterspielen schauen mehr Menschen zu als bei den Sommerspielen. «Das ist sehr außergewöhnlich und schwer zu erklären», kommentierte der Medien-Forscher Christoph Bertling von der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Auch am Wochenende hat die Olympia-Berichterstattung den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern über viele Stunden Spitzen-Quoten beschert. Besonders beliebt waren die Biathlon-Übertragungen mit durchschnittlich 4,57 Millionen Zuschauern am Morgen deutscher Zeit und 4,98 Millionen gegen Mittag. Der höchste Marktanteil lag bei 40,6 Prozent und verdeutlicht den Trend.

Die bisher erfolgreichste Übertragung aus Peking war der Gold-Triumph von Rennrodler Johannes Ludwig am Sonntag vergangener Woche, als 5,14 Millionen Menschen zuschauten. Zum Vergleich: Bei den Spielen in Tokio war die Zusammenfassung vom Finalerfolg von Tennisspieler Alexander Zverev mit 4,5 Millionen Menschen die erfolgreichste Sendung.

«Sommerspiele sind eigentlich immer der größere Publikumsliebling», sagte der am Institut für Kommunikations- und Medienforschung tätige Bertling. Da die Spiele fast in der gleichen Zeitzone und mit nur einer Stunde Differenz stattfinden, lassen sich die Zahlen aus Tokio und Peking gut vergleichen.

So verzeichnete das ZDF nach Angaben von Sportchef Thomas Fuhrmann in der ersten Woche durchschnittlich 1,76 Millionen Zuschauer bei ihren stundenlangen Übertragungen aus Peking – im Vergleich zu 1,34 Millionen aus Tokio. Bei der ARD sind es laut Sport-Koordinator Axel Balkausky bisher durchschnittlich 1,72 Millionen – in Sommer waren es 1,29 Millionen.

«Der Wintersport hat den großen Vorteil, dass wir bei ARD und ZDF an jedem Wochenende Klein-Olympia übertragen», sagte ARD-Teamchef Christoph Netzel. «Daraus entwickelt sich eine Sehgewohnheit beim Publikum, man fiebert mit den eigenen Athletinnen und Athleten mit. Auch deshalb ist der Wintersport bei uns ein Erfolgsprogramm.»

Medien-Forscher Bertling sieht wie der ARD-Teamchef einen weiteren Grund für die hohen Quoten. «Sicherlich spielen die zahlreichen Medaillen in den Anfangstagen eine große Rolle», sagte der Dozent. «Deutsche Erfolge ziehen immer ein größer werdendes Publikum mit. Es entsteht eine Art Sogwirkung. Sportliche Erfolge generieren Quoten. Die Ausbeute in Tokio war eher gering.»

Ähnlich sieht es Netzel. Deutschland sei «im Wintersport extrem erfolgreich – zuhause kann mitgejubelt werden», sagte der ARD-Mann. «Speziell in der ersten Woche war der Eiskanal eine Goldgrube, das wirkt sich auch auf die Quoten aus.»

Weitere Gründe sieht Jana Wiske in den äußeren Umständen. «Die aktuelle Covid-Situation, die winterlichen Temperaturen und die guten Erfolgsaussichten der deutschen Wintersportler sorgen für höhere Einschaltquoten vor dem heimischen Fernseher», sagte die Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin von der Hochschule Ansbach.

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Feuilleton

Orden wider den tierischen Ernst für Iris Berben

Die Schauspielerin Iris Berben mit Narrenkappe.
Sie erhielt den Orden wider den tierischen Ernst
des Aachener Karnevalsvereins (AKV). Foto: Arya Shirazi/dpa

Aachen (dpa) – Im vorigen Jahr konnte der Aachener Karnevalsorden wider den tierischen Ernst nicht verliehen werden. In diesem Jahr bekommt die Schauspielerin Iris Berben (71) die Auszeichnung. Vergeben wird der Kulturpreis für Humor und Menschlichkeit im Amt vom Aachener Karnevalsverein.

Berben war schon im Sommer 2020 als nächste Ordensritterin auserkoren worden. Sie sei «eine gesellschaftspolitisch stark engagierte Persönlichkeit, die mit Sympathie, Humor und Geradlinigkeit die Herzen der Menschen gewinnt und als Mahnerin gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein Vorbild ist», hieß es zur Begründung. Ausgestrahlt wurde die Verleihung im ARD-Fernsehen

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Gesundheit

Unsterblich durch Tumorzellen: Späte Ehre für Henrietta Lacks

Großbritannien, Bristol: Die Familie von Henrietta Lacks steht bei der Enthüllung einer Statue anlässlich ihres 70. Todestages im Royal Fort House in Bristol. Foto: Ben Birchall/PA Wire/dpa

Genf (dpa) – Für ihren Beitrag zur Medizin hätte Henrietta Lacks eigentlich mehr als den Nobelpreis verdient. Stattdessen starb die Amerikanerin mittellos mit 31 Jahren. Jetzt wurde ihr bei der WHO eine späte Ehre zuteil.

Henrietta Lacks hatte ihr Leben noch vor sich. Sie war verheiratet, bekam fünf Kinder, doch dann setzte ein aggressiver Krebs ihrem Leben ein frühes Ende. Die Amerikanerin starb 1951, mit 31 Jahren. Und hat der Welt doch ein beispielloses Geschenk gemacht: «Sie hat unsterbliche Zellen hinterlassen, die die Welt verändert haben», sagte ihr Enkel, Alfred Carter, in Genf. Dort ehrte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Lacks, 70 Jahre nach ihrem Tod. Millionen Menschen verdanken Henrietta Lacks ihr Leben.

Lacks war 1951 mit Blutungen in die Johns-Hopkins-Klinik in Baltimore bei Washington gekommen. Ärzte stellten Gebärmutterhalskrebs fest. Sie starb trotz Behandlung wenige Monate später. Eine Gewebeprobe, die Lacks entnommen worden war, wurde aber zur medizinischen Sensation. Der Zellbiologe George Gey und seine Frau Margaret legten wie üblich eine Kultur an, doch anders als bis dahin starben die Zellen nicht nach kurzer Zeit ab. Lacks‘ Krebs war so aggressiv, dass die Zellen sich alle 24 Stunden verdoppelten.

Die HeLa-Zelllinie – benannt nach den ersten Buchstaben von Lacks Vor- und Nachnamen – ist in Medizinerkreisen legendär. Sie wurde zu einem Grundpfeiler der modernen Medizin. Inzwischen gibt es andere Zelllinien, aber die HeLa-Zellen sind robust und deshalb weiter sehr begehrt. 50 Millionen Tonnen seien bislang produziert und erforscht worden, sagte WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan. Mehr als 75 000 Studien basierten auf der Forschung an HeLa-Zellen, sagte sie.

Mit ihnen seien der Polioimpfstoff entwickelt worden, jede Menge Medikamente gegen Krebs, HIV und Aids, Leukämie und Parkinson. Auch bei der Entwicklung der Impfstoffe gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 spielten HeLa-Zellen eine wichtige Rolle, sagte Swaminathan.

Firmen haben sich bestimmte Verwendungsweisen der Zellen patentieren lassen und damit viel Geld verdient. Der deutsche Krebsforscher Harald zur Hausen fand darin die humanen Papillomviren HPV16 und HPV18, die zur Entwicklung des HPV-Impfstoffs führten. Er bekam den Nobelpreis dafür.

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Reise

Von den Gletschern zu den Palmen: Mit dem Zug durch die Schweiz

Kämpft sich seinen Weg durch die Schweizer Winterlandschaft: 
der Bernina Express. Foto: Andrea Badrutt/Rhätische Bahn/dpa

Von Verena Wolff
Pontresina (dpa) – Langsam arbeitet sich der Bernina Express das gleichnamige Bergmassiv hinauf. Schon der Start in Pontresina liegt auf einer Höhe, in der Flachland-Touristen deutlich schwerer atmen. Der kleine Ort im Engadin liegt 1774 Meter über dem Meeresspiegel. Über den Bergen hängen die Wolken, nur ab und an dringt die Sonne durch. Ob es oben ein einmaliges Panorama zu sehen gibt, oder ob die Wolken die Sicht verhängen, können die Reisenden noch nicht ahnen.

Im Zug wird darüber schon gefachsimpelt. Von den einen, die regelmäßig die schönsten Zugstrecken der Schweiz befahren. Wie die des Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz. Oder die des Bernina Express von Samedan, St. Moritz oder eben Pontresina bis ins italienische Tirano. Und den anderen, die wiederum zum ersten Mal in dem Zug sitzen und das Bernina-Massiv nur vom Skifahren oder Wandern kennen.

Die Reisenden haben Glück. Denn das Wetter wird besser, je höher sich der Zug der Rhätischen Bahn schraubt. 70 Prozent Steigung ist die größte, die er zu überwinden hat – auf normalen Gleisen, ohne Zahnrad. Darum zieht die Lokomotive ihre Wagen in zahlreichen Serpentinen hinauf.

Die Strecke des Bernina Express gehört zu den steilsten zahnradlosen Eisenbahnlinien der Welt. Das berichtet nicht etwa ein Zugbegleiter, während sich die Bahn immer weiter Richtung Ospizio Bernina auf 2253 Meter Höhe schiebt. Die Schweizer Betreibergesellschaft hat eigens für ihre Panoramastrecken eine App entwickeln lassen, die von den Besonderheiten entlang der Routen erzählt.

Höher als zum Bahnhof Ospizio Bernina geht es nicht
Der Bahnhof Ospizio Bernina ist der höchste Punkt der Strecke, von dort aus geht es nur noch runter – mit einem stetigen Gefälle von sieben Prozent in Richtung Italien, vorbei an Poschiavo bis nach Tirano. Dann heißt es: Gletscher ade, auf zu den Palmen, die die Seen der mediterranen Orte Lugano, Locarno oder Ascona säumen.

Der schönste Punkt aber folgt kurz hinter dem höchsten, auf nur noch 2091 Metern Seehöhe: die Alp Grüm. Dort hält der Zug für ein paar Minuten an und gibt den Passagieren die Möglichkeit auszusteigen – Panoramagenuss ganz ohne Fensterscheiben und Klimaanlage, den Piz Palü direkt im Blick. «An diesen Ort führt keine Straße», sagt der Schaffner. «Allenfalls wandernd schafft man es hierher.»
Weiter bergab. Der Bahnhof von Poschiavo liegt auf 1014 Metern. Von dort aus geht es bis auf 429 Meter, zum Zielbahnhof in Tirano. Zwischen die letzten beiden Stationen haben Schweizer Bahningenieure noch ein einzigartiges Bauwerk gesetzt: das Kreisviadukt in Brusio. Hier dreht sich die Bahn auf engstem Raum einmal um die eigene Achse und verliert dabei massiv an Höhe.

Von Tirano aus geht es mit dem Bus in die Schweiz zurück
Von Tirano aus, in der italienischen Lombardei, geht es mit dem Bernina Express Bus weiter in den südlichsten Kanton der Schweiz, das Tessin. Ein Reisebus fährt quer durch das Veltlin Richtung Comer See bis nach Lugano.

In Lugano angekommen lacht die Sonne vom Himmel. Einheimische und Besucher genießen das schöne Wetter vor allem am See und in den Parks, die ihn umgeben. Hier gibt es zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. Die beiden Hausberge, der Monte Brè und der Monte San Salvatore, lassen sich leicht erwandern – mit einem einzigartigen Blick über Luganer See und die Stadt, die lange zu Italien gehörte.

Wer lieber im Ort bleibt, kann historische Kirchen erkunden, sich in die wechselnden Ausstellungen im hochmodernenLugano Arte e Cultura (LAC) vertiefen, shoppen gehen oder einfach das Dolce Vita am Seeufer genießen.

Mediterranes Ambiente im südlichsten Zipfel der Schweiz
Nur wenige Minuten per Zug sind es von Lugano aus in die Kantonshauptstadt Bellinzona, die als italienischste aller Schweizer Städte gilt. Drei bestens erhaltene mittelalterliche Burgen bilden dort eine mächtige Festungsanlage.

Das Castelgrande, das von der Stadt aus nahezu unerreichbar auf einem steilen Felsen zu liegen scheint, ist heute bequem mit einem Lift zu erreichen. «Zu den beiden anderen Burgen muss man wandern», sagt Stadtführerin Claudia Maspoli. Patrizierhäuser und schmucke Kirchen, verwinkelte Gassen und eine große Piazza mit zahlreichen Cafés und Restaurants machen das mediterrane Ambiente perfekt.

Die Reise zurück aus dem Tessin in die Berge führt durch die Urschweiz nach Luzern. Und zwar durch ein weiteres spektakuläres Bauwerk: den Gotthard-Basistunnel, der 2016 eröffnet wurde. Für die 57 Kilometer lange Strecke zwischen Bellinzona und Arth-Goldau braucht der Zug rund 20 Minuten.

Die Alternative: eine Fahrt mit dem Gotthard Panorama Express, der von Lugano nach Flüelen an der Südseite des Vierwaldstättersees fährt. Dort zeigt sich die einmalige Taktung der Schweizer Bahnen – denn kaum aus dem Zug ausgestiegen, fährt auch schon das Elektroboot vor. Schließlich gehören nicht nur Bahnen zum Service des Swiss Transport Service (STS), unter dem sich die zahlreichen Bahngesellschaften zusammengeschlossen haben, sondern auch Busse und Verkehrsschiffe.

Anreise: Eine Übersicht über die Orte, von denen die Panoramazüge starten, findet sich online. Die Startpunkte sind von Deutschland aus mit dem Auto oder der Deutschen Bahn zu erreichen.
Einreise: Alle Touristen müssen sich vor Einreise in die Schweiz und nach Italien online anmelden. Für die Einreise nach Italien benötigen zudem alle Touristen ein negatives Corona-Testergebnis, für die Einreise in die Schweiz nur jene, die nicht geimpft oder genesen sind. In Italien gilt für diese Personengruppe nach Einreise eine fünftägige Quarantänepflicht (Stand 20. Januar 2022).
Unterkunft: Die Panoramazüge halten in bekannten touristischen Orten, in denen es Unterkünfte in jeder Preisklasse gibt. Wenn sich der Bahnhof nicht direkt im Ort befindet, stellen viele Hotels Shuttles zur Verfügung. Alternativ fährt oft auch ein öffentlicher Bus in die Orte hinein.
Die Bahntickets: Besucher aus dem Ausland können sich den Swiss Travel Pass kaufen, der für 3, 4, 6, 8 oder 15 Tage gilt. Er ist gültig in allen Zügen der gewählten Klasse, außerdem in den Postbussen und dem ÖPNV. Fahrten mit den Panoramazügen sind inbegriffen, allerdings müssen für den Glacier, Bernina und Gotthard Panorama Express Sitzplätze reserviert werden. Die können auch an den Startbahnhöfen vor Antritt der Fahrt gekauft werden. Tickets gibt es online unter http://www.myswitzerland.com/rail.

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Wie eine Umarmung von innen: Wintereintöpfe mit einem Extra-Kick

Die zitronige Linsensuppe kommt ohne Ingwer oder Knoblauch aus. Dafür sorgen Porree, Kurkuma, Kreuzkümmel und frisch gepresster Zitronensaft für Aroma. Gebratener Grünkohl setzt als Topping Akzente.
Foto: Melanie Brummerloh/vollwert-blog.de/dp

Von Katja Wallrafen
Worpswede/Berlin (dpa) – Warum Ein-Topf-Gerichte das Zeug zum Lieblingsessen haben? Sie machen nicht nur ganze Familien satt und fühlen sich nach einer Umarmung von innen an, sondern sind auch «zahm» in der Zubereitung. Sind die Zutaten erstmal geschnippelt, verlangen sie keine weitere Zuwendung – Deckel zu und die Suppe köchelt unaufwendig auf kleiner Flamme.

Der Aufwand lässt sich auch beim Abwasch geringhalten, denn es wollen nicht zig Töpfe und Pfannen gespült werden. Ob mit oder ohne Fleisch, das immer zuerst mit Zwiebeln angebraten wird: Es brodeln meist gemeinschaftlich Wurzelgemüse wie Rote Bete, Pastinake, Topinambur, Schwarzwurzel oder diverse Kohlarten zusammen in einer Gemüse- oder Fleischbrühe. Sollen Eintöpfe aus Linsen, Bohnen und Erbsen zubereitet werden, ist etwas Vorplanung nötig, denn die Hülsenfrüchte werden am besten vorher über Nacht eingeweicht.

Inspiration aus aller Welt für den Wintereintopf
Die Küchen der Welt bieten reihenweise Ideen, den klassischen Wintereintopf aufzupeppen. Die arabische Küche verzaubert Linsengerichte mit Kreuzkümmel, Koriander und Piment. Ein Klassiker ist etwa «Mejarda» oder auch «Mujaddara». Das Linsengericht wird in Syrien, Israel, Palästina und Jordanien zubereitet, der Clou sind frittierte Zwiebelringe on top. Mit Kokosmilch kommen Aromen aus Südostasien in den Linsen- oder Erbseneintopf.

Oder der Grünkohl-Eintopf – er kann nach thailändischer Art einfach mit Kokosmilch, Süßkartoffeln und einer Chilischote auf dem Herd simmern. Ein Erbseneintopf gewinnt feine asiatische Noten mit Sojasauce, Reisöl oder eineinhalb Löffel Ingwer, fein gehackt.

Duftiger Gruß aus der Levante-Küche
Die Berliner Bloggerin Peggy Schatz kocht etwa einen Wirsingeintopf mit Datteln, gewürzt mit Harissapulver. Oder sie gönnt sich einen duftigen Gruß aus der Levante-Küche, indem sie Rosenwasser zum Einweichen verwendet. Zum Beispiel für weiße Bohnen, die sie zusammen mit Rosenkohl und Kartoffeln kocht. Dafür werden 500 bis 600 Gramm weiße Bohnen über Nacht in Wasser eingeweicht, das mit zwei Esslöffeln getrockneter Rosenblüten aromatisiert wird.

Auf ihrem Blog «zunehmend wild» ist schon seit Jahren nachzulesen, wie sie Rezepte abwandelt und kreativ erweitert und dabei ihr Faible für «Essbares aus Wildkräutern, Wildgemüsen, Wildfrüchten und wilden Baumteilen» auslebt.

Süßkartoffelspäne geben das gewisse Etwas
Peggy Schatz mag das Zusammenspiel von herben und fruchtigen Aromen, etwa beim veganen «Steckrübe Sweet‘n spicy»-Topf: «Die Steckrübe gewinnt im Backofen ein aufkonzentriertes, leicht herbes Aroma. Das harmoniert mit dem Süße-Säurespiel der Ananas. Erbsen bringen weitere Süße und eine zweite Farbe ins Spiel», sagt Peggy Schatz.

Für einen schnellen Frucht-Kick in dicken Wintereintöpfen sorgt übrigens auch Essig. Balsamico rundet die Linsensuppe ab, Holunderessig passt prima zur Süßkartoffelsuppe. Eine weitere Anregung: Für eine Eintopf aus Süßkartoffeln und Rettich frittiert sie Süßkartoffelspäne.

Dafür behält sie ein Stück Süßkartoffel übrig, raspelt es und tupft es mit Küchenpapier trocken. Dann erhitzt sie in einem kleinen Topf Speiseöl, gibt die Süßkartoffelraspel vorsichtig hinein und bräunt sie leicht. Mit einem Schaumlöffel werden die Süßkartoffelspäne herausgefischt und zum Abtropfen auf ein Stück Küchenpapier gelegt.

Aroma dank Kreuzkümmel und Kurkuma
Melanie und Sönke Brummerloh berichten auf Ihrem Vollwert-Blog ebenfalls über ihre Experimente in der Küche. Ihre zitronige Linsensuppe steht in weniger als 20 Minuten auf dem Tisch – ist deshalb besonders beliebt bei Eltern von kleineren Kindern, die wenig Zeit haben, vorab viel zu schnippeln.

«Die Suppe kommt ohne Ingwer oder Knoblauch aus, es muss lediglich Porree geschnitten werden», sagt Melanie. «Kurkuma und Kreuzkümmel sorgen für ein schönes Aroma, zudem der frisch gepresste Zitronensaft», ergänzt Sönke. Gebratener Grünkohl, Mangold oder Pak Choi setzen grüne Akzente.
«Sucuk» – kräftig gewürzte Rohwurst aus Bulgarien

Antoniya Hasenöhrl bloggt unter blog-bulgarien.de über Kultur, Land und Leute ihres Heimatlandes. Sie verrät, wie sie das Grundrezept einer klassischen bulgarischen Bohnensuppe aufpeppt: Dafür verwendet sie 250 Gramm Bohnen, zum Beispiel Kidney- oder Canellini-Bohnen, die sie vorab über Nacht einweicht. «Man kann natürlich auch Dosenbohnen verwenden, die haben dann aber weniger Nährstoffe», sagt sie.

Die Bohnen werden mit Bohnenkraut, zwei Tomaten, einer großen Zwiebel, einer Karotte sowie drei Scheiben Kasseler gekocht. Klein geschnittene Zwiebeln, in Öl angebraten, kommen als Topping dazu. Alternativ zum Kassler kann auch eine kräftig gewürzte Rohwurst verwendet werden.

«Sucuk» aus Bulgarien ist je nach Region aus Rind- oder Kalbfleisch und Lammfleisch. Jeder kann die Suppe nach Lust und Laune und dem, was der Kühlschrank hergibt, abwandeln: Dill kann als Ersatzspieler fürs Bohnenkraut in den Topf. Schmand sorgt für eine gewisse Sämigkeit, mit Limetten verrührt für einen spritzigen Touch.

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Aus Allen Staaten

HOLD THE DATES!!

We are excited to be planning the celebration of the 60th Anniversary of the Frankenmuth Gunzenhausen Sister City partnership and wanted to be sure you mark your calendars for the upcoming visits. 

Gunzenhausen visits Frankenmuth – June 9th – June 13th
Our Gunzenhausen friends will be visiting Frankenmuth and participating during the Bavarian Festival, with the formal Sister City banquet planned for Sunday, June 12th.  We will be looking for host families so if that is of interest to you, please let us know.

Frankenmuth visits Gunzenhausen – July 1st – July 4th
Frankenmuth will be visiting Gunzenhausen and participating during the Bürgerfest with the formal banquet scheduled for Sunday, July 3rd.  A Germany guided tour (including the Anniversary celebration) is being planned by Frankenmuth Travel – for more information contact John Schmitt at john@frankenmuthtvl.com phone (989) 652-9977 if you are interested.

We are creating an email distribution list for those interested in information or who want to be involved and also for our planning purposes – please respond to this email or
contact bethanybernthal@yahoo.com to be included in information/scheduling updates.
So very excited to actually be able to plan these gatherings with our wonderful partners and friends from Gunzenhausen.  Let us know if you have any questions.
Danke!
Beth

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WOCHENPOST-Wortschatz

Selected Articles with helpful translations for those less comfortable with the German language

Vom Hoch auf den Kaiser zur Nationalhymne – Haydns Geniestreich

ARCHIV – 30.11.1999, —: Darstellung des österreichischen Komponisten Joseph Haydn (1732 -1809). Er komponierte u.a. die österreichische Kaiserhymne “Gott erhalte Franz den Kaiser” zum Geburtstag des letzten Kaisers des “Heiligen Römischen Reiches”, Kaiser Franz II. Foto: dpa

Wien (dpa) – Gesucht wird: Eine Melodie, die in unruhigen Zeiten mit ihrem Zauber die Treue zum Kaiser belebt. Für Joseph Haydn, den Top-Komponisten der damaligen Zeit, ein Kinderspiel. Ihm gelingt eine sehr eingängige Tonfolge, «die in ihrer Einfachheit genial ist», sagt Benedikt Lodes, Direktor der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Dort wird die Originalhandschrift der «Kaiserhymne» verwahrt. Vor 225. Jahren (12. Februar 1797) singt das Publikum im von vielen Kerzen erleuchteten Hofburgtheater vor einem gerührten Kaiser Franz II. die Zeilen «Gott! Erhalte Franz den Kaiser, Unsern guten Kaiser Franz!» – es ist das erste Mal, dass die Melodie der heutigen deutschen Nationalhymne erklingt.

Die Französische Revolution hatte 1789 die Monarchien europaweit erschüttert. Napoleon bedrohte mit seinen Armeen auch das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Höchste Zeit, das Verhältnis zwischen Untertanen und Herrscher positiv emotional aufzuladen.

Ein patriotischer Dichter hatte getextet, Haydn (1732-1809) sollte komponieren. «Haydn war berühmt, kaisertreu und hat den Auftrag wohl gerne angenommen», sagt Lodes. Das Vorbild war die englische Hymne «God Save the King», Haydn hatte zwei ausgedehnte Aufenthalte in London hinter sich. So gut singbar wie ein Kirchenlied signalisiere das Stück in seinem getragenen Charakter das Ziel der Beständigkeit der Verhältnisse – ganz im Gegensatz zur vorwärtsstürmenden französischen «Marseillaise», so der Experte weiter.

Die «Kaiserhymne» machte Eindruck und verbreitete sich laut Lodes schnell – auch im 1815 gegründeten Deutschen Bund, zu dem etwa 40 mehr oder weniger kleine Länder gehörten. Der deutsche Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben litt wie viele Bürger unter der deutschen Kleinstaaterei. Er textete 1841 zur Melodie Haydns: «Deutschland, Deutschland über alles», – und meinte damit nicht die Überlegenheit gegenüber einem angeblichen äußeren Feind, sondern die Überwindung der deutschen Teilungen, wie der Wormser Historiker und Sachbuchautor Jörg Koch betont.

Als 1871 tatsächlich ein Deutsches Reich unter der Führung Preußens gegründet wurde, sei Fallersleben entsprechend enttäuscht gewesen, dass sein «Lied der Deutschen» sich nicht als Hymne etablierte, so Koch. Das geschah dann vor 100 Jahren im August 1922 in der Weimarer Republik. Reichspräsident Friedrich Ebert erklärte die eingängige Melodie zur deutschen Nationalhymne. Unter den Nationalsozialisten wurde die erste Strophe später zur gefürchteten Begleitmusik von Krieg und Terror.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Deutschen wiederum auf der Suche nach einer Nationalhymne waren, setzte sich 1952 das Altbekannte durch – allerdings ausschließlich in der dritten Strophe («Einigkeit und Recht und Freiheit»). Das sprach sich laut Koch international nicht sofort herum. Bei einem offiziellen Besuch in den USA wurde der aus Köln stammende Kanzler Konrad Adenauer 1953 in Chicago mit dem rheinischen Karnevalslied «Heidewitzka, Herr Kapitän» empfangen. «Das war kein Affront, das war eher ein gut gemeintes Versehen», sagt Koch. Unsicherheit im Umgang mit der Hymne zeigte auch das Verhalten der Fans beim WM-Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 1954 in Bern: Sie sangen wie selbstverständlich die erste Strophe.

Insgesamt zähle die deutsche Hymne zu den auffallend friedlichen, sagt Koch. «Andere Hymnen sind viel kämpferischer in der Tonlage.» Komponist Haydn verbuchte mangels damaliger Urheberrechte mehr den Ruhm als etwaige Einnahmen. Immerhin habe er eine goldene Dose mit dem Konterfei des Kaisers erhalten, sagt Lodes. Und: Haydn habe das Lied gern am Klavier gespielt, um seine eigene Stimmung aufzuhellen.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

kaisertreuen – faithful to the emperor
Untertanen – subjects
Zauber – magic
belebt – stimulates
gelingt – succeeded
eingängige – catchy
Einfachheit – simplicity
verwahrt – kept secure
gerührten – moved
Zeilen – lines
erhalte – keep
erschüttert – shook
bedrohte – threatened
aufzuladen – charged
Dichter – poet
ausgedehnte – extended
Aufenthalte – stays
getragenen – solemn
Beständigkeit – steadiness
Verhältnisse – relationships
Eindruck – impression
verbreitete sich – spread
Überlegenheit – superiority
Angeblichen – allegedly
Überwindung – demise
Teilungen – division
Preußens – Prussia
gegründet – founded
entsprechend – correspondingly
enttäuscht – disappointed
geschah – happened
Begleitmusik – music accompanying
wiederum – again
sprach herum – spread
stammende – native
empfangen – received
Versehen – intention
Unsicherheit – uncertainty
kämpferischer – militaristic
verbuchte – scored
Urheberrechte – copyright
aufzuhellen – brighten

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

*Note: Previous selections can be found in the Archives section of the site.*