21. August 2021 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Schäppel, Bollenhut und Lederhose: Wie steht es um die Tracht?

Viele glauben, Trachten seien uralt und die Alltagskleidung längst vergangener Zeiten. Doch weit gefehlt: Sie wurden erst vor wenigen Jahrhunderten eingeführt. Noch immer gibt es Liebhaber – auch wenn manch altes Wissen verloren geht

Baden-Württemberg, St. Peter: Die Schäppel-Macherin Anita Wehrle, zeigt, wie man die traditionellen Trachtenkrönchen ihres Heimatdorfs St. Peter im Schwarzwald herstellt. Die Krönchen werden zu Kommunion und anderen kirchlichen Festtagen getragen, doch heute werden kaum noch neue Schäppel bestellt. Foto: dpa

Von Violetta Heise
St. Peter (dpa) – Einen Schwarzwälder Bollenhut dürften wohl viele erkennen. Doch einen Schäppel? Uneingeweihte könnten das wertvolle Stück, das hier auf Anita Wehrles Wohnzimmertisch liegt, für eine Art Miniatur-Adventskranz halten – mit seinen unzähligen bunten Perlen, Spiegelchen und Steinchen. Doch es handelt sich um ein traditionelles Trachtenkrönchen.

Mädchen aus St. Peter im Schwarzwald tragen den Schäppel dem Brauch nach zur Kommunion und zu anderen kirchlichen Festtagen. Er wird mit Bändern an den Zöpfen befestigt. Wehrle, 78 Jahre alt, kann die filigranen Stücke als eine der Allerletzten noch fertigen.

Wie automatisch formen ihre Finger Blümchen aus dünnem Draht, die später einmal Teil eines Schäppels werden könnten – wenn denn einer in Auftrag gegeben würde. Das aber sei lange nicht geschehen, sagt Wehrle. «Es werden keine Schäppel mehr bestellt, das ist ja alles vorbei», sagt die Witwe. Sie fürchtet, dass Schäppel und Trachten allgemein bald aussterben könnten.

Doch diese Sorge teilt der Deutsche Trachtenverband nicht. Rund eine Million Menschen in Deutschland trügen vereinsmäßig Tracht, sagt Verbandspräsident Knut Kreuch. «Aus diesem Grunde ist die Tracht auch immer sehr lebendig und aktuell.» Die Vereine verbuchten auch bei jungen Leuten Zuwächse. Nur im Alter der Berufsfindung gehe das Interesse zurück. Wenn es dann an die Familiengründung und das Sesshaftwerden gehe, kämen viele zurück zum Trachtenverein.

Fast jede Region in Deutschland habe ihre eigene Tracht – es gebe viel mehr als nur die allseits bekannten Dirndl und Bollenhüte. Wer kennt zum Beispiel die Tracht aus dem thüringischen Altenburg? Laut Kreuch sieht sie für Frauen schwarze Kleidung vor, die ihnen alles Weibliche nehme. So verdecke etwa ein Holzlatz die Brust, das Haar sei komplett verborgen. Oder wem sagt die Tracht aus Apelern in Niedersachsen etwas, bei der Frauen eine Dreistücksmütze trugen?

Viele halten Trachten für die historische Alltagskleidung der Menschen. Doch: «Sie sind ein erfundenes Kleidungssystem», betont Lioba Keller-Drescher, Kulturwisssenschaftlerin an der Uni Münster mit einem Schwerpunkt auf Kleidungsforschung. Entstanden seien sie Ende des 18. Jahrhunderts, als Fürstenhäuser begannen, ihre Untertanen mit dekorativen Kostümen ausstatten zu lassen.

«Die Idee, dass insbesondere Landleute in einheitlicher, altertümlicher und sozialdifferenzierter Kleidung leben würden, war ein herrschaftliches, dann bürgerliches Wunschbild einer geordneten Gesellschaft», sagt Keller-Drescher. Die Umwälzungen des 19. Jahrhunderts hätten diese «rückwärtsgewandten Utopien» befördert. «Das Trachttragen wird dann massiv gefördert und findet dann Eingang in die regionalen Kleidungsstile.»

Doch welches Bedürfnis steckt dahinter, wenn Menschen sich heute noch in zum Teil unbequeme, sperrige oder wenig figurschmeichelnde Outfits schmeißen, die absolut nicht mehr der Mode entsprechen? Laut Verbandspräsident Kreuch wollen Trachtenfreunde «ihre Heimat auf der Haut tragen». Die innere Liebe zur Heimat könne man nicht sehen, die Tracht schon. Damit drücke man Zusammengehörigkeit aus. «Man versteht sich – auch über das gegenseitige Erkennen. Wer anonym bleiben will, für den ist Tracht nichts.»

Schäppel-Macherin Wehrle trägt selbst noch regelmäßig die Tracht ihrer Schwarzwald-Gemeinde St. Peter: also etwa ihren Schnapphut und das schwere Kleid plus Seidenschürze. Trachttragen, das kenne sie noch aus der Kindheit: In Schule, Kirche, auf Festen – überall sei die Kleidung präsent gewesen. In den 1980er Jahren lernte Wehrle das Handwerk des Schäppelmachens. «Da hätt’ man nie gedacht, dass es mal so zurückgeht. So endet’s irgendwie.» Schade sei das, und traurig. Heute wüssten viele nicht mehr, wie man die Kleider richtig trage, und jeder meine, er könne sich mal eben so einen Bollenhut aufsetzen.

Die 78-Jährige würde sich wünschen, dass Trachten wieder zum Alltag von Kindern und Familien dazugehörten. Aber außerhalb des Schwarzwalds sei die Tracht nun mal schon nach dem Zweiten Weltkrieg fast nirgends mehr so alltäglich getragen worden, sagt Reinhold Frank vom baden-württembergischen Trachtenverband. Der Schwarzwald sei da eins der letzten Refugien gewesen.

In Vereinen lebten Trachten weiter. Dass heute kaum mehr jemand Schäppel kaufen wolle, müsse nicht an mangelndem Interesse liegen, glaubt Frank. Viele Familien besäßen wahrscheinlich schon ein solches Krönchen und reichten es von Generation zu Generation weiter. Die Gefahr, dass das Handwerk aussterben könnte, sieht er aber auch. «Das müssen wir vom Verband in den nächsten Jahren besonders in den Blick nehmen.»

Kulturwissenschaftlerin Keller-Drescher schlägt pragmatisch vor, die Tracht als «erfundene Tradition» nicht ganz so ernst zu nehmen. Es sei an der Zeit, sich von der vorgestellten Schwere der Tradition zu lösen und die Tracht «als Verkleidung zu verstehen, derer man sich nach Bedarf als Freizeitvergnügen bedienen darf».

Wehrle würde da wohl nicht zustimmen. Sie selbst hat ihrer eigenen Tochter beigebracht, Schäppel herzustellen, auch wenn es bestimmt ein wenig langweilig sei, etwas herzustellen, das niemand brauche. «Man muss dafür sorgen, dass es jemanden gibt, der weiß wie es geht», sagt sie. «Das ist meine Verantwortung.»

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Sport

Trauer um den «Bomber»: Gerd Müller
war der König des Strafraums

Tore waren sein Markenzeichen. Das wichtigste schoss Gerd Müller im WM-Finale 1974. Der FC Bayern verdankt dem Torjäger seinen rasanten Aufstieg zum Topclub. Die schwere Erkrankung des «Bombers» berührte die Nation. Nun ist der frühere Weltklasse-Torjäger gestorben.

ARCHIV – 20.09.1983, München: “Servus Gerd” heißt auf der Anzeigetafel des Münchner Olympiastadions, wo Gerd Müller (l) an diesem Abend seine sportliche Karriere beendet. Foto: dpa

Von Klaus Bergmann
München (dpa) – Die Wohlfühlzone im Leben von Gerd Müller umfasste exakt 665,28 Quadratmeter. Denn als Fußballer war der nur 1,76 Meter große Stürmer der König des Sechzehnmeterraums. Wenn der «Bomber der Nation» in Tornähe an den Ball kam, hat es meistens Bumm gemacht.

Kein deutscher Angreifer vor und nach ihm erreichte seine Klasse. Keiner erzielte so viele Tore. Es müllerte in praktisch jedem Spiel. Der Strafraumstürmer Müller erledigte seinen Job in den Stadien auf unnachahmliche Weise: Er traf blitzschnell aus der Drehung, im Fallen und im Sitzen, mit links oder rechts und mit dem Kopf. Ganz egal. Der Sechzehner war sein Reich. Am frühen Sonntagmorgen ist Müller im Alter von 75 Jahren gestorben, wie sein einstiger Verein mitteilte.

«Heute steht die Welt des FC Bayern still», äußerte Vereinspräsident Herbert Hainer. «Die Nachricht von Gerd Müllers Tod macht uns alle tief betroffen. Er ist eine der größten Legenden in der Geschichte des FC Bayern, seine Leistungen sind bis heute unerreicht und werden auf ewig Teil der großen Geschichte des FC Bayern und des gesamten deutschen Fußballs sein», sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn und versprach: «Gerd wird für immer in unseren Herzen sein.»

«Gerd Müller war der allergrößte Stürmer, den wir in Deutschland hatten», hatte Ex-Bundestrainer Joachim Löw 2015 zum 70. Geburtstag des Torjägers gesagt. Dieses Urteil gilt über seinen Tod hinaus. Schon der damalige Ehrentag des Weltmeisters (1974), Europameisters (1972) und des mit Abstand erfolgreichsten Torschützen der Bundesliga (365 Tore in 427 Partien) musste ohne große Feierlichkeiten begangen werden. Der traurige Grund: Gerd Müller hatte Alzheimer. Er lebte seit Jahren in einem Pflegeheim. Dort wurde er bis zuletzt professionell betreut.

Bei der heimtückischen Erkrankung geht das Gedächtnis verloren. Das Wesen des Betroffenen verändert sich. Der FC Bayern hatte die schwere Erkrankung wenige Wochen vor Müllers 70. Geburtstag publik gemacht. Das Schicksal des von vielen nur «Bomber» genannten Müller berührte über die Fußballszene hinaus viele Menschen in Deutschland.

Zum 75. Geburtstag sprach Uschi Müller über den Gesundheitszustand ihres Mannes. «Er ist immer ein Kämpfer gewesen, war immer tapfer, sein ganzes Leben lang. Das ist er auch jetzt. Der Gerd schläft seinem Ende entgegen», schilderte sie in der «Bild»-Zeitung.

Fußball-Idol Uwe Seeler, in der Nationalmannschaft lange Sturmkollege Müllers, sprach von Traurigkeit, als er von Müllers Erkrankung erfuhr. Uli Hoeneß nannte das Los des alten Kameraden furchtbar. Für den Vereinspatron des FC Bayern war «der Gerd» stets mehr als ein großartiger Fußballer. Er vor für ihn vor allem «ein feiner Mensch».

Hoeneß, der in den großen Bayern-Zeiten in den 1970er Jahren an der Seite Müllers stürmte, zählte zu denen, die auch in der größten Lebenskrise des sportlich so erfolgreichen Profis da waren und entschlossen halfen. Denn das Leben abseits des Rasens beherrschte Müller nicht derart wie den Ball und die Vorstopper im Strafraum.

Der Sieg über seine Alkoholkrankheit Anfang der 1990er Jahre war der vermutlich wichtigste im Leben des gelernten Webers aus Nördlingen. «Nach vier Wochen bin ich aus der Kur gekommen. Es in so kurzer Zeit zu schaffen, das war schon eine Leistung», erzählte Müller bei einem Treffen im Herbst 2007 in München mit Stolz. Damals wirkte er als Co-Trainer der Bayern-Amateure an der Seite von Hermann Gerland.

Spätere Weltmeister wie Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller oder Toni Kroos profitierten von seinem Erfahrungsschatz. Es war eine Aufgabe, die den bodenständigen Müller ausfüllte, glücklich und zufrieden stimmte. «Der Verein ist alles für mich», sagte er damals.

Trotz Franz Beckenbauer, trotz Uli Hoeneß – den steilen Aufstieg zur Nummer 1 im deutschen Vereinsfußball hatte der FC Bayern besonders Müllers Toren zu verdanken. «Was der FC Bayern heute darstellt, mit diesem Palast an der Säbener Straße – ohne Gerd Müller wären die Leute da immer noch in dieser Holzhütte von damals», lautet ein Satz, mit dem Beckenbauer gerne Müllers Bedeutung beschrieb: «In meinen Augen ist er der wichtigste Spieler in der Geschichte des FC Bayern.»

Das Einzigartige hat auch Weltmeister Miroslav Klose stets betont. Als er Müller kurz vor der WM 2014 in Brasilien nach 40 Jahren als Rekordtorjäger der Nationalelf ablöste, sagte Klose: «Gerd Müller darf man mit keinem anderen Stürmer vergleichen.» Klose zeichnet eine feine Eigenschaft aus, die auch Müller innewohnte: Bescheidenheit.

Der inzwischen 43-Jährige führt die DFB-Rangliste mit 71 Treffern an. Klose benötigte für die Bestmarke aber 137 Länderspiele. Müller traf in nur 62 Partien für Deutschland 68 Mal – eine phänomenale Quote von 1,1 Treffern pro Einsatz.

Das Tor für die Ewigkeit schoss er am Ende seiner viel zu früh beendeten DFB-Karriere. Im WM-Finale 1974 erzielte er im Münchner Olympiastadion das 2:1 gegen die Niederlande. «Ich habe schönere Tore gemacht, aber das wichtigste war dieses Weltmeistertor», sagte er.

Wenn Müller nach seiner Karriere, die 1982 unrühmlich in den USA ausgeklungen war, seinen Nachfolgern zusah, stellte er sich die immer gleiche Frage, wenn ein Schuss oder Kopfball nicht im Tor landete. «Hättest du den reingemacht?» Vermutlich ja. Müllers 40 Tore in der Saison 1971/72 waren fast ein halbes Jahrhundert Bundesligarekord. In der vergangenen Saison übertraf ihn der heutige Bayern-Torjäger Robert Lewandowski. Der Weltfußballer aus Polen schaffte 41 Treffer.

Als Müller 1964 als 18-Jähriger vom schwäbischen Amateurligisten TSV 1861 Nördlingen zum FC Bayern wechselte, wurden seine Tore mit einem Grundgehalt von 160 Mark im Monat entlohnt. Heutzutage würde er mit Millionen Euro überschüttet. Doch ein Profileben in Zeiten von Twitter, Facebook, Instagram und täglichem Medienrummel wäre für Müller garantiert eher ein Gräuel als ein Glücksfall gewesen.

Müller war ein Weltstar, aber keiner für Glamour und Rote Teppiche. «Den Franz» beneidete er nie um dessen Status als Lichtgestalt. Beckenbauer hetzte auch nach der Spieler-Karriere weiter um die Welt. «Ich bin keiner, der gerne weg von zu Hause ist», sagte Müller, als es ihm noch besser ging. Auf Champions-League-Reisen des FC Bayern ließ er sich von seinem Herzensclub als Attraktion für Sponsoren und Edelfans einspannen. Das genügte einem wie ihm an Aufmerksamkeit.

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Feuilleton

Chorgesang der Bayreuther Festspiele kommt von Corona-Ausweichort

Eberhard Friedrich, Direktor des Chors der Bayreuther Festspiele, dirigiert im Chorsaal.
Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele/dpa

Bayreuth (dpa) – Auch für den Chor der Bayreuther Festspiele ist bei Aufführungen unter Corona-Bedingungen vieles anders: Der Gesang wird aus dem rund 300 Meter entfernten Chorsaal ins Festspielhaus übertragen. Es sei eine Menge an technischem und logistischem Aufwand nötig, um das Ganze zum Funktionieren zu bringen, erzählte Chordirektor Eberhard Friedrich dem «Nordbayerischen Kurier». Jeder Chorsänger habe einen kleinen Kopfhörer, auf dem das Orchester zu hören sei. «Um sauber singen zu können, brauchen wir ja die Grundintonation und die Verbindung zum Orchester», sagte Friedrich. Er selbst sehe auf einem Fernseher den Dirigenten im Orchestergraben. Jedes Stück in den Wagner-Opern habe seine eigenen Schwierigkeiten. Der Chorsaal wurde coronagerecht hergerichtet. 70 Einzelkabinen, die Aerosol-Austausch verhindern sollen, gibt es für die Sängerinnen und Sänger. «Das sind Holzstellagen, die mit einer durchsichtigen Kunststofffolie bezogen sind und nach vorne offen sind», sagte Friedrich. Es herrsche andere Akustik als sonst. «Ich selber höre deutlich weniger Konsonanten als sonst. Wir mussten unsere Ohren auf die neuen Konstellationen erst einstellen», sagte er. Zeitverzögerung gebe es im Festspielhaus trotz der Entfernung nicht. «Da sind ganz famose Leute am Werk. Die haben in jedes Bühnenbild für das Publikum unsichtbar jede Menge Lautsprecher verbaut, um den Klang möglichst an die Stellen zu bringen, wo er gehört werden soll», sagte Friedrich. Die Hälfte der rund 140 Chormitglieder steht im Festspielhaus auf der Bühne – dieser Teil bleibt aber stumm und mimt den Gesang, der von der anderen Hälfte aus der Ferne eingesungen wird. Die Richard-Wagner-Festspiele laufen noch bis 25. August.

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Gesundheit

Plötzlicher Sehverlust kann verschiedene Ursachen haben

Vor allem ältere Menschen sind vom plötzlichen, schmerzfreien Sehverlust betroffen. 
                           Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Von Lorena Simmel
Freiburg (dpa) – Plötzlich fallen auf einem Auge Teile des Sichtfelds aus oder es wird ganz schwarz. Ohne Vorwarnung. Also ohne Schmerzen, Rötungen oder Verletzungen, etwa durch einen Unfall.

Der plötzliche, schmerzfreie Sehverlust tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Eine Hauptursache dafür seien Durchblutungsstörungen, erklärt Prof. Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde der Uniklinik Freiburg.

«Bei Störungen der Durchblutung kann es zu einem Verschluss der Zentralarterie des Auges kommen», sagt Reinhard. Die Arterie versorgt die Netzhaut (Retina) mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Wenn dieses Gefäß, das das Blut in die Netzhaut führt, sich verschließt, gehe mitunter innerhalb von Sekunden «das Licht aus». Auf dem betroffenen Auge wird es also fast schlagartig dunkel.

Sofort die Ursache
suchen

In manchen Fällen hält der Sehverlust nur für wenige Sekunden an. Danach löst sich der Verschluss im Gefäß. Manchmal passiert das auch nach zehn Minuten oder einer Stunde. «Wichtig ist, sofort zum Arzt zu gehen und nach der genauen Ursache des Gefäßverschlusses zu suchen», sagt der Augenarzt.

Oft sei auch der Hausarzt gefragt, auf die allgemeine Blutgerinnung zu achten, sagt Reinhard. «Oder der Neurologe, der nach dem Blutfluss in der Halsschlagader schauen muss.» Diese ist für die Blutversorgung des Gehirns und der Augen zuständig.

«Wenn Durchblutungsstörungen zu einem kompletten Sehverlust geführt haben und der Patient zu spät kommt, kann man in der Regel nicht mehr viel für das betroffene Auge tun», sagt Reinhard. Eine Behandlung mit gerinnungshemmenden Substanzen (Thrombolyse) mache für das Auge nach heutigem Wissensstand wenig Sinn. «Man hat eigentlich nur Nebenwirkungen, und keinen Nutzen.»

Allerdings könne man die genaue Ursache der Durchblutungsstörung finden und diese bekämpfen, sagt der Augenarzt. So könne in vielen Fällen zumindest das zweite Auge vor Erblindung gerettet werden.

Der Verschluss der Zentralarterie der Netzhaut hat in sehr seltenen Fällen eine entzündliche Ursache: Die Arteriitis temporalis. Das ist eine autoimmunologische Gefäßentzündung, die dazu führt, dass die körpereigene Abwehr den Arterien zusetzt. Auch hier kommt es zu Durchblutungsstörungen. In der Regel haben Betroffene starke Kopfschmerzen und Kauschmerzen, aber keine Schmerzen am Auge. Schlimmstenfalls kommt es in Folge der Entzündung zur Erblindung.

Frühzeitig abklären
Netzhautablösungen und Sehnervenerkrankungen zählen zu den weiteren möglichen Ursachen einer plötzlichen, schmerzfreien Sehverlustes.

Vorbeugen kann man einem Sehverlust, indem man bei Schmerzen immer frühzeitig augenärztlichen Rat einholt. Je nach Symptom werden der Augendruck gemessen, Netzhaut oder Sehnerv untersucht. So können frühzeitig Risikofaktoren für einen möglichen Sehverlust verhindert oder behandelt werden.

Bildgebende Verfahren bei der Diagnostik
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) könne bei der Diagnostik auch der Augen-Ultraschall hilfreich sein. Vor allem, wenn der Einblick ins Augeninnere wegen einer «schlecht erweiterten Blende» – also in dem Bereich um Pupille und Iris – erschwert ist.

Prof. Frank Tost, Leiter der DEGUM-Sektion Augenheilkunde, weist darauf hin, dass mit modernen Ultraschalltechniken kleinste, rote Blutkörperchen im Auge dargestellt werden können. Somit ermögliche die Sonographie eine weitaus genauere Darstellung als andere bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT).

Ein Vorteil des Ultraschalls sei, dass Patienten das Augen bewegen könnten und so wichtige Zusatzinfos lieferten, sagt Tost. Damit könnten auch verstecktere Bereiche ziemlich genau dargestellt werden. Bei einer CT wäre das Bewegen des Auges indes störend.

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Reise

Unbekanne Wanderregion: Wispertal

Dieser Ausblick bietet sich auf dem Rundweg Wisper-Geflüster.  Foto: dpa

Lorch (dpa) – Keine 50 Kilometer entfernt von Frankfurt liegt eine der unbekannten Wanderlandschaften Deutschlands: das Wispertal. Premium-Wanderwege ziehen dort seit kurzem mehr und mehr Urlauber an. Die stille und scheinbar unspektakuläre Landschaft erstreckt sich entlang des Flüsschens Wisper von Lorch am Rhein bis hinauf nach Heidenrod. Kornfelder, Pferdekoppeln und tiefe Wälder mit Buchen, Eichen und Ahorn prägen das Mittelgebirge links und rechts der Wisper. Ein paar verschlafene Dörfer finden sich hier abseits der pulsierenden Metropolregion Rhein-Main. Die Zeit schien lange still zu stehen.

Seit Oktober 2019 zieht es mehr und mehr Wanderer zu den sogenannten Wisper Trails. Das sind 15 vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierte Premiumwege. In diesem Sommer soll noch ein weiterer eröffnet werden.

Nach dem Vorbild des beliebten Fernwanderweges Rheinsteig entstand zunächst der Wispertaunussteig. Die Strecke führt über 44 Kilometer durch die zwei Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen. Sie passiert drei Gipfel, vier Dörfer und fünf Täler. Sportliche Wanderer gehen den Steig in zwei Tagen. Am Ziel im Winzerstädtchen Lorch am Rhein haben sie 1230 Meter bergauf und 1695 Meter bergab geschafft.

Anfänger und Fortgeschrittene haben eine breite Auswahl an Wegen. Nur 5,2 Kilometer misst etwa der Premium-Spazierwanderweg Wispertaler Krönchen. Die leichte Route mit gut 105 Höhenmetern ist in 90 Minuten ab Lorch-Espenschied zu begehen. Fit und ausdauernd sollten Wanderer für den Glaabacher Almauftrieb sein

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Die Sommerfarbe 2021: Wie man Orange gut kombiniert

Wer Orange abmildern will, kombiniert es mit neutraleren
Tönen wie Weiß – hier ein Beispiel. Foto: C&A/dpa

Von Andrea Abrell
Hamburg/Ulrichstein (dpa) – Lebensfreude, Optimismus und Vitalität – kaum eine andere Farbe hat eine solche Signalwirkung wie Orange. Und deswegen ist der leuchtende Ton gerade auch in Mode.

Das bekannten Pantone-Farbinstitut hat sogar gleich zwei Orangetöne in seine Modefarbtrends für diesen Sommer berufen: «Marigold» nennt sich das Orange mit goldenem Unterton, «Orange Ochre» ist eine eher braunstichige Variante. Sie sprechen gemeinsam mit anderen leuchtenden Farbtönen unsere «Sehnsucht nach der unbeschwerten Freude an, die durch Farbe in unser Leben kommt».

Aber, ebenfalls aus Modesicht gesprochen, Orange ist auch immer eine schwierige Farbe. Sie leuchtet stark und auffällig, schließlich gilt sie auch als Warn-Farbe. Hier kommt es auf die richtige Kombi an – drei Tipps von Modeexperten:

Orange mit noch mehr Farbe inszenieren
Die auffällige Mischung: Orange lässt sich wunderbar nutzen, wenn man modisch auffallen möchte. Und das gelinge «insbesondere in Kombination mit anderen leuchtenden Tönen», erklärt Maria Hans, Stylistin aus Hamburg.

Sie rät, Orange ein warmes Pink oder leuchtendes Apfelgrün an die Seite zu geben. Eine bislang ungewöhnliche Farbkombination hat die Haute-Couture-Marke Valentino für diesen Sommer ins Spiel gebracht. Auf den Schauen zur Saison präsentierte sie auf dem Laufsteg Orange zu einem Fliederton. Und auch zartes Rosa – übrigens die zweite große Trendfarbe in diesem Sommer – ist zu Orange eine angesagte Option.

Orange zu Orange – das passt
Die spannende Mischung: Orange kann aber auch gut Ton-in-Ton getragen werden, «denn Orange gibt es in vielen, ganz unterschiedlichen Varianten», sagt die Modeberaterin Milena Georg aus Ulrichstein (Hessen). Von einem Papaya-Orange über Mandarine bis hin zu Rot-Orange.

Bei solchen monochromen Outfits aus mehreren Tönen einer Farbe sorgt man für Spannung, indem man Stoffe mit unterschiedlichen Strukturen miteinander kombiniert, erklärt Milena Georg. Etwa ein Top aus Seide zu einem Rock aus Leinen. Denn bei Materialien mit grober Struktur wirke eine Farbe gedämpfter, bei glattem Stoff dagegen leuchtender – es ergibt sich also ein schönes Spiel mit Kontrasten.

Eyecatcher zu neutralen Partnern
Die dezente Mischung: Wer die Wirkung des Orange etwas abfedern möchte, findet gute Kombinationspartner unter den sogenannten Neutrals – «also neutralen Tönen wie etwa Grau oder aber Pastellen wie Hellblau», erklärt Maria Hans. «Dabei sollten diese Töne aber nicht fürs Oberteil, sondern unten, also für Rock oder Hose gewählt werden, weil Orange der Haut einen warmen Ton verleiht.»

Abgemildert bietet sich die Modefarbe Orange dann auch am besten für jene Outfits an, die man zur Arbeit in konservativen Unternehmen tragen muss. Die Shopping-Beraterin Ritchie Karkowski aus Timmendorfer Strand rät zur Kombination mit Sand, Kaki und einem edel wirkenden Dunkelblau. «Darüber hinaus sollte man für den Job nicht zwingend zu einem besonders leuchtenden Orange greifen, sondern eine subtilere Variante bevorzugen.»

Ein schönes Beispiel für ein Teil in einem bürotauglichen Orange ist ein Blazer – diesen findet man aktuell auch häufiger im Handel. Gut dazu passt ein cremefarbenes Top. Nur ein Hauch von Make-up, edle Schuhe und ebenfalls nur wenig Schmuck komplettieren das Styling, so Karkowski. Eine dezente Variante, um Orange zu tragen, sei auch ein Sommerkleid, in dem die Farbe nur im Muster auftaucht, oder über Accessoires wie auffallende Ohrringe.

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Aus Allen Staaten

Deutschamerikanischer Schützenverein (DASV)
Schützenfest 2021

2021 DASV Royal Court (left to right) – Rechterflügelmann (Right Wing Man)Theodosi Hundich – Schützenkönig (Marksman King) Joseph Borgesen – Kronprinz (Crown Prince) Joseph Borgesen Jr. – Linkerflügelmann (Left Wing Man) Herbert Seubert

On a beautiful Sunday, July 25th the Verein held its traditional Schützenfest. The event started before noon as the members made sure everything was perfect.

The Opening ceremony started around 1 o’clock with the ‘Einmarsch’ of the Schützen and their reigning Schützenkönig Paul Werner and his Queen Virginia. President Jim Binder gave welcomed the guests and VP Kenneth Burney conducted the opening ceremonies. Then it was time for the Schützen to show how well they could shoot and headed for the shooting range to see who would be the new Schützenkönig and his court.

While the Schützen showed off their skills, Marianne Krenzer had the children all looking for coins in a pile of sand. It was interested to see how the children enjoyed getting their hands in the sand. When all the coins were found the children received a balloon for their participation and went back to enjoy the swings.

In the meantime the bar and the kitchen were busy distributing the liquid refreshments and the culinary efforts of the kitchen. Thanks to the members who worked the bar and the kitchen; they had their hands full. We had a fantastic crowd and everyone had a wonderful time throughout the afternoon.

After several hours of waiting for the results of the ccompetition shooting, a new Schützenkönig had been found; none other than Joe Borgesen, Sr. and his queen Lorain. Crown Prinz is Joe Borgesen, Jr. and his wife Sarah. Left Wingman is Herb Seubert and his wife Roz; and Right Wingman is Ted Hundich and his wife Mary.Congratulations and welcome to the New King and his court.

I want to take this opportunity and express my Thanks to all club member who worked so hard to make this event a great success: the Bar, the Kitchen, the greeters at the gate, but special thanks goes to the members who guided the guests in parking their vehicles.

I also don’t want to forget to say thanks to Tommy Schober and his band for their tireless music through the afternoon and evening.

Our next Event is on September 10th, a Friday, for our traditional OKTOBERFEST. The gates open at 6pm. Everyone is welcome. We would love to greet and see you, hope you can make it. Lisa G.

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WOCHENPOST-Wortschatz

Selected Articles with helpful translations for those less comfortable with the German language

Zahllose tote Tiere – Wenn der Stall zur Feuerfalle wird

Jedes Jahr brennt es in Tausenden Tierställen in Deutschland. Oft können sich die Brände dort besonders schnell ausbreiten. Doch beim Ringen um schärfere Brandschutz-Regeln schieben sich Bund und Länder gegenseitig die Verantwortung zu.

ARCHIV – 28.02.2019, Hessen, Bad Homburg: Feuerwehrleute stehen vor einem brennenden Pferdestall und einer Reithalle. Rund 5000 Mal brennt es im Schnitt pro Jahr in deutschen Tierställen, schätzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Foto: dpa

Von Frederick Mersi
Egelsbach (dpa) – Jeden Tag erfasst Stefan Stein mögliche Todesfälle in seiner Tabelle. «29 Hühner, 1 Hahn» ist für den 10. Februar 2021 im Nordschwarzwald vermerkt, «50 Rinder» am 8. März im Allgäu, «50 Sauen und Ferkel» am 20. April im Landkreis Heilbronn. Stefan Stein, von Beruf Beamter bei der Bundespolizei, erfasst in seiner Freizeit vom hessischen Egelsbach aus bundesweit Stallbrände – weil es sonst niemand tut.

Rund 5000 Mal brennt es im Schnitt pro Jahr in deutschen Tierställen, schätzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Eine bundesweite Statistik gibt es nach Angaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft aber nicht. Nur einzelne Länder erfassen dazu Zahlen, unterscheiden dabei aber meist nicht zwischen Tierställen und landwirtschaftlichen Betrieben ohne Tierhaltung.

«Das finde ich erstaunlich», sagt Stefan Stein, der mit zwei Mitstreiterinnen halbjährlich Übersichten dazu erstellt. Seine Tabellen entstehen auf Grundlage von Medienberichten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. «Wir wissen, dass das keine wissenschaftliche Studie ist», sagt der 54-Jährige. «Aber wir wollen zeigen, dass es wichtig wäre, dazu eine amtliche Statistik zu erstellen.»

Immer wieder lösen technische Defekte Brände in Tierställen aus. Ein großes Problem seien dabei korrosive – also zersetzende – Gase wie Ammoniak, die von den Tieren ausgestoßen werden, sagt der GDV-Brandschutz-Experte Mingyi Wang. So können zum Beispiel Bauteile der Elektroinstallation und anderer technischer Anlagen angegriffen werden, wodurch Brände etwa aufgrund von Kurzschlüssen entstehen können. «Wenn der Landwirt sich dazu durchringen könnte, die eigenen Anlagen regelmäßig durch einen Fachmann kontrollieren zu lassen, dann könnte man die Brandgefahren effektiv reduzieren», sagt Wang.

Dazu gibt es bisher aber keine einheitlichen Vorgaben. Das Bundeslandwirtschaftsministerium betont, das Thema Brandschutz sei Ländersache. Das Landwirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt fordert dagegen vom Bundesministerium, per Verordnung einheitliche Regeln festzulegen. Seit 2018 beschäftigt sich die Agrarministerkonferenz mit dem Thema, erst im Juni 2021 einigte man sich auf ein gemeinsames Vorgehen: Bis Juni 2022 sollen konkrete Vorschläge erarbeitet werden, was man beim Brandschutz in Tierställen eigentlich verbessern will.

Der GDV hat dazu neben Vorgaben zur regelmäßigen Überprüfung der Elektrik noch weitere Ideen vorgelegt. «Wir haben vorgeschlagen, die Tierställe etwas kleiner zu halten – was nicht unbedingt auf Gegenliebe gestoßen ist», sagt Brandschutz-Experte Wang über eine Anhörung in Nordrhein-Westfalen. Der GDV-Vorschlag, große Tierställe mit Brandschutzwänden zu unterteilen, würde für die Betreiber einen hohen finanziellen Aufwand bedeuten.

Welche verheerenden Folgen Brände in großen Tierhaltungen haben können, zeigte sich zuletzt in Alt Tellin in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 50 000 Schweine starben dort beim Brand einer riesigen Zuchtanlage im März. Im Juni forderte der Bundesrat deshalb die Bundesregierung auf, die Möglichkeit einer Obergrenze für Tierhaltungen zu prüfen – und eine Statistik zu Stör- und Brandfällen mit hohen Tierverlusten zu erstellen.

Steht ein Stall erst mal in Flammen, gestaltet sich die Rettung der Tiere oft schwierig. Durch brennbare Materialien wie Heu und Stroh kann sich das Feuer meist schnell ausbreiten, Brandmelder sind wegen der korrosiven Vorgänge in Ställen in der Regel nutzlos und deshalb oft nicht vorhanden.

Ohne präzise Zahlen zu solchen Bränden bleibt der genaue Umfang solcher Fälle in Deutschland aber unklar. Stefan Stein und seine Mitstreiterinnen zählen weiter. 1013 Brände und Havarien in Ställen haben sie im ersten Halbjahr 2021 erfasst, mindestens 59 300 Tiere seien den ausgewerteten Berichten zufolge dabei gestorben. Immer wieder wendet sich Stein auch an Ministerien und Behörden, um Verbesserungen anzuregen. «Aber keiner will das heiße Eisen wirklich anfassen», sagt er. «Mit exakten Zahlen wäre das viel leichter.»

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

brennt – burns
Brände – fires
Ringen – wrestling
erfasst – records
vermerkt – noted
Rinder – cattle
Sauen – sows
Ferkel – suckling pigs
sonst – otherwise
im Schnitt – on average
Versicherungswirtschaft – insurance industry
Tierhaltung – animal ownership
erstaunlich – astounding
Mitstreiterinnen – comrades in arms
Übersichten – oversight
erstellt – constructs
Tabellen – charts
entstehen – emerge
auf Grundlage – based on
Anspruch auf – entitled to
Vollständigkeit – completeness
lösen…aus – cause
zersetzende – decomposing
ausgestoßen – released
Anlagen – systems
angegriffen – affected
aufgrund – on account of
Kurzschlüssen – short-circuits
durchringen – wrestle through
Fachmann – expert
kontrollieren – inspected
Brandgefahren – danger of fire
einheitlichen – uniform
Vorgaben – handicaps
erarbeitet – work for (solutions)
vorgelegt – laid out
unbedingt – absolutely
auf Gegenliebe gestoßen – welcomed with open arms
Anhörung – hearing
unterteilen – subdivide
Betreiber – operators
Aufwand – expenditure
verheerenden Folgen – catastrophic consequences
Tierverlusten – animal casualties
Retttung – rescue
Vorgänge – processes
Umfang – extent
Havarien – accidents
ausgewerteten – analyzed
anzuregen – stimulate
heiße Eisen – hot potato
anfassen – touch

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

*Note: Previous selections can be found in the Archives section of the site.*