21. Dezember 2019 Selected Articles

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Aus Aller Welt

«Plastikfreier Urlaub» – Mallorcas Kampf gegen den Müll

Der Massentourismus auf Mallorca hinterlässt viel Müll, auch an den Stränden. Um der Flut an Plastik und Einwegverpackungen Herr zu werden, haben die Balearen seit Anfang des Jahres ein neues Gesetz. Bei der Umsetzung hilft auch eine deutsche Initiative.

An einem Strand nahe Palma liegt ein Abfallhaufen. Um den Massen an Plastik und Einwegverpackungen Herr zu werden, haben die Balearen seit Anfang des Jahres ein neues Gesetz. Foto: dpa

Von Carola Frentzen
Palma (dpa) – Mallorca im späten Herbst. Blauer Himmel, 20 Grad, die Mallorquiner genießen die Ruhe auf ihrer Insel ohne den sommerlichen Massentourismus. Am Strand nahe der Hauptstadt Palma liegen sie in der Sonne, Kinder spielen, Pärchen spazieren Hand in Hand am Wasser entlang. Ein Idyll, auf den ersten Blick. Aber wer näher hinschaut, entdeckt zwischen Meerestang und Muscheln überall Müll und Plastik. Becher, Bierdosen, Flaschenverschlüsse und irgendwelche kaum noch identifizierbaren Reste aus Kunststoff ragen aus dem Sand, und auch auf der palmengesäumten Hafenpromenade liegen Abfallhaufen.

Sie sind die Überreste der vergangenen Sommersaison samt Massentourismus und Megakonsum – auch nachdem die Urlauber schon lange wieder abgereist sind. Während beim Klimagipfel in Madrid die Weltgemeinschaft über das weitere Vorgehen im Klimaschutz berät, haben die Balearen ihren eigenen Kampf auszufechten. Der «Krieg gegen die Natur», vor dem UN-Generalsekretär António Guterres vor wenigen Tagen gewarnt hat, ist auf Mallorca längst bittere Realität.

Aber mittels eines neuen, ehrgeizigen und strengen Abfallgesetzes, das Anfang des Jahres im Balearen-Parlament verabschiedet wurde, soll die Müllmenge in den kommenden Jahren endlich massiv reduziert werden – um 10 Prozent bis 2021 (verglichen mit 2010) und um 20 Prozent bis 2030, so lautet das Ziel.

«Das Gesetz ist sogar ambitionierter als das, was der spanische Staat sich vorgenommen hat», sagt Sebastián Sanso, Direktor für Abfallwirtschaft im balearischen Umweltministerium. «Inseln sind viel fragiler als das Festland. Jeden Tag haben wir hier mehr Müll, und die Produzenten denken nicht darüber nach, wie das alles recycelt werden kann.» Der Tourismus spiele dabei eine riesige Rolle. Daher gehe es bei dem Gesetz darum, umweltschädliche Stoffe und speziell Einwegverpackungen aus Plastik in Zukunft von vornherein möglichst zu vermeiden.

Das betrifft etwa Kaffeekapseln, Strohhalme, Wattestäbchen, Feuerzeuge, Rasierklingen oder Druckerpatronen, die nicht aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt sind oder nur einmal benutzt werden können. Bei der Umsetzung hilft unter anderem die Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Tourismusbranche, Futouris. Bei dem Projekt «Plastikfreier Urlaub auf den Balearen» geht es darum, wie Plastikabfall im Tourismussektor, speziell in der Hotellerie, konkret vermeidbar sind.

Inzwischen wurden gemeinsam mit zehn teilnehmenden Hotels und Hotelketten sowie Vertretern der Reiseveranstalter und lokalen NGOs Pilotmaßnahmen entwickelt, die in der kommenden Saison getestet werden sollen. «Einige Maßnahmen – wie Strohhalme nur auf explizite Nachfrage, keine Einweg-Plastikbecher im Poolbereich, große Seifenspender statt Mini-Duschgelflaschen im Badezimmer oder Verzicht auf Portionspackungen am Frühstücksbuffet – wurden bereits umgesetzt», betont Futouris-Projektleiterin Swantje Lehners und lobt das Engagement vieler Hotelbetriebe auf Mallorca und Ibiza.

Dazu gehört etwa die Kette Iberostar mit Hauptsitz in Palma, die eine Plastikabfallreduzierung fest in ihren Unternehmenszielen verankert hat. Bereits im kommenden Jahr würden alle Häuser der Gruppe komplett auf Einweg-Plastikverpackungen verzichten, schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite. Auch setzt Iberostar im Rahmen der Initiative «Welle des Wandels» auf den Einkauf von Fisch und Meeresfrüchten aus nachhaltiger Fischerei sowie auf eine Sensibilisierung für den Schutz der Ozeane.

Um Meer und Strände der Balearen kümmert sich unter anderem auch die mallorquinische Stiftung «Save the Med», die ebenfalls bezüglich der Umsetzung des neuen Gesetzes eng mit der Regionalregierung zusammenarbeitet. «Das Gesetz fördert unter anderem die Praxis des Kaufs unverpackter Produkte in großen Mengen sowie die Entwicklung von Waren, die wiederverwendet werden können. Wir glauben, dass dies die richtigen Schritte sind, um das Ziel einer Null-Abfall-Gesellschaft zu erreichen», sagt Programmkoordinatorin Tupa Rangel Cárdenas.

Und was sagen die Gäste aus Deutschland zu den Bemühungen? «Das Thema kommt inzwischen immer mehr bei den Urlaubern an. Bei Befragungen wurde deutlich, dass es den allermeisten wichtig ist, die Umwelt ihres Urlaubslandes zu schützen», erklärt Swantje Lehners. Die meisten deutschen Gäste hätten etwa angegeben, dass sie die plastikverpackte Grundausstattung in den Hotelzimmern – also Schuhschwamm, Duschhaube oder Zahnbürste – gar nicht benötigen, weil sie diese Dinge ohnehin von zuhause mitbringen.

Derzeit aber ragt noch vielerorts Unrat aus dem Sand. «Die Strände sind tatsächlich voller Müll, speziell nahe Palma», sagt Rangel Cárdenas. Zwar würden diese auch im Winter gesäubert, jedoch nicht so regelmäßig. «Zudem sind alle Länder des Mittelmeers durch das Wasser verbunden, so dass der Müll an Mallorcas Stränden nicht unbedingt auch auf Mallorca fabriziert wurde.» Die Expertin ist dennoch zuversichtlich, dass das Gesetz Wirkung zeigen wird und die Strände künftig sauberer werden. Allerdings nicht sofort – es kann Meeresbiologen zufolge bis zu 20 Jahre dauern, bis Umweltmaßnahmen sichtbare Veränderungen bringen.

Sebastián Sanso appelliert deshalb an die Urlauber, sich verantwortungsbewusster als bisher zu verhalten und bei der Umsetzung des neuen Gesetzes zu helfen – denn schließlich wollten ja alle Menschen an einem sauberen Strand Urlaub machen. «Es ist viel besser, eine Plastikflasche von einem Strand mitzunehmen, als eine weitere mitzubringen», sagt der Politiker.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

Flut – flood
Umsetzung – implementation
Pärchen – couples
ragen – rise high
Überreste – remnants
Klimagipfel – climate summit
über…berät – deliberated
auszufechten – to fight (it) out
ehrgeizigen – ambitious
Abfallgesetz – trash law
verabschiedet – passed (law)
verglichen mit – compared to
umweltschädliche Stoffe – environmentally damaging materials
vermeiden – prevent
Strohhalme – (drinking) straws
Wattestäbchen – Q-Tips
Feuerzeuge – cigarette lighters
Rasierklingen – raser blades
Druckerpatronen – ink cartridges
Nachhaltigkeitsinitiative – sustainability initiative
Vertretern – representatives
Reiseveranstalter – travel organizers
Pilotmaßnahmen – trial measures
Seifenspender – soap dispensers
Verzicht – giving up
Unternehmenszielen – company’s goals
fest…verankert – deeply rooted
Stiftung – non-profit
bezüglich – concerned
wiederverwendet – re-used
erreichen – achieve
Bemühungen – efforts
Grundausstattung – amenities
Schuhschwamm – shoe polishing cloths
Duschhaube – shower caps
Unrat – garbage
zuversichtlich – optimistic
Wirkung zeigen – make a difference
sichtbare Veränderungen – visible changes
appelliert – appeals

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

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Sport

Leichtathleten Malaika Mihambo und Niklas Kaul «Sportler des Jahres»

Die deutsche Skisprungmannschaft – Stephan Leyhe (hinten l-r), Markus Eisenbichler, der ehemalige Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster, Karl Geiger und Richard Freitag, Leichtathletin Malaika Mihambo und Leichathlet Niklas Kaul stehen bei der Ehrung der «Sportler des Jahres» auf der Bühne. Foto: dpa

Von Ulrike John
Baden-Baden (dpa) – Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo, der neue Zehnkampf-Star Niklas Kaul und das Skisprung-Team um Markus Eisenbichler sind die deutschen «Sportler des Jahres» 2019. Sie wurden bei der Gala in Baden-Baden ausgezeichnet und folgten den Vorjahressiegern Angelique Kerber (Tennis), Patrick Lange (Triathlon) und der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Etwa 700 Gäste im Kurhaus, darunter viele ehemalige Gewinner, feierten am Sonntagabend in feiner Robe bei der Traditionsveranstaltung im Kurhaus.

Leichtathletin Mihambo setzte sich bei der Journalisten-Wahl mit 2281 Punkten deutlich vor Triathletin Anne Haug (1456) und Hindernisläuferin Gesa Krause (994) durch. Die 25-Jährige von der LG Kurpfalz hatte bei der WM im Oktober in Doha mit 7,30 Metern unangefochten Gold gewonnen und damit eine überragende Saison gekrönt. Haug glänzte erstmals auf Hawaii als Ironman-Siegerin, Krause gewann Bronze bei der Leichtathletik-WM.

Mit seinem Sensationssieg von Katar sammelte der Mainzer Kaul mehr Punkte (1973) als Triathlon-Ass Jan Frodeno (1892) mit seinem erneuten Erfolg auf Hawaii. Mit 8691 Punkten im Wettkampf hatte sich der 21-jährige Kaul zum bisher jüngsten Weltmeister bei den Königen der Athleten gekürt. Dritter wurde Skispringer Eisenbichler (1159), der in Seefeld nicht nur mit dem Team, sondern auch von der Großschanze den WM-Titel eroberte. Frodeno war bereits 2015 schon einmal «Sportler des Jahres».

Erstmals seit 2013, als Speerwerferin Christina Obergföll und Diskus-Ass Robert Harting triumphierten, gab es in den Einzelwertungen zwei Gewinner aus der Leichtathletik. Mihambo und Kaul gelten auch als große Hoffnungen für die Olympischen Spiele in Tokio – wenn sie Form und Gesundheit bis zum August 2020 wahren können.

Der zweifache Schwimm-Weltmeister Florian Wellbrock belegte Rang vier bei der 73. Auflage der Wahl. Kaul und Wellbrock haben im November – ebenfalls in Baden-Baden – bereits den Sport-Bambi gewonnen. Der inzwischen 22 Jahre alte Wellbrock hatte bei der WM in Südkorea über 10 Kilometer im Freiwasser und 1500 Meter Freistil im Becken gesiegt.

Als «Mannschaft des Jahres» kamen die Skispringer Eisenbichler, Karl Geiger, Stephan Leyhe und Richard Freitag auf 1764 Punkte. Auf Rang zwei landeten die Ruder-Weltmeister des Deutschland-Achters (1396) vor dem Tennis-Doppel Kevin Krawietz/Andreas Mies, das überraschend die French Open und viele Sympathien gewonnen hatte.

Die «Sportler des Jahres» werden seit 1947 gekürt, Organisator ist die Internationale Sport-Korrespondenz (ISK). Erste Sieger waren der Tennisspieler Gottfried von Cramm und die Leichtathletin Marga Petersen. Zehn Jahre später gewannen die Fußballer von Borussia Dortmund die erstmalige Auszeichnung als «Mannschaft des Jahres». Der deutsche Fußball-Meister und -Pokalsieger FC Bayern München schaffte es in diesem Jahr nicht unter die besten Zehn.

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Feuilleton

US-Präsident Trump verleihte erstmals Kultur-Auszeichnungen

Seine Vorgänger vergaben Kultur-Auszeichnungen jährlich

Donald Trump (r), Präsident der USA, begrüßt die Ehrengäste, US-amerikanischer Krimiautor James Patterson (l-r), Küchenchef Patrick O’Connell, Teresa Lozano Long, Ryan Williams, US-Schauspieler Jon Voight, ein Vertreter von Musikern des US-Militärs, Sharon Percy Rockefeller und US-amerikanische Sängerin Alison Krauss, während einer Zeremonie im East Room des Weißen Hauses. Trump hat erstmals in seiner Amtszeit eine der bedeutendsten Kultur-Auszeichnungen der amerikanischen Regierung, die «National Medal of Arts» verliehen. Foto: Steve Helber/dpa

Washington (dpa) – Erstmals in seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump bedeutende Kultur-Auszeichnungen der amerikanischen Regierung verliehen. Unter anderem den US-Schauspieler und Oscar-Preisträger Jon Voight, Vater von Schauspielerin Angelina Jolie, und die Sängerin Alison Krauss zeichnete Trump Ende November im Weißen Haus in Washington mit der «National Medal of Arts» aus. Unter anderem der Schriftsteller James Patterson erhielt die «National Humanities Medal».

«Alle Empfänger haben herausragend zu unserer Gesellschaft, Kultur und unserem Leben beigetragen», sagte Trump, der gemeinsam mit Ehefrau Melania zu der Verleihung erschienen war. «Sie zeigen das Geniale, das Talent und die Kreativität unseres außergewöhnlichen Landes.»

Die «National Medal of Arts» war 1984 vom US-Kongress eingeführt und seitdem jedes Jahr an Künstler verliehen worden, die einen besonderen Beitrag zur amerikanischen Kultur geleistet haben. Die «National Humanities Medal» wurde erstmals 1989 verliehen, sie zielt insbesondere auf Geisteswissenschaften ab.

Zuletzt hatte der damalige US-Präsident Barack Obama 2016 unter anderem den Schauspieler und Regisseur Mel Brooks und die Schriftstellerin Sandra Cisneros ausgezeichnet. Obamas Nachfolger Trump hatte die Auszeichnung in seinen ersten beiden Amtsjahren ohne Anführung von Gründen ausgesetzt.

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Gesundheit

Was Transfette unserem Körper antun

Frittiertes Essen wie Pommes frites enthält oft gehärtete Fette. Diese können schnell die Arterien verstopfen. Foto: dpa

Köln (dpa) – Pommes, Chips, Kekse und Kuchen: sie machen nicht nur dick sondern haben noch eine weitere Gemeinsamkeit. All diese industriell weiterverarbeiteten Lebensmittel beinhalten Transfette.

Sie entstehen sowohl durch natürliche als auch durch lebensmitteltechnologische Prozesse – etwa beim Härten von Ölen, aber auch beim zu langen oder zu starken Erhitzen von ungesättigten Fettsäuren. Im herkömmlichen Zustand von Ölen sind keine Transfette enthalten.

Aber was macht Transfettsäuren so gefährlich? Sie erhöhen den „schlechten“ Cholesterinwert im Blut, erklärt Prof. Dr. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Durch den großen Lipid-Gehalt wird das Cholesterin in den Adern gelagert und kann mit den Jahren zu Arterienverstopfung führen. Somit ist auch das Risiko von Schlaganfällen, Herzerkrankungen, Infarkten oder arterieller Verschlusskrankheiten der Organgefäße erhöht.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb die täglich zugeführte Menge von Transfettsäuren möglichst gering zu halten. Sie sollten weniger als 1 Prozent der Nahrungsenergie ausmachen. Transfette gänzlich zu umgehen, ist allerdings schwierig. „Besser ist, den Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Transfett-Gehalt nicht zu übertreiben und die Auswahl der Lebensmittel etwas bewusster anzugehen“, empfiehlt Prof. Dr. Ingo Froböse. Frittierte Produkte, Back- und Süßwaren oder Fertiggerichte sollten daher nur in Maßen konsumiert werden.

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Reise

New York startet in die Weihnachtssaison

Mit dem traditionellen Anzünden der Lichter des weltberühmten Weihnachtsbaums am Rockefeller Center in New York ist die US-Ostküstenmetropole in die Feiertagssaison gestartet. Foto: dpa

New York (dpa) – Mit dem traditionellen Anzünden der Lichter des weltberühmten Weihnachtsbaums am Rockefeller Center in New York ist die US-Ostküstenmetropole in die Feiertagssaison gestartet.

Vor Zehntausenden Schaulustigen erstrahlten die mehr als 50.000 bunten Lichter der über 23 Meter hohen Fichte am Mittwochabend als Höhepunkt einer großen Show – die Lichterketten des Baums sind insgesamt mehr als acht Kilometer lang.

Gekrönt wird der Baum von einem mehr als 400 Kilogramm schweren Weihnachtsstern, der von Architekt Daniel Libeskind entworfen wurde und laut Veranstalter mit Millionen Kristallen besetzt ist. Der diesjährige Baum kommt aus einem Ort nordwestlich von New York, ist etwa 14 Tonnen schwer und mehr als 70 Jahre alt. Millionen Amerikaner sahen am Fernseher das Anzünden der Lichter und Auftritte von Stars wie John Legend oder Jon Bon Jovi. Viele der Einlagen waren allerdings vorab aufgezeichnet. Das Rockefeller Center ist – auch wegen seiner bekannten Eislauffläche – einer der New Yorker Publikumsmagneten zur Weihnachtszeit. Weil das Gedränge in den vergangenen Jahren zu groß geworden ist, ist nun sogar die gesamte Gegend rund um das Geschäftszentrum zur Fußgängerzone erklärt worden. Auf den Straßen dürfen bis Anfang Januar nachmittags keine Autos mehr fahren. Damit sollen vor allem die Besucher geschützt werden. Das seit Anfang der 1930er jährlich zelebrierte feierliche Anzünden der Lichter ist eine der beliebtesten New Yorker Traditionen zu Weihnachten. Bis Anfang Januar kommen dann täglich etwa 750 000 Menschen, um den Baum zu bestaunen. Nach ihrer Zeit als Star am Rockefeller Center wird die Fichte zersägt und zu Bauholz verarbeitet.

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Senioren als Streitschlichter an Schulen

Die Streitschlichterinnen Barbara Savelsbergh (l) und Dagmar Knopf-Kaupert (r) sitzen mit Kindern an einem Tisch in einer Grundschule. Foto: Henning Kaiser/dpa

Köln (dpa) – Als Jasmine, Lara und Raffaela einmal einen schlimmen Streit hatten, sind sie zu «Daggy» und «Babs» gegangen. «Die haben uns dann geholfen, das zu klären», erzählt die neunjährige Lara. «Daggy» und «Babs» – das sind Dagmar Knopf-Kaupert und Barbara Savelsbergh, zwei ältere Damen, die an einer Kölner Grundschule ehrenamtlich als Mediatorinnen arbeiten. An rund 40 Schulen in Nordrhein-Westfalen stehen Mitglieder des Vereins «Seniorpartner in School» (SiS) regelmäßig als Ansprechpartner für Schüler zur Verfügung.

Der erste SiS-Verein in Deutschland entstand nach einem Vorbild aus den USA 2001 in Berlin. Inzwischen gibt es unter dem Dach eines Bundesverbands fast überall Landesverbände. Die Senioren werden in einer 80-stündigen Ausbildung auf ihre Arbeit als Streitschlichter vorbereitet.

«Wir helfen den Schülern, Konflikte gewaltfrei zu lösen», sagt Knopf-Kaupert. Wichtigstes Prinzip sei die Vertraulichkeit: «Was sie uns erzählen, bleibt im Raum.» Typische Fälle für die Mediatoren seien Konflikte wegen Lästereien, Beschimpfungen oder störender Unarten wie lautem Rülpsen.

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Aus Allen Staaten

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