23. Mai 2020 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Verkehrssicherheitsrat für generelles Tempolimit auf Autobahnen

Tempolimit Ja oder Nein? Diese Frage ist in Deutschland seit langem heftig umstritten. Nun bezieht der Verkehrssicherheitsrat Position. Die Debatte dürfte wieder an Fahrt aufnehmen..

An der Autobahn A10 am nördlichen Berliner Ring unweit des brandenburgischen Mühlenbeck steht ein Schild, das die erlaubte Höchstgeschwindigkeit mit 130 Stundenkilometern anzeigt. Nach langer Diskussion hat sich nun auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ausgesprochen. Foto: dpa

Berlin (dpa) – Nach langer Diskussion hat sich nun auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ausgesprochen. Dadurch könnte die Zahl der Verkehrsopfer sinken, teilte der Verkehrssicherheitsrat (DVR) am Dienstag unter Verweis auf einen Beschluss des Vorstands mit. Der DVR plädiert demnach für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern. Der neuen Positionierung des Vorstands war nach Auskunft einer Sprecherin eine lange und kontroverse Debatte vorausgegangen, die ein Jahr lang dauerte.

Ein generelles Tempolimit in Deutschland ist heftig umstritten, auch in der schwarz-roten Koalition. Für Aufsehen hatte Anfang des Jahres gesorgt, dass der Automobilclub ADAC «nicht mehr grundsätzlich» gegen ein Tempolimit ist.

SPD-Chefin Saskia Esken erneuerte ihre Forderung an die Union, einer Geschwindigkeitsbeschränkung zuzustimmen. «Der Chor der Befürworter eines generellen Tempolimits von 130 Stundenkilometern auf den Autobahnen wird immer größer: Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat stimmt mit seinen 200 Mitgliedsorganisationen ein», sagte Esken der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Mittwoch). Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und CDU und CSU sollten sich den Argumenten der Fachleute ebenso wie der Mehrheit der Bundesbürger anschließen und den Weg zu einem Tempolimit freimachen.

Nach dpa-Informationen war die Abstimmung im Vorstand des Verkehrssicherheitsrats aber knapp. Für ein generelles Tempolimit stimmten demnach 10 Mitglieder, dagegen vier, es gab 11 Enthaltungen. Im Vorstand des Verkehrssicherheitsrats sind Vertreter von Unfallversicherungen, Verkehrsverbänden, Automobilclubs, vom TÜV-Verband, aber auch der Automobilindustrie. Der Verband der Automobilindustrie lehnt ein Tempolimit ab.

DVR-Präsident Walter Eichendorf erklärte, es sei Aufgabe des Verkehrssicherheitsrats, sich für all die Maßnahmen einzusetzen, die Verkehrsunfälle mit Getöteten und Verletzten verhinderten. Dazu zähle auch das generelle Tempolimit auf Bundesautobahnen. Eichendorf war früher stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Die Forderung eines Tempolimits ist laut Organisation Bestandteil eines umfassenden Gesamtpapiers für mehr Sicherheit auf Autobahnen. Geschwindigkeit spiele eine besondere Rolle bei Unfällen. Sie wirke sich entscheidend auf die Strecke aus, die ein Fahrzeug in der Reaktionszeit im Hinblick auf ein kritisches Ereignis, beispielsweise eine Kollision, zurücklege. Zudem führe eine geringere Geschwindigkeit bei gleicher Reaktionszeit zu einem kürzeren Anhalteweg und zu Unfällen mit weniger dramatischen Folgen.

Der Verkehrssicherheitsrat spricht sich außerdem dafür aus, verstärkt Instrumente für eine intelligente Verkehrsbeeinflussung auf Autobahnen einzusetzen, um die Sicherheit zu erhöhen. Außerdem müss es möglich sein, die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Ausnahmefällen mit besonderer Begründung anheben zu können.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat nach eigener Auskunft mehr als 200 Mitgliedsorganisationen. Dazu gehören die für Verkehr zuständigen Ministerien von Bund und allen Bundesländern, die gesetzlichen Unfallversicherungsträger, die Deutsche Verkehrswacht sowie Automobilclubs.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

umstritten – controversial
bezieht – is moving in
Verkehrssicherheitsrat – traffic safety commission
an Fahrt aufnehmen – pick up speed
ausgesprochen – spoken out (in favor of)
Verkehrsopfer – accident victims
teilte mit – shared
Verweis auf – referring to
Beschluss – decision
plädiert – pleads
Sprecherin – spokeswoman
schwarz-roten – CDU/CSU-SPD
black = politically conservative
red = politically liberal
Aufsehen…gesorgt – served up the sensation
grundsätzlich – fundamentally
erneuerte – renewed
Foderung – demand
Geschwindigkeitsbeschränkung – reduced speed limit
zuzustimmen – to agree to
Chor – chorus
Befürwörter – advocates
sich anschließen – agree with
Fachleute – industry experts
den Weg…freimachen – clear the way
Enthaltungen – abstentions
TÜV-Verband – a technical inspection association & product certification company
lehnt ab – rejects
Maßnahmen – measures
einzusetzen – employ
Forderung – promotion
Bestandteil – component
umfassenden – comprehensive
Gesamtpapier – joint document
wirke aus – affects
zurücklege – holds back
erhöhen – increase
zulässige – permissible
in Ausnahmefällen – in exceptional cases
Begründung – justification
anheben – lift
Bund – Federal government

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

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Sport

«Fußball zum Leben erweckt» – Bundesliga-Neustart weltweit im Fokus

«Präzedenzfall», «Geschichte» – aber auch «kalt und seelenlos»: die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga ist auch im Ausland auf enormes Interesse gestoßen und wird ausgiebig kommentiert. Ein deutscher Ex-Nationalspieler ist stolz

Köln: In der Nähe des Kölner Stadions haben Unbekannte ein Plakat aufgehängt, das ein Mann fotografiert. Vor dem Heimspiel des 1. FC Köln haben Geisterspiel-Kritiker mit Plakaten gegen den Neustart der Bundesliga demonstriert. «Unser Geld ist wichtiger als eure Gesundheit», war auf den Plakaten zu lesen Foto: dpa

Von Thomas Eßer
Berlin (dpa) – Der Bundesliga-Neustart ließ in Italien gar Erinnerungen an die Mondlandung aufkommen. «Der erste Schritt von Neil Armstrong ist noch mal etwas anderes, aber das Tor des Norwegers ist Geschichte», schrieb die «Gazzetta dello Sport» zu Erling Haalands Premierentor nach der Corona-Pause zum 1:0 seiner Dortmunder gegen den FC Schalke 04. «Hätten wir für die Menschheit einen Fußballer wählen müssen, nur um diesem Bastard eines Virus ins Gesicht zu schlagen, hätten wir uns für Erling Haaland entschieden.»

Mit dem ersten Anpfiff 66 Tage nach dem zuvor letzten Bundesligaspiel präsentierte sich die Eliteklasse des deutschen Fußballs am Wochenende auf der ganz großen Bühne. In Zeiten, in denen der Ball in allen großen Ligen wegen der Coronavirus-Pandemie ruht, war die Saisonfortsetzung in über 200 FIFA-Mitgliedsländern zu sehen. Rund um den Globus wurde das Neustart-Experiment neugierig beobachtet – und medial sowie von Profis überwiegend positiv bewertet.

«Erstes Fazit nach 90 Minuten: wie erwartet sehr merkwürdig ohne Fans. Trotzdem macht es Spaß, endlich wieder Fußball zu sehen nach so langer Zeit», schrieb der deutsche Nationalspieler in Diensten von Manchester City, Ilkay Gündogan, bei Twitter. AC-Mailand-Star Zlatan Ibrahimovic freute sich ebenfalls und dankte der Liga für ihre Rückkehr. Lukas Podolski machte das ungewohnte Schauspiel stolz: «Wir als Bundesliga, wir als Deutsche haben mal wieder bewiesen, dass wir es drauf haben. In puncto Disziplin, Organisation, Zusammenhalt», sagte der Weltmeister von 2014 am Samstag bei «Bild TV».

Der frühere Bayern-Verteidiger Bixente Lizarazu nutzte das Geschehen in den leeren deutschen Stadien zur Kritik am Vorgehen in seiner französischen Heimat. «Die Deutschen haben sehr schnell ein funktionsfähiges System erstellt, während wir noch immer diskutiert haben», sagte der 50-Jährige der französischen Sportzeitung «L’Équipe», die am Sonntag von einer «kraftvollen Wiederaufnahme» und einer «Hürde, die gefallen ist» schrieb. In Frankreich war die Saison der Ligue 1 Ende April abgebrochen und Paris Saint-Germain mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel zum Meister erklärt worden.

Soweit ist es in den anderen großen europäischen Spielklassen wie der Premier League oder der Serie A noch nicht. Die Umsetzung des Liga-Hygienekonzepts und der größtenteils unfallfreie Neustart des Fußball-Spektakels hierzulande geben dort auch Anlass zur Hoffnung. «Die Bundesliga hat den Fußball nach Monaten des Todes und der Angst wieder zum Leben erweckt, hat die Weichen für die anderen gestellt, die immer noch nach Mut und Protokollen suchen», schrieb die «Gazzetta dello Sport». In den drei großen italienischen Sporttageszeitungen prangte der BVB-Sieg im Geister-Revierderby gegen Schalke am Sonntag groß auf dem Titel.

Der britische «Independent» stimmte den italienischen Kollegen zu: «Die Bundesliga hat gezeigt, wie es geht. Sie hat für diesen Sport einen Präzedenzfall geschaffen. Das wird helfen, das Denken zu verändern.» Etwas nüchterner kommentierte der «Telegraph» das Geschehen: «Die Rückkehr der Bundesliga fühlte sich funktional, kalt und seelenlos an – aber das ist alles, was wir im Augenblick haben.»

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Feuilleton

Banksy stellt Krankenschwester
als Superheldin dar

Ein medizinischer Mitarbeiter lässt sich vor dem 
Kunstwerk mit dem Titel „Game Changer“ des Streetart-Künstlers Banksy fotografieren, das auf Ebene C 
des Southampton General Hospital ausgestellt wurde.
                               Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa
                                               Foto: SPSG Leo Seidel/dpa

London (dpa) – Der mysteriöse Streetart-Künstler Banksy hat sich auf seine Weise bei den Helden der Corona-Krise bedankt: Mit einem großen Gemälde im General Hospital in Southampton. Das auch auf Banksys Instagram-Account veröffentlichte Bild aus dem Krankenhaus zeigt einen Jungen, der kniet und eine Krankenschwester-Puppe in seiner Hand durch die Luft schweben lässt. Sie streckt dabei wie Superman ihre Hand aus – und trägt Gesichtsmaske, Umhang und eine Schürze mit einem roten Kreuz, das einzige farbige Element in dem ansonsten schwarz-weißen Gemälde. Im Papierkorb vor dem Jungen liegen eine Spiderman- und eine Superman-Figur. Der Künstler hinterließ laut BBC im Krankenhaus einen Zettel, auf dem stand: «Danke für alles, was Sie tun. Ich hoffe, dies erhellt den Ort ein wenig, auch wenn es nur schwarz und weiß ist.»

Das ein Quadratmeter große Gemälde, zu dem Banksy nur «Game Changer» (Spielwende) schrieb, soll bis in den Herbst im Krankenhaus bleiben und dann versteigert werden, wie BBC berichtete. Der Erlös soll an den chronisch unterfinanzierten Gesundheitsdienst National Health Service (NHS) gehen.

Die Geschäftsführerin des Krankenhauses, Paula Head, sagte, das Gemälde werde von allen im Krankenhaus geschätzt. Menschen hätten einen Moment, um innezuhalten, nachzudenken und das Kunstwerk zu würdigen. «Es wird zweifellos auch massiv die Moral aller stärken, die in unserem Krankenhaus arbeiten und die gepflegt werden.»

Banksy hatte bereits Mitte April aus seinem Homeoffice ein Bild zur Corona-Krise veröffentlicht: Auf Instagram postete der Brite ein Bild, auf dem er mehrere Ratten an die Wand des Badezimmers gemalt hat. Die herumstehenden Gegenstände sind so arrangiert, dass es so aussieht, als hätten die Ratten diese Unordnung verursacht. Darunter schrieb Banksy: «Meine Frau hasst es, wenn ich von zu Hause aus arbeite.»

Banksys Identität gibt Rätsel auf. Bekannt ist, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven. Seine Graffiti erscheinen meist überraschend.

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Gesundheit

Ärzte rechnen mit mehr Hautschäden wegen häufigen Händewaschens

Das kräftige Reinigen der Finger kann juckende Ekzeme hervorrufen.  Foto: dpa

Osnabrück (dpa) – Das häufige Händewaschen in der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von Hautärzten dazu führen, dass mehr Menschen juckende Hand-Ekzeme entwickeln. «Seife greift die Hautbarriere an», sagte der Dermatologe Christoph Skudlik der Deutschen Presse-Agentur. Der 52-Jährige ist Chefarzt des Instituts iDerm mit Sitz an der Universität Osnabrück und dem BG Klinikum Hamburg. Abnutzungs-Ekzeme an den Händen seien störend, zudem könnten sich in der vorgeschädigten Haut mehr Erreger einnisten. Wer ohnehin zu Neurodermitis neige, sollte besser alkoholische Hände-Desinfektionsmittel benutzen, riet der Mediziner. Zudem sollten Betroffene bei Hautproblemen zum Facharzt gehen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die Händedesinfektion mit wirksam getesteten alkoholischen Präparaten im Gesundheitswesen und in der Pflege «das Mittel der Wahl». Außerhalb dieser Bereiche biete die Händedesinfektion in Situationen, wo die Hände auch gewaschen werden können, keinen Vorteil in Bezug auf die Inaktivierung von Sars-CoV-2, schrieb das RKI. In diesem Fall sollten pH-neutrale Waschmittel mit möglichst wenigen Zusatzstoffen benutzt werden, riet Dermatologe Skudlik.

Beim Benutzen alkoholischer Desinfektionsmitteln könne die Haut zwar brennen, sagte Skudlik, der auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) ist. «Das ist aber kein Zeichen einer Schädlichkeit des Alkohols, sondern tritt nur auf, wenn die Haut bereits gereizt oder vorgeschädigt ist.» Die alkoholische Desinfektion sei wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge deutlich weniger hautbelastend als das Händewaschen. Nach jedem Waschen oder Desinfizieren sollten die Hände gründlich eingecremt werden, betonte der Hautarzt.

Nach seinen Angaben hat jeder dritte Beschäftigte in Pflegeberufen einmal im Jahr mit einem Hand-Ekzem zu tun. In der Allgemeinbevölkerung sei es aufs Jahr gerechnet jeder Zehnte. Die juckenden Rötungen und Risse können Infektionen und Allergien nach sich ziehen und bis zur Arbeitsunfähigkeit führen. Auch das häufige und längere Tragen von Gummihandschuhen kann Hautprobleme zur Folge haben. In der Corona-Pandemie sind nicht nur Gesundheits- und Pflegeberufe, sondern zunehmend auch Friseure, Köche, Beschäftigte im Einzelhandel oder Paketboten betroffen.

Nach einer Veröffentlichung von Dermatologen aus Wuhan in China haben 75 Prozent der Gesundheitsbeschäftigten, die Covid-19-Patienten betreuten, Hautveränderungen an den Händen entwickelt.

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Reise

Pfingsturlaub: Erste Länder wollen wieder Reisen erlauben

Der Tourismus an der Nordsee in Niedersachsen läuft wieder an. Jetzt dürfen 
Ferienwohnungen sowie Campingplätze wieder mit einer Auslastung 
von 50 Prozent und unter Einhaltung von Auflagen belegt werden.  Foto: Sina Schuldt/dpa

Berlin (dpa) – Wer bereits über Pfingsten eine Unterkunft in Mecklenburg-Vorpommern gebucht hat, kann aufatmen: Das Bundesland an der Ostsee will wieder Urlauber ins Land lassen. Andere Länder wollen dem Beispiel folgen.

Die Küstenländer preschten voran, Bayern und Sachsen-Anhalt zogen nach: Mehrere Bundesländer wollen die in der Corona-Krise erlassenen Verbote in der Gastronomie und im Hotelgewerbe lockern und Tourismus vorsichtig wieder ermöglichen.

  • Mecklenburg-Vorpommern: Angesichts geringer Neuinfektionen können Auswärtige wohl schon in der Woche vor Pfingsten wieder Urlaub an der Ostsee machen. Den Plänen der Landesregierung zufolge dürfen die Gaststätten von Samstag (9. Mai) an unter strikten Hygieneauflagen wieder für Einheimische öffnen – am 18. Mai dann auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Zum 25. Mai soll das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden.
  • Niedersachsen: Restaurants, Cafés und Biergärten können voraussichtlich bereits vom kommenden Montag an unter Auflagen wieder in Betrieb gehen – genau wie Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Campingplätze. Hotels, Pensionen und Jugendherbergen sollen zwei Wochen später folgen. Für alle gilt eine maximale Auslastung von 50 Prozent. Bars, Kneipen und Diskotheken bleiben weiter geschlossen. Die Landesregierung will ihren Stufenplan nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch endgültig verabschieden.
  • Bayern: Auch hier sollen Gaststätten und Hotels nach wochenlanger Zwangspause schrittweise bald wieder öffnen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Aussicht stellte.
    Außenbereiche von Gaststätten am 18. Mai, Speiselokale eine Woche später, Hotels am 30. Mai, dem Samstag vor Pfingsten. Für alle Bereiche gelten Abstandsregeln und strikte Hygieneauflagen, Söder kündigte strenge Kontrollen an.
  • Sachsen-Anhalt: Ferienhäuser und -wohnungen dürfen vom 15. Mai an wieder an Einheimische vermietet werden. Später sollen auch Hotels für Touristen und dann alle touristischen Betriebe und Angebote wieder öffnen, Termine dafür gab es zunächst noch nicht. Restaurants können den Betrieb vom 22. Mai an wieder aufnehmen. Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen gelten weiter. Tanzlokale und Diskotheken bleiben geschlossen.
  • Schleswig-Holstein: Von Mitte Mai an gibt es Lockerungen in Gastronomie und Tourismus. „Wir wollen eine klare Perspektive für alle Bereiche geben“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU).

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Ein Garten im englischen Cottage-Stil

„Landhaus-Gärten – Gestaltung, Bepflanzung, Reportagen“  von Elke Borkowski 
und Stefanie Syren. Foto: Elke Borkowski/BLV-Verlag/dpa

München (dpa) – Ein Garten im Cottage-Stil ist für die Bloggerin Sarah Stiller ein Blumenstrauß, durch den man laufen kann. Im Sommer quillt das Kleinod über vor Blüten in verschiedenen Pastellfarben – von zarten bis kräftigen Rosa-, Burgunder- und Lilatönen, ein bisschen Weiß und grünliches Gelb. In England findet man diese Cottage-Gärten und den dazugehörenden Gartenstil häufig. Inzwischen ist er aber – genauso wie der Landhausstil in der Einrichtung – auch in Deutschland sehr beliebt und so ähnelt der Cottage-Garten auch dem, was wir in Deutschland als Bauerngarten kennen. «Der Cottage-Garten ist der Inbegriff von Charme und Nonchalance, fernab von Smartphone und WLAN», sagt Stiller. Viele Menschen verspüren in der technisierten und hektischen Welt eine Sehnsucht nach einem ursprünglichen Leben – und das drückt der Gartenstil aus

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Aus Allen Staaten

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