23. März 2019 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Kontrollverlust und Milliardengewinne: Das Geschäft Glücksspiel

Ein Mann sitzt in einer Kneipe an einem Spielautomat. Foto: dpa

Glücksspiel ist für die Anbieter ein Milliardengeschäft – und ein beträchtlicher Teil des Umsatzes wird im nicht-regulierten Bereich gemacht. Das Risiko von Sucht und Verschuldung tragen die Spieler

Stuttgart (dpa) – Nach 23 Jahren als Spieler stand Volker Brümmer an den Gleisen, die Abschiedsbriefe waren geschrieben. «Ich habe nicht nur Geld verspielt, sondern alle sozialen Kontakte – am Ende fast mein Leben.» Am Tiefpunkt seiner Spielerbiografie, mit 300 000 Euro Schulden, besann sich der Fliesenleger doch anders. Heute ist der 50-Jährige trocken, wie er es nennt. Und redet offen über seine Vergangenheit.

Brümmer ist noch ein Kind, als er das erste Mal spielt. An einer Raststätte wirft er das Taschengeld von Oma in einen Automaten. Die zwei Mark kamen nicht mehr heraus. «Das war das erste Mal, dass ich meine Eltern wegen des Spielens angelogen habe.» Jahre später wird er Bankmitarbeitern erfundene Geschichten erzählen – und auch das Sparbuch seiner Tochter leer räumen.

Wegen des Spielens zu lügen, ist laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Kennzeichen für Glücksspielsüchtige – das Spiel mit immer höheren Einsätzen und kriminelle Geldbeschaffung ein weiteres. In Deutschland gebe es Schätzungen zufolge 200 000 pathologische, also krankhafte Glücksspieler, sagt Tilman Becker, Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim. Dazu kämen rund 300 000 problematische Spieler.

Der Großteil zockt an Automaten. Bei knapp 77 Prozent der Spieler, die sich an ambulante Beratungs- oder Behandlungsstellen begeben, ist das die Hauptglücksspielform. Das geht aus der Suchthilfestatistik 2017 des Instituts für Therapieforschung hervor.

«Einmal im Monat, damit fing es an», erzählt Brümmer. «Zum Schluss habe ich in Spielhallen an 20 Automaten gleichzeitig gespielt. Der Kontrollverlust ist grenzenlos.» Die letzten drei Jahre der Sucht spielt Brümmer von zu Hause, im Internet. «365 Tage im Jahr 24 Stunden geöffnet – das Paradies für jeden Spieler.»

Online-Casinos und Online-Poker gehören zum nicht-regulierten Glücksspielmarkt – sie sind nach deutschem Recht illegal. Zu diesem Schwarzmarkt zählen Glücksspielangebote, die nicht über eine deutsche Konzession, wohl aber über eine aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat verfügen. Ein Großteil davon wird faktisch geduldet.

Von den rund 14,2 Milliarden Euro Umsatz der Glücksspielanbieter 2017 in Deutschland wurden 22 Prozent im nicht-regulierten Bereich gemacht, in den auch Sportwetten im Internet fallen. Die Zahlen stammen aus dem Jahresreport der Glücksspiel-Aufsichtsbehörden der Länder. Während der regulierte Markt im Vergleich zum Vorjahr nur um 1 Prozent wuchs (157 Mio Euro), legte der nicht-regulierte Markt um 24 Prozent zu (626 Mio Euro).

Derzeit debattieren die Bundesländer über eine Reform des Glücksspiel-Staatsvertrags. Vorgesehen ist eine Öffnung des Sportwettenmarktes. Das Online-Glücksspiel soll nach jetzigem Stand aber weiter verboten bleiben.
Glücksspielforscher Becker fordert stärkere Kontrolle und Regulierung durch eine länderübergreifende Behörde. Vor allem der Spielerschutz müsse weiter vorangetrieben werden: «Experten sind sich einig, dass eine Sperrdatei eine ganz wichtige Präventionsmaßnahme bei Glücksspielsucht ist.»

Bisher gibt es ein Sperrsystem für alle Spielhallen nur in Hessen. Die Sperre können die Spieler selbst, Angehörige oder auch die Betreiber beantragen.

Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW), spricht sich für ein bundesweites biometrisches Zugangssystem aus. «Wir wollen mit Süchtigen kein Geld verdienen.» Der Verband verweist auf geschultes Personal in den Spielhallen – nur im legalen Rahmen könnten Spieler geschützt spielen. Bundesweit sind nach Angaben des Verbands rund 278 000 bargeldbetätigte Spielgeräte aufgestellt – 82 000 davon stehen nicht in Spielhallen, sondern in gastronomischen Betrieben.

Wie viel Umsatz auf Spielsüchtige zurückgeht, dazu gibt es laut Glücksspielforscher Becker keine Erhebung. Brümmer verzockte manchmal Tausende Euro in einer Nacht. 18 Monate Therapie benötigte er. Elf Jahre hat er bislang ohne Rückfall bewältigt. Das ist nicht selbstverständlich, wie er aus vielen Erzählungen weiß. Der 50-Jährige leitet mittlerweile eine Selbsthilfegruppe für Spieler.

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Sport

Federer verliert Finale in Indian Wells gegen Thiem

WTA-Tour – Indian Wells, Einzel, Herren, Finale, Federer (Schweiz) – Thiem (Österreich): Dominic Thiem jubelt über
seinen Sieg. Foto: dpa

Indian Wells (dpa) – Der Österreicher Dominic Thiem hat mit einem Finalsieg gegen Tennis-Superstar Roger Federer in Indian Wells den ersten Masters-Titel seiner Karriere erobert. Der 25-Jährige aus Wien bezwang den Schweizer am Sonntag (Ortszeit) mit 3:6, 6:3, 7:5. Der 37 Jahre alte Federer hatte die hochkarätige Veranstaltung in Kalifornien zuvor bereits fünf Mal für sich entschieden, leistete sich diesmal aber zu viele Fehler. Erst vor kurzem hatte der Routinier in Dubai seinen 100. Turniersieg gefeiert.

Für Thiem war es der insgesamt elfte Erfolg auf der ATP-Tour. Nach gut zwei Stunden nutzte der Österreicher einen der vielen Patzer von Federer zum Sieg. Bei einem Masters-Event, den wichtigsten Turnieren neben den vier Grand-Slam-Veranstaltungen, hatte Thiem zuvor noch nie triumphiert.

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Feuilleton

Haar- und Barterlass: Passion in Oberammergau rückt näher

Spielleiter Christian Stückl (l) und der Bürgermeister von Oberammergau, Arno Nunn (parteilos) bringen den Aufruf zum „Haar- und Barterlass“ für das Passionsspiel im Jahr 2020 an.  Foto: dpa

Oberammergau (dpa) – Haareschneiden und Rasieren verboten, heißt es in Oberammergau seit Aschermittwoch für fast die Hälfte der Bewohner. Mehr als ein Jahr vor den Passionsspielen in dem oberbayerischen Ort verkündete Spielleiter Christian Stückl zusammen mit Bürgermeister Arno Nunn den «Haar- und Barterlass».

Vor dem Passionstheater schlugen beide ein Plakat mit dem Aufruf an: «Alle weiblichen und männlichen Mitwirkenden und alle Kinder, die an den Passionsspielen 2020 teilnehmen, werden hiermit vom Spielleiter aufgefordert, sich ab Aschermittwoch die Haare, die Männer auch die Bärte, wachsen zu lassen.»

Rund 2400 Oberammergauer werden im kommenden Jahr das Laienspiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehen Jesu aufführen. Alle zehn Jahre bringt der Ort das Schauspiel auf die Bühne – und beruft sich dabei auf ein fast 400 Jahre altes Pestgelübde. An den Bärten und langen Haaren werde sichtbar: «Wir sind jetzt in der heißen Phase», sagte Stückl. Überraschend kündigte er an, dass sich dieses Mal auch die Mitglieder des Chores die Haare wachsen lassen sollen. Nur die Darsteller der römischen Soldaten sowie Orchestermusiker und Helfer hinter der Bühne dürfen glattrasiert und mit kurzem Haar dabei sein. Der Apostel Johannes wiederum hat keinen Bart, weil er noch so jung war. Premiere ist im Mai 2020.

1633 hatten die Oberammergauer versprochen, alle zehn Jahre die Geschichte der letzten Tage im Leben Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Pest sterbe – was nach der Überlieferung tatsächlich eintraf. 2020 ist es die 42. Auflage der Passion.

http://www.passionsspiele-oberammergau.de/

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Gesundheit / Umwelt

Welche Schokolade schmeckt am besten?

Die einen beißen beherzt in die Schokolade, andere lassen sie auf der Zunge zergehen.  Foto: dpa

Hildesheim (dpa) – Was macht eine gute Schokolade aus? Sie sollte eine deutliche Kakaonote haben, sahnig im Geschmack sein und nach Karamell duften.

Wenn die Tafeln dann noch frei von Luftbläschen sind, eine glatte Oberfläche haben und an den Bruchkanten nicht splittern, punkten sie bei der Stiftung Warentest. 21 von 25 getesteten Schokoladentafeln haben daher im Punkt «Sensorisches Urteil» von den Testern die Note «gut» oder «sehr gut» erhalten, berichtet die Zeitschrift «test» (Ausgabe 12/2018).

Die Gesamtbeurteilung fiel allerdings schlechter aus. Hier erhielten nur 15 Produkte die Note «gut». Zu den Testsiegern gehören «Die gute Schokolade» (1 Euro/100 g), «Marabou Mjölk Cjhoklad» (1,12 Euro/100 g) sowie «Merci Edel-Rahm» (1,30/100 g) und «Milka Alpenmilch» (1 Euro/100 g).
Daneben vergab die Stiftung Warentest neunmal die Note »befriedigend» und einmal «ausreichend». Die als ausreichend bewertete Tafel ist stark nickelbelastet, was laut der Zeitschrift allerdings nicht gesundheitsschädlich ist.

Lange waren Spuren von Mineralöl ein Problem bei Schokoladen. Nun attestieren die Warentester, dass die Hersteller das Problem mittlerweile «im Griff» haben. Dazu sei keine Schokolade nennenswert mit Pflanzenschutzmitteln oder dem Schadstoff Kadmium belastet.

In einzelnen Fällen kritisieren die Tester eine kräuterartige Fremdnote im Geschmack oder eine irreführende Abbildung einer Vanilleschote auf der Verpackung, obwohl nur der Aromastoff Vanillin verwendet wird.

Vanilleschoten oder -extrakte stehen zudem auf einigen Zutatenlisten, doch tatsächlich enthalte die Schokolade dann allenfalls nur Spuren davon, so die Tester.

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Reise

Neues rund um die Kreuzfahrt

Die Reederei Oceania Cruises hat zwei neue Kreuzfahrtschiffe in Auftrag gegeben. Foto: Oceana/dpa

Royal Caribbean beginnt Bau von „Odyssey of the Seas“
München (dpa) – Das 27. Schiff der Royal-Caribbean-Flotte soll voraussichtlich „Odyssey of the Seas“ heißen. Es ist das fünfte Schiff in Folge, das Royal Caribbean in Deutschland in Auftrag gegeben hat. In der Meyer Werft hat der Bau des zweiten Schiffes der sogenannten Quantrum-Ultra-Klasse bereits begonnen. Das neue Schiff soll im Herbst 2020 sein Debüt feiern und von den USA aus starten.

Regent Seven Seas Cruises lässt neues Luxusschiff bauen
Miami (dpa) – Regent Seven Seas Cruises lässt ein weiteres Luxuskreuzfahrtschiff bauen. Das neue Schiff soll 2023 in Dienst gestellt werden, kündigte die Reederei an. Bei dem Neubau mit Platz für 750 Gäste und ausschließlich Suiten an Bord handelt es sich um ein Schwesterschiff der „Seven Seas Explorer“. Details zur weiteren Ausstattung und den Fahrgebieten gibt es noch nicht.

Oceania Cruises bestellt zwei neue Kreuzfahrtschiffe
Miami (dpa) – Die Reederei Oceania Cruises hat zwei neue Kreuzfahrtschiffe in Auftrag gegeben. Die Neubauten der sogenannten Allura-Klasse mit Platz für jeweils rund 1200 Gäste sollen 2022 und 2025 ausgeliefert werden, wie die Tochtergesellschaft von Norwegian Cruise Line mitteilt. Gebaut werden die luxuriös ausgestatteten Schiffe in der italienischen Werft Fincantieri.

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Kater Larry – britisches Regierungsmitglied und Twitter-Star

Politischer Influencer und Mäusefänger: Rund 233 000 Menschen folgen Kater Larry auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Damit ist er aber nicht das einzige tierisch beliebte Kabinettsmitglied in Westminster.

Kater Larry sitzt vor der Tür des Regierungssitzes Downing Street 10 in London.  Foto: dpa

Von Anne-Lena Leidenberger

London (dpa) – Zahlreiche Politiker twittern zum Brexit, aber ein Regierungsinsider kommt dabei besonders gut an: Kater Larry, oberster Mäusejäger des britischen Kabinetts. Das Erfolgsrezept des Twitter-Accounts (@Number10cat), der in Larrys Namen geführt wird: politische Kommentare mit süßen Katzenfotos und tierischen Anspielungen. Seine durchaus auch provokanten Tweets begeistern auf dem Kurznachrichtendienst rund 233 000 Follower. Beispiel: «Ich schlage ein Katzen-Votum vor. Wahrscheinliches Ergebnis: Wir dürfen gehen und zurückkehren, wann auch immer wir wollen.» Wer wirklich hinter dem tierisch lustigen Account steckt, ist nicht bekannt. Der echte Larry zog in der Amtszeit von Premierminister David Cameron aus einem Londoner Tierheim in die Downing Street um. Dort sollte er Ratten fangen. Auf der Website der britischen Regierung wird Larry als «oberster Mäusejäger des Kabinetts» namentlich erwähnt. Larry ist nicht das erste Haustier in der Downing Street. Schon seit den 1920er Jahren sollen Katzen dort als Rattenfänger eingesetzt worden sein. Kater Treasury Bill unter Premierminister Ramsay MacDonald soll der erste tierische Mitbewohner gewesen sein.

In Westminster gibt es neben Larry heute noch andere berühmte Katzen. Im Finanz- und Wirtschaftsministerium geht Kater Gladstone auf Rattenfang, im Außenministerium lebt Palmerston. Im Gegensatz zu Larry werden die Twitter Accounts von Gladstone (@TreasuryMog) und Palmerston (@DiploMog) von den jeweiligen Ministerien betreut. Diese setzen aber ausschließlich auf niedliche Katzenbilder und verzichten auf regierungskritische Tweets. Auch Oppositionsführer Jeremy Corbyn besitzt ein Haustier – Kater El Gato. Nachdem die britische Wochenzeitung «The Economist» Corbyn als potenziell neuen Premierminister mitsamt Kater vor der Tür von Downing Street karikierte, reagierte Larry prompt mit einem Tweet. «Ich gehe nirgendwo hin, wer auch immer als Nächstes einzieht.»

Zum geplanten Brexit und zu seinem Frauchen, Theresa May, hat Larry eine klare Meinung. In seinen Tweets empört er sich ironisch über die Premierministerin: «Theresa May wünscht sich „mehr Zeit“, um einen Brexit-Deal zu machen. Sie muss wütend auf die Person sein, die sich auf Artikel 50 beruft und den Countdown ohne Plan gestartet hat.» Haustiere spielen im politischen Geschehen in Großbritannien immer wieder eine Rolle. So demonstrierten Hundehalter mit ihren Vierbeinern im sogenannten Wooferendum gegen den Brexit.

«Wer ein lustiges Meme (im Internet kursierendes Foto oder Video) mit einer Brexit-Katze teilt, macht sich weniger angreifbar als zum Beispiel ein Zeitungsartikel zu diesem Thema», sagte Urs Kind, der Internetphänomene an der Humboldt Universität in Berlin erforscht hat. «Den Haustieren werden menschliche Eigenschaften zugeschrieben und diese werden dann in ihnen wiedererkannt.» Die Katzenverehrung reiche geschichtlich weit zurück. Schon im Alten Ägypten wurden Katzen als Götter verehrt, wie Kind erklärte.

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Aus Allen Staaten

Memories

Good Ship USA

A story of coming to America by Kaethie Schwager

Heinrich Hercher and his family came to America on a converted army livery ship, the USS Sturgis. Almost all the German displaced persons came over on retired military transport ships
The author at seventeen
The Hercher children v.l.: Katharina , Maria, Steve, Therese and Rosina in 1963

Today for some reason my thoughts reach back to the 1950’s — which is a long long time ago. Who am I thinking of?

I am thinking of Toni Braunstein! Toni was a young man who also was waiting with his family to be shipped out… immigrate to America. That was a time when all of our lives kind of hung on a string… not knowing, literally, what lies ahead of us.

But the young ones among us left the deep worries to our parents, and we tried to make connections with other young people around us… having as normal a time as these circumstances allowed. There were “English‑classes” held within the compound. And since we still were in Karlsdorf by Muenchen (Munich), where we waited to be shipped out to Bremerhaven, there were a lot of Saturday‑night dances to go to. I was surprised that my mother, who was so overprotective of me, gave me permission to go.

Naturally it had to be with someone that she truly trusted. Like her cousin’s daughter and son-in-law. They were really nice people… full of fun. I had a very good time over there in that big dance‑hall. Don’t know where this was, but the music was very rhythmic… very good, for it played all the songs I could dance to if someone would come and ask me to dance. And… someone came and did ask me.

And that someone was “Toni Braunstein”! He was maybe in his early twenties.

Blond, with blue eyesand smiling at me …

I don’t know where this young man arrived from, whether he knew someone around the table where we sat. But all I remember of him is that he asked me to dance… and I was so happy… all evening. Apparently he gave me a lot of compliments, because I remember laughing a lot, mostly because I knew that I couldn’t be as pretty as the words that he showered me with. In those days I had a very hard time accepting compliments in the first place… I was just not used to them.

Anyway, our quota‑number came up .. and we left for Bremen. Again, we were living in the Kaserne, waiting to be shipped out… to the United States of America. In those times, the U.S. shipped its soldiers to Germany and brought the Displaced Persons (DPs) to America. Most of us slept in the soldier cots.

My mother and my three little sisters lived in the bow of the ship and one could hear the ocean‑waves just hitting the bow in a to‑and‑fro motion… “shhhhh..woooo… shhhhh..woooo”… day and night without stop. On top of it, the ship “danced” in the water up‑and down… up‑and‑down. Most‑of the grown‑ups in the bow were sea‑sick… threw up… wanted to just lay down and die. But not the kids. They enjoyed this sea‑saw game. They were dancing around their jammering, moaning and groaning parents.

We were still at Bremerhaven when I saw Anton (Toni) Braunstein again. He and his family had to wait for another snip to come in. But I remember that he came over to our compound, with his family. And our parents started a conversation as to where they came from, where they were heading to in the USA?

They told us that they have relatives in Youngstown, Ohio, who paid their fare. Which meant that they would have a cabin for themselves and family. We, on the other hand, came through the Caritas‑Organization… and were told, whoever is able to work needs to work on ship.. for our fare. Which was very generous anyway. Who would not work for a trip over to the promised land? Most especially when the “Caritas” paid for six people and only two of them were able to work. That was my Dad and I.

As I mentioned before, my mother and the children were down in the ship’s bow. Those passengers whose fare was paid, stayed in cabins, and those who came through the Caritas were separated. Men with men, women with women. It worked out well.. till the third day, when the skies broke open and a big thunderstorm rocked the ship like a feather in the wind. Up and down, up and down… we all got sea‑sick.

I still very vividly remember where it hit me… I came down the stairs, stepped onto the next step and that step rose up to my foot. The next step was farther away than I had reached for, and I felt my stomach coming up to my throat. I opened the door to the outside… ran to the railing and spilled… till nothing came up anymore. Oh how sick I felt! I tried to go back to my cot, but on the way up, the floor‑manager stopped me. I told her, “Ich kann nicht arbeiten.” (I can’t work.) My job was to clean the cabins. But the lady insisted: “Du musst arbeiten!” (You must work!) And so I did. And the storm passed and we were fine once again.

Incidentally, on that ship I ate my first grapefruit, which I mistook for a big orange. Up to then I can’t remember ever seeing a grapefruit. Anyway, when I went to bed, rather to my cot, there on my pillow lay this “big orange.” Since only the little night‑light was on over my cot and I was really hungry to sink my teeth into this juicy gift… I peeled it, bit into it and ate it, the juices running down my jaws… hmm was it good.The next day was that big storm! And that orange… along with all my supper… went “overboard.

And because my introduction to the grapefruit, I directly connected with my shyness. I couldn’t taste another one of these heavenly fruits for years and years to come … introduction to the grapefruit was directly connected with my seasickness, I couldn’t taste another one of these heavenly fruits for years and years to come.

*Editor’s Note: The Hercher family was one of many ethnic German families affected by the post‑WWII disposition (actually, dispossession) of lands and peoples in central and eastern Europe. This little known tragedy is referred to by those affected as The Expulsion, and several important books have been written on the subject, one of which I review here. Many relatives and neighbors of the Herchers were among millions of unsung victims. Indeed, the Hercher family was lucky to escape by being in Germany (Bavaria) when the Russians and, more devastatingly, Tito’s Partisans marched into their home town in the Batschka (now Yugoslavia) in November 1944.
[For some additional background, this http://www.donauschwaben-usa.org/ link provides a concise description]
Copyright © 2009 Kaethie Schwager

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