23. Oktober 2021 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Merkel-Wachsfigur zieht in Bremer CDU-Zentrale ein

Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel (67) ist als lebensgroße Wachsfigur in die Bremer CDU-Zentrale eingezogen. Ein Bremerhavener Gastronom ließ die Figur in Originalgröße und mit blauem Blazer für rund 10 000 Euro in China fertigen.

4.10.2021, Bremen: Merkel-Fan Alexis Vaiou steht neben
der lebensgroßen Wachsfigur von Bundeskanzlerin A. Merkel 
in der CDU-Zentrale. Der Bremerhavener Gastronom und
bekennender Merkel-Fan Alexis Vaiou ließ die Figur anfertigen
 und überlässt sie nun der CDU in der Hansestadt. Foto: dpa

Bremen (dpa) – Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel (67) ist als lebensgroße Wachsfigur in die Bremer CDU-Zentrale eingezogen. Der Bremerhavener Gastronom und Merkel-Fan Alexis Vaiou ließ die Figur in Originalgröße und mit blauem Blazer für rund 10 000 Euro in China fertigen. Am Donnerstag übergab er sie der CDU in der Hansestadt.

Ursprünglich sollte die Merkel-Figur in Vaious Restaurant eine dauerhafte Heimat bekommen. Doch nachdem einige junge Gäste nach zu viel Alkoholgenuss respektlos mit der Figur umgegangen seien, habe er sich umentschieden. Die Verehrung des Griechen für die Kanzlerin begann vor sechs Jahren, als diese trotz der damaligen Eurokrise zu seinem Heimatland gestanden habe. «Ich werde nie vergessen, wie sie sich für Griechenland eingesetzt hat», sagte er. Jedes Jahr schaltet er zu Merkels Geburtstag eine Anzeige in einer Zeitung. Einmal traf er sie persönlich.

In der Bremer CDU-Zentrale kann die Wachsfigur zu den Öffnungszeiten von Besucherinnen und Besuchern angeschaut werden. 

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Sport

«Ziel erreicht»: Flick blickt zuversichtlich auf große WM-Duelle

Mit dem 4:0 in Nordmazedonien löst das Nationalteam vorzeitig das WM-Ticket. Was ist drin in Katar? Das ist ab sofort die große Frage. Mann des Abends in Skopje ist ein zuletzt hart kritisierter Stürmer.

Die Deutsche Mannschaft feiert den 4:0 Sieg gegen Nordmazedonien. Foto: dpa

Skopje (dpa) – Im Stadion begnügte sich der ziemlich erkältete Hansi Flick nach der deutschen Express-Qualifikation für die Fußball-WM in Katar noch mit einem kräftigen Schluck aus der Wasserflasche. «Wir haben unser Ziel erreicht, wir haben uns als erste Nation nach Katar qualifiziert für Katar», sagte der Bundestrainer nach dem 4:0 (0:0) am Montagabend im nasskalten Skopje gegen Nordmazedonien mit hörbarem Stolz trotz der angegriffenen Stimmbänder. «Wir haben tolle Akzente gesetzt», resümierte auch Kapitän Manuel Neuer angesichts des starken Fünf-Siege-Starts unter Flick und dem vorzeitigen Gruppensieg.

Mann des Abends war Timo Werner, der mit zwei Toren eine Antwort auf die teilweise harsche Kritik an ihm als Stürmer nach dem 2:1 gegen Rumänien gab. «Wir als Mannschaft wissen, was wir können, ich als Spieler weiß, was ich kann», sagte der Angreifer vom FC Chelsea.

Das knotenlösende 1:0 hatte kurz nach der Pause Kai Havertz erzielt. Danach lief der Ball auf dem tiefen Rasen deutlich flüssiger. Youngster Jamal Musiala rundete mit seinem ersten Länderspieltor den noch souveränen Sieg ab. Flick rühmte die «Mentalität» seines Teams.

Die abschließenden Quali-Partien im November gegen Liechtenstein und in Armenien können damit schon der WM-Vorbereitung zugeordnet werden. Flick traut sich und seiner Mannschaft zu, in 13 Monaten in Katar dann auch gegen die Top-Nationen bestehen zu können, etwa gegen die vier, die gerade die Endrunde der Nations League bestritten haben.

«Von der Qualität unserer Spieler, wenn man mal anschaut, wo sie spielen, muss man einfach sagen, haben sie auch die Qualität, gegen Italien, Spanien, Frankreich, Belgien zu bestehen. Ich bin da sehr zuversichtlich», sagte der Bundestrainer. Flick weiß aber wie seine Spieler, dass noch viel Arbeit bevorsteht, um bis zum WM-Start am 21. November 2022 wieder auf dem obersten Weltniveau zu sein.

«Wir müssen uns entwickeln bis zur WM», sagte Flick, der freilich kein Hellseher ist: «Wie weit wir dann sind, weiß ich nicht. Aber ich weiß auf jeden Fall, mit dieser Mentalität ist einiges machbar.» Europameister Italien taugt da als Vorbild für den Bundestrainer.

«Wenn man für Deutschland spielt, ist das Ziel immer, Titel zu gewinnen. Deswegen werden wir nächstes Jahr auch so anreisen», sagte Chelsea-Profi und Champions-League-Sieger Havertz selbstbewusst. Leon Goretzka sieht auch viel Qualität im Kader, trotzdem müssten auf dem Rückweg in die Weltspitze noch «viele Dinge» verbessert werden.

Die WM-Gruppengegner werden Flick, seine Spieler und auch die Fans übrigens erst bei der Auslosung im kommenden Frühjahr erfahren. Und der viermalige Weltmeister Deutschland wird dann nach derzeitigem Stand wohl nicht im Topf der acht besten Teams gesetzt sein.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus FIFA-Kreisen erfuhr, plant der Weltverband, seine Weltrangliste wieder als wesentliches Kriterium für die Bildung der Lostöpfe heranzuziehen. Demnach wären neben Gastgeber Katar die bestplatzierten sieben Teams im ersten Topf. Das sind derzeit Belgien, Brasilien, England, Frankreich, Italien, Argentinien und Portugal. Deutschland kommt wohl nur in Topf zwei.

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Feuilleton

Deutsche Filmakademie ehrt Schauspielerin Senta Berger

Die Schauspielerin und Preisträgerin des Ehrenpreises,
Senta Berger, spricht bei der Verleihung des Deutschen
Filmpreises 2021 „Lola“. Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin (dpa) – Die Schauspielerin Senta Berger (80) hat beim Deutschen Filmpreis eine besondere Auszeichnung bekommen. Sie wurde jetzt in Berlin für herausragende Verdienste um den deutschen Film geehrt. «Für mich schließt sich heute auf das Schönste ein Kreis», sagte Berger in Berlin. Denn dort habe alles angefangen, ihr Leben als Filmschauspielerin und als Frau. Schauspieler Klaus Maria Brandauer hielt die Laudatio. Er erinnerte an Bergers Karriere in Film, Fernsehen und Theater. Er würdigte auch ihre menschliche und gesellschaftliche Haltung. «Für uns bist du eine Löwin.» Auch ihr Sohn – Regisseur Simon Verhoeven – hatte den Abend für liebevolle Worte genutzt. «Herzlichen Glückwunsch, liebe Mama.»

Berger – geboren 1941 in Wien – spielte in Fernsehserien wie «Kir Royal», «Die schnelle Gerdi» und «Unter Verdacht» mit oder in Filmen wie «Willkommen bei den Hartmanns». Berger war früher selbst Präsidentin der Filmakademie. Im vergangenen Jahr hatte Regisseur Edgar Reitz («Heimat») den Ehrenpreis bekommen.

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Gesundheit

Bluthochdruck: Fast jeder Zweite leidet unwissend

Fast jeder zweite Mensch mit Bluthochdruck weltweit weiß nach neuen Studienergebnissen 
nichts von seiner lebensgefährlichen Krankheit.  Foto: dpa

Genf (dpa) – Fast jeder zweite Mensch mit Bluthochdruck weltweit weiß nach neuen Studienergebnissen nichts von seiner lebensgefährlichen Krankheit. Die Zahl der Betroffenen hat sich zwischen 1990 und 2019 auf knapp 1,3 Milliarden Menschen verdoppelt.

Es geht um Menschen zwischen 30 bis 79 Jahren. Eine Milliarde Betroffene leben in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, wie Forscher des Imperial College in London und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Fachzeitschrift „The Lancet“ berichten.

Durch den Blutdruck wird das Blut im Körper durch die Adern befördert. Er steigt, wenn sich der Herzmuskel zum Pumpen zusammenzieht. Beim Blutdruckmessen zeigt der obere oder systolische Wert den Blutdruck beim Zusammenziehen des Herzens an, wenn der Druck in den Gefäßen am höchsten ist, der untere Wert zeigt den Druck, wenn sich das Herz entspannt. Mediziner sprechen von Bluthochdruck (Hypertonie), wenn die Werte dauerhaft über 140/90 liegen.

Nach Angaben der WHO gibt es gute und günstige Medikamente. Sie hat jetzt Richtlinien mit Behandlungsempfehlungen veröffentlicht. Zu einem gewissen Grad könne man den Blutdruck auch durch Änderung des Lebensstils beeinflussen, sagte Studienleiter Majid Ezzati. Mehr Gemüse und Obst, weniger Salz und mehr Bewegung seien hilfreich.

Aufgrund von Bluthochdruck sterben jedes Jahr 8,5 Millionen Menschen durch Herz- oder Kreislauferkrankungen oder Schlaganfall. Hoher Blutdruck steigert das Risiko von Herz-, Hirn- und Nierenproblemen und gehört zu den häufigsten Todes- und Krankheitsursachen der Welt.

Deutschland gehört der Studie zufolge zu den Ländern mit guter Versorgung. 2019 hatten Südkorea, Kanada und Island die Krankheit am besten unter Kontrolle, gefolgt von den USA, Costa Rica, Deutschland, Portugal und Taiwan. Der Anteil der Männer mit Bluthochdruck ist demnach vor allem in Ungarn, Paraguay und Polen hoch, der Anteil der Frauen in der Dominikanischen Republik, Jamaika und Paraguay.

Dass die Zahl der Betroffenen sich verdoppelt hat, ist nicht etwa auf unzureichende Diagnosen vor rund 30 Jahren zurückzuführen, wie Ezzati betont. Vielmehr habe es schon 1990 in vielen Ländern routinemäßige Blutdruckmessungen bei Gesunden und Kranken gegeben. Es seien Messungen von mehr als 100 Millionen Patienten in 184 Ländern ausgewertet worden.

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Reise

Bayern: Der Ammer-Amper-Radweg ist eine Tour für Flaneure

Kloster Ettal ist ein berühmtes Ausflugsziel – und nur einen kurzen 
Abstecher vom Radweg entfernt. 
Foto: Florian Sanktjohanser/dpa

Von Florian Sanktjohanser
Oberammergau (dpa) – Dass es keine zügige Tour wird, ist schon am Anfang klar. Kaum ist man los geradelt, lockt der erste Abstecher. Denn wie kann man bloß achtlos am Kloster Ettal vorbeifahren? Wie die Barockfassade mit Türmen und Kuppel ignorieren? Wie die Deckengemälde mit den leuchtend bunten Gewändern der Heiligen auslassen?

Der Ammer-Amper-Radweg ist eine Tour für Flaneure. Um seine Reize auszukosten, muss man sich Zeit nehmen. Entlang der rund 200 Kilometer langen Route liegen derart viele Schlösser, Kirchen, Auenwälder, Seen, hübsche Altstädte und Bilderbuch-Dörfer, dass die in der Broschüre veranschlagten vier Tage knapp bemessen sind.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat die Route deshalb 2019 als ersten Radweg in Oberbayern mit vier von fünf Sternen ausgezeichnet. Ein wichtiger Grund für den vierten Stern war, dass einige Abschnitte im Jahr zuvor neu beschildert worden waren. Außerdem wurden neue Broschüren gedruckt und zusätzliche Bett-und-Bike-Hotels zertifiziert.

Das Werk eines Enthusiasten
Thomas Brückner darf also stolz sein. Der passionierte Radreisende aus Fürstenfeldbruck hat den Prachtweg vor gut 20 Jahren entworfen. «Es gab damals den Isarradweg und den Lechradweg, dazwischen war eine weiße Fläche», sagt der 67-Jährige.

Brückner reist seit 40 Jahren per Muskelkraft auf Fernradwegen. «Ich bin dankbar, wenn ein Weg beschildert ist», sagt er. «So muss ich nicht an jeder Ecke schauen, ob es links oder rechts geht.» Für den Ammer-Amper-Radweg radelte er vor 20 Jahren immer wieder die Straßen und Feldwege entlang der beiden Flüsse ab. Zusammen mit dem ADFC und Naturschützern arbeitete er die Route aus.

Am Ende stand ein Kompromiss. «Viele wollten nur am Fluss fahren», erinnert sich Brückner. «Aber wenn man auch mal über Hügel radelt, sieht man das Alpenpanorama.» Um es möglichst lange vor sich zu haben, rät Brückner, von Norden nach Süden zu radeln, also von Moosburg an der Isar bis nach Oberammergau. Den schönen Bergblick bezahlt man allerdings mit einigen knackigen Anstiegen. Die meisten starten deshalb im Süden. Dort, wo die Ammer entspringt.

Durch die bayerische Almidylle
Am Eingang des Graswangtals, wo schon der Märchenkönig Ludwig II. in seinem Schloss Linderhof weilte, quillt das Wasser in kleinen Becken inmitten des Moors empor. Nicht weit davon steht der erste Wegweiser mit dem Kürzel, dem man nun vier Tage lang folgt: AAR.

Zu Füßen steiler Bergflanken radelt man durch hohe Wiesen voller Wildblumen, vorbei an den Lüftlmalereien und geschnitzten Balkonen von Oberammergau. Und weiter im stetigen Auf und Ab durch die schönste bayerische Almidylle. Auf hügeligen Wiesen grasen gleichmütig Kühe und Ziegen, die vereinzelten Höfe sind blumengeschmückt.

In Altenau treibt ein Bauer sein Jungvieh durchs Dorf – herzhaft schimpfend, weil die eigensinnigen Kühe an einer Kreuzung in alle Richtungen trotten.

Nur auf kurzen Abschnitten verläuft der Ammer-Amper-Radweg direkt neben einer Landstraße, über die am Wochenende Motorräder und Cabrios röhren. Ab Peiting aber folgt er als Feldweg den Schleifen der Ammer.

Stur durchstrampeln? Das wäre hier einmal mehr Verschwendung. Auf den Kiesbänken sind Steine zu kühnen Skulpturen aufgetürmt, und nichts belebt müde Waden besser als ein Sprung in den kühlen Fluss.

Der Kunsttempel auf der Wiese
Wer für längere Pausen keine Muße hat, sollte zumindest einmal stoppen: an der Stoa169, einem kontroversen Kunstprojekt auf einer grünen Wiese. Im Vorbeiradeln könnte man die Säulenhalle für das bunt geratene Fundament eines Parkhauses halten. Sobald man aber unter das Flachdach aus Beton tritt, ist man verzaubert von der Fülle an Formen, Materialien und Ideen.

Jede der Säulen ist ein Unikat: ein goldener Knoten und knallbunte Wellen, eine Holzfaust und ein Vorhang aus Seilen, Mosaike und Fotos, Geschnitztes und Bemaltes. Gestaltet wurden sie von Künstlern aus Ghana, Kirgistan, Kuba, Französisch-Polynesien, Israel und Australien.

Mit seiner Halle wolle er ein Zeichen setzen, erklärt Bernd Zimmer. Für Frieden, Grenzenlosigkeit, internationale Solidarität. Die Idee kam dem Maler vor 30 Jahren auf einer Reise durch Südindien, in den Vorhallen der Hindu-Heiligtümer. Gebaut hat der 73-Jährige seinen modernen Kunsttempel schließlich nahe Polling, wo er seit 35 Jahren lebt. Und nun den Zorn vieler Nachbarn auf sich gezogen hat.

Bauern und Bienenschützer ärgern sich, dass der Betonklotz an der Grenze zu einem Naturschutzgebiet ohne basisdemokratische Abstimmung durchgewunken wurde. Andere schimpfen über Größenwahn und Arroganz. Und über die Autos der vielen Besucher.

Seit die Halle im September 2020 eröffnet wurde, kamen bereits 75 000 Gäste. Dabei wird die Halle erst im Laufe dieses Jahres vollendet. Dass es am Ende nur 121 statt 169 Säulen werden, stört Zimmer nicht. Dafür aber das Verhalten mancher Radler. «Einige haben solche Angst um ihre teuren Elektroräder, dass sie sie mitnehmen und an die Säulen lehnen», schimpft Zimmer. «In manchen Säulen sind schon Kratzer.»

Durchs Ammermoos zum Ammersee
Über die Trendräder mit Hilfsmotor lästern bekanntlich viele, meist aus anderen Gründen. Doch das Fernradeln auf heimischen Wegen – wohl eine der grünsten Reiseformen überhaupt – wird vom Boom der E-Bikes maßgeblich angeschoben. Auch Corona zwingt manche zum Heimaturlaub. Und so melden die Hotels entlang des Ammer-Amper-Radwegs seit Beginn der Pandemie zwei bis drei Mal so viele Radler als Gäste.

Ob ein E-Bike auf diesem Radweg sinnvoll oder gar notwendig ist, bleibt eine Frage von Fitness und Geschmack. Auf den Hügeln der ersten Etappe wäre etwa Akku-Unterstützung jedenfalls angenehm. Vor allem, wenn man südwärts radelt.

Hinter Polling rollt man dann meist eben dahin, über Wiesen und Kornfelder bis nach Weilheim mit seiner schmucken Altstadt. Dann geht es durch die Feuchtwiesen im Ammermoos mit einem freien Blick auf die Alpenkette nach Dießen. Das Künstlerdorf hat mancher wohl schon im Fernsehen gesehen, besonders Heimatserien werden gern vor den pastellbunten Häusern gedreht. Berühmt ist Dießen aber vor allem für seinen Töpfermarkt.

Was die Künstler in ihren Werkstätten schaffen, sieht man im Pavillon am Dampfersteg: Vasen, Glasschalen, Gemälde. Und Zinnfiguren, die schon vor Jahrhunderten als Devotionalien für das Marienmünster gefertigt wurden.

Wer nach den Kirchen von Ettal und Rottenbuch noch nicht von barockem Prunk übersättigt ist, sollte die steile Straße mitten durchs Dorf zum Münster hinauf strampeln. Unter den gold- und stuckgerahmten Deckenfresken, dem prachtvollen Dießener Himmel, genießt man nach dem schweißtreibenden Anstieg die Kühle und Stille – bis eine Familie eintritt und das Baby die Akustik der heiligen Halle testet.

Die Villenviertel des Bauernsees
Der Ammersee steht immer im Schatten seines glamourösen Nachbarn, des Starnberger Sees. Bauernsee wird er bis heute manchmal genannt. Um hier zu leben, sollte man jedoch ein recht wohlhabender Bauer sein.

Auf dem Uferweg rollt man vorbei an hübschen Villen mit Walmdach und großzügigen Gärten. In Strandbädern fläzen Badegäste, am Kiesstrand schieben Segler ihren Katamaran ins Wasser, am Dampfersteg stehen Ausflügler Schlange. Möwen kreischen, Segelboote und Stehpaddler gleiten übers Blau, irgendwo spielt eine Blaskapelle. Und über allem wacht auf einem Höhenzug der Zwiebelturm von Kloster Andechs.

Gründe zum Anhalten gibt es nun im Minutentakt. Das vielleicht schönste Refugium für eine längere Einkehr ist dasKünstlerhaus Gasteiger in Utting. Im weitläufigen Garten, auf den Bänken unter jahrhundertealten, ausladenden Eichen könnte man mit Seeblick und Buch auch einen halben Tag verbummeln. Oder heiraten. So wie das Brautpaar, das gerade durchs Rosenspalier schreitet.

Im Zickzack durch den Speckgürtel
Hinter dem Ammersee bleibt der Weg noch eine Weile idyllisch. Er windet sich durchs Ampermoos und quert die Amperschlucht bei Grafrath. Ab Fürstenfeldbruck aber schnürt der Münchner Speckgürtel die nun verwöhnten Radler zunehmend ein.

Im Zickzack leiten die Wegweiser durch Vorstadt-Siedlungen. Erst Dachau lohnt wieder einen längeren Stopp. Auf demKünstlerweg spaziert man am Flussufer und durch die Altstadt vorbei an 18 Bildern der Maler, die sich um 1900 in Dachau versammelt hatten. Und im Saal des Schlosses kann man sich unter der pompösen Kassettendecke vorstellen, wie die Wittelsbacher einst nach der Jagd gefeiert haben.

Holprige Schlussetappe
Maler wie Hochadel trieben sich übrigens bevorzugt im Dachauer Moos herum. Wer heute auf dem Ammer-Amper-Radweg weiter nordwärts radelt, streift nur noch letzte Reste davon. Meist fährt man durch Korn- und Maisfelder. Und versteht auf den Schotterwegen, warum Brückner zum Trekkingrad statt zum Rennrad geraten hat.

Der Amper begegnet man nur noch selten, und wenn, dann als einem breiten, oft begradigten Fluss. Dafür rollen die Räder ohne größere Aufstiege entspannt dahin. Das Ziel markieren die Kirchtürme von St. Kastulus und St. Johannes in Moosburg.

Gleich hinter der schönen Altstadt verläuft übrigens der Isarradweg. Falls jemand auf den Geschmack gekommen ist, kann er gleich wieder südwärts radeln – in Richtung Alpen.

Info-Kasten: Ammer-Amper-Radweg
Anreise: Die Ausgangspunkte der Radtour Oberammergau und Moosburg an der Isar sind gut mit der Bahn zu erreichen.
Übernachtung: Der ADFC hat auf seiner Webseite 49 zertifizierte Bett-und-Bike-Herbergen entlang des Radwegs aufgestellt.
Internet: http://www.ammergauer-alpen.de

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Gärtnern im Herbst: Es ist Zeit für die richtige Rosenpflege

Ob aufrecht oder buschig: Mit der richtigen Pflege ist die Rosenpracht groß.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Von Dorotheé Waechter
Klein Offenseth-Sparrieshoop (dpa) – Rot, rosé, gelb, orange, aufrecht oder buschig: Rosen sind anmutig und durchaus auch ein wenig anspruchsvoll. Wenn die Blühsaison im Herbst zu Ende geht, ist es Zeit, sich um die Pflege zu kümmern. Zunächst steht ein schneller Gesundheitscheck an.

«Wer an seinen Rosen Blattkrankheiten wie Rosenrost und Sternrußtau hat, sammelt die befallenen Blätter ab», sagt Andreas Barlage, Mitarbeiter der Rosengesellschaft und Buchautor aus Karlsruhe.
Dabei ist es auch wichtig, alle Rosenblätter, die auf den Boden gefallen sind, einzusammeln.

«So wird der Krankheitsdruck erheblich reduziert», sagt Thomas Proll, Züchtungsleiter einer Rosenbaumschule in Klein Offenseth-Sparrieshoop. Denn an den Blättern sitzen Pilzsporen. «Wenn man das Laub nicht aufsammelt, überwintern die Sporen direkt unter den Rosen und können so leicht den Neuaustrieb befallen», so Thomas Proll.

Die Tücke kann darin liegen, dass der Befall erst sichtbar wird, wenn Gegenmaßnahmen kaum noch etwas bringen. Andreas Barlage: «Es verbreitet sich eine neue Variante des Rosenrostes, die sich dadurch unterscheidet, dass sie nicht nur Blätter, sondern auch Triebe befällt». Diese Form, die auch an modernen Sorten auftreten kann, überwintert an der Rinde und bringt die ganze Pflanze zum Absterben.

Hier ist es wichtig, dass die befallenen Triebe gründlich zurückgeschnitten werden. Anschließend das Schnittgut mit dem Hausmüll entsorgen. Grundsätzlich sollten kranke Pflanzenteile nicht kompostiert werden, weil die Temperaturen der Rotte nicht ausreichen, um die Sporen der Pilzkrankheiten zuverlässig abzutöten.

Düngen oder nicht, das ist hier die Frage
Mit Pflege verbinden viele Hobbygärtner auch die Düngung. Immer häufiger gibt es Empfehlungen, Rosen im Herbst mit einem Kalium-Dünger zu versorgen. «Kalium ist bekannt als Mineraldünger, der die Frosthärte von Pflanzen verbessert». Tatsächlich hält Barlage das aber für überflüssig. Alle gängigen Rosen-Sorten hätten sich in der Vergangenheit als zuverlässig winterhart erwiesen.

Thomas Proll sagt, dass «nach wie vor die Empfehlung gilt, die Rosen im Juli ein letztes Mal für die Saison zu düngen». Wer düngt, sollte anschließend unbedingt wässern. In den vergangenen Hitzesommern hätten die Rosen im Herbst in vielen Gärten wundervoll geblüht. «Das ist darauf zurückzuführen, dass der Dünger bei der mit Wärme einhergehenden Trockenheit erst mit dem Regen im Spätsommer aufgenommen wurde.»

Die Folge war ein später Neuaustrieb mit zahlreichen Blütenknospen. Auf den ersten Blick ist dagegen nichts einzuwenden, aber genau dieser unnatürliche Neuaustrieb ist recht frostempfindlich und keiner kann sagen, wie hart der Winter wird.

Rosen im Topf brauchen auch im Winter Wasser
Thomas Proll sieht ein Problem in durchgefrorenen Wurzelballen, die verhindern, dass die in der Sonne bereits wachsenden Triebe im Spätwinter mit Wasser versorgt werden. «Rosen im Topf, die den Winter nicht überstehen, erfrieren nicht, sondern vertrocknen».

Er rät, die Topfrosen schattig aufzustellen. Als Beispiele nennt er die Nordseite des Wohnhauses oder den Carport. Wer keinen Standortwechsel vornehmen kann, sollte zur Schattierung Vlies und Strohmatten bereithalten. Damit wird das Astgerüst abgedeckt. Häufig wird darauf hingewiesen, den Topf mit Jute, Noppenfolie und Vlies zu verpacken. Wenn es stark friert, hilft das nach Aussage der Experten aber nicht.

Schnipp schnapp, ab mit den Trieben – aber wann?
Rosen gehen im Herbst in eine vollkommene Winterruhe. So wäre es naheliegend, die Rosenstöcke und -sträucher jetzt in Form zu bringen. «Wer Rosen im Herbst schneiden will, der kürzt die Triebe ein, die stören», erklärt Andreas Barlage. Die Früchte, die noch an den Trieben hängen, sind eine wichtige natürliche Nahrungsquelle für Nager und Vögel, sagt Thomas Proll. Deshalb «sollte der vollständige Schnitt grundsätzlich im Frühling erfolgen».

Andreas Barlage empfiehlt, sich hier grundsätzlich nach dem phänologischen Kalender zu richten. Das heißt, wenn die Forsythien blühen, können die Rosen geschnitten werden. Ab kommen alle Triebe, die dünner als ein Bleistift sind, sowie die konkurrierenden Triebe. Auch alte Triebe können regelmäßig bodennah abgeschnitten werden. Für den Feinschnitt achten Hobbygärtner darauf, dass der Schnitt immer über einer Knospe verläuft, die nach außen zeigt.

Richtiger Zeitpunkt, richtiger Standort
Rosen einpflanzen geht im Grunde das ganze Jahr über. Traditionell beginnt die Saison für Gärtner aber im September. «Idealer Pflanztermin ist der Herbst, wenn der Boden noch warm ist», sagt Thomas Proll. Die Pflanzen müssen sich nicht gleichzeitig auf die Blüten- und Wurzelbildung konzentrieren und wachsen so schneller am neuen Standort an.

Die Rose sollte genügend Licht und Nährstoffe erhalten, damit Schädlinge und Pilze keine Chance haben. Manche Faktoren sind auch von der Sorte abhängig, etwa, ob die Rose direktes oder eher indirektes Sonnenlicht mag. Die Wurzeln sollten auf etwa 20 bis 30 cm und die oberirdischen Triebe auf circa 20 cm eingekürzt werden. Laut Experten ein wichtiger Grundstein für das erfolgreiche Einwachsen. Das Pflanzloch sollte tief genug sein, sodass die Wurzeln locker nach unten hängen.
Wichtig: «Bei der Neupflanzung gibt man keinen Dünger in das Pflanzloch», sagt Thomas Proll.

Anschließend werden die Rosen mit Erde angehäufelt, sodass sie gut vor Frost und Verdunstungsschäden geschützt sind. Das gilt auch für das Pflanzen im Frühjahr. In den Wintermonaten wachsen die Rosen nicht nach oben. Viel wichtiger ist es in dieser Phase, dass sich die Rosenwurzeln in die Tiefe entwickeln.

«Es kann sein, dass sich die frisch gepflanzte Rose im ersten Jahr nicht wie gemalt entwickelt, aber sie etabliert sich dauerhaft», verspricht Andreas Barlage. Und dann präsentieren sie sich in der Blütezeit als perfekte Gartenrose.

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Aus Allen Staaten

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WOCHENPOST-Wortschatz

Selected Articles with helpful translations for those less comfortable with the German language

Studie: Deutsche sind Dauer-Sitzer mit Stressproblemen

Nur noch jeder neunte Bürger hat einen gesunden Lebensstil. Viele kämpfen nach einer Studie mit Stress und kleben als Vielsitzer an Stühlen und auf dem Sofa. Junge Erwachsene schaffen einen traurigen Rekord.

Ein Mann sitzt draußen auf einer Bank und isst einen Hamburger.
Nebenbei bedient er ein Smartphone. Foto: dpa

Yuriko Wahl-Immel
Düsseldorf (dpa) – Die Deutschen verbringen einer Studie zufolge zu viel Zeit im Sitzen, werden immer träger und können Stress nicht ausreichend bewältigen. Nur noch jeder neunte Bürger – ein Tiefstand seit 2010 – führe einen «rundum gesunden» Lebensstil mit Blick auf Ernährung, körperliche Aktivität, Rauchen, Alkoholkonsum und Stresslevel. Das geht aus dem «DKV-Report 2021» hervor, den Studienleiter Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln und die Deutsche Krankenversicherung am Montag vorstellten. Die Hochschule hatte im Auftrag des Versicherers die Daten von rund 2800 repräsentativ befragten Menschen ab 18 Jahren ausgewertet.

Der seit 2010 zum sechsten Mal erstellte Report habe mehrere besorgniserregende Negativrekorde zutage gefördert, sagte DKV-Vorstandschef Clemens Muth. Das gelte auch für die Sitzzeiten: Die Deutschen verbringen werktags inzwischen im Schnitt 8,5 Stunden auf ihrem Allerwertesten – eine Stunde mehr als noch 2018. Junge Erwachsene (18 bis 29 Jahre) sind danach sogar «Sitzweltmeister» mit 10,5 Stunden an Werktagen.

Homeoffice – in der Pandemie stark zunehmend – sei zur Sitzfalle geworden. Am meisten sitzen die Bürger bei der Arbeit (33 Prozent) oder vor dem Fernseher (29 Prozent) – Männer eine Stunde länger als Frauen.

Zu lange Sitzzeiten könnten riskant sein und negative gesundheitliche Effekte haben, stellte Muth klar. Aber auch beim Empfinden und Bewältigen von Stress habe sich der Wert erheblich verschlechtert. Es dränge sich die Frage auf: «Ist die gesunde Lebensform ein Auslaufmodell

Der Experte Froböse bilanzierte: «Die Deutschen bleiben träge, sie werden immer träger.» Im Trend lebten sie so ungesund wie nie seit dem ersten Report von 2010. Rund 60 Prozent finden laut der Befragung vom Frühjahr 2021 keine Wege, um den gefühlten Stress zu reduzieren oder auszugleichen. Das sei das bisher höchste gemessene Stressniveau, mahnte der Sportwissenschaftler. «Die Mehrheit schafft es nicht, ihre Akkus wieder aufzuladen

Die Erschwernisse der Pandemie förderten die Stresslast. «Frauen sind im Vergleich zu Männern belasteter», erläuterte Froböse unter Hinweis auf Arbeitsbelastung mit Kinderbetreuung und Homeschooling.

Zugleich habe Inaktivität zugenommen, wobei der Faktor Sitzen deutlich zu Buche schlage. Nach den Ergebnissen der Befragung sind rund 70 Prozent der Bürger und Bürgerinnen gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als 300 Minuten pro Woche körperlich aktiv. Bei der Arbeit, in der Freizeit oder beim «Transport» – also auf dem Weg von einem Ort zum anderen. Das klingt zwar zunächst gut, 2010 waren es aber noch 83 Prozent.

Und 11 Prozent stuft die Befragung als «Minimalisten» ein, die gerade mal 150 bis 300 Minuten pro Woche körperlich in Bewegung sind. Fast jeder fünfte Deutsche – 19 Prozent – unterschreitet sogar 150 Minuten körperliche Aktivität. Diese inaktive Gruppe mache ihm große Sorgen, unterstrich Froböse. «Die machen nix.» Mit körperlicher Aktivität sind physische – moderate wie intensive – Tätigkeiten im Job oder im Alltag gemeint, die stimulierend wirken. Es geht also keineswegs nur um reinen Sport.

Auffällig stark klaffen die erhobenen Werte mit der Selbsteinschätzung der Befragten auseinander: Aktuell stufen unverändert 61 Prozent ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein. Nach Einschätzung von Muth ist diese krasse Diskrepanz auch ein Beleg dafür, dass viele Menschen kein ausreichendes Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil haben.

Unter den «rundum gesund» Lebenden schneiden Frauen mit einem Anteil von 14 Prozent besser ab als Männer mit 9 Prozent. Bei den Bundesländern hat Sachsen (18 Prozent) die Nase vorn, gefolgt von Hamburg, Brandenburg und Rheinland-Pfalz/Saarland. Im Mittelfeld liegen Bayern, Niedersachsen/Bremen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Analyse ergibt, dass die Bürger und Bürgerinnen in Nordrhein-Westfalen (7 Prozent) am wenigsten auf einen gesunden Lebensstil achten.

Erstmals habe man auch auf die Metropolen geschaut, schilderte Muth: Top sei Hamburg mit 17 Prozent. Das Schlusslicht beim gesunden Lebensstil bilde Köln mit nur 4 Prozent.

Bei der Ernährung ist weiterhin die knappe Hälfte gesund unterwegs, wobei als Richtschnur die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gelten. Frauen kommen auf bessere Werte als Männer – so essen sie beispielsweise zu drei Vierteln täglich Obst und Gemüse. Alkohol konsumieren 82 Prozent verantwortungsvoll – also gar nicht oder nur gelegentlich mal ein Glas Wein oder Bier. Fast jeder Fünfte trinkt demnach zu viel. Zur Zigarette greift nahezu unverändert knapp ein Viertel der Befragten.

Positiv in der Corona-Zeit: Fast jeder Zweite gibt an, in der Pandemie mehr Spazieren zu gehen. Froböse zufolge nimmt der Trend aber schon wieder ab. Die Politik habe Sport in der Corona-Krise «in die Ecke gerückt» und mit Blick auf Infektionsrisiken als «gefährlich» dargestellt. Das sei falsch gewesen und werde Spuren hinterlassen.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

Dauer-Sitzer – sit for lengthy periods
kleben – stick
Vielsitzer – marathon sitters
schaffen – achieved
verbringen Zeit – to spend time
träger – more inert
ausreichend – sufficiently
bewältigen – cope with
Ernährung – nutrition
vorstellten – put forth
befragten – surveyed
ausgewertet – evaluated
mehrere – several
besorgniserregende – causes of concern
Allerwertesten – rear ends
Empfinden – feeling
erheblich – considerably
dränge sich die Frage auf – begs the question
Auslaufmodel – phased out model
auszugleichen – balance
mahnte – warned
Akkus – (personal) batteries
aufzuladen – to recharge
Erschwernisse – aggravated by
förderten – promoted
Stresslast – stress load
deutlich zu Buche schlage – clearly matters
gemäß – according to
klingt – sounds
stuft ein – rate
unterschreitet – misses the mark
n.b. nix: phonetic spelling of nichts
auffällig – noticeably
klaffen – gapes
Selbsteinschätzung – self-evaluation
krasse – gross
Beleg – proof
Bewusstsein – awareness
Schlusslicht – bringing up the rear
Richtschnur – guideline
verantwortungsvoll – responsibly
gibt an – states
gerückt – pushed

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

*Note: Previous selections can be found in the Archives section of the site.*

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