25. Juli 2020 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Der «Mohr» – ein Zeichen der Würdigung oder des Rassismus?

Als Namensgeber für Straßen, Apotheken oder als Wappen: Der «Mohr» taucht in Deutschland überall auf – und führt zu hitzigen Diskussionen.

Coburg: Der “Coburger Mohr” ziert einen Kanaldeckel in der Innenstadt. Der “Coburger Mohr” soll an den Heiligen Mauritius erinnern und ist seit 1354 das Symbol der Stadt. Zwei Petitionen streiten über die Änderung des Stadtwappens. Foto: dpa

Von Mirjam Uhrich
Coburg/Berlin (dpa) – Krauses Haar, dicke Lippen und ein Ring im Ohr: Der «Mohr» ziert in der oberfränkischen Stadt Coburg Gullydeckel, Fassaden und das Wappen. «Das Coburger Stadtwappen stellt einen verletzenden, rassistischen, kolonialistischen Stereotyp eines Schwarzen Menschen dar», kritisiert eine Petition zur Änderung des Wappens. «Mit dem Wappenbild des Coburger Mohren würdigt und ehrt die Stadt seit nunmehr etwa 800 Jahren ihren Stadtpatron St. Mauritius», widerspricht eine Gegenpetition.

Längst nicht nur in Coburg wird heftig über den «Mohren» diskutiert. Aktivisten in Berlin fordern seit Jahren, die Mohrenstraße und den gleichnamigen U-Bahnhof umzubenennen. Nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen US-Amerikaners George Floyd Ende Mai plakatierten sie die Haltestelle mit seinem Namen und starteten eine Petition. Dann der Vorstoß der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): Die Station soll umbenannt werden – wegen der kreuzenden Glinkastraße nach Michail Iwanowitsch Glinka. Doch nach Medienberichten über die antisemitische Haltung des russischen Komponisten pfiff der Berliner Senat die BVG zurück.

Nun soll in einem offenen Verfahren diskutiert werden: Ist die Namensgebung von historischer Bedeutung? Oder ist der «Mohr» eine Reduzierung auf ein diskriminierendes Klischee? Selbst Wissenschaftler sind sich nicht einig – das fängt schon bei der Herkunft des Begriffs an.

Das Deutsche Wörterbuch verweist auf das althochdeutsche Wort «Mor», das aus dem Lateinischen kommt und für Schwarze aus Mauretanien sowie Nordafrika steht. Aus Sicht von Literaturwissenschaftlerin Susan Arndt gibt es aber noch eine griechische Bedeutung, die mit «dumm» übersetzt werden kann. «Darüber wird heftig gestritten», räumt sie ein.

«Entscheidend ist für mich aber, dass der Begriff von Anfang an abwertend gebraucht wurde und zwar aus einer weißen christlichen Perspektive und diskriminierenden Intention heraus.»

Es sei schon immer eine Fremdbezeichnung gewesen, kritisiert auch Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. «Und es wird heute von der Mehrzahl der Schwarzen Menschen als diskriminierend wahrgenommen.» Trotzdem seien sie permanent damit konfrontiert. «Ich glaube, es gibt so gut wie in jeder deutschen Stadt eine M-Straße. Genauso wie es Apotheken, Restaurants und Cafés mit dem Namen gibt.»

Jeder Name habe seine eigene Entstehungsgeschichte und sei nicht pauschal rassistisch, betont Hubertus Habel, Kulturwissenschaftler und ehemaliger Stadtheimatpfleger von Coburg. Mit Blick auf das Coburger Stadtwappen sagt er: «Mit Kolonialismus hat das überhaupt nichts zu tun, das ist eben vollkommen abwegig.» Die Stadt ehre den Heiligen Mauritius, der als Anführer einer Legion die Anbetung des Kaisers verweigert haben soll. Nach seinem Märtyrertod habe sich der Kult entlang der römischen Heerstraßen verbreitet.

Ganz ähnlich in Köln: Dort erinnere die nun ebenfalls umstrittene Mohrenstraße an den Heiligen Gregorius Maurus, so die Afrikanistik-Professorin Marianne Bechhaus-Gerst. Einer Legende nach weigerte sich der Soldat, Christen zu verfolgen und wurde hingerichtet.
Oft hat der «Mohr» aber auch einen ganz anderen Hintergrund: Die «Mohrenapotheken» gehen auf die Heilkunst in den heutigen Maghreb-Staaten und dem Nahen Osten zurück. Das «Drei Mohren Hotel» in Augsburg ist drei Mönchen gewidmet und der «Freisinger Mohr» im Wappen von Papst Benedikt XVI. ist eine Hommage an seine Zeit als Erzbischof von München und Freising – dort galt der «Mohr» einst als Zeichen der Souveränität der Fürstbischöfe.

So unterschiedlich die Entstehungsgeschichte ist, so stereotyp ist meist die Darstellung: ein schwarzer Kopf mit dicken Lippen, wahlweise mit Ohrring, Turban oder Pluderhose. Schon in den vergangenen Jahren hagelte es deshalb Kritik. Die Schokoladenmarke Sarotti verwandelte daraufhin ihren «Mohr» in einen Magier und eine Mohrenapotheke in Frankfurt nahm ihr Logo von der Homepage.

Nach den «Black Lives Matter»-Demonstrationen müsse auch in den Städten endlich ein Umdenken beginnen, fordert die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. Der Druck wird zumindest immer größer – mehr als 12 000 Menschen fordern in einer Petition die Umbenennung der Berliner «Mohrenstraße», mehr als 10 000 die Änderung des «Mohrenwappens» im Stuttgarter Stadtteil Möhringen.

In Berlin seien schon Kritiker und Befürworter des Straßennamens angehört worden, teilte der Bezirk Mitte mit. In Stuttgart setze sich eine Arbeitsgruppe «kritisch und ergebnisoffen mit dem Wappen auseinander», so eine Sprecherin der Stadt. Nach Angaben der Stadt Ulm soll sich auch dort bald eine Arbeitsgruppe mit der umstrittenen Mohrengasse beschäftigen.

Und in Coburg? Gibt es dort Überlegungen, das Stadtwappen zu ändern? «Nein», erklärte ein Stadtsprecher. Es sei zwar wichtig, das Thema zu diskutieren. Als historisches Stadtwappen sei der «Coburger Mohr» aber dafür nicht der richtige Anlass.

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

Mohr – Moor
Gullydeckel – manhole cover
Wappen – coats of arms
verletzenden – damaging
rassistischen – racist
kolonialistischen – colonial
stellt dar – portrays
würdigt – appreciates
ehrt – honors
Stadtpatron – city’s patron saint
widerspricht – contradicts
fordern – demand
umzubenennen – to change the name
Vorstoß – advances
Verkehrsbetriebe – traffic authority
kreuzenden -straße – cross street
antisemitische Haltung – anti-Semitic stand
pfiff zurück – whistled back
offenen Verfahren – open process
Namensgebung – nomenclature
Herkunft des Begriffs – source of the word
verweist – references
räumt ein – concedes
von Anfang an – from the start
abwertend – disparaging
Fremdbezeichnung – foreign appellation
wahrgenommen – perceived
Entstehungsgeschichte – history of its origin
pauschal – generally
Stadtheimatpfleger – city history curator
abwegig – absurd
Heiligen Mauritius – Saint Maurice
Anführer – commander
Anbetung des Kaisers – worship the emperor
verweigert – refused
Märtyrertod – martyrdom
römischen Heerenstraße – Roman military road
verbreitet – spread
ähnlich – similarly
ebenfalls – likewise
umstrittene – controversial
einer Legende nach – according to legend
weigerte – refused
Christen zu verfolgen – pursue Christians
hingerichtet – executed
Heilkunst – healing arts
Nahen Osten – Near East
gewidmet – dedicated to
galt – represented
einst – at one time
Zeichen – symbol
Pluderhose – harem pants
hagelte…Kritik – hailstorm of criticism
verwandelte – changed
Magier – magician
Umdenken – new way of thinking
Druck – pressure
Befürworter – advocates
angehört – listened to
Bezirk – district
ergebnisoffen – free of any bias
auseinander – divided
Überlegungen – considerations
Anlass – cause

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

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Sport

Hamilton stellt nächsten Schumacher-Rekord ein – Vettel in Ungarn 6.

Sebastian Vettel aus Deutschland vom Team Scuderia Ferrari in Aktion. Foto: dpa

Von Jens Marx und Christian Hollmann
Budapest (dpa) – Schon zwölf Runden vor Schluss machte Ungarn-Überflieger Lewis Hamilton mit der Überrundung die Demütigung von Sebastian Vettel perfekt. Nicht mal das beste Saisonresultat und ein kämpferischer Auftritt nach einem verpatzten Boxenstopp konnten beim Formel-1-Rennen in Budapest über die Unterlegenheit Vettels mit dem Ferrari gegen einen Hamilton in Rekordlaune hinwegtäuschen. Vettel schaffte es gerade mal auf Rang sechs. «Ich hätte gehofft, dass ein bisschen mehr drin ist. Ich glaube, im Moment ist es das, was für uns möglich ist», sagte der 33-Jährige ernüchtert.

Hamilton fuhr indes am Sonntag auf dem Hungaroring ein einsames Rennen inklusive schnellster Runde. Der 35 Jahre alte Brite egalisierte mit seinem achten Sieg in der Puszta nach den sieben Pole Positions auf dem Kurs auch die Bestmarke von Erfolgen auf einer Strecke von Michael Schumacher. Dem Rekordweltmeister waren einst acht Siege beim Großen Preis von Frankreich in Magny Cours gelungen.

«Das ist wirklich eines meiner Lieblingrennen», betonte der überglückliche Hamilton: «An diesem Wochenende war alles auf den Punkt. So müssen wir jetzt weitermachen.» In zwei Wochen steht in Silverstone das erste von zwei Heimrennen für Hamilton an.

Zweiter in Budapest wurde Max Verstappen, der in der Aufwärmrunde seinen Red Bull mit einem Einschlag in die Streckenbegrenzung noch demoliert hatte. «Ich habe am Anfang gedacht, ich fahre dieses Rennen nicht. Dann noch Zweiter zu werden, ist wie ein Sieg», meinte der Niederländer.

Auf Rang drei kam Valtteri Bottas ins Ziel. Hamiltons Teamkollege musste nach dem dritten Teil des Auftakt-Dreierpacks der verspäteten Corona-Saison die WM-Führung an den Briten abgeben. Vettels Teamkollege Charles Leclerc schaffte es nicht mal in die Punkte und enttäuschte als Elfter.

Auch bei Vettel hielt die Freude über einen Klasse-Start nicht lange an, selbst wenn er diesmal die erste Runde anders als noch in Spielberg vor einer Woche schadlos überstand. Doch der Reihe nach: Die dunklen Wolken über dem Hungaroring lichteten sich vor dem Start, die zuvor nasse Strecke trocknete schnell ab.

Fast alle hatten die Mischwetter-Reifen aufgezogen. Doch auch die haben ihre Tücken: Auf der Einführungsrunde rutschte Verstappen von der Strecke und beschädigte seinen Red Bull. Stresstest für die Mechaniker, sie reparierten den Wagen aber binnen Minuten. Dann gingen die Roten Ampeln aus.

Und Vettel kam von Startrang fünf bestens weg, ebenso wie Teamkollege Leclerc von Startrang sechs, Verstappen von sieben und vor allem Hamilton von der Pole – der 90. seiner Karriere. Dagegen verpatzte Bottas von Position zwei aus die ersten Meter komplett, ebenso Sergio Perez (4. Startrang) im Racing Point.

Hamilton, Lance Stroll (Racing Point), Verstappen, Vettel, Leclerc, Bottas, Perez – so die Reihenfolge nach der ersten von 70 Runden. Doch die hatte auch nicht lange Bestand. Schnell fuhren die ersten aus der Spitzengruppe an die Box zum Reifenwechsel, die Strecke war trocken genug für die Slicks.
Und als hätte Vettel in seiner Abschiedssaison bei Ferrari nicht schon genug Pannen und Enttäuschungen mit Platz zehn beim Auftakt in Österreich und dem Aus nach einer Karambolage mit Leclerc in Runde eins vor einer Woche in Spielberg erlebt, dauerte sein Boxenstopp eine gefühlte Ewigkeit. Über neun Sekunden stand er mit seinem Ferrari – andere brauchen dafür gut zwei Sekunden.

Die Folge: Vettel reihte sich nach den Reifenwechseln nur auf Rang neun ein und steckte dann auch noch hinter Leclerc zunächst fest, der auf den weicheren Reifen langsamer war und seinen deutschen Kollegen bremste. «Mein linker Vorderreifen ist tot», funkte er an die Box – kurz zuvor hatte er Vettel passieren lassen.

An der Spitze enteilte Ungarn-Spezialist Hamilton allen, fast glich es einer sonntäglichen Spazierfahrt mit über 700 PS. Wie überlegen der Pilot mit der Nummer 44 ist, zeigte sich in Runde 44 nochmal deutlich, als Hamilton Ferrari-Pilot Leclerc überrundete und später auch noch Vettel, der auf den letzten Kilometern auch noch von Alexander Albon überholt wurde.

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Feuilleton

Bismarck-Denkmal: Kultursenator will künstlerischen Wettbewerb

Das BismarckDenkmal steht oberhalb des Hamburger Hafens.                         Foto: Daniel Bockwoldt/dpar/dpa 

Hamburg (dpa) – Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) will mit einem künstlerischen Wettbewerb eine Gegenposition zum umstrittenen Bismarck-Denkmal schaffen. «Ich glaube, eine Tafel, in der wir erklären, das war Bismarck, ist zu wenig», sagte Brosda der Deutschen Presse-Agentur (dpa). «Wir brauchen etwas, was alle, die das Denkmal sehen, jenseits des „Ich erkläre euch das mal“ – anspricht. Da kann ich mir viel vorstellen: Von radikalen Gegenpositionen, die diesem heroischen Gigantismus eine ironische Brechung entgegen setzen – bis hin zu digitalen Applikationen.»

Otto von Bismarck (1815-1898), Reichskanzler von 1871 bis 1890, bekämpfte Katholiken und Sozialisten und führte dennoch die fortschrittlichsten Sozialgesetze der Welt ein. Vielen gilt er als Wegbereiter des deutschen Kolonialismus. Das Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark oberhalb der Landungsbrücken ist mit 34,3 Metern Gesamthöhe das größte Bismarck-Denkmal weltweit. Seit Anfang des Jahres wird es saniert. Vor einer Woche hatten die Initiativen «Intervention Bismarck-Denkmal Hamburg» und «Decolonize Bismarck» gegen die Sanierung demonstriert.

Brosda sagte, er sei kein Fan davon, solche Spuren des Erinnerns aus dem Stadtbild zu tilgen. «Das Denkmal gehört zu unserer Geschichte», meinte der Senator. «Sich immer wieder auch mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, halte ich für eine Tugend unserer Gesellschaft.» Ziel sei es, diesen künstlerischen Prozess parallel zu den Sanierungsmaßnahmen zu verfolgen und nicht nacheinander. Unter anderem mit dem Beirat zur Aufarbeitung Hamburgs kolonialer Vergangenheit solle das weitere Verfahren besprochen werden.

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Gesundheit

Plötzliche Tiefe: Wo beim Baden Gefahren lauern

Das Schwimmen in natürlichen Gewässern bringt viel Freude, doch für Kinder und Erwachsene ist es dort gefährlicher. Foto: Patrick Pleul/dpa

Bad Nenndorf (dpa) – In der Sommerhitze ist jede Abkühlung willkommen. Doch manche Badestellen bergen erhebliche Gefahren, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Ein Überblick:

  • Baggerseen: „Die sind anfangs sehr seicht und gehen plötzlich sehr steil ab in die Tiefe“, sagt DLRG-Sprecher Achim Wiese. „Da marschiert man also rein und ist plötzlich unter Wasser.“ Ungeübte und schlechte Schwimmer kann das in Gefahr bringen. Die Wassertemperaturen in einem Baggersee können zudem extrem unterschiedlich sein. „Oben durch die Sonne 28 bis 30 Grad und schon 80 Zentimeter tiefer sind es mitunter plötzlich 10 bis 12 Grad weniger. Das kann zu Krämpfen führen.“
  • Flüsse: Ihre Gefahr liegt in der Fließgeschwindigkeit des Wassers und der Schifffahrt. „Wer etwa im Rhein oder in anderen Bundeswasserstraßen baden geht – das ist, als würde man mit den Kindern auf der Autobahn spielen gehen“, sagt der Experte.
  • Meer: Hier beobachtet der Experte immer wieder, dass Menschen zu weit vom Ufer wegschwimmen und es dann schwer haben, zurück zum Strand zu gelangen. Sein Rat: „An der Küste schwimmt man lieber parallel zum Ufer und nicht einfach gerade raus.“

    Und generell sollte man möglichst an Stellen baden, wo es eine Badeaufsicht gibt. Und wenn keine da und man alleine unterwegs ist, sucht man sich lieber einen Platz, an dem auch andere Menschen sind – so bemerkt es jemand, wenn man in Schwierigkeiten gerät.

    Der DLRG-Sprecher sieht auch immer wieder, dass einfache und eigentlich allseits bekannteBaderegeln nicht befolgt werden – mit mitunter schlimmen Folgen.

    Langsam an kaltes Wasser gewöhnen
    Aufgeheizt ins kalte Wasser zu rennen ist zum Beispiel keine gute Idee. „Der Körper wärmt sich beim Sonnenbaden auf, die Adern dehnen sich – und ziehen sich dann plötzlich zusammen, wenn man ins Wasser hüpft“, erklärt Wiese. „Das kann zu Bewusstlosigkeit oder Herzinfarkt führen, und damit dazu, dass man ertrinkt. Gerade Senioren sollten sich unbedingt langsam ans Wasser gewöhnen.“
    Das geht, indem man erstmal Füße oder Arme vorsichtig ins kühle Nass hält.

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Reise

Neue Zugverbindungen an die Nordsee und in die Alpen

Der „Alpen-Sylt-Nachtexpress“ des Anbieters RDC verbindet Westerland auf Sylt mit Salzburg in Österreich.                   Foto: Michael Magulski/RDC/dpa

München (dpa) – Deutschland-Urlauber bekommen weitere Möglichkeiten für ihre Zuganreise an die Nordsee und in die Alpen. Eine zusätzliche ICE-Verbindung der Deutschen Bahn und ein neues Angebot des privaten Anbieters RDC verbinden die beliebten Ziele.

Der ICE verknüpft dabei München mit Emden und Norddeich Mole. Er verkehrt freitags bis sonntags über Augsburg, Würzburg, Paderborn, Kassel und Münster. In Norddeich bestehen dann Anschlüsse zu Fähren nach Borkum, Juist und Norderney. In Ostfriesland starten die Züge in die Gegenrichtung jeweils samstags bis montags am späten Vormittag.

Donnerstags und samstags verkehrt der neue „Alpen-Sylt-Nachtexpress“des Anbieters RDC, der Westerland auf Sylt mit Salzburg in Österreich verbindet. In Süd-Nord-Richtung mit Abfahrten in Salzburg ist der Zug außerdem jeweils freitags und sonntags unterwegs. RDC setzt dabei nach eigenen Angaben sogenannte Couchette-Liegewagen ein, die das Unternehmen aus dem Bestand der Deutschen Bahn gekauft hat.

Stopps gibt es unterwegs unter anderem in Niebüll, Husum, Hamburg, Frankfurt/Main, Nürnberg und München. Geplant ist die Verbindung vorerst bis 2. November. „In diesem besonderen Reisesommer bieten wir Tickets ausschließlich für komplette Abteile an“, so eine Sprecherin. Wegen des Infektionsschutzes wolle RDC „auf gar keinen Fall“, dass sechs fremde Menschen über Stunden in einem Abteil zusammen sind.

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Aus Allen Staaten

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