26. Dezember 2020 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Schusterstadt ohne Schuster – bundesweiter Rückgang des Handwerks

Albert Bünn erfand einen Schraubstollen für Fußballschuhe und einen Schuh mit auswechselbarer Sohle. Der Sohn des Tüftlers, Reimer Bünn, geht nun als letzter Schuhmacher der Schusterstadt Preetz in Rente. Bundesweit ist das Schusterhandwerk auf dem Rückzug.

Schleswig-Holstein, Preetz: Reimer Bünn, der letzte Schuster von Preetz, sitzt in der Werkstatt seines Betriebs. Diesen hatte der 73-Jährige 1989 von seinem Vater übernommen. Am 15. Dezember 2020 schließt Bünn das Geschäft und beginnt seinen Ruhestand. Foto: dpa

Von André Klohn,
Preetz (dpa) – Einst lebten in der Stadt 160 Schuhmachermeister, nun verliert die Schusterstadt Preetz in Schleswig-Holstein ihren letzten. Seit Jahren habe er sich vorgenommen, den Werkstattladen zu schließen, die Pläne aber Jahr für Jahr aufgeschoben, sagte Reimer Bünn der Deutschen Presse-Agentur. «Nun muss das mal passieren.» Am 15. Dezember soll es soweit sein.

Bünn und die Schusterstadt Preetz liegen damit im bundesweiten Trend: Die Zahl der Schuster ist seit Jahren rückläufig. «Wir schätzen, dass es nur noch 500 bis 600 in ganz Deutschland gibt», sagt der Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Schuhmacher Handwerks, Falk Dossin.
Noch sind die Regale in Bünns Werkstattladen gut gefüllt. Fein säuberlich aufgereiht stehen dort die geflickten Schuhe. Weiße Nummernzettel baumeln an den Schnürsenkeln. Davor arbeitet Reimer Bünn auf seinem Schemel an einem Lederschuh. Früher sagte man, Schuster bleib’ bei Deinem Leisten. «Das haut nicht mehr hin», sagt er mit einem Lächeln.

«Das tut weh», sagt Bürgermeister Björn Demmin. «Die Tradition des Schusterhandwerks wird aber immer ein Bestandteil der Preetzer Geschichte sein.» Es gebe auch «keine Bestrebungen, den Namen der Stadt zu ändern».

«Mitte des 19. Jahrhunderts lebten in Preetz 160 Schuhmachermeister», sagte Axel Langfeldt. Dazu seien etwa 360 Gesellen und 160 Lehrlinge gekommen. Der Vorsitzende des Heimatvereins geht davon aus, dass es einen Zusammenhang mit dem Kloster und der Lage auf dem Weg zwischen Kiel und Lübeck gab. Auf den Ländereien des Klosters gab es damals viele Kühe, in den Wäldern zahlreiche Eichen, deren Rinde viele Gerbstoffe enthält. «Das passte alles gut zusammen», sagt Langfeldt.

Reimer Bünns Vater Albert hatte sich 1947 in der Preetzer Lange Brückstraße selbstständig gemacht. Zu Kindertagen habe es alleine dort sieben Schuster gegeben, erinnert sich der Sohn. Der Vater war ein Tüftler. Eine seiner Erfindungen: der eindrehbare Fußballstollen, vom Deutschen Patentamt am 1. Februar 1948 als Gebrauchsmuster eingetragen. Wie sein Vater auf die Idee gekommen ist, weiß Sohn Reimer nicht. Bei der Entwicklung ragten Stifte aus der Schuhsohle, auf die sich Lederstollen schrauben ließen. «Mit den Schraubstollen habe ich als Kind gespielt. Jetzt sind sie weg», sagt Bünn.

Das große Geschäft mit Schraubstollen für Fußballschuhe machte nicht der Tüftler aus Preetz, sondern Firmen wie Adidas und Puma. Die deutsche Weltmeisterelf von 1954 konnte sich auch dank der Technik auf dem durchweichten Boden in Bern gegen Ungarn mit 3:2 durchsetzen. Auch die Albert Bünns Idee von einem Schuh mit wechselbarem Absatz und Sohle ließ sich nicht vermarkten. «Dabei ist auch nix rausgekommen», sagt sein Sohn Reimer Bünn. Er stieg 1970 in das Geschäft des Vaters ein. Vorher hatte er eine Lehre zum Orthopädie-Schumacher und auch eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Später betrieben Vater und Sohn auch zwei Filialen in Kiel und Heikendorf.

Wie viele Paar Schuhe der letzte Schuhmachermeister von Preetz in seinem Berufsleben wieder in Schuss gebracht hat, vermag der 73-Jährige nicht zu sagen. «Bestimmt ‘ne ganze Ecke.» Seit Jahren arbeitet er aber nur noch vormittags. Pläne für seinen nun bevorstehenden Ruhestand hat Bünn schon: Er will sich selbst ein gutes paar Schuhe fertigen. Das ist laut Zentralverband ein bundesweiter Trend. «Die Nachfrage nach Maßschuhen nimmt zu», sagte Dossin. Diese kosteten zwischen 500 und 1500 Euro das Paar.

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Sport

Sportjahr 2020: Geisterkulissen und Existenzsorgen

Thomas Müller bringt es auf den Punkt: «Daran möchte man sich nicht gewöhnen.» Spiele ohne Zuschauer, Stillstand. Keine Einnahmen. Der Sport in der Corona-Klaue. Was ein Spektakel-Jahr des Sports hätte werden können, wird zum Notprogramm mit Langzeitfolgen.

ARCHIV – 17.05.2020, Hamburg: Fußball: 2. Bundesliga, FC St. Pauli – 1. FC Nürnberg,
26. Spieltag im Millerntor-Stadion. Ein Ordner steht auf der Tribüne. Foto: dpa

Von Jens Marx
Berlin (dpa) – Es sollte das Jahr der bisher größten Fußball-EM mit zwölf Gastgebern werden. Das Jahr eines Olympia-Fests der Rekorde kurz danach in Tokio. Sportlerinnen und Sportler auf Titel- und Medaillenjagd und Millionen Zuschauer in den Stadien, an den Strecken, in den Hallen. Der Sport-Kalender 2020 versprach zu Beginn des Jahres Höhepunkte fast ohne Atempause. Die Formel 1 wollte auf Rekordkurs über 22 Stationen durch die Welt ziehen, die Eis- und Schneesportler wollten Schwung holen für die Winterspiele 2022 in Peking.

Es kam anders, ganz anders. 2020 wurde auch für den Sport, in Deutschland und weltweit, in der Spitze und in der Breite zu einer Bewährungsprobe von ungeahntem Ausmaß. Die Corona-Krise hat den Sport teils an seine Existenzgrenzen geführt – Langzeitschäden ebenso wie bei den Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 nicht absehbar.

Die Klagen über die erwartete Hitze bei den Spielen in Tokio wirken im Nachhinein fast lächerlich. Diskussionen um den Spannungsbogen in der Fußball-Bundesliga, in der die Bayern nach der Amtsübernahme von Hansi Flick am Ende doch wieder die Meisterschale in die Höhe recken durften, ebenfalls. Dass die Münchner nach einem wochenlangen Lockdown vor leeren Rängen feiern mussten und die Saison erst Ende Juni zu Ende war, war auch Beleg für die Ausnahmelage 2020.

Nachdem sich das Infektionsgeschehen vom chinesischen Wuhan aus im Februar weltweit beschleunigt hatte und zur Pandemie geworden war, traf es nach und nach auch den Sport. Die Fußball-Bundesliga musste ab Mitte März zwei Monate pausieren. Die Champions und die Europa League wurden im August kurzerhand in Finalturnieren zu Ende gespielt.

In der europäischen Meisterklasse triumphierte der FC Bayern, nachdem er bereits die Liga und den DFB-Pokal gewonnen hatte. Der ehemalige Bundestrainer-Assistent Flick hatte die Münchner nach seinem Aufstieg zum Chefcoach im Schnellkurs wieder zum Erfolgsteam geformt, zu den Abräumern des Sommers. Auch den deutschen und den europäischen Supercup sicherten sich die Bayern.

Sportliche Erfolge waren das eine, Hygiene- und Sicherheitskonzepte das andere. Die Bundesliga machte es allen Top-Ligen vor, spielte ohne Zuschauer. Auch die Formel 1 startete durch, ebenfalls vor Geisterkulissen und mit rund viermonatiger Verspätung. Wichtigster Treibstoff hier wie dort war das Geld. Spiele fürs TV, Rennen fürs TV – Geld für die Darsteller.

Für andere lief es schlechter. Im deutschen Eishockey herrschte eine etwas andere Eiszeit: Fast 300 Tage ging nichts in der DEL, nicht einmal ein Meister wurde im Frühjahr gekürt. Auch Handball und Basketball stellten fest, dass ihre enorm von Zuschauer-Einnahmen abhängigen Geschäftsmodelle nicht krisensicher sind.
Im Fußball wurde prompt eine neue Demut ausgerufen. «Wir werden ganz bestimmt aus dieser Situation einiges mitnehmen und uns sehr wohl Gedanken machen, wie künftig das wirtschaftliche, vielleicht aber auch das Wertefundament der Bundesliga aussehen kann», sagte Liga-Geschäftsführer Christian Seifert, der als Krisenmanager an Statur gewann. Ob der Ruf auch nach einer moralischen Neuordnung nachhaltig ist oder bei der Hatz durch die überfüllten Terminkalender bald vergessen – es wird sich zeigen.

In der Motorsport-Königsklasse feierte im Notjahr sogar der Nürburgring ein Comeback, ansonsten blieb alles beim Alten: Mercedes und Superstar Lewis Hamilton räumten ab. Mit dem siebten Fahrertitel zog der 35 Jahre alte Brite mit Rekordweltmeister Michael Schumacher gleich, mehr Pole Positions und mehr Siege hat er längst.

Für andere ging es nur ums Durchhalten. Olympia in Tokio – verschoben um ein Jahr. Das IOC mit dem deutschen Präsidenten Thomas Bach und die japanischen Organisatoren sahen sich nach langem Zögern zum Handeln gezwungen. Sportarten, die oft nur alle vier Jahre erhöhte Aufmerksamkeit bekommen, standen nahezu still. Motivationsprobleme, aber auch Sorgen um die Existenz, statt Glanz und Gloria. Jahrelange Vorbereitung von Sportlerinnen und Sportlern – für nichts. Auch sonst fand ja kaum etwas statt.

Der Amateur- und Breitensport ächzte unter Lockdown und Teil-Lockdown. Geschlossene Hallen, sinkende Mitgliederzahlen, ermüdetes Ehrenamt. «Die Sorgen werden von Woche zu Woche buchstäblich größer», berichtete der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, im November. Der 60-Jährige betonte: «Wir sind Bestandteil der Lösung und nicht des Problems.» Corona hat die Sportwelt vom kleinen Verein bis zum großen Unternehmen im Jahr 2020 schwer getroffen und mitunter paralysiert.

Mit einem Schock hatte das Sportjahr schon angefangen. Im Januar riss ein Hubschrauberabsturz die amerikanische Basketball-Ikone Kobe Bryant aus dem Leben, mit 41 Jahren. Mit ihm starb auch seine 13 Jahre alte Tochter. Im November trauerte dann die Fußball-Welt mit Argentinien, als die Legende Diego Armando Maradona mit nur 60 Jahren einem Herzstillstand erlag. «Gott ist tot», titelte die französische Zeitschrift «L’Equipe».

In einem Jahr der Tristesse konnte auch die deutsche Nationalmannschaft nicht für so etwas wie kollektives Glücksgefühl sorgen. Ganz im Gegenteil. «Dunkle Wolken» machte Direktor Oliver Bierhoff aus. Das Interesse an der DFB-Auswahl hat nachgelassen, die Kritik ist intensiver geworden, im Zentrum steht Bundestrainer Joachim Löw. Die Schlechtwetterfront wurde nach dem historischen 0:6 in der Nations League im November in Spanien noch heftiger. Löw aber bekam noch einmal das Vertrauen vom Verband für die EM, die nun im kommenden Sommer stattfinden soll.

2020 – ein Jahr für viele zum Vergessen. Doch die Nachwirkungen werden noch anhalten. Jubelnde Zuschauer in vollen Arenen, angstfreie Emotionen ohne Maske und Corona-Dauertests – die Rückkehr zu einer Sport-Normalität ist offen. Auch das nächste Sportjahr dürfte noch tief geprägt sein von den Folgen der Pandemie, auch wenn die Ligen und Verbände vieles nachholen wollen, was in diesem Jahr ausfiel. Dabei dürften sich alle auf das einigen können, was Bayerns Thomas Müller nach dem Bundesliga-Finale zu den Geisterkulissen sagte: «Daran möchte man sich nicht gewöhnen.»

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Feuilleton

Jubiläum: Beethoven wird 250

Ein Schild, das auf den Geburtsort des Komponisten Ludwig van Beethoven
hinweist, hängt am Beethoven-Haus. Zu Beethovens Geburtstag erinnert uns der Meister an die Kraft der Musik. Foto: Oliver Berg/dpa

Von Esteban Engel
Bonn (dpa) – So hatten sich die Verehrer die Feier wohl nicht vorgestellt: Zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens (1770-1827) wird die Musik zu Ehren des Meisters vor allem online erklingen. Wegen der Pandemie sind die meisten Konzerte gestrichen. Wer Beethovens Musik hören will, muss auf das Live-Erlebnis verzichten und auf das Internet ausweichen, auf CDs oder Streaming. Die Veranstalter von «BTHVN2020» haben das Jubiläumsjahr vorsorglich um 250 Tage bis September 2021 verlängert. Vielleicht können bis dahin auch einige Festkonzerte doch noch mit leibhaftigem Publikum stattfinden.

Beethoven wurde wahrscheinlich am 16. Dezember 1770 in Bonn geboren. Belegt ist der Tag der Taufe am 17. Dezember. Zum Jubiläum hat es – trotz Corona – an Beethoven in den vergangenen Monaten nicht gemangelt: Dutzende Bücher sind über ihn erschienen, Daniel Barenboim hat noch einmal alle seine Klaviersonaten eingespielt, der Barock-Dirigent René Jacobs mit «Leonore» die «Fidelio»-Urfassung herausgegeben. TV-Sendungen widmeten sich dem Genie aus Bonn, Igor Levit spielte Beethoven bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Ob als Klingelton oder zur Untermalung historischer Daten, meistens banal, selten passend: an Beethovens Musik kommt niemand vorbei. «Dáda Dáda Dadadadadaaa» (langsam geträllert) oder «Ta Ta Ta Taaaa» (etwas schneller) – die Klavierminiatur «Für Elise» und die ersten Takte der 5. Sinfonie sind globale Ohrwürmer. Wenn es staatstragend werden soll, erklingt die Neunte. Aus 16 Takten «Ode an die Freude» entstand die Europa-Hymne.

Der Komponist blickt streng mit wallender Künstlermähne von Buch- und CD-Covern, Tassen und T-Shirts. Beethoven ist allgegenwärtig. Vielleicht deswegen, weil niemand so wie er unsere Sehnsucht nach dem gottähnlichen Künstler bedient, nach dem eigensinnigen Kopf, der mit Musen und Dämonen kämpft. So klinge die Utopie, schrieb der Philosoph Theodor W. Adorno zu Beethovens Klaviersonate Op. 111, die Sinfonien seien eine «Volksrede an die Menschheit».

«Vom Sockel gestürzt wurde der Titan diesmal nicht. Stattdessen menschelt es zeittypisch», hieß es jetzt in einer Bilanz des Beethoven-Jahres in der «Neuen Zürcher Zeitung». Zum ersten Bonner Beethoven-Jubiläumsfest, das wegen des Deutsch-Französischen Krieges um ein Jahr auf 1871 verschoben werden musste, sei Beethovens «ikonografische Heiligsprechung» vollzogen worden. Heute, so die Autorin Eleonore Büning, verbinde sich mit Beethoven Liebe und Freude, Hoffnung, Empathie und positives Denken.

Gewiss, Rihanna oder Taylor Swift haben viel mehr Downloads, auch wenn Beethovens Musik auf Spotify inzwischen mehr als sechs Millionen Hörer im Monat hat. Wenn es darum geht, einen Künstlerhelden zu küren, steht der mit 56 Jahren in Wien gestorbene Ludwig ganz oben. «Beethovens Musik bewegt den Hebel des Schauers, der Furcht, des Entsetzens, des Schmerzes», wusste schon E.T.A. Hoffmann.

Auch für die Auseinandersetzung mit der deutschen Katastrophe musste Beethoven herhalten, etwa in Thomas Manns Komponisten-Roman «Doktor Faustus». Die Nazis haben den «Titanen» Beethoven schamlos ausgenutzt. Und auch die Pop-Kultur hat sich bedient. Von den Beatles bis zu Stanley Kubricks Film «Uhrwerk Orange» – Beethoven rules!

Ein Verständnis, wie er zum Mythos wurde, bekommt man, wenn man seine Musik hört, etwa in den alten Aufnahmen großer Dirigenten. Auf der rauschenden Tonspur verklären Otto Klemperer und Wilhelm Furtwängler die Sinfonien zu Musikdenkmälern. Dabei war Beethovens Leben alles andere als eine Heldensaga. In den knapp sechs Jahrzehnten, die er in Bonn und Wien verbrachte, im Schatten der Französischen Revolution und von Napoleons Truppen, im Glanz (und der Spießigkeit) der Habsburgermonarchie, gehen höchste Inspiration und Alltags-Kleinklein nahtlos ineinander über.

Und er hat viel gelitten. Vor allem am Verlust seines Gehörs («der edelste Teil»), den er mit 27 Jahren erstmals bemerkt und der ihn in den letzten Lebensjahren völlig taub werden lässt. In seinem «Heiligenstädter Testament» denkt er 1802 sogar über Selbstmord nach. Viele seiner wichtigsten Werke hat Beethoven nie gehört.

Auch litt er an unerfüllter Liebe. Etwa zur verheirateten und später verwitweten Josephine von Brunswick. Die Beziehung scheitert an den Konventionen der Zeit und an Beethovens Charakter. Beethovens Briefe an die «unsterbliche Geliebte» sind vermutlich an sie gerichtet.

Schon zu Schulzeiten fällt Beethoven durch seinen Dickkopf auf, was wohl auch damit zu tun hat, dass er früh Verantwortung für seine beiden Brüder übernehmen muss, nachdem die Mutter an Schwindsucht stirbt und der Vater, Sänger in der kurfürstlichen Hofkapelle zu Bonn, dem Alkohol verfällt. Seitdem er 14 ist, spielt er Orgel in der Hofkapelle. Dann sucht er neue Horizonte. Mit 22 Jahren zieht er nach Wien, um sich als Komponist ausbilden zu lassen.

Es sind schwierige Wiener Anfangsjahre. Das Publikum liebt die leichte Muße, Beethoven macht ungern Zugeständnisse an den Massengeschmack. Er hadert mit sich und seiner Kunst, wie es aus den mit energischer Hand aufgezeichneten Partituren deutlich wird. In Beethoven brodelt es.

Dass heute ausgerechnet Melodien wie «Für Elise» oder die «Ode an die Freude» hängenbleiben, ist zwar verständlich, wird aber dem Gesamtwerk nicht gerecht. In den 32 Klaviersonaten, etwa der «Hammerklaviersonate», in den Streichquartetten, seiner einzigen Oper «Fidelio» oder den Violin- und Cellosonaten wird Beethovens Kern hör- und erlebbar. Mit diesen Kompositionen sprengte er das musikalische Korsett seiner Zeit.

Mit der dritten Sinfonie startet er den Versuch, den französischen Markt zu erobern. Er widmet das Werk dem revolutionären Herrscher Napoleon, doch die Bewunderung ist nicht von Dauer. Napoleons Selbsternennung zum Kaiser 1804 empört auch ihn. Aus Wut soll er die Partitur der «Eroica» in den Raum geschleudert und die Widmung an Bonaparte ausradiert haben. Auf dem Titelblatt des Originals klafft jedenfalls ein Loch.

Wie diesen Mythos hat die Nachwelt viele andere Beethoven-Mythen gepflegt. Auch sein Tod wurde Teil dieser Verehrung. Auf seinem letzten Weg wird Beethoven von mehr als 20 000 Menschen begleitet.

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Gesundheit

Studie: Masken verringern Corona-Infektionsrisiko um 45 Prozent

Viele Menschen genießen die wohlige Wärme eines Schaumbades.  Foto: Christin Klose/dpa

Von Ira Schaible
Mainz (dpa) – Ein Mund-Nasen-Schutz verringert das Corona-Infektionsrisiko einer Studie zufolge um fast die Hälfte – um durchschnittlich rund 45 Prozent. «Das sind 55 statt 100 Neuinfektionen», sagte der Mainzer Ökonom Klaus Wälde, einer der Autoren der in der Fachzeitschrift «PNAS» veröffentlichten Studie, der Deutschen Presse-Agentur. «Oder noch anschaulicher: Statt 20 000 Neuinfektionen am Tag hätten wir ohne Masken rund 38 000.» Sein Fazit: «Jeder sollte Masken tragen, um sich und andere vor Infektionen zu schützen.»

Wälde hatte mit drei anderen Wirtschaftswissenschaftlern den Sonderweg Jena untersucht und mit Daten aus ähnlichen deutschen Städten verglichen. In der thüringischen Stadt wurden Schutzmasken – begleitet von einer Öffentlichkeitskampagne – bereits am 6. April eingeführt und damit rund drei Wochen früher als in den meisten anderen deutschen Kreisen und Städten. «Das war ein extremer Glücksfall, den man sich viel häufiger wünscht, um Infektionskanäle in der Wirklichkeit betrachten zu können», sagte Wälde.

Die Wissenschaftler verglichen Jena mit Städten wie Trier, Darmstadt, Cloppenburg und Rostock. Dort waren Infektionsgeschehen, Bevölkerungsdichte, Durchschnittsalter, Seniorenanteil sowie die Ausstattung mit Ärzten und Apotheken ähnlich wie in Jena. «Wir haben geschaut, was in Jena und in den Vergleichsregionen drei Wochen nach der Einführung der Maskenpflicht passiert.»

Um weitere Effekte auszuschließen, berücksichtigten die Wissenschaftler andere Regelungen in Deutschland in dieser Zeit. «Es gab keine Änderungen von Verordnungen in Jena und Thüringen acht bis zwölf Tage vor und nach dem 6. April», sagte Wälde. «Damit war klar, dass wir den Effekt von Masken identifiziert haben. Nicht vollständig ausschließen können wir sonstige Verhaltensänderungen durch Signaleffekte.» Ein solcher Signaleffekt wäre etwa, dass sich Menschen in Gegenwart von Masken generell vorsichtiger verhalten.

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Reise

Erholung ohne Reise? Wie wir während Corona Urlaub machen sollten

Eine Radtour in der Natur ist eine gute Idee, um auch beim Urlaub zu Hause richtig abzuschalten. 
Foto: Tobias Hase/dpa

                

Wien/Groningen (dpa) – Die Reise verschoben, das Ski-Abenteuer abgesagt, die Woche im Ferienhaus mit Freunden storniert: Während der Corona-Pandemie sieht Urlaub nicht aus wie sonst. Aber wie erholt man sich, wenn draußen Pandemie ist? Fest steht: Urlaub planen ist besser als schieben – und mehrmals kurz ist besser als einmal lang.

Die Einschränkungen während der Pandemie haben uns eines vor Augen geführt: «Sehr viele Menschen setzen Urlaub mit Reisen gleich», sagt die Arbeitspsychologin Jessica de Bloom, die an der Universität Groningen (Niederlande) zum Thema Erholung forscht.

«Reisen sind für viele Menschen tatsächlich die Highlights im Jahr, da sie einen Tapetenwechsel bieten und die Möglichkeit, neue spannende Dinge zu erleben», räumt auch Juniorprofessorin Verena Haun von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz ein, die sich ebenfalls schwerpunktmäßig mit dem Thema beschäftigt.

Überraschenderweise ist es aber nachrangig für unsere Erholung, ob wir nun im Urlaub verreisen oder nicht. Auch wenn die Frage schwierig zu untersuchen ist, konnte Jessica de Bloom in ihrer Forschung feststellen, dass Erholung zu Hause ebenso gelingen kann wie auf Reisen.

Dazu haben sie und ihr Team zum Beispiel in einer Studie die Erholungseffekte von Personen verglichen, die ein Wochenende in einem Naherholungsgebiet und ein Wochenende zu Hause verbrachten. Zwar zeigte sich, dass Menschen zu Hause eher geneigt sind, «Aktivitäten ohne Freizeitcharakter» zu unternehmen. «Aber man sieht trotzdem, dass sich Erholungseffekte einstellen.»

Es gebe aber individuelle Unterschiede, die bei der Frage eine große Rolle spielen, betont de Bloom: Wer Abenteuer und außergewöhnliche Erlebnisse sucht, wird sich mit der Erholung zu Hause vermutlich schwerer tun. Andere schlafen im eigenen Bett immer noch am besten.

Urlaub sollte deshalb vor allem bedeuten, nicht zu arbeiten. «Das erfordert jetzt gerade für viele besondere Aufmerksamkeit. Wir müssen bewusster darüber nachdenken, was wir tun können, weil Erholungsprozesse schwieriger zu realisieren sind», erklärt de Bloom. Entscheidend sei, sich auch wirklich frei zu nehmen.

Wichtiger als Reisen sei dann, wie man den Urlaub erlebt, sagt die Mainzer Psychologin Haun. «Kann ich Dinge selbstbestimmt tun? Kann ich Dinge tun, die mir Spaß machen? Etwas Neues erleben oder lernen? Kann ich abschalten oder entspannen?», führt sie an.

Jessica de Bloom verweist in diesem Zusammenhang auf das DRAMMA-Modell, das «die Zutaten für gute Erholung» enthält, wie sie sagt. Die sechs Buchstaben stehen für Detachement (Abschalten), Relaxation (Entspannung), Autonomy (Autonomie), Mastery (etwas Beherrschen), Meaning (Sinn) und Affiliaton (Zugehörigkeit).

Wichtig ist auch die Urlaubsplanung. Aus Studien sei bekannt, dass Vorfreude die Stimmung hebt und so schon vor dem Urlaub für ein besseres Befinden sorgen kann, erklärt Haun.

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Unordnung im Schlafzimmer: 
Wäscheberge in den Griff bekommen

In vielen Haushalten stapeln sich die Wäscheberge, dabei könnten die Klamotten doch immer sofort weggeräumt werden. Im Kampf gegen die ungeliebten Haufen helfen Selbstdisziplin – und ein paar Tricks.

Ein hohes Nervpotential haben Wäscheberge, die sich im Schlafzimmer ansammeln.
Foto: Franziska Gabbert/dpa

Von Sabine Maurer
Berlin/Mainz (dpa) – Mit der Wäsche ist es wie mit dem Putzen: Es herrscht ein nie endender und häufig nerviger Kreislauf. Selten ist alles sauber, eigentlich könnte fast immer irgendwas gewaschen oder gesäubert werden. Hohes Nervpotenzial haben dabei die Wäscheberge, die sich auf einem Stuhl, einem Hocker oder in einer Ecke ansammeln.

Und eigentlich sind diese Haufen unnötig: Die Kleidung könnte doch in den Schrank geräumt, zum Lüften aufgehängt oder in die Waschmaschine gesteckt werden. «Da ist viel Bequemlichkeit dabei», nennt Rita Schilke, Aufräumcoach aus Berlin, den Hauptgrund, warum sich in vielen Haushalten die Klamottenberge so türmen.

Wer wirft seine Kleidung auf den Stuhl?

Oft sind die Verursacher keine faulen, sondern vielbeschäftigte Menschen, bei denen es schnell gehen muss. Die Hose, das Hemd oder T-Shirt ist noch nicht schmutzig – vielleicht soll es noch einmal angezogen werden? Auf jeden Fall soll das Stück nicht in den Schrank, sondern erstmal auslüften.

Das ist im Prinzip eine gute Idee, denn direkt nach dem Tragen die Kleidung in den Schrank zu räumen, sorgt darin für einen muffeligen Geruch und kann außerdem Motten anlocken. «Das Problem ist nur, dass die Leute das Kleidungsstück nicht aufhängen, sondern auf einen Haufen legen. Doch dort lüftet es nicht aus», sagt Schilke.

Zudem kommt es eher selten dazu, dass ein derart abgelegtes Kleidungsstück tatsächlich noch einmal getragen wird. Schließlich ist es nicht schön, sich ein verkrumpeltes, vielleicht auch ein wenig müffelndes Shirt aus einem Wäschehaufen über den Leib zu ziehen. Hinzu kommt, dass gerade viele Frauen ungern jeden Tag dasselbe tragen – schließlich wollen sie keinen ungepflegten Eindruck machen.

Der Wäscheberg wächst und wächst und wächst
Und so schauen Menschen beiderlei Geschlechts doch lieber in den Kleiderschrank und ziehen dort Klamotten raus – diese landen dann abends ebenfalls auf dem Wäschehaufen, der stetig wächst. Irgendwann bei der zehnten Lage weiß keiner mehr, was eigentlich unten liegt.

«Es ist einfach besser, die Sachen sofort wegzuräumen. Letztlich ist die Anhäufung von Wäsche eine Gewohnheit», sagt Schilke, räumt allerdings ein: «Die Gewohnheit ist eine Macht.» Außer zur Selbstdisziplin rät sie dazu, horizontale Flächen wie Stühle oder Hocker wenn möglich aus dem Schlafzimmer zu entfernen. Diese hätten auf Kleidungsstücke «eine magische Anziehungskraft», scherzt sie.

Oder man kann einen Zettel mit der Aufschrift «Stopp» auf das Möbelstück legen, auf dem sich gern die Wäsche türmt. Als Alternative böte sich ein Stummer Diener an – darauf könnten die Klamotten wohlgeordnet auslüften.

Besser gleich auf Bügel hängen
Schilkes Kollegin Sabine Haag aus Mainz sieht das allerdings kritisch: «Alles, was über einen Handgriff hinausgeht, ist zu viel für uns. Wir sind viel zu faul, eine Bluse ordentlich über den Herrendiener zu hängen», meint sie und plädiert dafür, sich zwecks Vermeidung von Wäschebergen Routinen aufzubauen – sich also schlicht daran zu gewöhnen, die Sachen sofort zum Auslüften aufzuhängen.

Eine Alternative sei es, sich drei Haken an der Tür anzubringen. Dort könnten die Sachen mit einem Handgriff aufgehängt werden: So lüften sie gut aus – und sind die Haken voll, muss weggeräumt werden.

Auch eine Idee:  Weniger Kleidung besitzen

Die Wurzel allen Übels ist laut Schilke jedoch die Menge an Kleidung, die der Durchschnittsdeutsche im Schrank hat. So können riesige Wäscheberge entstehen, schließlich findet sich im knüppelvollen Schrank immer noch was zum Anziehen.

«Ich bin der Meinung, dass man etwas Altes entsorgen sollte, wenn man sich was Neues kauft. So wird es nie zu viel», sagt die Expertin und erzählt davon, wie schwer das Weggeben ihren Kunden fällt. Da ist etwa die Bluse, die frau schon seit Ewigkeiten nicht mehr angehabt hat. Doch weggeben will sie diese nicht – die Bluse erinnert sie an ihren ersten Freund. «Da ist immer viel Abschiedsschmerz dabei, man will nicht loslassen.»

Alte Kleidung neu
entdecken

Auch Sabine Haag plädiert für das radikale Ausmisten des Kleiderschranks. Ihr Tipp: Den ganzen Schrank ausräumen und jedes Teil anprobieren. Man werde erstaunt sein, wie viele Klamotten nicht passten oder dem eigenen Stil entsprächen, versichert sie. Häufig gebe es aber auch noch einen anderen Effekt: Die Menschen entdeckten ihre Kleidungsstücke ganz neu. «Man geht im eigenen Kleiderschrank shoppen, das macht Spaß», sagt Haag.

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Aus Allen Staaten

Deutscher Sprachunterricht in den Zeiten von Corona

Book-Drive an der DSB, bei dem das Schulmaterial für das
Schuljahr 2020/2021 an 300 Schüler erfolgreich verteilt wurde

Zum Ende des Corona-Jahres 2020 kann die Deutsche Sprachschule Bloomfield, Michigan mit ihren Schülern und Lehrern auf vier Monate erfolgreiches virtuelles Lernen zurückblicken!

Nach den ersten Monaten des Online-Unterrichts im Frühling kristallisierte sich im Sommer leider heraus, dass die Rückkehr in die traditionellen Klassenzimmer der angemieteten Berkshire Middle School nicht möglich sein würde. Natürlich ist die Entscheidung für den Online-Unterricht via Google Classroom als Lernplattform und Zoom als Videokonferenz-Lösung nicht einfach gewesen, da Schüler und ihre Familien, die Lehrer und die Schulleitung das wöchentliche Miteinander sehr schätzen. Aber in Anbetracht der aktuellen Pandemiezahlen ist die Schulleitung glücklich, den professionellsten Weg für kontinuierliches Lernen gewählt zu haben. Bereits im Sommer besuchten die Lehrkräfte Fortbildungen und wurden für den Online-Unterricht geschult.

Kreative Möglichkeiten wie ein „BookDrive“ wurden abgehalten, um vor Beginn des Schuljahres die Schulbücher, Hefte und das Bastelmaterial für die Kleinen zu verteilen. Sogar die selbstgebastelten und gefüllten Schultüten, ein beliebter deutscher Brauch zum Schulstart, wurden dabei heimlich an die Eltern übergeben. Über 20 Erstklässler waren an ihrem ersten Schultag an der DSB im September ganz glücklich, als sie damit von den Lehrern, der Schulleitung und den Eltern überrascht wurden!

In den letzten Monaten hat sich der wöchentliche Unterricht gut eingespielt. Leider konnten beliebte Jahreshöhepunkte wie das Sommerfest oder der Besuch des Nikolauses virtuell nicht stattfinden. Manchmal eröffnen neue Herausforderungen aber völlig ungeahnte Perspektiven. So fand der beliebte Laternenumzug während des Unterrichts im jeweiligen Haus statt und die Kindergartenkinder durften jeden Tag ein Türchen im „Vorlesekalender“ ihrer Lehrerin aufmachen. Auch der erste virtuelle Elternsprechtag fand im November per Zoom statt und wurde von vielen Familien als unglaublich positiv und praktisch empfunden! Vielleicht das perfekte Format für die Zukunft?

Die grössten Herausforderungen bestehen aber, wie in jedem Schüleralltag, in Prüfungen und Abschlusstests! So war das 4 köpfige Schulleitungsteam der DSB über Wochen auf der Suche nach einem geeignetem Saal, in dem 22 Schülerinnen und Schüler unter Mindestabstandsregeln und Beachtung aller Corona-Vorschriften ihre grosse Abschlussprüfung der 10. Klassen ablegen konnten. Das „Deutsche Sprachdiplom“ der Kultusministerkonferenz (DSD II) ist der Nachweis ihrer Deutschkenntnisse für deutsche Universitäten. Kurzfristig konnte ein Miet-Vertrag mit der Carpathia Hall für einen 6,500 sqt Saal unterschrieben werden, der dann aber in Anbetracht der zweiten Pandemie-Welle wieder verworfen werden musste, da neue MDHHS Regelungen Veranstaltungen in Banquet Halls nicht mehr zuliessen.

Letztendlich hat nur ein Kraftakt von allen Beteiligten (Schulleitung, ZfA, Eltern und Schüler, Testkoordinatoren und Anwalt) und die Mischung aus Kreativität und Glück in den letzten Tagen vor der Prüfung dafür gesorgt, dass alle Schüler am 9. Dezember 2020 erfolgreich ihre DSD II-Prüfung schreiben konnten!

In den Weihnachtswochen haben alle Familien, das Lehrerkollegium und die Schulleitung der DSB wohlverdiente freie Tage. Wir sind gespannt auf das neue Jahr 2021 und die Fortsetzung des erfolgreichen virtuellen Lernens im Schuljahr 2020/2021.

Aber insbesondere freuen wir uns darauf, wenn wir im nächsten Schuljahr alle Familien und vor allem unsere Schüler wieder in der Berkshire Middle School in Bloomfield, MI begrüssen können!
Franziska Hildebrandt
Media & Operations

German American Business Council of Michigan (GABC) elects new president

Arnd Herwig, new president

The German American Business Council of Michigan (GABC) is pleased to announce the election of a new President. In the Board meeting following our Annual Members Meeting on October 6, 2020, Arnd Herwig, Vice President of Development, Brose North America was elected Chairman and President of the GABC. Arnd succeeds Uwe Krueger of Pia Automation who had led the Council since 2017.

Arnd Herwig said: “I am honored to serve on the Board of this great organization! The Council’s work is a vital part of the German-American business community and I am looking forward to working with my fellow Board Members, its volunteers, and partners to further grow our organization here in Michigan. Together, we are grateful for Uwe’s inspired leadership, guidance and dedication over the past three years and especially we want to thank him for the work he has done with NAIAS to conceptualize our new signature event!”

Uwe Krüger will remain on the GABC’s Board. He will continue to play a vital role in our signature event, the “German Haus”, which we will launch Downtown Detroit in conjunction with the North American International Autoshow in the fall of 2021.

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