29. Februar 2020 Selected Articles

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Aus Aller Welt

Karneval, Kamelle, Klimaschutz – Geht das zusammen?

Karneval und Klimaschutz – passt das zusammen? Umweltschützer kritisieren, dass vieles, das Feiernde von den Wagen werfen, liegenbleibt oder ungenutzt im Müll landet. Wie der Karneval der Zukunft aussehen könnte, erprobt eine Grundschule.

Von einem Karnevalswagen werden Kamelle geworfen. Umweltschützer kritisieren, dass jede Menge Wurfmaterial später weggeworfen wird. Wie der Karneval der Zukunft aussehen könnte, zeigt eine Grundschule. Foto: dpa

Von Esra Ayari
Köln (dpa) – Karnevalszüge wecken den Jagdinstinkt vieler Narren. Ob der Tag ein Erfolg war, wird oft daran bemessen, wie viele prall gefüllte Tüten Süßkram man nach Hause schleppt. Dort wandert die Beute nach ein paar Wochen überwiegend in den Müll. Und damit nicht genug: Allein in der Karnevalshochburg Köln landen über die Festtage rund 500 Tonnen Abfall auf den Straßen, wie das Festkomitee Kölner Karneval mitteilt. Passt so eine Materialschlacht in die Zeit der großen Klimaproteste?

Diese Frage stellte sich auch die Grundschulrektorin Maria Cloot-Schmich (47). Seit 19 Jahren zieht Weiberfastnacht die Katholische Grundschule im Ort Kommern bei Euskirchen mit einem eigenen Karnevalszug durch die Straßen. Im vergangenen Jahr hat die Schule erstmals auch einen Umwelttag organisiert. Er soll am ersten Samstag nach Karneval stattfinden. Rektorin Cloot-Schmich sagte sich: «Das macht ja eigentlich keinen Sinn. Erst den Müll schmeißen, um ihn dann wieder einzusammeln.» Deshalb traf sie die Entscheidung, dass der Karneval in Kommern künftig ohne Kamelle stattfinden soll.

«Dann kam die Welle.» Wochenlang habe es Kritik gehagelt. Es folgten eine Petition von einem Kegelclub aus dem Ort, Banner vor der Schule und Hasskommentare im Netz. «Da war schon ein Angstgefühl», erzählt Cloot-Schmich. Sie habe zwar geahnt, dass das Thema Umweltschutz polarisiere – aber nicht in diesem Ausmaß.

Karnevalsexperte und Buchautor Wolfgang Oelsner hat dafür eine Erklärung: «Viele glauben, dass bestimmte Freiräume, für die der Karneval steht, enger werden.» Karneval stehe ja gerade für eine Auszeit vom normalen, kontrollierten Leben – man darf mal über die Stränge schlagen. Und das soll jetzt auch noch eingeschränkt werden? «Da kann es auch mal sein, dass die unschuldige Kamelle eine Symbolrolle bekommt und das Fass zum Überlaufen bringt», sagt Oelsner.

Das Festkomitee Kölner Karneval ist nicht der Meinung, dass man das Kamellewerfen so einfach abschaffen kann. Denn der Brauch reicht tief in die Geschichte des Narrentums zurück: Er imitiert die «huldvolle Geste des Münzwerfens, wie es früher bei Triumphzügen üblich war». Man wolle mit der Kamelle vor der Fastenzeit noch einmal mit «demonstrativer Völlerei sündigen». Dennoch, in der jüngeren Vergangenheit sei das Thema Umweltschutz verstärkt in den Fokus des Festkomitees geraten, sagt eine Sprecherin.

Und das gilt nicht nur für Köln. Auch in anderen Fastnachts-, Faschings- und Karnevalsregionen rücken Umweltthemen heute stärker in den Blick, wie der Experte Rainer Holzhauser, Ehrenmitglied der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine in Speyer, erklärt. «Das unbeugsame Mädchen gegen den Klimawandelleugner aus Amerika – das ist sicherlich eine Beachtung wert», sagt er über die schwedische Klimaschützerin Greta Thunberg und US-Präsident Donald Trump als Figuren für Büttenreden und Motivwagen 2020.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) glaubt, dass man Karneval so und so feiern kann: Grundsätzlich stellten alle Großveranstaltungen, etwa auch Fußballspiele, eine Umweltbelastung dar. Aber: «Karneval macht mehr Spaß, wenn man umweltfreundlich feiert», sagt ein Sprecher. Man könne beispielsweise Öko-Strom nutzen, Tauschbörsen für Karnevalskostüme einrichten, Mehrwegbecher und Schalen anbieten und verpackungsärmere Kamellen werfen. So könne man «Tradition und Umweltschutz zusammendenken».

In der Grundschule in Kommern wollte die Schulleiterin nach der Empörungswelle nach einer Lösung suchen, mit der alle leben können. Also einigten sich Dorf und Schule darauf, nicht das Kamellewerfen an sich zu streichen, sondern die Tradition umweltbewusster zu gestalten. Dafür habe die Schule bei einer lokalen Bäuerin kleine Bio-Äpfel vorbestellt und bei der örtlichen Bäckerei 1000 Berliner in Auftrag gegeben. Zudem sollen die Kinder Samentütchen gegen das Bienensterben verteilen. 120 Kilo Saatgut und 12 000 kleine Papptütchen seien schon bestellt.

Die vergangenen Wochen seien hart gewesen, gibt Cloot-Schmich zu. Aber jetzt ist sie doch froh: Weil das Thema auf dem Tisch ist. «Weil wir doch genau wissen, dass wir bei uns selbst anfangen müssen.»

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

erprobt – trying out
Karnevalszüge – Mardi Gras parades
prall – bulging
Beute – booty
Grundschulrektorin – elementary school principal
Weiberfastnacht – “women rule” pre-Mardi Gras tradition
schmeißen – throw
Kamelle – Mardi Gras throws, esp. candy
gehagelt – rained down
Ausmaß – extent
Freiräume – tolerance; freedom
über die Stränge schlagen – idiom: run riot
eingeschränkt – limited
abschaffen – abolish
Narrentums – fools’ traditions
huldvolle – paying homage
Geste – gestures
Völlerei – gluttony
sündigen – committing a sin
unbeugsame – unbending
leugner – denier
Büttenreden – (Mardi Gras) jester’s speech
grundsätzlich – basically
Öko-Strom – green energy
Tauschbörsen – exchange sites
einrichten – establish
Mehrwegbecher – re-usable cups
Empörungswelle – wave of indignation
Bio-Äpfel – organic apples
vorbestellt – pre-ordered
Berliner – here: jelly donuts
Auftrag – commissioned
Samentütchen – seed packets
gegen das Bienensterben – counteract the loss of pollinating bees
verteilen – give away
Saatgut – seeds for sowing

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

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Sport

Noch 1000 Tage bis Katar: Die WM der Zweifel

In 1000 Tagen wird die WM in Katar angepfiffen. Das Weltereignis wird seit der Vergabe im Jahr 2010 von Kontroversen begleitet. Die Verantwortlichen aber sind schon jetzt mehr als zufrieden.

Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, Emir von Katar (2.v.l.) steht beim Emir Cup-Finalspiel und der Einweihungsfeier des Al-Dschanub-Stadion in der Stadt Al-Wakrah bei Doha auf der Tribüne. FIFA-Präsident Gianni Infantino (l) schaut zu. Das Stadion wurde für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar von Grund auf neu gebaut. Foto: dpa

Von Jan Mies und Jan Kuhlmann
Berlin (dpa) – Große Namen wirken. Im schicken grauen Anzug grinst David Beckham in die Kamera, der frühere englische Weltstar präsentiert stolz das rote Trikot mit dem Schriftzug «See you in 2022», also «Wir sehen uns 2022». Hassan Al-Thawadi, der Organisationschef der von heftigen Kontroversen begleiteten Fußball-Weltmeisterschaft in Katar, steht lächelnd daneben. Was Beckham gut findet, kann doch nicht schlecht sein.

Zumindest geben sich die Gastgeber und auch der Weltverband FIFA seit der skandalumwitterten Vergabe der Endrunde an das kleine Emirat, das bis dahin noch nie durch große Fußballbegeisterung aufgefallen ist, seit Jahren große Mühe, das Weltereignis mit glänzenden Bildern, starken Schlagzeilen und eben großen Namen zu bewerben. Am kommenden Dienstag (25. Februar) sind es noch 1000 Tage bis zum Anpfiff am 21. November 2022.

«Ich war schon oft hier und sehe die Veränderung, die Entwicklung», sagte Beckham bei seinem Besuch in Katar kurz vor dem Jahreswechsel. Der 44-Jährige preist das «familiäres Umfeld» an. «Ich denke, das ist etwas, was man als Spieler und Fan bei einer WM wirklich möchte.» Das Turnier werde «ziemlich unglaublich». Der Internet-Werbetext der FIFA erinnert ein wenig an die Worte von Franz Beckenbauer, der einst angab, bei seinen Besuchen in Katar «nicht einen einzigen Sklaven» gesehen zu haben.

Dabei beherrschten die Todesfälle und die teils unmenschlichen Bedingungen für die Gastarbeiter auf den Baustellen über Monate die Berichte über die beginnende WM-Vorbereitung. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und internationale Gewerkschaftsbünde kritisierten die Zustände lautstark, jede Schocknachricht von Unfällen aus dem Emirat rief auch in Deutschland Politiker auf den Plan, den eine Neu-Vergabe forderten.

Die Organisatoren verwiesen immer wieder darauf, die Dinge verbessern zu wollen, gerade mit der vielzitierten Kraft des Fußballs. Seitdem wurden tatsächlich zahlreiche Reformen angekündigt und verabschiedet, die sich gut lesen. Das ausbeuterische Kafala-Systems soll inzwischen Geschichte sein. «Die schwache Umsetzung früherer Reformen» hat dem aktuellen Amnesty-Jahresbericht zufolge jedoch in der Praxis dazu geführt, dass Migranten 2019 «nicht vor Missbrauch und Ausbeutung geschützt waren».

Auch der Weltverband mahnte immer wieder – und scheint jetzt zufrieden. «Ich organisiere seit 20 Jahren große Fußballturniere», sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino beim Testlauf im Rahmen der Club-WM Ende 2019. «Und ich muss sagen, dass die Fortschritte der Arbeiten in Katar beispiellos sind.» Schon zwei Jahre vor dem Anpfiff werde alles bereit zu sein. Infantino ist sich sicher, «dass es ein fantastisches Ereignis wird, und ich glaube, dass eine WM in Katar, im Nahen Osten, das Potenzial dazu hat, die Wahrnehmung des Rest der Welt gegenüber der Region zu verändern».

Organisatorisch dürfen sich die Tausenden Fans, die schon jetzt die Reise an den Persischen Golf planen, tatsächlich auf eine herausragende WM einstellen. Das Emirat hat Milliardenbeträge in die Aufrüstung für 2022 investiert. Die bereits fertiggestellten der acht Stadien sind hochmodern und innerhalb kürzester Zeit mit dem Nahverkehr zu erreichen. Wer will und Karten bekommt, kann sich problemlos mehrere WM-Spiele an einem Tag anschauen.

Zumindest bei der Club-WM wurde in dem islamisch-konservativen Land auch Alkohol ausgeschenkt, allerdings nur in den Fanzonen, nicht in den Stadien. Der Verkauf alkoholischer Getränke ist in Katar nicht grundsätzlich verboten, aber streng reglementiert. In anderen gesellschaftlichen Bereichen wie etwa der Gleichberechtigung von Frauen ist das Emirat höchst rückständig. «Die Gesetze diskriminieren weiterhin LGBTI-Personen», schreibt zudem Amnesty. LGBTI ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell und intersexuell. Das passt kaum zum angeblich weltoffenen Fußball, der Brücken bauen soll.

Die Vergabe der WM 2022 zusammen mit der Endrunde 2018 an Russland gilt heute auch unabhängig davon als Skandal. Von den Mitgliedern des damaligen FIFA-Exekutivkomitees sind über die Jahre etliche angeklagt und verurteilt worden. Es schien die Hochzeit des Selbstbedienungsladens der FIFA unter Joseph S. Blatter, der nicht für Katar gewesen sein soll. Das Emirat war mit der schlechtesten technischen Bewertung ins Rennen gegangen. Franz Beckenbauer, damals für den DFB dabei, hat nie veröffentlicht, wem er seine Stimme geschenkt hat.

Geplant war damals noch, die WM wie immer in den Sommermonaten auszutragen. Erst nach etlichen Diskussionen verlegte die FIFA das Turnier – zum Wohle der Fans. Das Wetter bietet nun optimale Voraussetzungen: Im November und Dezember – das Finale steigt am 18. Dezember – herrschen in dem Wüstenemirat angenehme Temperaturen. In Deutschland fallen die Partien mitten in die besinnliche Vorweihnachtszeit.

Vor Ort wird entscheidend sein, wie sich die Stimmung der angereisten Fans entwickelt. Fröhliche Partys auf der Straße mit lauten Fangesängen sind dem Land fremd, bei Spielen der heimischen Liga herrscht eher zurückhaltende Stimmung.

Bei der Club-WM verwandelten die Anhänger des brasilianischen Teams Flamengo zwar die nagelneue U-Bahn in einer Feierzone, freundlich beobachtet von Katarern. Letztlich aber dürften die Feiern auf wenige Ort begrenzt bleiben, schon allein weil Doha eine Stadt ist, die komplett auf den Autoverkehr ausgerichtet ist. Belebte Straßen und Plätze gibt es nur wenige, etwa den Suk Wakif, den alten Basar mit engen Gassen, Geschäften und Restaurants.

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Feuilleton

Schauspielerin Sonja Ziemann gestorben

ARCHIV-31.10.2011: Schauspielerin Sonja Ziemann. Foto: dpa

München (dpa) – Die mit ihrer Rolle als «Schwarzwaldmädel» bekanntgewordene Schauspielerin Sonja Ziemann ist tot. Sie starb am Montag im Alter von 94 Jahren in München, wie ihr Bruder am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. Ziemann hatte 1950 mit der Operettenverfilmung «Schwarzwaldmädel» an der Seite von Rudolf Prack ihren Durchbruch. Filme wie «Hunde, wollt ihr ewig leben» (1959), «Menschen im Hotel» (1959) oder «Frühstück mit dem Tod» (1964) kamen dazu. In ausländischen Produktionen wie «Geheime Wege» (1960), «Der Tod fährt mit» (1962) und «Die Brücke von Remagen» (1969) war sie ebenfalls zu sehen. Später konzentrierte sich die Schauspielerin zunehmend auf Theater- und Fernsehproduktionen. Mehrere schwere Schicksalsschläge musste Ziemann in ihrem Leben verkraften. Ihr Sohn starb 1970, kurz vor seinem 17. Geburtstag, an einem Rückenmarkstumor. Ein Jahr zuvor starb ihr Ex-Mann, der polnische Autor Marek Hlasko, an einer Überdosis Schlafmittel. 1989 heiratete die Schauspielerin ihren Kollegen Charles Regnier. Er starb im September 2001 nach einem Schlaganfall. Ziemann soll in Berlin bei ihren Eltern und ihrem Sohn begraben werden.

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Gesundheit

Trockene Haut im Winter ist ganz normal

Viele Menschen leiden im Winter unter trockener Haut. Foto: dpa

München (dpa) – Im Sommer war die Welt noch in Ordnung. Doch im Winter ist die glatte und geschmeidige Haut plötzlich rissig und trocken. Das ist kein Grund zur Sorge, sagt ein Experte – aber ein Anlass zur Pflege.

Es juckt, es reibt, es kratzt: Viele Menschen leiden im Winter unter trockener Haut. Doch wer hat Schuld daran – die Kälte oder die Heizungsluft? Beides, sagt der Hautarzt Christoph Liebich aus München vom Berufsverband Deutscher Dermatologen.

„Bei Temperaturen unter sieben Grad stellt der Körper die Produktion von Talg und Fett ein“, erläutert Liebich. Die wäre aber nötig, um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen.

In dieser angespannten Lage tut die typischerweise trockene Heizungsluft dann ihr Übriges: Spätestens nach ein paar Winterwochen will das Gefühl trockener Haut einfach nicht mehr weggehen.

Wer gegensteuern will, kann zunächst auf genug Luftfeuchtigkeit in den Räumen daheim achten – natürlich ohne Haus oder Wohnung dabei verschimmeln zu lassen. Und viel zu trinken schadet auch nicht.

„Das allein reicht aber noch nicht aus“, sagt Liebich. Ohne zusätzliche Pflege gehe es bei trockener Winterhaut nicht. Liebich rät dafür, regelmäßig sogenannte reichhaltige Cremes zu verwenden. Sie spenden Fett und versorgen die Haut langfristig mit Feuchtigkeit.

Emulsionen und Körpermilch dagegen fühlen sich zwar erst einmal angenehm an, oft entziehen sie dem Körper aber eher Feuchtigkeit – und bewirken damit das Gegenteil von dem, was beabsichtigt ist.

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Reise

Nicht nur Prag:

Tschechien zählt mehr Touristen

Tschechien ist beliebt – gerade bei deutschen Touristen. Doch viele fahren einfach nur nach Prag. Dabei gibt es noch mehr zu entdecken.

Rathaus in Prag. Foto: dpa

Prag (dpa) – Mit seinen berühmten Sehenswürdigkeiten wie der Prager Burg und der Karlsbrücke zieht Tschechien immer mehr Touristen an. Die Zahl der ausländischen Gäste in Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen stieg 2019 um 2,6 Prozent auf knapp 10,9 Millionen, wie die Statistikbehörde CSU des Landes mitteilte. Das sind mehr, als das Land Einwohner hat. Die Besucher aus dem Nachbarland Deutschland stellen unangefochten den größten Anteil dar. Ihre Zahl lag bei 2,08 Millionen, ein Zuwachs um mehr als zwei Prozent.

Aus den asiatischen Ländern China und Südkorea kamen indes weniger Besucher als noch 2018. Während die Moldaumetropole Prag unter den Touristenmassen ächzt, schöpfen viele andere Regionen ihr Potenzial noch lange nicht aus. Die staatliche Tourismusagentur Czechtourism wirbt daher mit Kampagnen für weniger bekannte Reiseziele wie den Böhmerwald im Westen, das Riesengebirge im Norden oder die südmährische Weinregion um Mikulov an der Grenze zu Österreich.

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Wieder mehr Besucher in deutschen Kinos

Disneys Die Eisprinzessin 2. Foto: Disney/dpa

Berlin (dpa) – Die Kinos in Deutschland haben im vergangenen Jahr wieder mehr Tickets verkauft. Rund 118,6 Millionen Kinobesucher wurden nach Angaben der Filmförderungsanstalt (FFA) gezählt. Das waren etwa 13,2 Millionen mehr als noch 2018, als die Kinobranche die schlechtesten Zahlen seit Jahren geschrieben hatte.

«Es gab eine deutliche Erholung, aber die Zahlen liegen noch hinter den Erwartungen zurück», sagte FFA-Vorstand Peter Dinges der dpa in Berlin. Es seien aber weniger Karten verkauft worden als im Fünf-Jahres-Schnitt (-2,2 Prozent). «Wir hatten im vergangenen Jahr zum ersten Mal wieder die vermissten Blockbuster, also Filme, die sich deutlich oberhalb von vier Millionen Besuchern einordnen», sagte Dinges vor Beginn der Internationalen Filmfestspiele. Besonders viele Tickets wurden für den Kinderfilm «Die Eiskönigin 2» (rund 5,69 Millionen Karten), für «Der König der Löwen» (5,57 Millionen), für den Superheldenfilm «Avengers: Endgame» (5,13 Millionen) und die Komödie «Das perfekte Geheimnis» (4,62 Millionen) verkauft. Die FFA sieht auch kein Kinosterben in Deutschland – stattdessen seien neue Filmtheater entstanden.

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Aus Allen Staaten

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