30. Oktober 2021 Selected Articles

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Aus Aller Welt

175 Jahre Julius Maggi: Der Pionier, der das Würzen revolutionierte

Spüli, Uhu, Maggi: manche Produkte haben sich seit ihrer Einführung so erfolgreich verbreitet, das die Markennamen die ganze Gattung bezeichnen: Spüli für Geschirrspülmittel, Uhu für Kleber und Maggi für Würze. Ganz nach dem Gusto des Erfinders Julius Maggi.

Ein Poster zu 125 Jahre Maggi Würze mit den jeweiligen Flaschen aus den Jahren 1886-2011. Bis heute gehört die Flüssigwürze in unzähligen deutschen Küchen zur Grundausstattung wie Salz und Pfeffer, um Suppen, Soßen, Aufläufe und Eintöpfe zu würzen. Foto: –/Nestlé/dpa

Von Christiane Oelrich
Vevey (dpa) – «Hausfrauen, es ist nie zu spät, um zu verbessern!» Ein paar magische Tropfen könnten jede fade Suppe oder Soße retten – so warb Maggi in den 30er Jahren für seine Flüssigwürze. Bis heute gehört sie in unzähligen deutschen Küchen zur Grundausstattung wie Salz und Pfeffer, um Suppen, Soßen, Aufläufe und Eintöpfe zu würzen. Namensgeber ist der Erfinder, der Schweizer Julius Maggi, der vor 175 Jahren geboren wurde. Maggi ist auch der Urvater des Brühwürfels und einer der Pioniere der industriellen Lebensmittelproduktion. «Er war ein umtriebiger Unternehmer», sagt Albert Pfiffner, Archivchef des Schweizer Nahrungsmittelriesen Nestlé, zu dem Maggi seit 1947 gehört.

Ein Ma, zwei gg, ein i: für Deutsche ist die Sache mit der Aussprache klar: Maggi eben. Aber der Namensgeber sprach sich anders aus. Julius Maggi war der Sohn eines italienischen Einwanderers. Sein Name wird deshalb «Madschi» ausgesprochen, wie der Lago Maggiore. In vielen Ländern wird die Firma bis heute auch «Madschi» ausgesprochen.

Julius Maggi wurde 1846 in Frauenfeld unweit des Bodensees geboren. Sein Vater brachte es mit einer Mühle zu einigem Wohlstand. Als der Sohn das Unternehmen mit 23 Jahren übernahm, kam im Zuge der Industrialisierung aber immer mehr günstiges Getreide aus dem Ausland. Maggi ersann neue Produkte. Inspiriert von einem Arzt wollte er nahrhafte und preiswerte Nahrung für Arbeiter machen und begann mit Mehlen aus eiweißhaltigen Hülsenfrüchten, Leguminosen.

Maggi war so begeistert, dass er eine Tochter Leguminosa nennen wollte, was seine Frau gerade noch verhindern konnte. Zum Glück: «Die Leguminosen waren ein Flopp», sagt Pfiffner. Unbeirrt machte Maggi aber weiter. Er brachte die etwas erfolgreicheren Suppenmehle aus Erbsen und Bohnen auf den Markt. Das schweizerische Nationalmuseum spricht von Maggis stürmischer Energie und Experimentiersucht.

Den unternehmerischen Durchbruch schaffte Maggi aber 1886 mit der Flüssigwürze, einer Weltneuheit. Schon ein Jahr später begann die Abfüllung in einem Werk im deutschen Singen unweit des Bodensees, wo bis heute Maggi-Würze hergestellt wird. 240 000 Flaschen sind es täglich, die in 21 Länder exportiert werden. Weitere Werke gibt es heute in China, Polen, Kamerun, Elfenbeinküste und Mexiko.

Statistisch verbraucht jeder deutsche Haushalt gut einen halben Liter Maggi-Würze im Jahr, geht aus einer Verbrauchererhebung hervor. Das Saarland ist nach Angaben von Nestlé Maggi-Hochburg, mit 812 Millilitern Verbrauch pro Haushalt im Jahr. Ein Kringel Fleischwurst mit vier Flaschen Maggi statt Kerzen darauf ist als «saarländischer Adventskranz» bekannt. Und Maggi-Eis wurde dort auch erfunden.

Zurück zu Julius Maggi: Er brachte nach der erfolgreichen Flüssigwürze weitere Produkte heraus, und 1908 den legendären Brühwürfel, als schnelle Basis für Mahlzeiten aller Art. Auch im Marketing war Maggi Pionier. Als einer der ersten Unternehmer richtete er eine Werbeabteilung ein. Der später berühmte Dichter Frank Wedekind textete einst für Maggi: «Wie dem Leben Poesie/Fehle Maggi’s Suppen-Nahrung/Maggi’s Speise-Würze nie!»

Der Maggi-Brühwürfel hat den Maler Picasso inspiriert: Er verewigte ihn 1912 in seinem Werk «Paysage aux affiches». Joseph Beuys verwendete die Maggi-Flasche 1972 für sein Objekt «Ich kenne kein Weekend». Die Flasche mit dem gelb-roten Etikett hat Maggi selbst entworfen. An dem Design hat sich in gut 130 Jahren wenig geändert.

Auch am Rezept nicht, das heute je nach Absatzmarkt ein bisschen angepasst wird. Grundbestandteile sind pflanzliches Eiweiß, Wasser, Salz und Zucker, dazu kommen Aromen und Hefeextrakte. Viele Menschen fühlen sich an das Würzkraut Liebstöckel erinnert, das kurioserweise heute auch Maggi-Kraut heißt. Es gehört aber nicht zu den Zutaten.

Die genaue Zusammensetzung und Herstellung sind Betriebsgeheimnis. Schon Maggi hütete das Rezept aus Angst vor Industriespionage in einem Tresor. Nestlé hat ein Originaldokument dazu in Maggis Handschrift. Um Abwerbungen seiner Mitarbeiter und damit womöglich die Preisgabe seiner Verfahren zu verhindern, umsorgte Maggi die Mitarbeiter: Er richtete zum Beispiel eine betriebsinterne Kranken- und Vorsorgekasse ein und baute Arbeitersiedlungen.

Maggi starb 1912 mit 66 Jahren. Er hatte vier Töchter und einen Sohn. Ob noch direkte Nachfahren von Julius Maggi leben, weiß Nestlé nicht.

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Sport

Austin, Miami – Las Vegas? Formel 1 boomt in den USA

Vor neun Jahren galt der Schritt zu einem Rennen in Austin als Wagnis – die Formel 1 und die USA waren schließlich über Jahrzehnte nie wirklich warm geworden miteinander. Doch auch dank einer Netflix-Doku boomt die Serie inzwischen und denkt sogar über drei Rennen nach.

Austin: Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix der USA: Daniel Ricciardo aus Australien vom Team McLaren winkt den Fans vor dem Rennen zu. Foto: dpa

Von Maximilian Haupt und Jens Marx
Austin (dpa) – Das Wagnis mit der Rückkehr in die USA hat sich gelohnt. Lewis Hamilton weiß das, womöglich sogar besser als alle anderen. «Die sind verrückt nach Sport hier und es kann nie genug Sport geben – sie wollen immer mehr und mehr Action», erzählte der Superstar aus Großbritannien. Das bemerkenswerte daran: Neun Jahre nach dem Comeback lieben die Amerikaner nicht mehr nur die NFL, die NBA oder die heimische Nascar-Serie sondern auch: die Action in der Formel 1.

Dass ab der kommenden Saison neben Austin mit Miami eine zweite Station in den Staaten im Rennkalender steht, findet Rekordweltmeister Hamilton wie viele andere Fahrer und Teamchefs gut. Selbst einen dritten Termin – im Gespräch ist Las Vegas – in den USA können sich immer mehr Menschen im Fahrerlager der Königsklasse gut vorstellen, obwohl es das noch in keinem Land gab. «Ich denke wir brauchen mindestens zwei», sagte Hamilton. «Der Fortschritt, den ich in den vergangenen Jahren gesehen habe, ist riesig», erzählte er am Rande des Grand Prix auf dem Circuit of the Americas. «Mehr und mehr Leute reden darüber und wollen Teil davon sein.» Oder, wie es Haas-Teamchef Günther Steiner formulierte: «Ich denke das Interesse ist groß genug für ein drittes Rennen.»

Noch vor neun Jahren, als Hamilton für den ersten Sieg auf der neu gebauten Strecke in Texas den großen schwarzen Cowboyhut mit dem Logo des Reifenausrüsters aufgesetzt bekam, haben wenn dann nur Optimisten eine solche Entwicklung für möglich gehalten. Formel 1 und die USA? Das war lange ein Trauerspiel mit dem 2005er-Rennen in Indianapolis als Tiefpunkt. Weil die Reifen von einem der beiden damaligen Ausrüster den Kräften in der Steilkurve der für US-Motorsportfans legendären Strecke nicht gewachsen waren, gingen nur sechs Fahrzeuge an den Start. Zwei Jahre später war Schluss.

Mittlerweile aber erlebt die Formel 1 in dem Land einen Boom. Befeuert von der Netflix-Serie «Drive to survive» ist das Interesse an der lange ignorierten Rennserie massiv gestiegen, Formel 1 ist im Alltag inzwischen ebenso Gesprächsthema wie das letzte Baseball-Spiel oder die NBA-Partie vom Abend zuvor – und das sieht man in Austin. Offiziell gibt der Veranstalter keine Zahlen bekannt, aber kolportiert wurden 360 000 Zuschauer über das ganze Wochenende. Schon beim dritten freien Training am Samstag waren die Freiflächen bei bestem Wetter übersäht mit Schirmen, Decken und Menschenmassen. Coronaauflagen gibt es in Texas so gut wie keine mehr, auch an der Rennstrecke gibt es nur für geschlossene Räume noch ein paar Regeln.

Die Veranstalter machen zudem einen guten Job wenn es darum geht, die Zuschauer bestmöglich zu unterhalten. Große Konzerte gehören seit der Premiere 2012 zum Rahmenprogramm. Am Freitag spielten Twenty One Pilots («Stressed Out»), am Samstag war Billy Joel («Piano Man») das im Eintrittspreis enthaltene Zuckerl nach der Qualifikation für die Fans, die neben den bekannten Team-Shirts eben auch mal ein Basketball-Trikot mit «Hamilton» und dessen Nummer 44 tragen.

Der Ansatz von Wettkampf und Show ist so erfolgreich, dass sich inzwischen sogar Fahrer aus der im Land tief verwurzelten Nascar-Rennserie die Formel 1 zum Vorbild nehmen. Denny Hamlin etwa war nicht glücklich mit dem Zuschaueraufkommen in Fort Worth am vergangenen Wochenende und sagte: «Es muss einfach mehr geben als dass wir auftauchen und Rennen fahren, wie es jetzt der Fall ist.”

Im Grunde fehlt nur noch ein sogenannter «local hero» – ein Amerikaner im Fahrerfeld. Mick Schumachers Arbeitger Haas ist zwar ein US-Rennstall, McLaren-Teamchef Zak Brown ist Amerikaner, aber einem Fahrer mit amerikanischem Pass zujubeln zu können fehlt. Dass Michael Andretti, der im US-Motorsport eine große Nummer ist, unmittelbar vor einem Einstieg bei Sauber steht, passt deswegen gut. Neben Valtteri Bottas, der Mercedes nach der Saison verlässt, könnte dann in Zukunft für das Team, das derzeit noch unter Alfa Romeo Racing geführt wird, auch ein von Andretti geförderter Fahrer den Spruing in die Formel 1 schaffen. Heißester Kandiat: Colton Herta. 2019 wurde er für Andrettis Team mit nur 19 Jahren jüngster IndyCar-Champion.

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Feuilleton

Kölner Künstler HA Schult baut Elektroschrott-Skulptur auf

Die Skulptur «Wertgigant» von Künstler HA Schult. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Düsseldorf (dpa) – Eine sechs Meter hohe Skulptur aus Elektroschrott zeigt der Kölner Künstler HA Schult jetzt vor dem Düsseldorfer Landtag. Der eine Tonne schwere «Wertgigant» repräsentiert laut Schult Elektroschrott, den deutsche Haushalte alle 72 Sekunden produzieren. Das Ungeheuer besteht laut Ankündigung aus alten Waschmaschinen, Staubsaugern, Mikrowellen und Laptops. Der Schrottriese soll für einige Tage als «Mahnung für unsere Wegwerfgesellschaft» vor dem Parlament in Düsseldorf stehen und die Botschaft «Reparieren statt wegwerfen» transportieren.

«Werft nicht weg, was nicht weggeworfen gehört. Es könnte ein Teil von dir sein», hatte der 82 Jahre alte Künstler bei der Präsentation der Skulptur in Hannover Ende September gesagt. Nach der Präsentation in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt soll der «Wertgigant» weiter durch Deutschland touren: Als nächste Station sei im November Berlin-Mitte vorgesehen, hieß es in einer Einladung

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Gesundheit

Medikamente gegen Covid-19

Die Forschung nach Medikamenten gegen das Coronavirus laufen auf Hochtouren. Ein spezifisches Mittel ist noch nicht gefunden, Experten legen ihre Hoffnung auf verschiedene Präparate

Ein Fläschen des Medikaments Remdesivir.  Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Von Sebastian Fischer
Berlin (dpa) – Neben den nachweislich sehr wirksamen Impfstoffen arbeiten Pharmaunternehmen weltweit an der Entwicklung von Medikamenten gegen eine Covid-19-Erkrankung. Arzneimittel gegen schwere Verläufe gelten als weiterer Baustein in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Damit könnten zum Beispiel auch Menschen geschützt werden, die bisher keine Impfung erhalten haben oder konnten.

Ein für alle Patienten zugelassenes Mittel, das speziell das Coronavirus bekämpft, fehlt weiterhin. Ärzte greifen stattdessen zu erprobten Arzneien, die je nach Verlauf einer Covid-19-Erkrankung bei bestimmten Komplikationen schützen. Oft bekommen Patienten im Krankenhaus etwa Blutverdünner – denn Covid-19 erhöht die Gefahr von Thrombosen, Infarkten und Schlaganfällen. Zudem sollen Antibiotika gegen zusätzlich auftretende bakterielle Infektionen schützen.

Die Schwierigkeit bestehe in der Biologie des Virus, schreibt der Berliner Molekularbiologe Emanuel Wyler in einem Gastbeitrag für die «Berliner Zeitung». Bei Corona gebe es nach einer Ansteckung zunächst keine Symptome. «Wenn dann unter anderem Husten oder Halsschmerzen einsetzen, hat das Immunsystem in den meisten Fällen schon begonnen, das Virus zu bekämpfen», so der Forscher vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin. «Wie bei der Grippe kommen direkt gegen das Virus gerichtete Medikamente daher oft zu spät.»

Als bisher einziges Mittel erhält Remdesivir (Handelsname Veklury) des US-Konzerns Gilead im Juli 2020 eine Zulassung in der EU – aber nur für Corona-Patienten mit Lungenentzündung, die zusätzlich Sauerstoff erhalten, aber noch keine invasive Beatmung benötigen. Das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Medikament soll verhindern, dass sich Sars-CoV-2 in den Zellen vermehrt. Doch mittlerweile spricht sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen eine Behandlung aus. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen sieht Mitte September nur einen geringen Nutzen von Remdesivir bei moderat und gar keinen bei schwerer Erkrankten.

Dexamethason wird in Deutschland schon länger auch ohne generelle offizielle EU-Zulassung als Arznei gegen Covid bei der stationären Corona-Therapie eingesetzt. Molekularbiologe Wyler nennt es ein «zentrales Medikament für die Behandlung von Covid-19». Das entzündungshemmende Mittel soll bei Corona-Patienten auf der Intensivstation eine überschießende Immunreaktion bremsen, die bei Covid-19 häufig auftritt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist der größte Nutzen bei invasiv beatmeten Patienten nachgewiesen. Bei Menschen mit weniger schwerer Covid-Erkrankung hingegen könnte ein Einsatz «sogar nachteilig sein».

Acht Medikamente zur Covid-Therapie befinden sich bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA auf verschiedenen Stufen im Zulassungsverfahren – darunter Antikörper-Präparate, die in Deutschland auch schon bei mildem Krankheitsverlauf im Einsatz sind.
In speziellen Fällen eingesetzt wird etwa bereits eine Kombination der monoklonalen Antikörper Casirivimab und Imdevimab (Handelsname Regn-CoV2) von Regeneron und Roche. Dieser Cocktail ist das erste Medikament, das die WHO zur Vorbeugung gegen schwere Verläufe bei Patienten mit milden Symptomen aber mit Risikofaktoren empfiehlt.

Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt. Monoklonal bedeutet, dass die eingesetzten Antikörper alle gleich sind und das Virus an einem fest definierten Ziel angreifen. Die EMA prüft weiter vier Medikamente dieser Gruppe, die recht teuer sind.
Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sagte im NDR-Corona-Podcast, dass eine Verabreichung monoklonaler Antikörper «fast immer schon zu spät» sei – nämlich dann, wenn sich das Virus im Körper bereits stark vermehrt habe. Bei einem durchschnittlichen Patienten sei das im Wesentlichen schon zu Symptombeginn der Fall.

In jüngsten Tests mit dem Antikörper-Cocktail AZD7442 (anderer Name: Evusheld) von Astrazeneca zeigte sich in einer klinischen Studie: Das Risiko, symptomatisch an Covid-19 zu erkranken, konnte mit der Kombination um 77 Prozent verringert werden.

Am 14. Oktober begann die EMA mit einem Prüfverfahren zur Zulassung. Daneben untersucht die EMA noch zwei Wirkstoffe, die beide auch schon für andere Krankheiten wie etwa rheumatoide Arthritis zugelassen sind.

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Reise

Coburg kulinarisch: Von Bratwürsten, Backwaren und Bier

Hübsches Coburg: Das Stadthaus am Markt trägt eine Spätrenaissance-Fassade.
                               Foto: Bernd F. Meier/dpa

Coburg (dpa) – Heinrich Roth brät seit mehr als 40 Jahre Würste. Er steht damit in einer Tradition, die in Coburg um 1560 begonnen haben soll. Damals tauchten die Coburger Bratwürste angeblich zum ersten Mal auf dem Speiseplan eines Hospitals auf.
Seitdem dreht sich in der oberfränkischen Stadt vieles um die Wurst. Die Coburger Würste unterscheiden sich in Form, Inhalt und Garung von den dünnen Nürnberger Rostbratwürstchen und den Rostern im benachbarten Thüringen. Selbst das exakte Längenmaß ist den Coburgern nicht wurscht.

Auf dem Rathausdach steht seit dem 18. Jahrhundert das sogenannte Bratwurstmännle. In seiner rechten Hand hält es den Marschallstab, der als offizielles Längenmaß der Coburger Bratwurst gilt. Das ist freilich eine Legende. Die Statue stellt den Heiligen Mauritius dar, Coburgs Stadtpatron und einst römischer Legionär und Märtyrer.

Heinrich Roth, 80 Jahre alt, brät die Coburger Bratwürste in seiner Bude auf dem Marktplatz. Rund zehn Minuten garen die 31 Zentimeter langen Würste über den lodernden Flammen. «Ausschließlich getrocknete Kiefernzapfen werden verfeuert, sie sind wichtig für den besonderen Geschmack», erklärt Roth. Holzkohle? Niemals! Und ein Gasgrill? Das ist bei den Coburgern erst recht undenkbar.

Morgens um 9.00 Uhr wird der Grill für frühe Wurstesser angefeuert, mittags ab 12.00 Uhr herrscht Hochbetrieb an der Bude. Ein scharfer Messerschnitt, senkrecht in die Semmel – und die Coburger hat ihre Serviette. Hinein mit der Wurst. «Die Semmel ist das Griffstück der Wurst, das soll Martin Luther gesagt haben», sagt Roth. Dokumentiert ist diese Aussage freilich nicht. Luther lebte allerdings ab dem April 1530 fast sechs Monate auf der Veste Coburg, heute eine der größten und besterhaltenen Burganlagen in Deutschland.

Diese Knödel rutschen direkt in den Magen
Coburg liegt auf halbem Weg zwischen Erfurt und Nürnberg. In der Residenzstadt entdecken genussfreudige Reisende noch weitere lokale Spezialitäten. «Unseren Rutscher müssen Sie probieren», sagt Stadtführer Dietmar Apel beim Rundgang durch die idyllische Altstadt.

Rutscher sind die Coburger Variante der Klöße aus dem benachbarten Thüringen, bestehen aber aus einem etwas höheren Anteil an gekochten Kartoffeln. Die Zubereitung verlangt Übung, Erfahrung und auch Muskelkraft, weil der Teig angerührt, durchgepresst, von Hand geschlagen und im warmen Zustand geformt wird.

Die Klöße zerlaufen auf dem Teller. Ohne jegliches Kauen rutschen sie durch den Mund in Richtung Magen. Daher der Name: Coburger Rutscher.

In Traditionsgasthäusern wie dem seit 1508 bestehenden Restaurant Goldenes Kreuz werden die Rutscher mit Sauerbraten, Schäufele, Ente und selbstverständlich auch zur Coburger Bratwurst aufgetischt. Kinder lieben Rutscher besonders – «den Kloß mit der Soß‘»

Würzig-Süßes zum Knuspern oder Schlürfen
Als Nachspeise etwas Süßes gefällig? Das haben sie in Coburg selbstverständlich auch: Schmätzchen. Wer jetzt an zärtliche Wangenküsse denkt, ist allerdings auf der falschen Fährte.

«Unsere Schmätzchen sind enge Verwandte der Gewürzplätzchen, die bereits im Mittelalter in Klosterküchen bekannt waren und von Apotheken als Heilspeise angeboten wurden», erklärt Peter Feyler, Feinbäcker und Lebküchner.

Feylers Urgroßvater Wilhelm entwickelte 1892 die geheim gehaltene Rezeptur des Honiggebäcks, das schon bald über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wurde. 1907 erfolgte die Ernennung zum Hoflieferanten durch Herzogin Marie von Sachsen Coburg und Gotha.

Heute gibt es von der Bayerischen Lebkuchen- und Feingebäckfabrik Feyler auch die edlere Schmätzchenvariante – mit Schokoladenüberzug und einem winzigen Tupfer Blattgold.

Würzig-süßer Geschmack und hergestellt nach geheimer Rezeptur: Das trifft auch auf den Coburger Hoflikör zu. «Aus 27 Kräutern wird der Likör angesetzt, mehr darf ich nicht verraten», erklärt Apotheker Gernot Priesner seinen neugierigen Besuchern. Der 53-Jährige führt die Hof-Apotheke von 1543 in der fünften Generation.

Welches Bier darf es zum Abschluss sein?
Wer nach Bratwürsten, Rutschern und Schmätzchen auf den Durst gekommen ist, der kann im Coburger Land aus mehr als 1000 Bieren von 202 Brauereien wählen.

Statistiker des Vereins Bierland Oberfranken fanden heraus: Der gleichnamige Regierungsbezirk mit 1,11 Millionen Einwohnern hat die größte Brauereidichte der Welt, bezogen auf die Zahl der Bewohner. Selbst das Bierland Belgien kommt hier nicht mit. Es landet nach dieser Zählweise auf Rang vier nach Oberbayern und Neuseeland.

Im Braugasthof Grosch in Coburgs Nachbarort Rödental wird schon seit 1492 Bier gebraut. Spezialität von Biersommelier Christof Pliarzyk ist das Bierstacheln, das er hin und wieder den Gästen vorführt. Dabei wird ein Eisen erhitzt und für Sekunden in eisgekühltes, alkoholreiches Bockbier getaucht. Durch die Hitze karamellisiert der Restzucker, und es entsteht ein cremiger, warmer Schaum, während das Bier kalt bleibt. Ein ungewöhnliches Geschmackserlebnis.

Zurück nach Coburg, wo auch Vegetarier und Veganer nicht hungrig bleiben. Im stylischen Café M, untergebracht in einem schmucken Altstadthaus, bekommen die Gäste vegane Kartoffelrösti mit Auberginenmus, glutenfreie Galetten und vegetarische Gemüsepizzen.

Info-Kasten: 
Coburg
Anreise: ICE-Züge zwischen Berlin und München halten in Coburg.
Sightseeing: Neben der klassischen Stadtführung gibt es eine Vielzahl weiterer Rundgänge mit Gästeführern, zum Beispiel Kostümführungen und den Rundgang Coburger Bratwurstbrater.
http://www.coburgmarketing.de

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Chanel bei Pariser Modewoche nostalgisch

Paris: Eine Kreation der Frühjahr-Sommer-Kollektion 2022 von Chanel.
Foto: Francois Mori/AP/dpa

Paris (dpa) – Hotpants, Bustiers, Bodys – mit diesen Modetrends der 1990er Jahre hat sich das Luxuslabel Chanel auf der Pariser Fashion Week präsentiert. Auf einem klassischen höher gesetzten Catwalk am Grand Palais Éphémère auf dem Champ de Mars ließ Kreativdirektorin Virginie Viard in ihrer Show die Models in der kommenden Sommermode laufen, die – unter anderem mit Mini-Röcken – viel Haut ankündigt.

Zum großen Finale der Show kam ein Remake des 90er-Jahre-Hits «Freedom» von George Michael aus den Lautsprechern, was das Publikum begeisterte. Mit dieser Präsentation ging nach neun Tagen die Modewoche in Paris zu Ende. Neben der nostalgischen Chanel-Show sorgte Charles de Vilmorin, der seine erste Kollektion für das Modehaus Rochas zeigte, für einen weiteren Höhepunkt.

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Aus Allen Staaten

GACC feiert den „German American Day“

Erwin Rauschendorfer mit seiner Frau Barbara

Unser diesjähriger Deutsche Tag des Deutsch-Amerikanischen Kultur Kreises hatte sich einen besonders schönen, sonnigen Nachmittag am 10. Oktober ausgesucht, und man sah, dass viele Gäste das gleiche dachten, weil sie gern gekommen sind. Die Carpathia Halle war schön geschmückt, mit Hilfe auch von treuen GBU Chor Mitgliedern; Und Herbert Gruber brachte seine Instrumente zur Bühne, damit er uns auch gleich mit Musik unterhalten konnte.

Das Programm begann nachmittags um 2:00 Uhr. Blondine Klimach dankte alle Anwesenden und lud die Sänger und Sängerinnen des Michigan Sängerbezirkes ein, die USA wie auch die Deutsche Nationalhymne unter der Leitung von Erwin Aufdemberge und Piotr Szawila zu singen. Die Klavierbegleitung spielte Diane Mogan.

Den Willkommensgruß sprach Marianne Krenzer, begrüßte besonders die Präsidenten oder Repräsentanten der GACC dreizehn anschließenden Vereine, die fast vollständig dort waren.

Geehrte Gäste waren Mr. James Stoker, der eine nette Ansprache hielt, von den vielen Jahren die er gern mit dem Konsul Fred Hoffman kam und gute Erinnerungen hat; wie auch Dr. Mark Ferguson von dem „Wayne State University Jugend Jahr in München“ Programm, welches er schon viele Jahre leitete. Er brachte auch eine Studentin, die von ihren Erlebnissen in Deutschland berichtete, sie war natürlich sehr begeistert von allem. Sie sprach nur deutsch (wir sprechen ja eigentlich mehr englisch), so war ihre Mühe bewundernswert. Präsident Ingrid Stein überreichte dann den jährlichen Scheck von der GACC, um das Programm (seit 1953) weiterhin zu unterstützen.

Die Hauptsache war die Vorstellung des neuen Deutsch-Amerikaner des Jahres 2021 – 2022. Erwin Rauschendorfer wurde von sechs vorgeschlagenen Kandidaten 3 Wochen vorher gewählt. Präsident Stein las alle Leistungen vor, zu welchen er tatsächlich die Ehre verdiente.

Die Edelweiß Volkstanzgruppe führte zwei Tänze vor, mit Begleitung von der Siasswasser Tanzlmusi, die auch zum Schluss noch fröhliche Musik spielte.

Der Michigan Sängerbezirk Chor sang das „Rennsteig Lied“ und das beliebte „Kein schöner Land“ folgend kamen die Carpathia Kindertanzgruppe, dann die Carpathia Jugendtanzgruppe.

Als besonderes Ereignis für Blondine Klimach war die Gratulation zu ihrer über 40 Jahre leitenden Positionen des Nord-Amerikanischen Sängerbundes, des Michigan Sängerbezirkes, wie auch ihre aktive Unterstützung dem Carpathia Chor. Die Präsidenten der Carpathia, GBU und Schwäbischer Männer-Chöre überreichten ihr eine wohlverdiente Aufmerksamkeit.
Während die Gäste zum Essen geladen wurden, konnten die wartenden der Musik lauschen oder auch tanzen, wie auch nach der wohlschmeckenden Mahlzeit. Man möchte meinen, dass es jedem gefiel.
Marianne Krenzer

Ehemalige German-American’s of the year; vorne Ingrid H Stein, Erberhard Wasserbaech, Marianne Krenzer, Erwin Rauschendorfer, Edith Kuplent, Curt Kitter, Marlina Voight-Groele, hinten: Fritz Hebel, Blondine Klimach, Erwin Aufdemberge, Siegfried Charow, Karin Schwalbe, Richard Michaels und Lisa Gerstheimer

NEWS from the Detroit Swiss Society

Dear DSS Members and Friends

Please see below a message from Walter Wegmueller on his retirement as Honorary Consult of Switzerland in Michigan. The Board of Directors and Members of the Detroit Swiss Society would like to thank Walter for his 12 years of dedicated service to the Swiss community in Michigan and his decades long support of the Detroit Swiss Society. Walter has always been available for questions and concerns, and kept us informed of important developments in Switzerland. We look forward to continue seeing Walter and Doreen at our DSS events in the future.
We welcome our new Honorary Consul Frank Muller and look forward to his support of the Swiss community in Michigan. 

Walter Wegmueller Retirement and Appointment of New Honorary Consul Frank Muller

Dear members of the Detroit Swiss Society, 

My third 4-year term as Honorary Consul of Switzerland ended on 9/30/21.

Consul General Bruno Ryff and Deputy Consul General Jörg Oberschmied from the Consulate General of Switzerland in Chicago visited Detroit earlier this week to bid farewell to Doreen and myself and introduce my successor, Frank Muller and his wife Natalie at a nice reception at the Detroit Athletic Club. Consul General Ryff also hosted two Swiss business/academia roundtables and a “meet and greet” networking hour with members of the Swiss community, who have registered with the Swiss Consulate.

Thank you to those of you, who participated and especially the several new member candidates for the Detroit Swiss Society. 
I would like to thank the DSS board members and all of you for your support over the past 12 years and your participation in various events aimed at highlighting and celebrating our Swiss heritage and culture. 

Please join me in welcoming and supporting our new Honorary Consul, Frank Muller, who grew up in Geneva, Switzerland, and is fluent in English, French, German and Italian.

He has lived in Michigan for the most recent 10 years and currently serves as CEO of Exlterra, a Swiss environmental innovation company.
 
He resides in Grosse Point Shores with his wife and three children.

Please continue to participate in the Detroit Swiss Society. We hope to see you at the next event.  
Walter Wegmueller

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WOCHENPOST-Wortschatz

Selected Articles with helpful translations for those less comfortable with the German language

Surfergruß, Eilmeldung und Stickerbogen: Magazin über Kanzlerin Angela Merkel

Die Bibel und das Grundgesetz brachte er schon in Magazin-Form heraus. Jetzt publiziert Oliver Wurm seine neueste Zeitschrift über die wohl bekannteste Politikerin der Welt.

Berlin: Eine Frau hält das Magazin «Die Kanzlerin» von Herausgeber Oliver Wurm aufgeschlagen in den Händen, zu sehen ist eine Seite mit Stickern mit dem wohl einprägsamsten Satz, den Merkel vor Jahren über die Flüchtlingspolitik sagte: «Wir schaffen das». Foto: dpa

Von Anna Ringle
Berlin (dpa) – Es ist nur eine halbe Raute, die Angela Merkel (CDU) mit einer Hand formt. Mit der anderen zeigt sie den bei coolen Leuten gängigen Surfergruß – immer locker bleiben. Das Ende ihrer Kanzlerschaft bedeutete viele TV-Rückblicke, viele Medienberichte, viele Verlagspublikationen. Es wurde und wird weiter jede Menge geschrieben und eingeordnet. Das neue Magazin «Die Kanzlerin», auf dessen Cover die fiktive Grafik Merkel in Schwarz-Rot gekleidet mit Surfergruß zu sehen ist, gehört dazu – und bietet manchen außergewöhnlichen Blick auf ihre 16 Regierungsjahre. Das Heft erscheint am Freitag (15. Oktober) mit einer Startauflage von 20 000 Exemplaren.

Zuerst das Auffälligste. Es gibt einen Stickerbogen mit dem wohl einprägsamsten Satz, den Merkel vor Jahren über die Flüchtlingspolitik sagte: «Wir schaffen das». Das kann man sich jetzt auf die Brotdose oder das Auto kleben. Herausgeber und Chefredakteur Oliver Wurm sagte der Deutschen Presse-Agentur über den Stickerbogen: «Politisch fand ich den Satz “Wir schaffen das” in 2015 richtig.» Sechs Jahre später würde es ihn freuen, wenn man ihn losgelöst als eine Art Mantra für das Land übernehmen würde. Die Idee, aus der Formel 16 bunte Aufkleber zu gestalten, sei ihm spontan gekommen. «Ich freue mich, diese dann bald auf Autoscheiben, Laptops oder Federmäppchen zu sehen.»

Die mehr als 120 Seiten lange Zeitschrift ist so aufgebaut: Es gibt einen Teil, der sich mit den Fragen «Was war?» und «Was bleibt?» beschäftigt. 16 Experten, darunter prominente Journalisten und Autoren, schreiben etwa über Merkel und die Uckermark. Sie zeichnen den Aufstieg von «Kohls Mädchen» nach und es geht auch um die Beziehung des Kanzleramts zur Nationalmannschaft sowie um Versäumnisse Merkels. Zudem gibt es Cartoons und Infografiken, die die Regierungszeit behandeln. Auch Auszüge aus Neujahrsansprachen sind in dem Magazin enthalten.

Der Magazinleser bekommt zudem eine Übersicht über alle Eilmeldungen, die Deutschlands größte Nachrichtenagentur Deutsche Presse-Agentur (dpa) in der Regierungszeit Merkels verschickte und in denen der Name der Kanzlerin in der Überschrift stand. Die kurzen Eilmeldungen, die von Nachrichtenagenturen bei außerordentlich wichtigen Ereignissen verfasst werden – auch, um deren Dringlichkeit anzuzeigen -, sind in einer Beilage zusammengefasst. Wurm nennt die Sammlung «ein kleines Stück Zeitgeschichte».

Auf die Frage, ob er für das Zeitschriftenprojekt auch die Kanzlerin angefragt habe, sagte Wurm: «Ich habe ganz bewusst kein Interview angefragt. Erstens hätten wir sie ohnehin nicht exklusiv bekommen. Und zweitens ist das Konzept so angelegt, dass es gerade kein Interview mit ihr benötigt. Sollte sie allerdings in Zukunft Lust und Zeit haben: Das Angebot für ein zweites Magazin “Die Kanzlerin – das Gespräch” steht natürlich.»

Viele Zeitschriftenleser kennen sicher die eine oder andere Publikation des 51-Jährigen. Er ist Herausgeber der Magazin-Reihe «Fußballgold», zudem des Neuen Testaments als Magazin, auch das Grundgesetz goss Wurm schon in Zeitschriftenform und zuletzt erschien der Lyrik-Band «dreizehn+13 Gedichte».

Wochenpost – STICHWÖRTER– TRANSLATION

Bibel – Bible
n.b. Grundgesetz – Basic Law = Germany’s Constitution
Raute – diamond shape
gängigen – common
Surfergruß – surfer’s greeting
immer locker bleiben – hang loose
TV-Rückblicke – TV retrospective
Medienberichte – media reports
jede Menge – loads
eingeordnet – categorized
fiktive – fictitious
außergewöhnlichen – unusual
Regierungsjahre – years in government
Heft – issue
Startauflage – initial circulation
Exemplaren – copies
auffälligste – most notable
Stickerbogen – sheet of stickers
einprägsamsten Satz – catchiest phrase
Flüchtlingspolitik – refugee policy
Wir schaffen das’ – ‘We can do this’
Brotdose – sandwich container
Herausgeber – publisher
Chefredakteur – editor in chief
losgelöst – take off
übernehmen – adopted
Aufkleber – stickers
gestalten – create
Federmäppchen – pencil cases
aufgebaut – set up
n.b. Uckermark – district of Brandenburg where Merkel grew up
zeichnen nach – go over
Aufstieg – climb
Beziehung – relationship
Versäumnisse – omissions
Auszüge – excerpts
Neujahrsansprachen – New Year’s speeches
Übersicht – overview
Eilmeldungen – news flashes
Nachrichtenagentur – news agency
verschickte – dispatched
Überschrift – headline
außerordentlich – extraordinary
verfasst – authored
Dringlichkeit – priority
angefragt – inquired
ohnehin – anyhow
angelegt – laid out
benötigt – required
goss – cast

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

*Note: Previous selections can be found in the Archives section of the site.*

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