Selected Articles

Aus Aller Welt / Sport / Feuilleton / Gesundheit/Umwelt / Reise / Tipps und Trends / Aus Allen Staaten

Aus Aller Welt

Wo das wahre Schneewittchen lebte – und starb

«Nun lag Schneewittchen lange, lange Zeit in dem Sarg» – so schreiben es die Gebrüder Grimm in ihrem Märchenbuch. Auch das historische Vorbild von Schneewittchen ist schon lange gestorben. Ihr Grabstein aber ist nun wieder aufgetaucht.

In dem Schloss in Lohr am Main ist Maria Sophia von Erthal aufgewachsen, die für das historische Vorbild für das Märchen «Schneewittchen» gehalten wird. Lohr am Main wird deshalb auch «Schneewittchenstadt» genannt. Foto: dpa

Von Mirjam Uhrich
Bamberg (dpa) – Als Schneewittchen an dem vergifteten Apfel ihrer rachsüchtigen Stiefmutter starb, brachten es die sieben Zwerge nicht übers Herz, das schöne Mädchen zu begraben. Sie ließen einen Glassarg fertigen, legten das Mädchen hinein und schrieben mit goldenen Buchstaben darauf, dass Schneewittchen eine Königstochter sei. So steht es im Märchen der Gebrüder Grimm. Ob Maria Sophia von Erthal in einem gläsernen Sarg beerdigt wurde, ist mehr als fraglich. Immerhin bekam Schneewittchens historisches Vorbild einen eigenen Grabstein – und der ist nun wieder aufgetaucht.

Spuren vom Leben der Maria Sophia von Erthal in einem Bamberger Kloster finden sich wenige.

Umso besser ist ihr Tod im Jahr 1796 dokumentiert: Ihr Testament liegt im Stadtarchiv Bamberg, der Totenzettel in der Universitätsbibliothek Würzburg, und nun ist auch ihr Grabstein wieder da. Er war lange verschollen und wurde vor kurzem in einem geerbten Haus in Bamberg entdeckt. «Der Finder hat wahrscheinlich gegoogelt, dass der Grabstein dem historischen Vorbild von Schneewittchen gewidmet ist», sagt Domkapitular Norbert Jung vom Erzbistum Bamberg. Dem Finder sei klar geworden, dass der Grabstein bedeutend ist. Er hat ihn dem Diözesanmuseum gespendet.

Im Diözesanmuseum wurde der Stein zunächst überprüft, gereinigt und restauriert. Nun ist er ausgestellt, etwas unscheinbar zwischen zwei großen Bogenfenstern. Eine dunkelgraue Marmorplatte in ovaler Form, ganz schlicht, nur ein paar winzige, weiße Sternchen sind als Verzierung eingeritzt. In dunkel unterlaufenen Großbuchstaben steht darauf geschrieben: «Die edle Heldinn des Christenthums: hier ruhet sie nach dem Siege des Glaubens reif zur verklärten Auferstehung.»

Wie verklärt das Leben der Adeligen aus Lohr am Main inzwischen wird, hat bei ihrer Beerdigung wohl keiner geahnt. Auslöser war ein Spiegel aus dem Jahr 1720, der jahrelang in einem Weinhaus der Stadt Lohr am Main hing. In einem Medaillon am oberen Rahmen des mit rotem Lack, Gold- und Silberfolie verzierten Spiegels steht in verschnörkelter Schrift: «Amour Propre», was so viel wie «Selbstliebe» bedeutet. «Das erinnert natürlich an den Spiegel der selbstverliebten Stiefmutter von Schneewittchen«, sagt Barbara Grimm, Leiterin des Spessartmuseums in Lohr am Main. Noch dazu sei im 18. Jahrhundert die Gravur von französischen Sprüchen besonders beliebt gewesen. Daher komme auch die Aussage vom «sprechenden Spiegel».

Bei einem Glas Wein unter dem Spiegel dachte sich schließlich 1986 der Lohrer Apotheker Karl Heinz Bartels das «Märchen vom Märchen» aus. Es passt zu gut. Denn zwischen dem Märchen von Schneewittchen und Maria Sophia von Erthals Leben in Franken gibt es einige Parallelen.

Maria Sophia wuchs nicht weit von Lohr am Main im Kurmainzischen Schloss in Tauberbischofsheim auf. Ihrem Vater unterstand eine Spiegelmanufaktur. Als sie 18 Jahre alt war, heiratete er seine zweite Frau, die als herrschsüchtig und ungerecht galt. Maria Sophias Heimat liegt im Spessart, einem «wilden Wald». Von dort führt der Höhenweg «Wieser Straße» über sieben Berge. In der Region arbeiteten früher Kleinwüchsige im Bergbau, als Schutz vor Steinschlag trugen sie kapuzenähnliche Gewänder. Den Glassarg und die eisernen Pantoffel deutete Bartels als Hinweis auf die Tradition der Glashütten und Eisenhämmer in der Region.

Lohr am Main bezeichnet sich inzwischen als «Schneewittchenstadt» und wirbt damit um Touristen. Im Spessartmuseum können Besucher einen Blick in den berühmten Spiegel werfen. Tatsächlich lebten die Gebrüder Grimm nur siebzig Kilometer entfernt – und das auch noch fast zur gleichen Zeit wie Maria Sophia von Erthal. Theoretisch könnte Maria Sophia die Märchenerzähler also wirklich inspiriert haben. «Bei uns sagt man dazu nur: …und wer’s nicht glaubt, zahlt einen Taler…», meint Barbara Grimm.

Wochenpost – ÜBERSETZUNG – TRANSLATION

wahre – real-life
Schneewittchen – Snow White
Sarg – casket
Vorbild – model
Grabstein –grave stone
aufgetaucht – surfaced
rachsüchtigen – revengeful
brachten es nicht übers Herz zu – didn’t have the heart to
beerdigt – interred
fraglich – uncertain
immerhin – after all
Spuren – traces
Totenzettel – death notice
Testament – last will and testament
Totenzettel – death notice
verschollen – missing
geerbten – inherited
entdeckt – discovered
gewidmet – dedicated
Erzbistum – archbishopric
überprüft – verified
ausgestellt – displayed
Marmorplatte – marble slab
Christenthums – Christianity
verklärten Auferstehung – glorified resurrection
Adeligen – aristocrat
geahnt – suspected
Auslöser – the trigger
Spiegel – mirror
verzierten – ornamented
verschnörkelter – ornate
Gravur – engraving
französischen Sprüchen – French sayings
Aussage – message
ausdachte – thought up
Es passt zu gut. – It’s a good fit.
wuchs – grew up
unterstand – controlled
herrschsüchtig – despotic
ungerecht – unjust
galt – regarded
Bergbau – (salt, coal, etc.) mine
bezeichnet sich – calls itself
wirbt um – courts; woos
Tatsächlich – in fact
Taler – coins used in the 15th-19th centuries

Trans: Barbara Weidendorf, B.A., M.A.

Top

Sport

Raus aus der «Senke»? Frauenfußball-Bundesliga geht in 30. Saison

Der VfL Wolfsburg und FC Bayern München gelten wieder als Topfavoriten in der Frauen-Bundesliga. Die will und muss sich nach der WM-Enttäuschung der Nationalmannschaft neu aufstellen.

Von Ulrike John
Frankfurt/M. (dpa) – Sieben Wochen nach dem frühen WM-Aus der Nationalmannschaft in Frankreich startet die Frauenfußball-Bundesliga mit großen Ambitionen und neuer TV-Präsenz in die Saison. Die Freitagabend-Spiele werden künftig bei Eurosport zu sehen sein. Zudem verhandelt der DFB mit der ARD, damit in der Samstag-Sportschau nicht nur Spiele der Männer von Liga 1 bis Liga 3 gezeigt werden. Trotz der geballten Investitionen, die in Frankreich, England, Spanien und Italien getätigt werden, ist Siegfried Dietrich (1. FFC Frankfurt) als erfahrenster Manager überzeugt: «Wir haben sicherlich die stärkste Liga in Europa, auch wenn überall viel Geld ins Spiel gebracht wird.»

Gleichzeitig räumte Dietrich mit Blick auf die WM-Enttäuschung ein: «Wir sind momentan vielleicht in einer Senke drin, aus der wir ganz sicherlich mit dem Engagement, das wir zeigen, herauskommen.»

Der 62-Jährige soll Vorsitzender des neuen DFB-Ausschusses für die Frauen-Bundesliga werden, wenn dieser beim Bundestag des Verbandes 27. September eingeführt wird. Die Liga steht unter Zugzwang, zumal Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bessere Bedingungen für die Nationalspielerinnen gefordert hatte. Selbst Dietrich räumte ein, dass sie «teilweise vor sich hingeplätschert ist».

Gleichzeitig droht die Abwanderung weiterer Nationalspielerinnen, die – wie Spielmacherin Dzsenifer Marozsan beim Champions-League-Sieger Olympique Lyon – von ausländischen Clubs gelockt werden. In diesem Sommer gingen auch die Nationalspielerinnen Sandra Däbritz (Paris Saint-Germain) und Leonie Maier (Arsenal WFC).

Die Bundesliga hat selbst nach Turniererfolgen wie den WM-Triumphen 2003 und 2007 sowie nach dem Olympiasieg 2016 nie den Schwung mitnehmen können. Seit 2013/2014 sind die Zuschauerzahlen rückläufig, zuletzt kamen im Durchschnitt nur 833 Besucher.

«Wir wollen die Wahrnehmung der Liga stärken und können da neue Schritte gehen», sagte DFB-Direktorin Heike Ullrich bei einer Pressekonferenz am Montag in Frankfurt/Main. Die Eröffnungspartie zur 30. Spielzeit bestreiten die Ex-Meister 1. FFC Frankfurt – Turbine Potsdam am Freitag im ersten Eurosport-Livespiel. Man wolle «massiv aufschlagen» mit der Liga, so Dietrich, dessen Club von der Saison 2020/2021 an unter dem Dach von Eintracht Frankfurt spielt: «Die Professionalisierung schreitet voran.»

Der VfL Wolfsburg geht als Double-Gewinner der vergangenen drei Jahre in die Saison, der FC Bayern München gilt wieder als größter Konkurrent. «Wir wollen am besten alle drei Titel gewinnen. Wäre schön, wenn wir das mal wieder in der Champions League schaffen würden», sagte Nationaltorhüterin Almuth Schult, die wegen ihrer Schulterverletzung zum Auftakt noch fehlt.

Vor der neuen Runde sorgte der deutsche Frauenfußball allerdings erstmal mit einer PR-Panne für Schlagzeilen. Die DFB-Frauen hatten ein Mannschaftsfoto, das vor dem WM-Spiel gegen Schweden am 29. Juni aufgenommen worden war, veröffentlicht mit den Zeilen: «Seit dem 29. Juni nicht mehr gesehen. Bitte teilen». In Aufmachung und Wortwahl erinnerte das Bild an eine Vermisstenanzeige.

Am 29. Juni war die DFB-Auswahl Schweden ausgeschieden. An dem Tag war auch die Schweizer Nationalspielerin Florijana Ismaili bei einem Badeunfall am Comer See verunglückt und für vermisst erklärt worden. Drei Tage später war sie tot gefunden worden. Der DFB hatte sich entschuldigt, musste sich aber am Montag auch nochmal rechtfertigen. «Es ist sehr, sehr schade, dass ein gutes Gemeinschaftswerk so wahrgenommen wurde», sagte Ullrich.

Top

Feuilleton

Dresdner Sempergalerie bereit für Alte Meister

Vor gut 150 Jahren ließ Sachsens König eine Galerie für seine Gemäldesammlung bauen. Bald ziehen die Alten Meister wieder dort ein.

Gemälde stehen am Rande der Übergabe in einem Raum der sanierten Ost- und Westflügel der Sempergalerie in Dresden. Foto: dpa

Dresden (dpa) – Tages- statt Kunstlicht, Farbe statt Grau, modernste Technik: Der Semperbau am Zwinger, seit 1855 Domizil der weltberühmten Gemäldegalerie Alte Meister, ist nach mehrjähriger Sanierung bereit für die Schätze europäischer Kunst des 15. bis 18. Jahrhunderts. Das frisch renovierte Ausstellungsgebäude wurde am Mittwoch an die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) übergeben. Der sächsische Finanzminister Matthias Haß (CDU) sprach bei der Feierstunde von «besten Präsentationsbedingungen», die sich der Freistaat Sachsen 49,8 Millionen Euro kosten ließ.

In den nächsten Wochen wird das Museum als Zugpferd der SKD neu eingerichtet. Auch ein Teil der Skulpturensammlung – Antiken und Plastiken bis 1800 – zieht ein. Die Wiedereröffnung ist für den 7. Dezember geplant.

Das von einer halben Million Besuchern pro Jahr stark beanspruchte Gebäude wurde seit Herbst 2013 renoviert und mit modernster Licht-, Brandschutz- und Sicherheitstechnik ausgestattet. Die Sanierung in zwei Etappen ermöglichte es, während der Bauzeit die halbierte Dauerausstellung der Hauptwerke zu zeigen – erst im West-, dann im Ostflügel. Die konservatorischen Bedingungen für das Kunstgut hätten sich elementar verbessert, freute sich SKD-Generaldirektorin Marion Ackermann. Für die «neue» Sempergalerie, die nun eingerichtet wird, versprach sie eine «ganz neue Opulenz».

Zahlreiche Gemälde und Skulpturen seien aufwändig restauriert worden und mehrere Werke aus dem Depot seien endlich ausstellungsfähig, sagte Ackermann. Sie sollen von der Wechselwirkung zwischen Malerei und Plastik zeugen. Die Bilder werden demnach künftig auf stoffbespannten Wänden in satten Farben hängen: grün für die Deutschen und Niederländer, dunkles Blau für Franzosen und Spanier, dunkelrot für Italiener – und Canalettos Veduten auf Grau. «Die Malerei von Bellotto wird in bisher nicht dagewesener Fülle gezeigt.»

Top

Gesundheit

Wasserfans und Trinkmuffel – Wie die Menschen trinken

Vor allem bei enormer Hitze wie derzeit, aber längst nicht nur dann ist ausreichendes Trinken wichtig – doch viele Menschen in Deutschland kommen nicht auf die empfohlene Menge. Foto: Marcus Führer/dpa

Von Basil Wegener
Berlin (dpa) – Vor allem bei enormer Hitze wie derzeit, aber längst nicht nur dann ist ausreichendes Trinken wichtig – doch viele Menschen in Deutschland kommen nicht auf die empfohlene Menge. Vor allem viele Berufstätige vergessen das Trinken bei Stress. Das geht aus einer neuen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Erwachsene brauchen laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung rund 1,5 Liter Wasser täglich. Bei großer Hitze, schwerer körperlicher Arbeit oder Sport kann bis zu ein Liter zusätzlich nötig sein. Doch fast jedem dritten Bundesbürger gelingt es der Umfrage zufolge nach eigenen Angaben nur teilweise, selten oder nie, täglich genug zu trinken. 39 Prozent schaffen dies laut der Umfrage meistens, 30 Prozent immer. 39 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer bleiben unter 1,5 Liter. Von den Menschen unter 40 Jahren trinkt jeder Siebte selten oder nie genug, bei den Älteren nimmt der Anteil der Trinkmuffel ab.

TRINKEN UND JOB:
Vor allem im Berufsleben wird das Trinken bei vielen unregelmäßig. So greifen nur 57 Prozent der erwerbstätigen, aber 70 Prozent der anderen Bundesbürger regelmäßig über den Tag verteilt zu einem Getränk. Dabei fällt es fast jeder dritten Frau nach eigenen Angaben schwer, an den Arbeitstagen ausreichend zu trinken, aber nur 18 Prozent der Männer. Die meisten Trinkmuffel im Job vergessen es einfach (77 Prozent), haben keine Zeit (56 Prozent) und/oder keinen Durst (45 Prozent). Fast jeder Dritte findet es zudem lästig, häufig zur Toilette zu müssen, oder meint, hierzu wenig Gelegenheit zu haben.

WASSER, SOFTDRINKS, KAFFEE:
Am häufigsten greifen die Menschen in Deutschland zu Heißgetränken und Wasser. So trinken mehr als neun von zehn Bundesbürgern täglich oder mehrmals die Woche Kaffee oder Tee, 69 Prozent Mineralwasser und 63 Prozent Leitungswasser. Jeder Dritte trinkt regelmäßig Milch, Milchmixgetränke oder Kakao, fast jeder Dritte Saft oder Schorle, 16 Prozent Cola oder Limonade. Dabei hängt es stark vom Alter ab, was die Menschen oft trinken: Softdrinks sind bei mehr als jedem vierten Erwachsenen unter 40 Jahren regelmäßiger Begleiter. Nur selten Leitungswasser trinkt fast jeder vierte Jüngere – aber mehr als jeder dritte ab 60. Beim Getränkekauf achten nach eigenen Angaben 71 Prozent der Befragten auf den Geschmack, 65 Prozent darauf, dass sie möglichst Pfandflaschen bekommen, 57 Prozent auf den Preis. Der Kaloriengehalt ist nur 36 Prozent wichtig, Bioqualität 15 Prozent.

ALKOHOL:
Alkoholische Getränke stehen bei den Menschen sehr unterschiedlich hoch im Kurs: 62 Prozent der Erwachsenen trinken nach eigenen Angaben an einem Tag pro Woche oder seltener Alkohol, jeder Vierte hingegen an vier Tagen oder öfter – darunter sieben Prozent jeden Tag. Jeder Zehnte unter 40 sagt, dass Feierabendbier oder -wein dazugehöre, bei den Älteren steigt dieser Anteil, bei den ab 60-Jährigen auf 23 Prozent. Frauen trinken im Schnitt deutlich weniger, nämlich 3,2 Gläser pro Woche, während Männer mit 7,1 Gläsern mehr als doppelt so viel Alkohol zu sich nehmen.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Februar und März 2019 im Auftrag der TK insgesamt 1486 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren zu ihren Trinkgewohnheiten im Privatleben und am Arbeitsplatz. Fragen waren etwa: «Gelingt es Ihnen, täglich genug zu trinken, um Ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken?» oder «Worauf achten Sie beim Getränkekauf?»

Top

Reise

Mallorca ohne Massen: Wo die Insel ruhig und einsam ist

Überschaubarer Trubel: Der Strand S‘Illot auf Mallorca ist selbst im Sommer nicht sonderlich überlaufen.
Foto: Manuel Meyer/dpa

Von Manuel Meyer
Palma (dpa) – Mallorca ist immer überfüllt – auch wenn es mal eine kleine Flaute gibt? Nicht unbedingt. Man muss nur die ruhigen Orte kennen. Eine Erkundung der Insel zur Hochsaison abseits der Massen.

Von einem «Alarm am Ballermann» war zu Beginn des Sommers die Rede, wegen ausbleibender Touristen. Hoteliers und Restaurantbesitzer gaben sich besorgt. Wer derzeit durch die berühmt-berüchtigte Schinkenstraße schlendert, hört einen anderen Alarm – der wie gewohnt vom Partyvolk ausgeht.

Der Strand in Arenal ist überfüllt wie immer. Vor der Kathedrale in Palma reihen sich die Menschen in langen Warteschlangen auf. Auch ziehen unzählige Kreuzfahrtpassagiere durch die Altstadt.

Richtig ist: Die neuen Benimmregeln und Alkoholeinschränkungen am Ballermann und die Erholung der Türkei als Reiseziel haben zu einem spürbaren Rückgang der Gästebuchungen geführt. In diesem Sommer ist Mallorca nicht ganz so überfüllt wie in den vergangenen Jahren.

Aber leere Strände und Hotels wird es auf der liebsten Ferieninsel der Deutschen kaum geben. Zumal die Hoteliers mit Preisnachlässen auf den schwachen Beginn der Hauptsaison reagiert haben. Und die Mehrheit der Urlauber kommt nach wie vor im Juni, Juli und August.

Wer auf Mallorca seine Ruhe findet, dem gelingt dies nicht, weil keine anderen Urlauber über die Insel herfallen würden. Sondern, weil er jene schönen Orte kennt, die nicht überlaufen sind.

Der Gegensatz zwischen dem Ballermann-Trubel und der Hotelterrasse des «Son Bleda», einem ehemaligen Kloster aus dem 12. Jahrhundert im Nordwesten der Insel, könnte kaum größer sein.

Ein Pärchen genießt mit einem Glas Wein den Blick ins grüne Tal von Sóller. Zwei andere Hotelgäste schauen vom Pool aus in die Bucht von Deià – alleine. Man hört Vogelgezwitscher, den Wind, das Zirpen der Grillen. Sonst nichts. Und das Ende Juni.

Das ist das Mallorca, von dem schon der spanische Schriftsteller Santiago Rusiñol in «Die Insel der Ruhe» schrieb. «Auf Mallorca ist die Stille tiefer als sonst wo», berichtete auch George Sand 1842 im Reiseliteratur-Klassiker «Ein Winter auf Mallorca».

«Mallorca ist immer noch so, auch im Sommer. Man muss bloß wissen, wo», sagt Hotelbesitzer Dieter Rahmel. Die zwischen Pinien, Oliven- und Orangenbäumen liegende Hotel-Finca «Son Bleda» des gebürtigen Düsseldorfers ist eher eine Unterkunft für betuchte Gäste – hier bremst also schon der Preis die Massen aus. Doch auch im Inneren der Insel, gar nicht weit von der Küste entfernt, gebe es viele gute und auch preisgünstigere Hotels, in denen man nichts mehr vom Trubel mitbekomme, sagt Rahmel. «Selbst im Sommer kann man auf Mallorca dem Massentourismus leicht entfliehen.» Man müsse sich nur wenige Kilometer von der Küste und den Touristenzentren entfernen.

Die meisten Urlauber wollen im Sommer aber doch an den Strand und im Meer baden. «Das ist ja kein Problem. Mallorca hat auch im Juli und August nicht überlaufene Strände und Buchten», erklärt der Wahl-Mallorquiner. «Man muss nur bereit sein, ein wenig zu laufen und auf einen Liegestuhl und den Kiosk verzichten.» Seinen Gästen empfiehlt Rahmel kleine Buchten in der Nähe des Hotels in Richtung Deià, wo man auch in den Sommermonaten relativ ungestört ist.

Das klappt selbst an Mallorcas vielleicht beliebtesten Sandstrand Es Trenc im Süden der Insel. In der Nähe des Parkplatzes liegen die Strandgäste noch dicht an dicht. Vor allem Familien mit Kindern. Doch je weiter man sich entfernt, desto leerer wird es. Nach einem halbstündigen Strandspaziergang wird es relativ einsam. Wasser und ein paar Snacks sollte man unbedingt mitnehmen.

Auch weiter im Nordosten der Insel liegen die Urlauber am Strand von Alcúdia wie in Sardinenbüchsen. Nur 15 Autominuten entfernt befindet sich die Halbinsel La Victoria, auf der man die zahlreichen Strände wesentlich entspannter genießen kann.

Vom gleichnamigen Kloster aus führt ein schattiger Wanderweg in 45 Minuten zur Bucht von Coll Baix. Die einsame, von Felsen umgebende Bucht erreicht man nur mit dem Boot oder eben zu Fuß. Zunächst verläuft der Pfad durch dichte Pinienwälder. Immer wieder öffnen sich tolle Ausblicke auf die Steilküste. Die letzten Meter hinab zur Bucht muss man ein wenig klettern. Aber der Weg lohnt sich. Unten wartet ein breiter Strand ohne Gedrängel.

Frank Mittelbach führt hier oft seine Gäste hin. Der gebürtige Rheinländer kennt jede Ecke auf der Insel. Seit 28 Jahren lebt der Wanderführer auf Mallorca, wo er jedes Jahr nicht nur Hunderte von Wandertouren organisiert, sondern auch ständig auf der Suche nach neuen, nicht überlaufenden Routen ist.

Ein genereller Tipp, um Urlaubermassen im Sommer zu vermeiden: «Versuchen Sie, den spanischen Tagesrhythmus und deren Esszeiten zu übernehmen», sagt Mittelbach. «Gehen Sie wie die Mallorquiner erst am späten Nachmittag an den Strand. Dann sind nicht nur die Temperaturen viel angenehmer, sondern auch die meisten Pauschalurlauber weg, die ab 18.00 Uhr zum Hotelbüfett stürmen.»

Als Beweis zeigt er vom Parkplatz hinunter zur Platja de S‘Illot. Es ist 17.00 Uhr. Der Strand befindet sich ganz in der Nähe vom touristischen Alcúdia. Doch tatsächlich brechen die meisten Touristen bereits auf, klappen die Sonnenschirme ein.

Spanischer Tagesablauf also. Aber was macht man den lieben langen Tag? Als Wanderführer schlägt Mittelbach für den heißen Sommer kurze Wanderungen in den Morgenstunden oder am späten Nachmittag vor. Steil führt etwa der Steinpfad hinauf zur Burgruine von Alaró. Während der eineinhalbstündigen Wanderung zwischen Pinien und Olivenhainen sieht man mehr Ziegen als Touristen – vor allem im August.

Es gibt auch viele kaum überlaufende kurze Wanderrouten direkt an der Küste, wo eine frische Meeresbrise herrscht und Pinien Schatten spenden. Schräg gegenüber von Sant Elm zum Beispiel, wo im äußersten Südwesten zwei kleine Passagierboote Gäste zur vorgelagerten Insel La Dragonera bringen. Auf den drei möglichen Wanderwegen gibt es viel zu sehen: alte Wachtürme, Kanonen, Leuchttürme, zigtausende Eidechsen, riesige Falkenkolonien. Nur keine Touristenmassen.

Wer keine Lust auf Wandern hat, hat viele Alternativen im ruhigen Inselinneren. Im Orangental von Sóller kann man Zitrusfarmen besuchen oder alte Olivenmühlen entdecken. Ein sehenswertes Dorf ist Montuiri. Neben der kolossalen Kirche sitzen nur Einheimische auf der Terrasse der Dorfkneipe. Touristen? Fehlanzeige! Dabei müsste die nahe prähistorische Siedlung von Son Fornés doch Massen anzuziehen.

Im Hochsommer anderen Mallorca-Touristen über den Weg zu laufen, ist schwer zu vermeiden. Doch die Massen lassen sich meiden. Beispiel Wochenmärkte: «Alle Touristen fahren zum Mittwochsmarkt nach Sineu. Völlig überlaufen», sagt Mittelbach. «Dabei gibt es in Alaró am Samstag und in Santa Maria del Camí am Sonntag zwei richtig große, sehr authentische Märkte, auf denen fast nur Mallorquiner einkaufen.»

Und warum muss es immer nur Palmas Altstadt mit der Kathedrale sein? Eine Alternative ist das ehemalige Fischerviertel Santa Catalina mit hippen Läden, alten Windmühlen und Mallorcas ältester Markthalle.

Auch die Inselregierung versucht, die Touristen besser über die ganze Insel zu verteilen. Sie fördert vor allem weniger touristische Regionen. In Gemeinden wie Manacor, Son Servera, Capdepera oder Artà sollen Angebote außerhalb der Hauptsaison geschaffen werden.

Die Inselregierung plant, den Kreuzfahrttourismus in Palma auf drei Schiffe pro Tag zu begrenzen und geht mit einer Reihe von Benimmregeln gegen die Alkoholexzesse vor, um damit das Image der Ferieninsel zu verbessern. So darf seit dem 1. April an der Schinkenstraße nur noch im Lokal und nicht mehr auf der Straße getrunken werden. Es drohen Strafen von bis zu 3000 Euro.

Ferienhausvermietungen wurde in vielen Regionen eingeschränkt. Die Zahl der Gästebetten soll um fast 30 Prozent sinken, indem man beispielsweise keine neuen Lizenzen vergibt, wenn ein Hotel schließt. Zudem geht die Landesregierung derzeit verstärkt gegen Portale wie Airbnb vor. Damit soll Wohnraum für Einheimische geschützt werden.
Im Juli 2016 wurde eine Touristensteuer eingeführt, die 2018 noch einmal verdoppelt wurde, um zahlreiche Projekte für einen nachhaltigen Tourismus zu finanzieren.

Die Regierung hat auch vom 15. Juni bis 15. September die Zufahrt zum Leuchtturm Cap Formentor für den privaten Autoverkehr gesperrt. Besucher werden nur noch mit öffentlichen Shuttle-Bussen befördert.
Generell sollen das hohe Verkehrsaufkommen und die touristischen Ströme im Sommer besser gesteuert werden. Hierfür wurde das Projekt Smart Island Mallorca ins Leben gerufen. «Wir erfassen gerade Daten über Strecken mit dem höchsten Verkehrsaufkommen, um die Infrastruktur hier zu verbessern. Digitale Verkehrsschilder werden Autofahrer demnächst gezielter auf Staus und mögliche Ausweichrouten hinweisen», erklärt Josep Lluís Colom, Direktor für Modernisierung und Innovation der Regionalregierung.

So könnte Mallorca irgendwann die Probleme des Massentourismus zumindest eindämmen – wenn der nächste Besucherrekord ansteht. Bis dahin ist es gut, die ruhigen Orte der Insel zu kennen.
http://www.spain.info

Top

Nach dem Führerschein die Reisefreiheit:
Riad gibt Frauen neue Rechte

Das islamisch-konservative Saudi-Arabien öffnet seine Gesellschaft. Die junge Generation bejubelt deswegen Kronprinz Mohammed bin Salman.

Saudi-Arabien, Medina: Frauen mit Ganzkörperschleier ziehen ihre Rollkoffer über einen Bahnsteig. Bis jetzt mussten Frauen die Genehmigung ihres Vaters, Ehemannes oder eines anderen männlichen Familienmitglieds einholen, um einen Pass zu erhalten und ins Ausland zu reisen. Jetzt können Frauen, die älter als 21 Jahre alt sind, einen Pass beantragen. Auch in anderen Lebensbereichen werden Frauen gleichgestellt. Foto: SPA/dpa

Riad (dpa) – Rund ein Jahr nach dem Ende des umstrittenen Autofahrverbots erhalten Frauen im streng islamisch-konservativen Königreich Saudi-Arabien auch mehr Reisefreiheit. Sie brauchen künftig keine Erlaubnis eines männlichen Vormunds mehr, wenn sie ins Ausland wollen. Ein von König Salman erlassenes Dekret legt fest, dass Frauen ab dem Alter von 21 Jahren das Recht auf einen Pass und Reisefreiheit bekommen, wie das staatliche Kommunikationszentrum jetzt mitteilte. Sie seien damit den Männern gleichgestellt.

Damit fällt eine der international am heftigsten kritisierten Regelungen, die die Rechte der Frauen in Saudi-Arabien beschneiden. Die Maßnahme gehört zu einer Reihe von Schritten, mit denen Riad die Gesellschaft liberalisiert. Gleichzeitig geht die saudische Führung jedoch mit harter Hand gegen Menschenrechtler und Kritiker vor.

Nutzer sozialer Medien feierten die Reformmaßnahme. «Endlich, Glückwunsch an alle Frauen», hieß es in einem Eintrag auf Twitter. Gelobt wurde insbesondere der 33 Jahre alte Kronprinz Mohammed bin Salman, der eigentlich starke Mann des Königreichs. Er gilt als derjenige, der die gesellschaftliche Öffnung vorantreibt.

Die saudische Botschafterin in den USA, Rima Bandar Al Saud, erklärte, die neuen Regularien seien «Geschichte in der Entstehung». Auf Twitter schrieb sie: «Unsere Regierung hat ihren eindeutigen Einsatz für die Gleichberechtigung der Geschlechter bewiesen.»

Menschenrechtsorganisationen reagierten hingegen zunächst zurückhaltend. «Wir begrüßen diesen Schritt natürlich», sagte die Expertin für die Golfstaaten von Amnesty International in Deutschland, Regina Spöttl. «Aber er muss auch umgesetzt werden.» Nach Angaben der saudischen Regierung soll die neue Reisefreiheit Ende August in Kraft treten. Die Nahostdirektorin der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), Sarah Leah Whitson, erinnerte auf Twitter daran, dass Frauen weiter die Zustimmung eines männlichen Vormunds bräuchten, wenn sie heiraten wollten.

Kronprinz Mohammed bin Salman, oft auch kurz «MbS» genannt, gilt nicht nur als künftiger König, sondern auch als eine der umstrittensten Führungsfiguren der Region. Vor allem junge Saudis gehören zu seinen Anhängern, weil er ihnen mehr Freiheiten verschafft.

Seit dem vergangenen Jahr dürfen Frauen in Saudi-Arabien endlich Auto fahren, was ihnen bis dahin verboten war. Kinos und Konzerte sind ebenfalls wieder erlaubt. Mittlerweile treten internationale Stars im Königreich auf. Frauen durften im vergangenen Jahr auch erstmals ein öffentliches Fußballspiel besuchen.

Auch auf dem Arbeitsmarkt sollen sie stärker Fuß fassen. MbS will zudem die Wirtschaft reformieren, um ihre Abhängigkeit vom Öl zu verringern, das irgendwann versiegen wird. Die Reformen sind dringend notwendig, sollen die jungen Generationen eine Perspektive haben. Immerhin sind mehr als 40 Prozent der Saudis unter 25.

Im ultrakonservativen Saudi-Arabien gilt mit dem Wahhabismus eine der striktesten Lesarten des Islams. Zahlreiche Regelungen beschneiden die Rechte der Frauen. Sie unterliegen etwa strengen Kleidungsvorschriften: So ist in der Öffentlichkeit ein langes Gewand, die Abaja, generell ebenso Pflicht wie ein Kopftuch.

Die Reisebeschränkungen für Frauen waren international besonders scharf kritisiert worden. Vor einigen Monaten sorgte die Flucht der 18-jährigen Rahaf Mohammed al-Kunun für Schlagzeilen. Sie hatte sich während eines Besuchs in Kuwait heimlich von der Familie ins Ausland abgesetzt, wurde jedoch in Thailand festgehalten. Erst eine Twitter-Kampagne konnte ihre Abschiebung in die Heimat verhindern. Kanada gab ihr schließlich Asyl. Menschenrechtler kritisierten damals, der Fall zeige, dass saudische Frauen «von der Geburt bis zu ihrem Tod» von ihrem männlichen Vormund kontrolliert würden.

Die gesellschaftlichen Reformen gehen jedoch einher mit einer harten Hand der Führung in Riad gegen Menschenrechtler und Kritiker – die dunkle Seite des Wandels in Saudi-Arabien. Im Frühjahr vergangenen Jahres ließ das Königreich etwa 17 Frauenrechtler festnehmen.

Gegen mehrere begann in diesem März unter dubiosen Vorwürfen ein Prozess.

Amnesty-Expertin Spöttl fordert deren unverzügliche Freilassung. Sie hätten sich für die neuen Freiheiten der Frauen eingesetzt.
Die Botschaft Riads ist jedoch klar: Gesellschaftliche Reformen ja – aber darüber will allein das Königshaus entschieden. Kritiker werden mundtot gemacht. Oder sogar umgebracht, wenn sie zu laut werden.

Top

Aus Allen Staaten

DASV Schützenfest 2019

From left: Eric Hartfiel, Jim Binder, Ted Hundich and Heinz Hoffmann are proud of their shooting talent

The DASV Schützenfest 2019 was an event that was well attended. The opening ceremonies were earlier than in the past years, giving the Schützen extra time with their shooting skills. The opening parade began with the flags, the Schützenkönig Johann Krenzer and his Queen Marianne leading the way around the Club house before coming to a halt in front of the Eagle.

Master of Ceremony Kenneth Burney greeted all attendees especially our Schützen Brothers from the Kolping Society and the Carpathia Jäger; then asked Jim Daniska to sing the Anthems ‑ German, Austrian and American. A special salute was given to our fallen Schützen comrades with the song “Ich hatt‘ einen Kameraden”. Tommy Schober played his saxaphone with the Schützen to the shooting range area so they could finally begin to find out who will be honored for the new title of Schützenkönig.

During the shooting program the kitchen, and also the bar were busy with serving the food and beer. Kitchen trustee Christine Burney wants to thank all the kitchen volunteers for helping out. Also the Bar trustees Ron and Fay McClaughlin also extend their thanks to the bartenders; with it being a hot day the beer, wine and pop were a must.

Queen Marianne led the children to the sand box so they could dig around for coins. All the kids found lots of them and were awarded with balloons.

The results of the shooting were set before the heavy rains came.
The new Schützenkönig is none other than our DASV President Jim Binder; Crown Prince is Ted Hundich; Right Wing is Eric Hartfiel; Left Wing is Heinz Hoffmann. Congratulations to the new court.

Naturally, the heavy rain and storm put a damper on the festivities, but overall everyone had a great time with friends, old and new. Thanks to all who came out to the Schützenhaus to help celebrate this event.

Congratulations to Sarah and Joe Borgesen, Jr. for Baby Andrew Joseph who was born July 30th Mother and baby are fine; as are the próud grandparents Lorain and Joe Borgesen Sr.

The DASV’s upcoming events are:
Sept. 7th ‑ Guntoberfest
Sept. 13th ‑ Oktoberfest
Oct. 26th ‑ Coronation Ball/Krönungsball


Hope to see lots of you at one of these events.
Lisa G.

Top